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	<title>Joseph Fesch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T09:23:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Fesch&amp;diff=351797&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;LauM Architektur: /* Leben */  Wohnort Palazzo Falconieri</title>
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		<updated>2026-02-27T20:08:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt;  Wohnort Palazzo Falconieri&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maglioli - Le cardinal Fesch.jpg|mini|hochkant|Kardinal Joseph Fesch Gemälde von [[Jérôme Maglioli]] (Mitte&amp;amp;nbsp;19.&amp;amp;nbsp;Jh.). Feschs Unterschrift: [[Datei:Signatur Joseph Fesch.PNG|rahmenlos|zentriert|128px|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blason Joseph Fesch.svg|mini|hochkant|Wappen von Kardinal Fesch]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kardinal Fesch2.jpg|mini|hochkant|Joseph Kardinal Fesch, zeitgenössischer Stich, um 1830]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Fesch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Januar]] [[1763]] in [[Ajaccio]] auf Korsika; † [[13. Mai]] [[1839]] in [[Rom]]) war ein französischer Geistlicher, Halbonkel [[Napoleon Bonaparte|Napoléon Bonapartes]],  Erzbischof von [[Erzbistum Lyon|Lyon]] und [[Kardinal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Eltern Joseph Feschs waren Franz [[Faesch (Familie)|Faesch]] (1723–1775), Kapitän eines im Dienste der Republik Genua stehenden Schweizerregiments, und Angela Maria Pietrasanta (1725–1790), die dieser 1757 geheiratet hatte. Angela Maria war die Witwe des Korsen Giovanni Geronimo Ramolino und brachte aus dieser Ehe die siebenjährige Tochter [[Letizia Ramolino]] mit in die Ehe, die später die Mutter Napoléon Bonapartes wurde. Damit war Joseph Fesch ein Halbonkel des späteren französischen Kaisers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fesch schlug eine geistliche Laufbahn ein und empfing 1785&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Miranda|ID=bios1803.htm#Fesch|Artikel=Fesch, Joseph}}; laut dem {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bfesch}} erst im Jahre 1787&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Wie die Mehrheit der Korsen lehnte er die Maßnahmen der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] ab und protestierte im Juli 1790 insbesondere gegen die Einführung der französischen [[Zivilverfassung des Klerus]] auf Korsika. 1791, nach dem Tod [[Luciano Buonaparte]]s, folgte er diesem sowohl als [[Generalvikar|Erzdiakon]] von [[Bistum Ajaccio|Ajaccio]] als auch als Patron der Familie Bonaparte nach, musste sich aber nach der Aufhebung religiöser Orden ins Privatleben zurückziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fesch fand sich im Gegensatz zu [[Pascal Paoli]]s pro-britischer Politik wieder und musste mit seiner Halbschwester Korsika verlassen. In Südfrankreich schlossen sie sich Napoléon Bonaparte an und gelangten mit ihm im Herbst 1793 nach [[Toulon]]. Da Fesch keinen geistlichen Posten finden konnte –&amp;amp;nbsp;es war die Zeit des [[Großer Terror (Frankreich)|Großen Terrors]]&amp;amp;nbsp;– übernahm er verschiedene Positionen in der Verwaltung, unter anderem bei [[Armée du Midi|Montesquious Armee in Savoyen]]. 1796 erhielt er beim [[Italienfeldzug (Erster Koalitionskrieg)|ersten italienischen Feldzug]] seines Neffen Bonaparte eine Anstellung als [[Kriegskommissar]], musste aber infolge vieler gegen ihn laut gewordener Klagen, dass er geplündert, namentlich Gemälde geraubt habe, dies Amt bald wieder niederlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Staatsstreich des 18. Brumaire VIII|Staatsstreich Napoleons]] im November 1799 ließ Feschs Aussichten wieder steigen. Nach dem 1801 mit Kardinal [[Ercole Consalvi]] ausgehandelten und von Papst [[Pius VII.]] gebilligten [[Konkordat von 1801|Konkordat]] kehrte er zu geistlichen Tätigkeiten