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	<title>Joseph Bucher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Bucher&amp;diff=2128463&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Naronnas: +Kategorie:Bayer</title>
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		<updated>2026-02-18T21:57:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+&lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Bayer&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Bayer (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Bayer&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Verleger und Politiker Joseph Bucher. Zu anderen Personen siehe [[Josef Bucher]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Bucher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Oktober]] [[1838]] in [[Waldkirchen]]; † [[7. Dezember]] [[1909]] in [[Passau]]) war ein [[Königreich Bayern|bayerischer]] Verleger und Politiker, Mitglied des [[Zollparlament]]s und der [[Kammer der Abgeordneten (Bayern)|Kammer der Abgeordneten]] des Bayerischen Landtags (1869/70 und 1881–1892).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bucher, Sohn des Gastwirts und Metzgermeisters Johann Nepomuk Bucher, besuchte die Gymnasien in [[Gymnasium Leopoldinum (Passau)|Passau]] und [[Straubing]], studierte von 1857 bis 1861 [[Philosophie]] sowie [[Rechtswissenschaft]] in [[Universität München|München]], schloss das Jura-Studium mit der ersten Staatsprüfung ab, trat in Passau in den Justizdienst ein, entschied sich aber schon nach wenigen Monaten gegen die Juristenlaubahn und wandte sich dem Journalismus zu. 1862 kaufte er von Johann Baptist Breßl (1801–1864)&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Baptist Breßl in: [https://regiowiki.pnp.de/index.php/Johann_Baptist_Bre%c3%9fl Regiowiki Niederbayern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Druckerei und Verlag der in Passau erscheinenden &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, deren Verleger und inhaltlich prägender Kopf er bis 1889 blieb. 1867 reiste er nach [[Italien]] und gründete in [[Rom]] ein deutsches Korrespondenzbüro. 1870 erwarb Bucher zusätzlich das &amp;#039;&amp;#039;Fränkische Volksblatt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|45016|iquelle|Christoph Weißmann|Fränkisches Volksblatt|2012-01-16|2015-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Würzburg, das er 1875 an seinen Bruder Franz Xaver abtrat, 1873 auch den Münchener &amp;#039;&amp;#039;Volksfreund&amp;#039;&amp;#039;, Ernst Zanders ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Volksboten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|45864|iquelle|Paul Hoser|Volksbote für den Bürger und Landmann|2012-11-28|2015-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, der aber 1877 eingestellt wurde. Bucher war seit 1878 mit Luitgard, geb. Abt, verheiratet, mit der er eine Tochter und drei Söhne hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Nachruf auf Joseph Bucher in der &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Dezember 1909, Link: {{HistLexBay|45015|iquelle|Helmut W. Schaller|Donau-Zeitung|2013-09-10|2015-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucher, ursprünglich liberal gesinnt, wandte sich seit 1866 einem katholisch-konservativen Kurs zu und gehörte als Verleger der &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; zu den aktivsten Organisatoren einer radikalen Opposition gegen das liberal-kleindeutsch ausgerichtete Ministerium [[Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst|Hohenlohe]]. Im Vorfeld der [[Zollparlamentswahl 1868]] trat er mit radikal-antipreußischen Parolen hervor ({{&amp;quot;|Die erste Eigenschaft unserer Wahlkandidaten muß sein, daß sie Bayern sind und [[Otto von Bismarck|Bismarck]] hassen}}&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach Friedrich Hartmannsgruber: &amp;#039;&amp;#039;Die bayerische Patriotenpartei&amp;#039;&amp;#039;, München 1986, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;), wurde selbst im [[Reichstagswahlkreis Niederbayern 4]] ([[Landkreis Pfarrkirchen|Pfarrkirchen]], [[Landkreis Eggenfelden|Eggenfelden]], [[Landkreis Griesbach im Rottal|Griesbach]]) ins [[Zollparlament]] gewählt und schloss sich dort folgerichtig der &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen Fraktion&amp;#039;&amp;#039; an, die sich gegen jede Ausweitung der Kompetenzen des Zollparlaments wandte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Hartmannsgruber: &amp;#039;&amp;#039;Die Bayerische Patriotenpartei&amp;#039;&amp;#039;, München 1986, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Wirken der &amp;#039;&amp;#039;Süddeutschen Fraktion&amp;#039;&amp;#039; wurde in der bayerischen Presse große Aufmerksamkeit geschenkt, was die bayerischen Fraktionsmitglieder in eine Führungsrolle auch bei der Organisation der Landtagsarbeit brachte. Nach den Wahlen zur bayerischen [[Kammer der Abgeordneten (Bayern)|Abgeordnetenkammer]] im Mai 1869, die den katholisch-konservativen Kräften eine Mehrheit gebracht hatten, versammelten sich am 11. Juni 1869 in Berlin 13 bayerische Zollparlamentarier, darunter auch Bucher, und verabredeten die Bildung einer &amp;#039;&amp;#039;Patriotischen Fraktion&amp;#039;&amp;#039; in der bayerischen Kammer. Bucher hatte diesen Namen vorgeschlagen und gehört somit zum engsten Gründungskreis der [[Bayerische Patriotenpartei|Bayerischen Patriotenpartei]]. Als der Landtag am 21. September 1869 zusammentrat, schlossen sich die katholisch-konservativen Abgeordneten verabredungsgemäß zusammen und stellten mit 78 Mandaten die Mehrheit gegenüber den 75 Liberalen.