<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Joseph_Fouch%C3%A9</id>
	<title>Joseph Fouché - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Joseph_Fouch%C3%A9"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Fouch%C3%A9&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-25T22:51:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Fouch%C3%A9&amp;diff=143725&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2025-31004-81 (Diskussion) auf die letzte Version von Mommpie zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Fouch%C3%A9&amp;diff=143725&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-03T12:25:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-31004-81&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-31004-81&quot;&gt;~2025-31004-81&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-31004-81&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-31004-81 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Mommpie&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Mommpie (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Mommpie&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Joseph Fouché.png|mini|Joseph Fouché [[Datei:Signatur Joseph Fouché.PNG|rahmenlos|zentriert|128px|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Fouché&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Mai]] [[1759]] in [[Le Pellerin]], nahe [[Nantes]]; † [[26. Dezember]] [[1820]] in [[Triest]]) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Politiker]] während der Zeit der [[Französische Revolution|Revolution]] und [[Innenministerium|Polizeiminister]] im [[Erstes Kaiserreich|Kaiserreich]] und in der [[Restauration (Frankreich)|Restauration]]. 1809 wurde er zum &amp;#039;&amp;#039;duc d’Otrante&amp;#039;&amp;#039; ([[Fouché d’Otrante|Herzog von Otranto]]) ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend und Beginn der politischen Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Fouché wurde als Sohn eines Kapitäns der Handelsmarine geboren und besuchte das Seminar der [[Oratoire de France|Oratorianer]] in Nantes. Vorübergehend trat er in den Orden ein, empfing aber nur die [[Niedere Weihen|niederen Weihen]]. Später unterrichtete Fouché Logik in [[Vendôme (Loir-et-Cher)|Vendôme]] und war 1788 [[Physik]]lehrer in [[Arras]]. Hier lernte er [[Maximilien de Robespierre]] und dessen Schwester [[Charlotte Robespierre|Charlotte]] (1760–1834) kennen. Mit ihr soll sich Fouché beinahe verlobt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Zweig]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag der Nation]], Berlin 1983 (2. Auflage), S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Ausbruch der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] ließ er sich wieder in Nantes nieder und wurde Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft der Verfassungsfreunde&amp;#039;&amp;#039; (Société des amis de la Constitution).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Revolutionszeit ==&lt;br /&gt;
1792 wurde er als Abgeordneter des [[Département Loire-Atlantique|Départements Loire-Atlantique]] in den [[Nationalkonvent|Konvent]] gewählt und schloss sich der radikalen [[Bergpartei]] an. Am 17. Januar 1793 stimmte Fouché für die Hinrichtung [[Ludwig XVI.|Ludwigs XVI.]] (1754–1793). Da er als Redner nicht sonderlich in Erscheinung trat, ließ {{&amp;quot;|er sich lieber in die Ausschüsse und Kommissionen wählen, wo man Einsicht in die Verhältnisse, Einfluss auf die Geschehnisse im Schatten gewinnt|[[Stefan Zweig]]}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. März 1793 wurde er zum Berichterstatter über die Verstaatlichung aller Bildungseinrichtungen bestimmt. Noch im selben Monat erhielt er den Auftrag, Rekruten im [[Département Mayenne]] und in seinem Heimatdepartement auszuheben. Anschließend wurde er zuerst nach Nantes, dann in die Départements des Zentrums geschickt, um hier den [[Monarchismus|Royalismus]] und die gemäßigte republikanische Gesinnung zu unterdrücken und Streitkräfte gegen den [[Aufstand der Vendée]], später auch gegen einen Aufstand in [[Lyon]] zu organisieren. Im [[Département