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	<title>Joseph Erlanger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Erlanger&amp;diff=124477&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Furfur: /* Familie */ dass die Familie jüdischer Herkunft war, sollte nicht erst im Schlusssatz stehen.</title>
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		<updated>2026-03-22T23:17:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Familie: &lt;/span&gt; dass die Familie jüdischer Herkunft war, sollte nicht erst im Schlusssatz stehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Joseph Erlanger nobel.jpg|mini|Joseph Erlanger (1944)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Erlanger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Januar]] [[1874]] in [[San Francisco]], [[Kalifornien]]; † [[5. Dezember]] [[1965]] in [[St. Louis]], [[Missouri]]) war ein US-amerikanischer [[Physiologie|Physiologe]], der im Jahre 1944 zusammen mit [[Herbert Spencer Gasser]] den [[Nobelpreis für Physiologie oder Medizin]] für die Entdeckung unterschiedlicher Arten von [[Nervenfaser]]n erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Sein Vater Hermann Erlanger stammte aus einer jüdischen Familie aus [[Bad Buchau|Buchau]] in [[Württemberg]] und war 1842 mit 16 Jahren völlig allein und mittellos in die Vereinigten Staaten von Amerika, nach [[New York City]], ausgewandert. Landsleute statteten dort den jungen Mann mit dem Nötigsten aus und schickten ihn nach [[New Orleans]], wo er sich als [[Hausierer]] im Tal des [[Mississippi River]] mühsam durchbrachte. Als der [[Goldrausch]] ausbrach, machte sich Herman Erlanger zu Fuß, mit dem Maultier und per Schiff (über [[Panama]]) nach [[Kalifornien]] auf, um als [[Goldsucher|Goldgräber]] sein Glück zu versuchen. Er hatte damit keinen besonderen Erfolg und ließ sich schließlich in [[San Francisco]] nieder. Er traf dort die Schwester seines Geschäftspartners, Sarah Salinger, deren Familie ebenfalls aus Württemberg stammte, und heiratete sie. Joseph war das sechste Kind der Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1906 heiratete Joseph Erlanger Aimée, geborene Hirstel. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Margaret (geb. 1908), Ruth Josephine (geb. 1910) und Herman (1912–1959).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://nobelprize.org/nobel_prizes/medicine/laureates/1944/erlanger-bio.html Biographie von Joseph Erlanger], (englisch). Nobelprize.org. Abgerufen am 30. August 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Erlanger besuchte die South Cosmopolitan Public school und wählte dort [[Deutsch als Fremdsprache]]. Danach schloss er die San Francisco Boys’ [[High School]] ab und wurde im Fach [[Latein]] 1891 an der [[University of California, Berkeley]] zum Studium zugelassen. Nach Studiengängen in [[Chemie]] und [[Botanik]] (B.S.) entschied sich Erlanger 1895 für das [[Medizinstudium]] an der neu gegründeten medizinischen Fakultät der [[Johns-Hopkins-Universität]] in [[Baltimore]]. Sein Interesse an experimentellen Forschungsarbeiten zeigte sich bereits in seiner High-School-Abschlussarbeit ([[Embryologie]]), und in Baltimore vertiefte er dieses weiter. Zeitweise arbeitete er im [[Histologie|histologischen]] Laboratorium von Lewellys Barker an neurophysiologischen Fragestellungen. 1899 schloss er das Medizinstudium erfolgreich ab (M.D.) und arbeitete anschließend ein Jahr lang als Arzt im [[Johns Hopkins Hospital]] bei [[William Osler]]. Anschließend war er kurze Zeit in der pathologischen Abteilung tätig und nahm schließlich 1900 das Angebot einer Assistenzprofessur für Physiologie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studienreise nach [[Deutschland]] führte Erlanger 1902 in das Laboratorium des Biochemikers [[Franz Hofmeister]] nach [[Straßburg]], wo er sich über die neuesten Erkenntnisse über Zusammensetzung und [[Stoffwechsel|Metabolismus]] von [[Protein]]-[[Schwefel]]-Komponenten informierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1906 übernahm Erlanger die Professur für die Fächer Physiologie und physiologische Chemie an der [[University of Wisconsin|Universität Wisconsin]] in [[Madison (Wisconsin)|Madison]]. Hier erwarb er für das Laboratorium eines der ersten Einthoven-Saiten[[galvanometer]] in Amerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 akzeptierte er einen Ruf an den physiologischen Lehrstuhl der [[Washington University in St. Louis]]. Er reorganisierte diesen Fachbereich und machte ihn im Lauf der Zeit zu einer weltweit anerkannten wissenschaftlichen Institution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 zog sich Erlanger aus dem Berufsleben zurück, blieb aber wissenschaftlich aktiv. Er unterrichtete weiter in seinem Laboratorium, beschäftigte sich mit der Geschichte der Physiologie und betreute die medizinische [[Bibliothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