&amp;lt;ref&amp;gt;Abschnitt nach Friedrich Hartmannsgruber: &amp;#039;&amp;#039;Die Bayerische Patriotenpartei&amp;#039;&amp;#039;, München 1986, S. 102 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bucher selbst war im Wahlkreis [[Pfarrkirchen]] gewählt worden und war dort auch nach der notwendigen Neuwahl im November 1869 erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Patriotische Fraktion&amp;#039;&amp;#039;, der Bucher angehörte, war in unterschiedliche Richtungen gespalten, wobei Bucher Exponent des radikalsten Flügels war, der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Klerikal-Demokraten&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Dazu Friedrich Hartmannsgruber: &amp;#039;&amp;#039;Die bayerische Patriotenpartei&amp;#039;&amp;#039;, München 1986, S. 129 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bucher und seine Mitstreiter, etwa sein Mitarbeiter bei der &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; [[Joseph Lukas]], befürworteten demokratische Methoden der Massenmobilisierung im Dienste katholisch-konservativer Ziele, letztlich in der Absicht, das liberale Staatsministerium zu stürzen. Diese extreme Position war allerdings schon in der Fraktion nicht mehrheitsfähig und im Spektrum des [[Katholizismus]] höchst umstritten: mit seinem Ortsbischof [[Heinrich von Hofstätter]]&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich von Hofstätter in: [https://regiowiki.pnp.de/index.php/Heinrich_von_Hofst%c3%a4tter Regiowiki Niederbayern]&amp;lt;/ref&amp;gt; war Bucher schon seit 1868 in Konflikt geraten, wobei er durchaus Unterstützung von der Kurie erhielt und demonstrativ mit dem päpstlichen [[Gregoriusorden]] ausgezeichnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Herde: &amp;#039;&amp;#039;Der Heilige Stuhl und Bayern zwischen Zollparlament und Reichsgründung (1867/68-1871)&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 45 (1982), S. 589–662, hier: S. 610 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Konflikte in der neuen Landtagsfraktion führten schon im März 1870 zu Buchers Ausschluss aus der Fraktion, woraufhin er im Mai 1870 gemeinsam mit Lukas das Mandat niederlegte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb11031075_00359.html] Mandatsniederlegung Buchers.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne Abgeordnetenmandat begleitete Bucher in der &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; das Wirken der patriotischen Fraktion zunächst als kritischer Beobachter aus klerikal-demokratischer Perspektive: „Bisher sind wir mit der Fraktion in Compagnie gestanden, jetzt ist die Verbindung gelöst, wir sind frei, auch dem Klub der Patrioten gegenüber. Aber immer noch verbindet uns die gemeinsame Sache.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach Friedrich Hartmannsgruber: &amp;#039;&amp;#039;Die bayerische Patriotenpartei&amp;#039;&amp;#039;, München 1986, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Laufe der 1870er Jahre wandte sich Bucher aber mehr und mehr von seinen Idealen ab und trat publizistisch seit 1876 für eine Zusammenarbeit mit der Regierung ein. Als er bei den Landtagswahlen 1881 erneut in die Kammer der Abgeordneten einzog (Wahlkreis [[Grafenau (Niederbayern)|Grafenau]], dort auch 1887 wiedergewählt), schloss er sich wieder der Fraktion an, lehnte aber die scharfe Oppositionsstrategie ab, auf die [[Alois Rittler]] die Fraktion hatte festlegen können. Schon im Januar 1882 wurde Bucher abermals aus der Fraktion ausgeschlossen. Diesmal aber behielt er sein Mandat und gehörte der Kammer noch bis 1892 als regierungsnaher konservativer Außenseiter an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Buchers politischem Richtungswechsel war auch seine Tätigkeit als Verleger betroffen. In den 1880er Jahren war die &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; nicht mehr das Sprachrohr der Patriotenpartei (seit 1887 [[Zentrumspartei]]). Als Bucher nach der Königstragödie um [[Ludwig II. (Bayern)|Ludwig II.]] offen für den Ministerratsvorsitzenden [[Johann von Lutz]] eintrat und im Jahr darauf für die von der Zentrumspartei im Reichstag abgelehnte [[Septennat (Deutsches Kaiserreich)|Septennatsvorlage]] argumentierte, bildete sich in Passau ein Kreis jüngerer Zentrumspolitiker um den aufstrebenden [[Franz Seraph von Pichler|Franz Seraph Pichler]], der mit der &amp;#039;&amp;#039;Niederbayerischen Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; ein parteinahes Konkurrenzunternehmen zur &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; gründete. Obwohl sein Blatt die deutlich größere Leserschaft behielt, resignierte Bucher schließlich und verkaufte seine Zeitung an die &amp;#039;&amp;#039;Passavia&amp;#039;&amp;#039;, jene Aktiengesellschaft, die die &amp;#039;&amp;#039;Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039; hielt. 1890 wurden beide Blätter verschmolzen und unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Donau-Zeitung&amp;#039;&amp;#039; weitergeführt, nun auf Parteilinie des  Zentrums.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HistLexBay|45015|iquelle|Helmut W. Schaller|Donau-Zeitung|2013-09-10|2015-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bucher beschloss sein Leben als Privatier in Passau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Hartmannsgruber: &amp;#039;&amp;#039;Die Bayerische Patriotenpartei 1868–1887&amp;#039;&amp;#039; (Schriftenreihe zur bayerischen Landesgeschichte Band 82), München: C. H. Beck 1986.&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|45015|iquelle|Helmut W. Schaller|Donau-Zeitung|2013-09-10|2015-08-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|133461602}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|133461602}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Joseph Bucher|323}}&lt;br /&gt;
* [https://regiowiki.pnp.de/index.php/Joseph_Bucher Regiowiki Niederbayern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133461602|VIAF=38107661}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Niederbayern 4}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bucher, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zollparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Abgeordnetenkammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Passau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verleger (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bucher, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verleger und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Oktober 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Waldkirchen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Dezember 1909&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Passau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Naronnas</name></author>
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