Nièvre]] forderte er die Priester zur Eheschließung auf, verbot jede religiöse Handlung außerhalb der Kirchen und ordnete die Zerstörung der Kreuze und Kreuzwege an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 1793 wurde er mit [[Jean-Marie Collot d’Herbois|Collot d’Herbois]] und [[Georges Couthon]] nach Lyon gesandt, denn in der Stadt war es zu einem monarchistischen Aufstand gekommen. Gemeinsam sollten sie dort den erneuten Versuch einer Gegenrevolution verhindern. Die Truppen des Nationalkonventes gingen mit aller Härte vor. Unter anderem wurden Häuser von „Gegnern der Revolution“ abgerissen. Eine Kommission unter Fouchés Vorsitz zeichnete für ca. 1600 Todesurteile verantwortlich. Fouché wurde später auch als &amp;#039;&amp;#039;Mitrailleur de Lyon&amp;#039;&amp;#039; („Schlächter von Lyon“) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Clemens Ruthner |url=https://stifterhaus.at/stichwoerter/joseph-fouche-bildnis-eines-politischen-menschen |titel=Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen |werk=[[Stifterhaus (Linz)|stifterhaus.at]] |datum=2015-04-21 |abruf=2022-05-11}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.hoftheater-dresden.de/produktion_detail.php?id=57 |titel=Geheimakte: Joseph Fouché von Rolf Schneider |werk=[[Hoftheater Dresden (Weißig)|hoftheater-dresden.de]] |datum= |abruf=2022-05-11}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Oliver Grimm |url=https://www.diepresse.com/5328632/joseph-fouche-zeitloses-bildnis-eines-machiavellisten |titel=Joseph Fouché, zeitloses Bildnis eines Machiavellisten |werk=[[DiePresse.com]] |datum=2017-11-27 |abruf=2022-05-11}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Wagner |Titel=Joseph Fouché: Aufstieg und Fall eines politischen Genies |Hrsg=[[Forum oö geschichte]] |Datum=2012-02-27 |Online={{OoeGeschichte |pdf=fileadmin/media/dokumente/themen/kunstundkultur/literaturgeschichte/joseph-fouche.pdf}} |Format=PDF |KBytes=22 |Abruf=2022-05-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Fouché die atheistische Richtung der [[Jacques-René Hébert|Hébertisten]] unterstützte, geriet er in Konflikt mit Robespierre. Einer der Auslöser war sicherlich die Wahl von Fouché zum Präsidenten des [[Jakobiner]]klubs im Mai 1794. Robespierre griff ihn daraufhin als [[Atheismus|Atheisten]] an, bezeichnete ihn als „Haupt der Konspiration“ (10.&amp;amp;nbsp;Juni 1794) und ließ ihn aus dem Jakobinerclub ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sturz Robespierres ==&lt;br /&gt;
Tatsächlich war Fouché im Hintergrund der Drahtzieher, der versuchte, die verschiedenen Teile der Opposition gegen Robespierre zusammenzubringen. Am [[9. Thermidor]] (27. Juli 1794) wirkte er zusammen mit Collot d’Herbois, [[Jean Lambert Tallien]] und [[Bertrand Barère]] am Sturz und der anschließenden Hinrichtung Robespierres mit. Offiziell war er an den Ereignissen nicht beteiligt, erschien erst am 10. Thermidor wieder im Konvent und setzte sich auf seinen alten Platz bei der Bergpartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Richtung der neuen Regierung passte Fouché allerdings nicht: Die Nähe des [[Direktorium (Frankreich)|Direktoriums]] zur [[jeunesse dorée]] und den korrupten Armeelieferanten erschien als Rechtsruck und Verrat an den Idealen der Revolution. Er verbündete sich mit [[François Noël Babeuf|Gracchus Babeuf]], einem [[Sozialismus|sozialistischen]] Agitator und Journalisten. Unter dessen Führung kam es zum erfolglosen Aufstand des 12. [[Germinal (Monat)|Germinals]] (1. März 1795). Babeuf wurde hingerichtet, sein Hintermann Fouché auf Befehl des Konvents im August 1795 verhaftet, jedoch durch die allgemeine [[Amnestie]] nach dem [[Vendémiaire]]-Aufstand kraft des Dekrets des 3. Brumaires des Jahres IV (25. Oktober 1795) wieder freigelassen. Er lebte nun eine Zeit lang zurückgezogen und ärmlich im Tal von [[Montmorency (Val-d’Oise)|Montmorency]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fouché war am [[Staatsstreich des 18. Fructidor V|Staatsstreich des 18. Fructidors]] (4. September 1797) beteiligt, aufgrund dessen der bisherige Meinungsführer des [[Direktorium (Frankreich)|Direktoriums]], [[Lazare-Nicolas-Marguerite Carnot|Carnot]], fliehen musste und [[Paul de Barras]] die Macht übernehmen konnte. Wohl aus Dankbarkeit verschaffte Barras ihm daraufhin die Ernennung zum Gesandten bei der [[Cisalpinische Republik|Cisalpinischen Republik]]. Da er aber hier in Gemeinschaft mit dem General [[Guillaume-Marie-Anne Brune|Brune]] einen völligen Umsturz der Verfassung versuchte, wurde er schon nach wenigen Tagen wieder abberufen, 1799 nach [[Den Haag]] gesandt und im September von Barras und [[Emmanuel Joseph Sieyès|Sieyès]] zum Polizeiminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polizeiminister unter Bonaparte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fouché Joseph Duke of Otranto.jpg|mini|Fouché in der Galauniform des Polizeiministers, Gemälde von [[Claude Marie Dubufe]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Funktion unterstützte er [[Napoleon Bonaparte]] beim [[Staatsstreich des 18. Brumaire VIII]] und machte sich in der Folgezeit für den [[Französisches Konsulat|Ersten Konsul]] Bonaparte unentbehrlich. Er organisierte ein ausgedehntes [[Spionage]]system über alle Klassen der Gesellschaft, die Familie des Ersten Konsuls nicht ausgenommen, und unterhielt es hauptsächlich mit den Erträgen der Spielpacht, wobei er sich auch selbst bereicherte. Als Fouché sich der Verleihung des lebenslangen Konsulats an Napoleon widersetzte und dem Senat eine Begrenzung der Amtszeit auf zehn Jahre vorschlug, schaffte Napoleon das Polizeiministerium im September 1802 ab; zur Entschädigung erhielt Fouché die [[Senatorie]] von [[Aix-en-Provence|Aix]] und die Hälfte des von ihm gesammelten Polizeireservefonds, rund 2.400.000 Francs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Armoiries Joseph Fouché (1759-1820) comte de l’Empire.svg|mini|Wappen Fouchés im Jahr 1808: Das blaue Freiviertel mit dem goldenen Löwenkopf weist auf den Rang des Inhabers als Graf in der [[noblesse impériale]] hin.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Heraldic achievement of Joseph Fouché, Duke of Otranto.jpg|mini|Wappen Fouchés als Herzog von Otranto]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Kaiserkrönung Napoleons I.|Selbstkrönung Napoleons]] zum [[Kaiser]] 1804 benötigte dieser wieder einen fähigen Polizeiminister und richtete daher das Polizeiministerium erneut ein. Die Ungeschicklichkeit seiner Nachfolger in der Polizeiverwaltung verschaffte Fouché am 10. Juli 1804 wiederum den Ministerposten. 1808 wurde er in der [[noblesse impériale]] zum Grafen und nach der erfolgreichen [[Walcheren-Expedition|Verteidigung Antwerpens]] 1809 zum Herzog von [[Otranto]] mit einer beträchtlichen Ausstattung an Gütern ernannt. Da er sich den unaufhörlichen Eroberungskriegen des Kaisers widersetzte und auf eigene Faust geheime Unterhandlungen mit England führte, fiel er bei Napoleon in Ungnade und wurde am 3. Juni 1810 erneut abgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fouché verbrannte oder versteckte alle wichtigen Papiere seines Ministeriums, um seinen Nachfolger [[Anne-Jean-Marie-René Savary, duc de Rovigo|Savary]] in Verlegenheit zu bringen. Als der Kaiser ihn dafür zur Rechenschaft ziehen wollte, floh Fouché in die [[Toskana]] und verbarg sich dort eine Zeit lang. Aufgrund der Fürsprache durch [[Elisa Bonaparte]] erhielt er die Erlaubnis, sich zunächst auf seine Güter in Aix zu begeben, und 1811 durfte er nach Paris zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Napoleon ihm misstraute, wurde Fouché 1813 erst als Generalgouverneur der [[Illyrische Provinzen|Illyrischen Provinzen]] nach [[Ljubljana|Laibach]] versetzt, dann nach Rom und schließlich als französischer Gesandter in das [[Königreich Neapel#Unter den Bourbonen und Napoleon|Königreich Neapel]] geschickt. Trotzdem gelang es ihm, gegen den Kaiser zu [[Konspiration|konspirieren]], den er durch eine Regentschaft von dessen Frau [[Marie-Louise von Österreich|Marie Louise]], Mutter des Thronfolgers [[Napoleon Franz Bonaparte|Napoleon&amp;amp;nbsp;II.]], ersetzen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Abdankung Napoleons und der Wiedereinsetzung der [[Haus Bourbon|Bourbonen]] 1814 schloss sich Fouché diesen sogleich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die 100 Tage ==&lt;br /&gt;