1900 gelang ihm die exakte Lokalisation der [[Motorik|motorischen]] [[Nervenzelle|Vorderhornzellen]] im [[Rückenmark]] (für einen gegebenen Muskel). Im Jahr darauf publizierte Erlanger (mit A. W. Hewlett) eine experimentelle Arbeit zur möglichen Ausdehnung von [[Darm]][[resektion]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beschäftigte sich mit der [[kapillare]]lektrometrischen Darstellung des [[Herz|kardialen]] [[Aktionspotential]]s (beim [[Echte Frösche (Gattung)|Frosch]]) und beschrieb 1902 ein [[Sphygmograph|Sphygmo]][[manometer]], das die Bestimmung des maximalen und minimalen [[Blutdruck|arteriellen Drucks]] sowie des [[Puls]]druckvolumens ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Baltimore studierte er mit D. R. Hooker die [[Blutkreislauf|Kreislauf]]-[[Pathophysiologie]] der [[Orthostase|orthostatischen]] [[Albumin]]urie. Darüber hinaus entwickelte Erlanger 1904 auf Anregung Oslers eine Klammer, mit der experimentell beim Tier alle Formen [[AV-Block|atrioventrikulärer Herzrhythmusstörungen]] durch Druck auf das [[His-Bündel]] erzeugt werden konnten, ein Beitrag zur Erforschung der [[Pathogenese]] des [[Morgagni-Adams-Stokes-Syndrom]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 versuchte er erstmals, damit [[Elektrostatik#Potential und Spannung|Potentiale]] vom [[Schädel]] abzuleiten (ein frühes [[Elektroenzephalografie|EEG]]-Experiment).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] befasste er sich mit der Behandlung des traumatischen [[Volumenmangel]][[Schock (Medizin)|schocks]] mit einer Lösung aus [[Glukose]] und [[Akazien]]-[[Harz (Material)|Harz]] (hoch[[polymer]]es künstliches [[Blutserum|Serum]]), Entwicklung eines [[Instrumentenflug|blindfluggeeigneten]] Instrumentenbretts in [[Flugzeug]]en. Anschließend wandte er sich der Analyse der Mechanismen zu, die die [[Korotkow-Geräusch]]e verursachen (1916).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1922 arbeitete Erlanger gemeinsam mit dem [[Pharmakologie|Pharmakologen]] [[Herbert S. Gasser]]  mehr als zehn Jahre lang an der Erforschung und Darstellung des Aktionspotentials eines [[Nervenimpuls]]es, damals ein völlig neues Forschungsgebiet. Nach gescheiterten Versuchen mit Eigenkonstruktionen gelang die Bildgebung dieses Aktionspotentials mit Hilfe einer [[Kathodenstrahlröhre]]. 1944 wurden beide Forscher für ihre Leistungen mit dem [[Nobelpreis für Medizin und Physiologie]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erlanger publizierte mehr als 100 wissenschaftliche Beiträge und wurde mit zahlreichen Mitgliedschaften (11), Preisen und Ehrendoktorwürden (7) ausgezeichnet. Am 22. Januar 2009 benannte die [[Internationale Astronomische Union]] (IAU) den [[Einschlagkrater|Krater]] [[Erlanger (Mondkrater)|Erlanger]] auf dem [[Mond]] nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1932 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt, 1922 in die [[National Academy of Sciences]] und 1927 in die [[American Philosophical Society]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://search.amphilsoc.org/memhist/search?creator=Joseph+Erlanger&amp;amp;title=&amp;amp;subject=&amp;amp;subdiv=&amp;amp;mem=&amp;amp;year=&amp;amp;year-max=&amp;amp;dead=&amp;amp;keyword=&amp;amp;smode=advanced| titel=Member History: Joseph Erlanger| hrsg=American Philosophical Society&lt;br /&gt;