zurück. [[Jacques-André Émery]] vermittelte seine Rückkehr in die volle Gemeinschaft mit Rom. Fesch wurde Dom[[kanonikus]] in [[Bastia]] und am 4. August 1802 aufgrund der Berufung durch seinen Neffen, den Ersten Konsul Napoléon Bonaparte, und mit Bestätigung des Papstes, Erzbischof von Lyon. Die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] erfolgte am 15. August 1802 in der [[Kathedrale Notre-Dame de Paris]] durch Kardinal [[Giovanni Battista Caprara]], Mitkonsekratoren waren [[Etienne-Alexandre-Jean-Baptiste-Marie Bernier|Étienne Bernier]], Bischof von Orléans, und [[Louis Sebastiani]], Bischof von Ajaccio. Am 2. Januar 1803 nahm Fesch das Erzbistum Lyon in Besitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papst Pius&amp;amp;nbsp;VII. ernannte ihn im [[Konsistorium]] vom 17. Januar 1803 zum [[Kardinalpriester]]. Am 4. April 1803 zum französischen Gesandten am päpstlichen Hof ernannt, erreichte er Rom am 2. Juli desselben Jahres und nahm vom Papst am 7. Juli den Kardinalshut sowie am 11. Juli die [[Titelkirche]] &amp;#039;&amp;#039;[[Santa Maria della Vittoria (Rom)|Santa Maria della Vittoria]]&amp;#039;&amp;#039; entgegen. 1804 begleitete er den Papst zur Krönung Napoleons&amp;amp;nbsp;I. nach Paris und assistierte am Abend vor der Krönung bei der kirchlichen Trauung Napoleons und [[Joséphine de Beauharnais|Joséphines]].&lt;br /&gt;
1805 erhielt Fesch von Napoleon die Funktion des Großalmoseniers des Kaiserreiches (&amp;#039;&amp;#039;grand aumônier de l’Empire&amp;#039;&amp;#039;) übertragen, die in der Tradition des bereits im [[Ancien Régime]] existierenden Amtes des [[Großalmosenier von Frankreich|Großalmoseniers von Frankreich]] stand, ferner wurde er zum &amp;#039;&amp;#039;[[comte de l’Empire]]&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;[[Noblesse impériale]]&amp;#039;&amp;#039; erhoben und erhielt das Amt eines Senators. 1806 wurde Fesch zum [[Koadjutor]] und Nachfolger des [[Fürstprimas]] [[Karl Theodor von Dalberg|Dalberg]] gewählt. Er präsidierte 1810 zu Paris einem Konzil des französischen Klerus und sprach sich auf demselben so entschieden für den Papst und gegen dessen Behandlung durch Napoleon aus, dass er fortan zu Lyon in einer Art Verbannung leben musste. Am 31. Januar 1809 wurde er für den Erzbischofssitz von Paris nominiert und im Februar desselben Jahres vom Domkapitel mit den Vollmachten eines [[Kapitularvikar]]s ausgestattet, doch er lehnte ab, da der [[Heiliger Stuhl|Heilige Stuhl]] der Vereinigung zweier [[Metropolit]]ansitze in [[Personalunion]] sicherlich nicht zugestimmt hätte und er damit keine nach [[Kanonisches Recht|kanonischem Recht]] gültige [[Investitur]] erhalten hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Befreiungskriege#Feldzug 1814|Herannahen der Österreicher]] (1814) floh er mit seiner Halbschwester Laetitia, der Mutter des Kaisers, nach Rom, wurde nach [[Herrschaft der Hundert Tage|Napoleons&amp;amp;nbsp;I. Rückkehr]] [[Pair von Frankreich]], kehrte aber nach der [[Schlacht von Waterloo]] nach Rom zurück und lebte hier in völliger Zurückgezogenheit den Künsten und Wissenschaften. Ab 1814 lebte er im [[Palazzo Falconieri]] an der [[Via Giulia (Rom)|Via Giulia]]. Das Ansinnen der französischen Regierung, auf sein [[Erzbistum Lyon]] zu verzichten, wies er entschieden zurück, wenn er auch faktisch sein Amt nicht ausübte; die Amtsgeschäfte führten die [[Generalvikar]]e, obwohl Kardinal Fesch einen [[Koadjutor]] akzeptiert hätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miranda&amp;quot; /&amp;gt; Er sorgte ab 1819 für den Erhalt einer römisch-katholischen Seelsorge auf [[St. Helena (Insel)|St. Helena]], wohin sein Neffe verbannt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miranda&amp;quot;&amp;gt;Vgl. {{Miranda|ID=bios1803.htm#Fesch|Artikel=Fesch, Joseph}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1822 optierte er auf die Titelkirche &amp;#039;&amp;#039;[[San Lorenzo in Lucina]]&amp;#039;&amp;#039;. Kardinal Fesch nahm jeweils [[Konklave 