Noch während Joseph Fouché offiziell den zurückgekehrten König [[Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII.]] unterstützte, wurden auch die Umtriebe zur Rückkehr Napoleons von [[Elba]] von ihm stillschweigend gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nach Paris zurückgekehrte Kaiser brauchte Verbündete, aber viele ehemalige Generale und Minister weigerten sich, seinem Ruf zu folgen; [[Charles-Maurice de Talleyrand|Talleyrand]] blieb beim [[Wiener Kongress]]. Napoleon sah sich zu seiner eigenen Sicherheit genötigt, das Polizeiministerium wiederum Fouché zu übertragen. Dieser begann –&amp;amp;nbsp;wohl in der Gewissheit, dass diese [[Herrschaft der Hundert Tage|Herrschaft Napoleons]] nicht lange dauern würde&amp;amp;nbsp;– sofort mit den [[Liberale]]n im Innern, mit Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII. in [[Gent]] und mit dem österreichischen Kanzler [[Klemens Wenzel Lothar von Metternich|Metternich]] zu konspirieren, um sich für alle Fälle abzusichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Juni 1815, nach der erneuten Abdankung Napoleons, von der Kammer zum Vorsitzenden der provisorischen Regierung ernannt, bereitete Fouché die zweite [[Restauration (Frankreich)|Restauration der Bourbonen]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Polizeiminister der Monarchisten ==&lt;br /&gt;
Fouché wurde Polizeiminister auch der neuen Regierung und ächtete durch die [[Königliche Ordonnanz|Ordonnanz]] vom 26. Juli 1815 einen Teil der Parteigänger Napoleons bei dessen Rückkehr. Doch weder [[Monarchismus|Monarchisten]] noch [[Republik]]aner vertrauten ihm noch und er wurde von allen Seiten angefeindet. Eine Zeit lang gelang es ihm noch im Amt zu bleiben, aber als „Königsmörder“ (&amp;#039;&amp;#039;régicide&amp;#039;&amp;#039;) besonders von den [[Royalist]]en heftig angegriffen, sah sich Ludwig&amp;amp;nbsp;XVIII. genötigt, ihn im September 1815 zu entlassen und als französischen Gesandten nach Dresden ins [[Königreich Sachsen]] zu schicken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod ==&lt;br /&gt;
[[Datei:IT-TS-Trieste048.jpg|mini|Der Palazzo Vicco in Triest, Via di Cavana 16, letzter Wohnsitz von Fouché&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://beniculturali.comune.trieste.it/architettura/?s_id=366318 |titel=Catalogo dei beni culturali Musei Civici del Comune di Trieste |werk=beniculturali.comune.trieste.it |sprache=it |abruf=2025-06-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (2016)]]&lt;br /&gt;
Vom [[Verbannung]]sdekret des 12. Januar 1816 gegen die Königsmörder betroffen, emigrierte Fouché nach Österreich und durfte sich mit Metternichs Duldung zuerst in [[Prag]] und dann in [[Linz]] niederlassen. Dort beschäftigte er sich mit der Abfassung von Verteidigungsschriften über seine Vergangenheit und angeblich auch seinen [[Memoiren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen einer Lungenkrankheit gestattete ihm die österreichische Regierung die Übersiedelung nach [[Triest]] mit seinem milden Mittelmeerklima. Hier starb Fouché im Jahr 1820 und wurde in der dortigen [[Kathedrale San Giusto|Kathedrale]] beigesetzt. Er hinterließ seinen Kindern ein für damalige Zeit gewaltiges Vermögen von 14 Millionen Francs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Stammliste der Herzöge Fouché d’Otranto}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph Fouché heiratete 1792 in erster Ehe Bonne-Jeanne Coignaud (1763–1812).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsame Kinder:&lt;br /&gt;
* Nièvre Fouché (1793–1794)&lt;br /&gt;
* Joseph-Liberté Fouché (1796–1862), 2. Herzog von Otranto&lt;br /&gt;
* Armand Fouché (1800–1878), 3. Herzog von Otranto&lt;br /&gt;
* Athanase Fouché (1801–1886), 4. Herzog von Otranto&lt;br /&gt;
* Joséphine-Ludmille Fouché (1803–1893)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In zweiter Ehe war Fouché ab 1815 verheiratet mit Ernestine de Castellane-Majastres (1788–1850). Die Ehe blieb kinderlos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
