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	<title>Joseph Dietl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Orden */ Tippfehler</title>
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		<updated>2025-11-29T18:25:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Orden: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Dietl Litho.jpg|mini|Joseph Dietl, Lithographie von [[Josef Kriehuber]] (1844)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Dietl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Josef Dietl&amp;#039;&amp;#039; – polnisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Józef Dietl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – (* [[24. Januar]] [[1804]] in [[Pidbusch|Podbuż]], [[Galizien|Ostgalizien]]; † [[18. Januar]] [[1878]] in [[Krakau]]), war ein [[Kaisertum Österreich|österreichischer]] [[Arzt]], [[Pathologie|Pathologe]], [[Balneologie|Balneologe]], [[Hochschullehrer]] und [[Politiker]]. Er war [[Rektor#Akademische Ämter|Rektor]] der [[Jagiellonen-Universität]] und von 1866 bis 1874 [[Bürgermeister]] von Krakau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Dietls Eltern waren der deutschstämmige &amp;#039;&amp;#039;Franciscus Dietl&amp;#039;&amp;#039;, ein kleiner Provinzbeamter im [[Kaisertum Österreich]], und seine Frau &amp;#039;&amp;#039;Anna Kulczycka&amp;#039;&amp;#039; aus verarmtem [[Szlachta|polnischen Adel]]. Die Großeltern waren im 18. Jahrhundert aus [[Ungarn]] nach [[Galizien]] übergesiedelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;&amp;gt;Th. Zajaczkowski (2006)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Schuljahre verbrachte Dietl in [[Sambir|Sambor]]. Nach dem Umzug der Eltern ging er in [[Tarnów]] und ab 1817 in [[Nowy Sącz]] zur Schule. Nach dem Tod des Vaters (1819) verdiente er sich das Geld für seinen Unterhalt und die weitere Schulbildung durch [[Nachhilfe]]unterricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lemberg ===&lt;br /&gt;
Ab 1821 absolvierte er an der [[Nationale Iwan-Franko-Universität Lemberg|Universität Lemberg]] ein dreijähriges [[Philosophie]]studium. Bei seinen überragenden Ergebnissen in der Abschlussprüfung durfte er [[Vorlesung]]en halten. Er konnte sich Kenntnisse in der [[Französische Sprache|französischen]] und [[Italienische Sprache|italienischen Sprache]] aneignen und Geld für sein geplantes Studium in [[Wien]] zurücklegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wien ===&lt;br /&gt;
1823 begann er das [[Medizin]]studium an der [[Universität Wien]]. Zu seinen [[Kommilitone]]n gehörten [[Carl Rokitansky]] und  [[Joseph Skoda]], zu seinen Lehrern [[Johann Nepomuk von Raimann]]. Bald wieder mittellos, wurde er [[Hauslehrer]] bei einem Wiener Kaufmann. 1829 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er zum [[Dr. med.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Dissertation: &amp;#039;&amp;#039;Einige Worte über die Zuverlässigkeit der Heilwissenschaft zur besonderen Beherzigung für Nichtärzte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim ersten [[Rigorosum]] am 4. Mai 1829 meinte der Vorsitzende:&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Dieser Mensch hat uns in fünf Minuten mehr gesagt als ein anderer in zwei Stunden.|N.N.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietl glaubte, dass kein Arzt, sondern die Natur alle Krankheiten heilt. Die Ansicht entsprach der [[Wiener Medizinische Schule#Zweite Wiener Medizinische Schule|Neuen Wiener Medizinischen Schule]] und den Vorstellungen von Sparsamkeit in der [[Finanzverwaltung (Österreich)]]. Noch vor der Veröffentlichung seiner Doktorarbeit wurde Dietl Demonstrator in der Abteilung für Naturkunde und spezielle Naturgeschichte ([[Mineralogie]], [[Zoologie]]). In den Vorlesungen von [[Johann Andreas Scherer]] war er Famulus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1829 betrieb Dietl eine Privat- und Spitalspraxis in Wien. Als er sich 1830 und 1832 bei (den in Europa ersten) [[Cholera]]epidemien bewährt hatte, berief man ihn als Leiter des größten Wiener Spitals für Cholerakranke. Neben dieser Tätigkeit hielt er an der Universität Vorlesungen in [[Naturgeschichte]]. Nachdem er sich vergeblich um die Fakultätsleitung an der [[Universität Padua]] beworben hatte, kehrte er der akademischen Welt den Rücken. Er wurde 1832 Polizeibezirksarzt von [[Wieden (Wien)]] und kam als privat praktizierender Arzt zu hohem Ansehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Beibehaltung seiner Position in Wieden wurde er 1841 unbezahlter Primararzt für [[Innere Medizin]] am [[Wiedner Spital]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KHT&amp;quot;&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=u6PIdob9GzcC&amp;amp;pg=PA224&amp;amp;dq=joseph+dietl&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=wIEkUsmEFsXkswbQ0YGoCQ#v=onepage&amp;amp;q=joseph%20dietl&amp;amp;f=false Karl Heinz Tragl: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Wiener Krankenanstalten&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1848 ernannte man ihn zum [[Chefarzt|Primarius]] des ganzen Hauses. Nach 19-jähriger Pause begann Dietl wieder zu [[Publikation|publizieren]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Dietl: &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen über den Typhus nach den Ergebnissen der vierjährigen Epidemie im Wiener Polizeibezirke Wieden&amp;#039;&amp;#039; (1843)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Bericht über die neuerliche [[Epidemie]] im Jahre 1844 wurde als „Manifest der (Neuen) Wiener Schule“ bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Dietl: &amp;#039;&amp;#039;Praktische Wahrnehmungen nach den Ergebnissen der vorjährigen Epidemie im Wiener Polizeibezirke Wieden&amp;#039;&amp;#039; (1845)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|So lange die Medizin eine Kunst ist, wird sie keine Wissenschaft sein. So lange es erfolgreiche Ärzte gibt, wird es keine wissenschaftlichen Ärzte geben.|Joseph Dietl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese genialen [[Paradox]]e bildeten den Kerngedanken des therapeutischen Nihilismus der Neuen Wiener Schule.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Erna Lesky]] sieht darin das ureigenste Anliegen der Wiener, das „sanfte Gesetz“ in der [[Therapie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krakau ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Klinik in Krakau.jpg |mini|Der erste Bau der Universitätsklinik in Krakau, Kopernika Str. 7c]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Józef Dietl.jpg|mini|Joseph Dietl im Ornat des Krakauer Rektors]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Universität ====&lt;br /&gt;
Dietl folgte dem [[Berufung (Amt)|Ruf]] der Jagiellonen-Universität und übernahm am 12. Mai 1851 als Professor für Spezielle Pathologie und Therapie ([[Innere Medizin]]) die Leitung der dortigen Medizinischen Klinik.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Stahnke: &amp;#039;&amp;#039;Ludwik Teichmann (1823–1895). Anatom in Krakau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen&amp;#039;&amp;#039; 2, 1984, S. 205–267; hier: S. 211.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klinik hatte nur 18 Betten und war bescheiden, aber vorbildlich ausgestattet. Dietl verharrte nicht im therapeutischen Nihilismus. Vielmehr entwickelte er die [[körperliche Untersuchung]]. Als erster in Krakau hielt er Kurse zu [[Perkussion (Medizin)|Perkussion]] und [[Auskultation]]. [[Plessimeter]] und [[Stethoskop]] gehörten bald zur Ausstattung jedes Arztes. Dietl brachte die Klinik zu hohem Ansehen und vergrößerte sie um sechs Betten. Auf Dietls Anregung wurden medizinische Lehrbücher in die polnische Sprache übersetzt und in der Universitätsdruckerei gedruckt. Für die Studenten wurden sie erschwinglich. Von ihnen vergöttert, wurde Dietl der bedeutendste [[Professor]] der [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] und der Jagiellonen-Universität.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt; Die Teilprofessur für Pathologie legte er 1852 ab. Ungewöhnlich lange, von 1856 bis 1861, war er [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Medizinischen Fakultät. Er führte den Titel und die Funktion des Assistenzprofessors (des „Dozenten“) ein. Nach seinem Rektorat (1861/62) wollte die Universitätsleitung Dietls Amtszeit verlängern; das [[Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur|Kultusministerium in Wien]] lehnte diesen Wunsch jedoch ab. Ohne Angabe von Gründen veranlasste [[Franz Joseph I.]] am 14. Juni 1865 Dietls vorzeitige Entlassung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt; Im Gründungsjahr der Krakauer Akademie 1872&amp;lt;ref&amp;gt;J. Stahnke (1984), S. 211, Anm. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Dietl Direktor deren Mathematisch-naturwissenschaftlicher Klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dietl schrieb 138 Publikationen und Bücher und gründete das [[Periodikum]] &amp;#039;&amp;#039;Przegląd Lekarski&amp;#039;&amp;#039; (Zeitschrift für den Arzt).&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Politik ====&lt;br /&gt;