1823|1823]], [[Konklave 1829|1829]] und [[Konklave 1830–1831|1830–1831]] am [[Konklave]] teil. 1837 wurde er als dienstältester Kardinalpriester [[Kardinalprotopriester]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 13. Mai 1839 an [[Magenkrebs]] und wurde zunächst in Corneto neben seiner Halbschwester Letizia, der Mutter Napoléon Bonapartes, bestattet. Im Jahr 1851 wurden ihrer beide Leichname, den Testamenten entsprechend, nach Ajaccio überführt und dort 1860 in der Krypta der Kapelle des &amp;#039;&amp;#039;[[Palais Fesch]]&amp;#039;&amp;#039; beigesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miranda&amp;quot; /&amp;gt; Vor dem Palais wurde für ihn das [[Fesch-Denkmal]] gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine weltberühmte Gemäldesammlung, die etwa 20.000 Bilder gezählt haben soll,&amp;lt;ref&amp;gt;laut Miranda waren es {{&amp;quot; |Sprache=en |Text=17,626 works of art}}, wobei eine Quelle für diese genaue Zahl nicht angegeben ist&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde nach seinem Tod nach und nach versteigert und der Erlös zu Familienstipendien verwendet. Mehr als tausend dieser Gemälde befinden sich im [[Musée Fesch]] in Ajaccio.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miranda&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630012139/http://www.bautz.de/bbkl/f/fesch_j.shtml |band=2|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|spalten=22-23}}&lt;br /&gt;
* Jean Baptiste Lyonnet: &amp;#039;&amp;#039;Le Cardinal Fesch, archevêque de Lyon, primat des Gaules, etc., etc. Fragments biographiques, politiques et religieux pour servir à l’histoire ecclésiastique contemporaine.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bde., Lyon-Paris, Perisse, 1841.&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/06050b.htm|Joseph Fesch|Autor=[[Georges Goyau]]|Band=6}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|6|169|spezialkapitel=Fesch|kapiteltext=Fesch, Joseph}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Miranda|ID=bios1803.htm#Fesch|Artikel=Fesch, Joseph|Abruf=2016-12-15}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bfesch|Artikel=Joseph Fesch|Abruf=2016-12-15}}&lt;br /&gt;
* [https://www.musee-fesch.com/ Das Musée Fesch auf Korsika], abgerufen am 15. Dezember 2016 (französisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.wgsebald.de/fesch/fesch.html W. G. Sebald zu Fesch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Claude-François-Marie Primat]]|AMT=[[Liste der Erzbischöfe von Lyon|Erzbischof von Lyon]]|ZEIT=1802–1839|NACHFOLGER=[[Louis-Jacques-Maurice de Bonald]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Cesare Brancadoro]]|AMT2=[[Liste der Kardinalprotopriester|Kardinalprotopriester]]|ZEIT2=1837–1839|NACHFOLGER2=[[Carlo Oppizzoni]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116473894|LCCN=no2006085593|VIAF=92145857803723020209}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fesch, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bischof von Lyon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegskommissar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Sénat conservateur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Spanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens vom Goldenen Sporn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Faesch|Joseph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ajaccio)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1763]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1839]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Fesch, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Kardinal&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Januar 1763&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ajaccio]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 1839&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LauM Architektur</name></author>
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