Fouché schrieb eine große Zahl politischer [[Pamphlet]]e, zu den wichtigsten werden gezählt:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Réflexions sur le jugement de Louis Capet&amp;#039;&amp;#039; (1793)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Réflexions sur l’éducation publique&amp;#039;&amp;#039; (1793)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rapport et projet de loi relatif aux collèges&amp;#039;&amp;#039; (1793)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rapport sur la situation de Communes Affranchies&amp;#039;&amp;#039; (1794)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lettre aux préfets concernant les prêtres, etc.&amp;#039;&amp;#039; (1801)&lt;br /&gt;
* 1816 – [https://books.google.nl/books?id=zR5TAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;Correspondence du Duc d’Otrante avec le Duc de ***. Première lettre&amp;#039;&amp;#039;]. le Duc de *** = Duke of Wellington&lt;br /&gt;
* 1816 – [https://books.google.nl/books?id=tjdTAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;Notice sur le duc d’Otrante : extraite et traduite de l’ouvrage allemand, sous le titre: „Zeitgenossen“ c.à.d. «Nos contemporains célèbres», no. III&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* 1816 – &amp;#039;&amp;#039;Fouché de Nantes, sa vie privée&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1824 – [https://books.google.nl/books?id=kvAhdwgFTA0C&amp;amp;printsec=frontcover &amp;#039;&amp;#039;Mémoires de Joseph Fouché, duc d’Otrante, ministre de la police générale&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* 1998 – &amp;#039;&amp;#039;Écrits révolutionnaires&amp;#039;&amp;#039;. Paris: Paris-Zanzibar ISBN 2-911314-10-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Deutsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Louis Madelin]]: &amp;#039;&amp;#039;Fouché. Der Mann, den selbst Napoleon fürchtete.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 1989, ISBN 3-453-03035-4 (s. auch unten, frz.)&lt;br /&gt;
* Joseph Fouché: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen von Joseph Fouché – Polizeiminister Napoleons I.&amp;#039;&amp;#039; Julius Hoffmann, Stuttgart 1920, Neuauflage: Comino, Berlin 2020, ISBN 978-3-945831-23-6 (s. auch unten, frz.)&lt;br /&gt;
* [[Rolf Schneider (Schriftsteller)|Rolf Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Briefe des Joseph F.&amp;#039;&amp;#039; Katzengraben, Berlin 1995, ISBN 3-910178-21-9.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Zweig]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Insel, Leipzig 1929 ([https://www.projekt-gutenberg.org/zweig/fouche/titlepage.html E-Text]) – gegenteilige Bewertung bei Louis Madelin (bei dem Zweig die biografischen Angaben zu Fouché entnahm&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stefan Zweig]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Fouché. Bildnis eines politischen Menschen.&amp;#039;&amp;#039; [[Verlag der Nation]], Berlin, 1983, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;), s.&amp;amp;nbsp;u.&lt;br /&gt;
* Paul Elgers: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten Napoleons. Joseph Fouché, der Meister der Intrige.&amp;#039;&amp;#039; Greifenverlag, Rudolstadt 2010, ISBN 978-3-86939-170-0.&lt;br /&gt;
* Clemens Klünemann: &amp;#039;&amp;#039;Gier nach Anerkennung. J. F. und die Fäden der Macht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente – Documents&amp;#039;&amp;#039;, Bonn am Rhein, Nr. 1/2010 S. 77–80, {{ISSN|0012-5172}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Französisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Louis Madelin: &amp;#039;&amp;#039;Fouché.&amp;#039;&amp;#039; Diss. phil., Paris 1901 (dt. s.&amp;amp;nbsp;o.; [https://archive.org/details/fouch1759182001made 1], [https://archive.org/details/fouch1759182002made 2]); wieder in 2 Bänden 1923, 1947, 1960, 1975 und:&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Fouché 1759–1820. De la revolution a l’empire.&amp;#039;&amp;#039; Nouveau Monde Éd., Reihe: Biographie. Paris 2002, ISBN 2-84736-003-4.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Fouché 1759–1820. Ministre de la police.&amp;#039;&amp;#039; Nouveau Monde Éd., Reihe Biblio Napoleon, Paris 2002, 2010, ISBN 2-84736-501-X.&lt;br /&gt;