Dietl befürwortete den polnischen Nationalismus und die Reform des Bildungs- und Erziehungssystems. Als [[Parlamentarier]] trat er dafür ein, Deutsch als Unterrichtssprache abzuschaffen, mehr Schulen zu bauen und den Lehrern ein besseres Auskommen zu sichern. Er war sich der gesellschaftlichen Bedeutung der [[Frau]] bewusst und engagierte sich mit großem Nachdruck für eine vernünftige Erziehung und eine umfassende Ausbildung der Mädchen und jungen Frauen. Er förderte die Eröffnung eines Mädchengymnasiums in Krakau und die Beteiligung von Bauern an der Politik. Als Galizien 1866 die [[Autonomie]] erlangt hatte, wählte der Krakauer [[Stadtrat]] den [[Großgrundbesitzer]] Dietl zum Bürgermeister. Er wollte der alten Hauptstadt, dem ehemaligen Sitz der polnischen Könige, den gebührenden Rang verschaffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Unsere illustre Vergangenheit ist vorbei, unsere Gegenwart ist deprimierend; aber uns gehört die Zukunft, wenn wir sie nutzen, wenn wir eisern dafür arbeiten, mit Verstand und Ausdauer.|Joseph Dietl}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen acht Amtsjahren brachte Dietl die Hygiene, die bauliche [[Infrastruktur]], den [[Brandschutz]], die städtischen Finanzen und das Schulwesen der heruntergekommenen Stadt in Ordnung. Er trieb die Entwicklung von Grünflächen voran, sorgte für eine Umbildung des Stadtrats und verbesserte die Geschäftsbedingungen der Kaufleute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1861 war er Abgeordneter im [[Galizischer Landtag|Galizischen Landtag]] und forderte volle Autonomie für Galizien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1869 organisierte Dietl den &amp;#039;&amp;#039;Ersten Kongress der Naturforscher und Ärzte&amp;#039;&amp;#039; in Krakau. Im selben Jahr bereitete er Franz Joseph einen glänzenden Empfang; denn die Stadt war dem Kaiser zutiefst dankbar dafür, dass er den Schulen und dem öffentlichen Dienst die polnische Sprache zurückgegeben hatte. Der Kaiser honorierte die Geste, indem er Dietl auf Lebenszeit in das [[Herrenhaus (Österreich)]] berief. 1866 wurde Dietl Senatspräsident Krakaus. Als 1871 die Regierung von [[Karl Sigmund von Hohenwart]] wankte, warb Dietl im Herrenhaus für die Erhaltung des [[Föderalismus]] in der [[Habsburgermonarchie]]. Im Krakauer Stadtrat blieben [[Neid]]er und Feinde nicht aus. Da sie seine Arbeit immer mehr behinderten, trat Dietl im Juni 1874 als Bürgermeister zurück. Er legte auch das Mandat nieder und gab alle öffentliche Aktivitäten auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ruhestand ==&lt;br /&gt;
Dietl hatte erst im 5. Lebensjahrzehnt geheiratet. Seine Frau, eine junge und attraktive Wienerin aus armem Hause, sprach kein Polnisch. Sie „verstand“ sich mit ihrem Mann nicht gut und fühlte sich in Krakau nicht wohl. Nach einigen kinderlos gebliebenen Ehejahren zog sie nach Wien zurück. Dietl litt in den letzten Lebensjahren zunehmend an [[Dyspnoe|Atemnot]] und rheumatischen Beschwerden. Gelegentlich besuchte er sein Heimatdorf Rzuchowa bei Tarnów. Dort bewirtschaftete der Neffe &amp;#039;&amp;#039;Leopold Dietl&amp;#039;&amp;#039; den [[Gutshof]], den Dietl selbst aufgebaut hatte. Als er kurz vor seinem 74. Geburtstag gestorben war, geriet der Leichenzug zu einer [[Patriotismus|patriotischen]] Veranstaltung. Die Stadt Krakau trug die Kosten seiner prunkvollen [[Beisetzung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt; Eine von Krakaus [[Prachtstraße]]n ist nach Dietl benannt. Die &amp;#039;&amp;#039;Ulica Józefa Dietla&amp;#039;&amp;#039; entstand zwischen 1878 und 1880 anstelle der [[Weichsel|Alten Weichsel]]. Dietl hatte sich sehr für ihre Zuschüttung eingesetzt; sie wurde aber erst nach seiner Zeit als Bürgermeister verwirklicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizingeschichtliche Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit staatlicher Unterstützung