| zugriff=2018-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2014 wurde in [[Bad Buchau|Buchau]] im Neubaugebiet die Joseph-Erlanger-Straße eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A study of the metabolism in dogs with shortened small intestines&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Physiology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1902, S. 1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A new instrument for determining systolic and diastolic blood-pressure in man&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Physiology&amp;#039;&amp;#039; (Proc.) Band 6, 1902, S. xxii&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A new instrument for determining the minimum and maximum blood-pressures in man&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Johns Hopkins Hosp Rep.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 1904, S. 53&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studies in Blood Pressure Estimations by Indirect Methods&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Physiology.&amp;#039;&amp;#039; Band 39, 1916, S. 401, und Band 40, 1916, S. 82&lt;br /&gt;
* mit Herbert Spencer Gasser: &amp;#039;&amp;#039;Electrical signs of nervous activity.&amp;#039;&amp;#039; Philadelphia 1937.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;American Biographical Archive.&amp;#039;&amp;#039; Fiche 510, S. 157, 158&lt;br /&gt;
* Cornelius Borck: &amp;#039;&amp;#039;Erlanger, Joseph.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 368 f.&lt;br /&gt;
* H. Cohen, Itzhak J. Carmin: &amp;#039;&amp;#039;Jews in the World of Science.&amp;#039;&amp;#039; New York 1956, S. 57&lt;br /&gt;
* H. Davis: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Erlanger, January 5, 1874 – December 5, 1965.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographical Memoirs of the National Academy of Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 41, 1970, S. 111&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Scientific Biography.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, S. 397&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Editorial. Joseph Erlanger 1874–1965.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Physiologist.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, 1968, S. 1, 146&lt;br /&gt;
* Joseph Erlanger: &amp;#039;&amp;#039;Prefatory Chapter. A Physiologist Reminisces.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Annual Review of Physiology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1964, S. 1&lt;br /&gt;
* W. Haymaker, W. Schiller: &amp;#039;&amp;#039;The Founders of Neurology.&amp;#039;&amp;#039; Springfield (Ill.) 1970, S. 190&lt;br /&gt;
* L. H. Marshall: &amp;#039;&amp;#039;The Fecundity of Aggregates: The Axonologists at Washington University, 1922–1942.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Perspectives in Biology and Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 26, 1983, S. 613&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Nobel Prize in Physiology and Medicine for 1944.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Neurosurgery]].&amp;#039;&amp;#039; Band 7, 1944, S. 325&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Nobel-med|1944|Joseph Erlanger}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/biography/erlanger.html Porträt, Kurzbiographie engl.]&lt;br /&gt;
* {{Findagrave|189902441|Abruf=2018-08-01}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Nobelpreises in Medizin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1020043318|LCCN=n/89/663701|VIAF=23752378}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Erlanger, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humanphysiologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Madison, Wisconsin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Washington University in St. Louis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der National Academy of Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Philosophical Society]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Mondkrater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:US-Amerikaner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Erlanger, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=US-amerikanischer Physiologe und Nobelpreisträger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Januar 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[San Francisco]], [[Kalifornien]], USA&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Dezember 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[St. Louis]], [[Missouri]], USA&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Furfur</name></author>
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