* Joseph Fouché: &amp;#039;&amp;#039;Mémoires de Joseph Fouché, duc d’Otrante.&amp;#039;&amp;#039; Imp. Nationale, Paris 1992, ISBN 2-11-081106-4 (beruhen teilweise auf Notizen Fouchés, vermutlich zusammengestellt von [[Alphonse de Beauchamp]]).&lt;br /&gt;
* [[Ernest Daudet]]: &amp;#039;&amp;#039;La Police et les Chouans sous le Consulat et l’Empire. 1800–1815.&amp;#039;&amp;#039; Plon, Paris 1895.&lt;br /&gt;
* Pierre M. Desmarest: &amp;#039;&amp;#039;Témoignages historiques, ou 15 ans de haute police sous Napoleon.&amp;#039;&amp;#039; Slatkine-Megariotis, Genf 1977.&lt;br /&gt;
* Edouard Guillon: &amp;#039;&amp;#039;Les complots militaires sous le Consulat et l’Empire.&amp;#039;&amp;#039; Plon, Paris 1894.&lt;br /&gt;
* Ernest Picard: &amp;#039;&amp;#039;Bonaparte et Moreau. L‘entente initiale, les premiers dissentiments, la rupture.&amp;#039;&amp;#039; Plon, Paris 1905.&lt;br /&gt;
* Gilbert A. Thierry: &amp;#039;&amp;#039;Conspirateurs et gens de police. Le complot de libelles.&amp;#039;&amp;#039; Colin, Paris 1903.&lt;br /&gt;
* Henri Welschinger: &amp;#039;&amp;#039;Le Duc d’Enghien. L‘énlèvement d’Ettenheim et l’exécution de Vincennes.&amp;#039;&amp;#039; Plon, Paris 1913.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Der Polizeiminister]]&amp;#039;&amp;#039; (1970), TV-Produktion, Regie [[Günter Gräwert]], mit [[Ferdy Mayne]] als Polizeiminister Joseph Fouché&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Abendessen mit dem Teufel&amp;#039;&amp;#039; (1992), [[Kammerspiel]]film, Regie [[Édouard Molinaro]], mit [[Claude Brasseur]] als Joseph Fouché&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Ein Abendessen mit dem Teufel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118534548}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118534548}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Stefan W. Römmelt |url=https://www.historicum.net/themen/franzoesische-revolution/biographien/art/Fouche_J/html/artikel/525/ca/6ebb3705a2/ |titel=Kurzbiogramm – Fouché Fouché |werk=[[historicum.net]] |datum=2009-07-15 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160822103046/https://www.historicum.net/themen/franzoesische-revolution/biographien/art/Fouche_J/html/artikel/525/ca/6ebb3705a2/ |archiv-datum=2016-08-22 |abruf=2022-05-11 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Innenminister von Frankreich|Innenminister von Frankreich]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=29. Juni 1809 – 1. Oktober 1809&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Emmanuel Crétet de Champmol]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Jean-Pierre Bachasson de Montalivet]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|28. Februar 2006|14146312}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118534548|LCCN=n50023170|NDL=00620676|VIAF=1808151778254918130003}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fouche, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Nationalkonvents]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sénat conservateur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französischer Diplomat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesandter in Neapel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesandter in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Württembergischen Jagdordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1759]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1820]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fouché, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Otrante, Joseph Fouché duc d&amp;#039; (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Mai 1759&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Le Pellerin]] bei [[Nantes]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Dezember 1820&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Triest]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
	</entry>
</feed>