bereiste Dietl ab 1846 viele Länder in Europa und Übersee, um sich mit der Organisation und den Behandlungsmethoden der Krankenhäuser vertraut zu machen. Über seine Wahrnehmungen berichtete er zwischen 1850 und 1853 ausführlich in der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der k.k. Gesellschaft der Ärzte zu Wien&amp;#039;&amp;#039;. Seine &amp;#039;&amp;#039;Kritische Darstellung europäischer Krankenhäuser&amp;#039;&amp;#039; (1853) war die erste nennenswerte deutsche Veröffentlichung zur [[Krankenhaushygiene]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer 1849 veröffentlichten Arbeit wandte Dietl sich (erfolgreich) gegen die Therapie des [[Aderlass|Aderlasses bei Lungenentzündung]]. Sie machte Furore und wurde 1852 in die [[polnische Sprache]] übersetzt. Als [[Hochschullehrer]] engagierte er sich für die Einführung der [[Polnische Sprache|polnischen Sprache]] als Universitätssprache neben der [[Deutsche Sprache|deutschen Sprache]]. Ihm gelang es, den jahrhundertealten und tief verwurzelten [[Aberglaube]] an den [[Weichselzopf]] zu beseitigen. Für die [[Polen (Ethnie)|Polen]] war dieser Erfolg „von unschätzbarem Wert“, für die [[Medizingeschichte]] nicht weniger bedeutend als das Eintreten gegen den Aderlass bei Pneumoniepatienten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TZ06&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In wissenschaftlicher wie sozialer Hinsicht bedeutend sind Dietls Studien zu [[Heilbad|Heilbädern]] in [[Schlesien]] und [[Galizien]]. Sie stimulierten die [[Balneotherapie]] und die [[Klimatherapie]]. Dietl besuchte zwischen 1854 und 1858 fast alle europäischen Kurbäder und berichtete über die [[Quellwasser]] Galiziens, Schlesiens, [[Böhmen]]s und [[Salzburg]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Dietl: &amp;#039;&amp;#039;Balneologische Reiseskizzen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Dietl: &amp;#039;&amp;#039;Galizische Badereisen&amp;#039;&amp;#039;. Wiener Medizinische Wochenschrift&amp;lt;/ref&amp;gt; Indem er ab 1855 viele Artikel über Heilbäder in polnischer und deutscher Sprache veröffentlichte, brachte er die verfallenen Heilbäder in [[Kleinpolen]] zu neuem Leben. [[Krynica-Zdrój]], [[Szczawnica]], [[Iwonicz-Zdrój]] und [[Rabka-Zdrój]] wurden balneologische Zentren des Landes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Urologie]] wurde Dietl durch seine Arbeit über die [[Wanderniere]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Dietl: &amp;#039;&amp;#039;Wandernde Nieren und deren Einklemmung&amp;#039;&amp;#039;. Wiener Medizinische Wochenschrift (1864)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kraków - Pomnik Józefa Dietla 01.JPG|Dietls Denkmal in Krakau, plac Wszystkich Świętych (Aller-Heiligen-Platz)|mini]]&lt;br /&gt;
* [[Franz-Joseph-Orden]] (als Professor)&lt;br /&gt;
* [[Orden der Eisernen Krone (Österreich)|Orden der Eisernen Krone]] (als Bürgermeister)&lt;br /&gt;
* [[Gregoriusorden]] (durch [[Pius IX.]] für den Empfang des [[Apostolischer Nuntius|Nuntius]] in Krakau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anatomische Klinik der Gehirn-Krankheiten&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1846. [https://books.google.de/books?id=64pNAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=joseph+dietl&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=NYAkUp2gK4fRsgb84oCYDA#v=onepage&amp;amp;q=joseph%20dietl&amp;amp;f=false Google Books]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anatomische Klinik der Gehirnkrankheiten, als Ergänzung zu dessen in der Zeitschrift der K. K. Gesellschaft der Aerzte in Wien erschienenem Aufsatze über Kopfkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1849. [https://books.google.de/books?id=iUcTPwAACAAJ&amp;amp;dq=joseph+dietl&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=NYAkUp2gK4fRsgb84oCYDA Google Books]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Aderlass in der Lungenentzündung, klinisch und physiologisch erörtert&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1849. [https://books.google.de/books?id=vpk8AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=joseph+dietl&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=NYAkUp2gK4fRsgb84oCYDA#v=onepage&amp;amp;q=joseph%20dietl&amp;amp;f=false Google Books]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kritische Darstellung europaeischer Krankenhäuser, nach eigenen Reisebeobachtungen&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1853. [https://books.google.de/books?id=SxawXwAACAAJ&amp;amp;dq=joseph+dietl&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=NYAkUp2gK4fRsgb84oCYDA Google Books]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Dietl, Joseph|11|393|395}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Józef Dietl&amp;#039;&amp;#039;. Krakau 1928.&lt;br /&gt;
* Eugeniusz Kucharz: &amp;#039;&amp;#039;The life and achievements of Joseph Dietl.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Clio Medica&amp;#039;&amp;#039; 16, 1981, S. 25–35.&lt;br /&gt;
* Karl Sablik: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Dietls Wiener Jahre (1824–1851).&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Kessler, Henryk Rietz, Gert Robel (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Kulturbeziehungen in Mittel- und Osteuropa im 18. und 19. Jahrhundert. Festschrift für Heinz Ischreyt zum 65. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1982 (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Geschichte der Kulturbeziehungen in Mittel- und Osteuropa&amp;#039;&amp;#039;, IX), S. 41–50.&lt;br /&gt;
* W. Szumowski: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Dietl und die Unterrichtssprache an der Universität Krakau&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Max Neuburger&amp;#039;&amp;#039;. [[Maudrich-Fachverlag]]. Wien 1948.&lt;br /&gt;
* Claudia Wiesemann: &amp;#039;&amp;#039;Josef Dietl und der therapeutische Nihilismus. Zum historischen und politischen Hintergrund einer medizinischen These&amp;#039;&amp;#039;. [[Peter Lang AG]] 1991. [https://books.google.de/books?id=__cfAQAAMAAJ&amp;amp;q=joseph+dietl&amp;amp;dq=joseph+dietl&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=NYAkUp2gK4fRsgb84oCYDA Google Books]&lt;br /&gt;
* [[Thaddäus Zajaczkowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Dietl (1804–1878). Reformer der Medizin und sein Beitrag für die Urologie&amp;#039;&amp;#039;. Der Urologe 1 (2006), S. 85–94.&lt;br /&gt;
* Jan Surman: &amp;#039;&amp;#039;Imperiale go-betweeners. Józef Dietl und Tomáš Garrigue Masaryk zwischen Imperium, Wissenschaft und Nationalpolitik&amp;#039;&amp;#039;. In: Tim Buchen, [[Malte Rolf]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Eliten im Vielvölkerreich: imperiale Biographien in Russland und Österreich-Ungarn (1850–1918) / Elites and empire: imperial biographies in Russia and Austria-Hungary (1850–1918).&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Oldenbourg, Berlin, Boston 2015 (Elitenwandel in der Moderne; 17), ISBN 978-3-11-041602-2, S. 311–337.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Józef Dietl|Joseph Dietl}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118981013}}&lt;br /&gt;
* [https://link.springer.com/article/10.1007%2Fs00120-005-0955-9 Thaddäus Zajaczkowski: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Dietl&amp;#039;&amp;#039; (Der Urologe)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118981013|LCCN=n/92/11266|VIAF=18022016}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dietl, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Krakau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Jagiellonen-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Jagiellonen-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Galizien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Herrenhauses (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Eisernen Krone (Ausprägung unbekannt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Krakau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dietl, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Dietl, Josef; Dietl, Józef (polnisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnisch-österreichischer Arzt, Hochschullehrer und Politiker, Rektor der Jagiellonen-Universität und Bürgermeister von Krakau&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. Januar 1804&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pidbusch|Podbuż]], [[Galizien|Ostgalizien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Januar 1878&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Krakau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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