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	<title>Joseph Bech - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Bech&amp;diff=42712&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArthurMcGill: wikiformat</title>
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		<updated>2024-06-18T09:12:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikiformat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Joseph Bech 1933.jpg|miniatur|hochkant|Joseph Bech (1933)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Bech&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Februar]] [[1887]] in [[Diekirch]] im [[Großherzogtum Luxemburg]]; † [[8. März]] [[1975]] in [[Luxemburg (Stadt)|Luxemburg-Stadt]]) war ein [[Luxemburgische Sprache|luxemburgischer]] Staatsmann und Politiker. Er gilt als einer der [[Gründerväter Europas|Gründerväter]] der [[Europäische Gemeinschaften|Europäischen Gemeinschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Bech wuchs in einer politisch aktiven Familie auf. Er studierte Rechtswissenschaften in [[Universität Freiburg (Schweiz)|Freiburg in der Schweiz]] und in [[Paris]]. Im Jahre 1914, kurz vor Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]], wurde er als Anwalt zugelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni gleichen Jahres wurde er nach dem Zensuswahlrecht als Abgeordneter für die katholische Rechtspartei, einer Vorläuferpartei der heutigen [[Chrëschtlech Sozial Vollekspartei|Christlich Sozialen Volkspartei]] (CSV) in die [[Chambre des Députés (Luxemburg)|Chambre des Députés]] gewählt. Im Jahre 1921 wurde er anschließend Minister für Inneres und Bildung. Nach dem kurzen Intermezzo der Regierung [[Pierre Prüm|Prüm]] im Jahre 1926 wurde Bech Staatsminister, also Vorsitzender der Regierung, zudem Außen-, Schul- und [[Landwirtschaftsminister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine durchaus erfolgreiche Regierung musste große wirtschaftliche ([[Weltwirtschaftskrise]] ab 1929) und soziale Probleme angehen, außenpolitisch gelang es ihm ab 1933 Distanz zum [[Adolf Hitler|Hitlerregime]] in [[Deutschland]] zu halten, zu welchem Luxemburg sich durch seine exportorientierte [[Stahlindustrie]] in starker wirtschaftlicher Abhängigkeit befand. Bestrebungen zur Errichtung eines undemokratischen [[Ständestaat]]es in seiner eigenen Partei nachgebend, versuchte Bech 1936 ein Gesetz durchzubringen, welches die kommunistische Partei verboten hätte („Maulkuerfgesetz“, [[Deutsche Sprache|dt.]] Maulkorbgesetz), womit er an einem Referendum scheiterte und als Staatsminister zurücktreten musste. Von 1937 bis 1953 war er Außenminister und Minister für Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:The Luxembourg Grey Book.jpg|mini|hochkant|The Luxembourg Grey Book, erschienen 1942 in London]]&lt;br /&gt;
Während der [[Luxemburg im Zweiten Weltkrieg|Deutschen Besatzung Luxemburgs]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Joseph Bech mit [[Pierre Krier]] von 1940 bis 1945 Teil der Exilregierung in London. Mit dem &amp;#039;&amp;#039;Luxembourg Grey Book&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ibiblio.org/hyperwar/UN/Luxembourg/GreyBook/index.html Volltext online], mit einem Vorwort von Joseph Bech vom 10. Mai 1942, dem zweiten Jahrestag der deutschen Besetzung.&amp;lt;/ref&amp;gt; versuchte er, die Situation im besetzten Luxemburg den Alliierten näherzubringen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eliezer Yapou: [http://governmentsinexile.com/yapouluxembourg.html Governments in Exile, Luxembourg], abgerufen am 21. November 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort unterzeichnete er im Jahre 1944 für Luxemburg die [[Benelux-Vertrag|Benelux-Verträge]]. Auch den [[NATO]]-Vertrag vom 4. April 1949 in [[Washington, D.C.]] und der Vertrag der CECA am 18. April 1951 in [[Paris]] tragen seine Unterschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Jahre 1953 bis 1958 war Joseph Bech, nun für die CSV, Staatsminister im Großherzogtum Luxemburg. Danach übernahm er wieder das Amt des Außenministers (1958–1959) sowie das des Außenhandelsministers und Ministers für Weinbau. In der Nachkriegsphase wirkte er in seinen verschiedenen Regierungsämtern aktiv am [[Europäische Integration|europäischen Integrationsprozess]] mit. Er gilt als Mitbegründer der [[Montanunion]] und einer der konsequentesten Exponenten des Europa-Gedankens. Von [[Kammerwahl 1959|1959]] bis [[Kammerwahl 1964|1964]] war er Präsident der [[Abgeordnetenkammer (Luxemburg)|luxemburgischen Abgeordnetenkammer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Dem EU-Historiker [[Christoph Driessen]] zufolge war Bech neben Bundeskanzler [[Konrad Adenauer]] und dem italienischen Ministerpräsidenten [[Alcide De Gasperi]] der überzeugteste Europäer unter den Regierungschefs seiner Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Luxemburg als kleines Land für niemanden eine Bedrohung oder Konkurrenz dargestellt habe, habe sich Bech „zum Beichtvater seiner Amtskollegen und damit zum Geheimnisträger der internationalen Politik“ entwickeln können.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Driessen: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2024, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1955 erhielt er das [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* 1958 wurde Bech mit dem Großkreuz des [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
* Am 26. Mai 1960 erhielt er den [[Internationaler Karlspreis der Stadt Aachen|Karlspreis]]. Die Laudatio wurde vom Präsidenten des Europäischen Parlamentes [[Robert Schuman]] gehalten. Wie es im Text der Urkunde heißt, die Aachens Oberbürgermeister [[Hermann Heusch]] zusammen mit der eigentlichen Auszeichnung in Form einer Medaille mit Inschrift überreichte, erhält Bech den Karlspreis &amp;#039;&amp;#039;„in Würdigung seiner Lebensarbeit und seiner hohen Verdienste für die Einigung Europas, die im alten Völkerbund begann und in den europäischen Institutionen ihre zielbewußte Fortsetzung fand“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* 1968 wurde er [[Ehrendoktor]] der [[Universität Innsbruck]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.uibk.ac.at/universitaet/profil/geschichte/ehrungen-historisch.html |titel=Akademische Ehrungen der Universität Innsbruck (historisch) |werk=Universität Innsbruck |sprache=de |abruf=2024-01-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Cercle Joseph Bech“ ==&lt;br /&gt;
Der nach Joseph Bech benannte Kreis, einer Gruppe stark [[Konservatismus|konservativer]] Mitglieder rund um [[Frank Engel (Politiker)|Frank Engel]] und [[Patrick Santer]], steht der CSV nahe und tritt von Zeit zu Zeit mit Veranstaltungen und politischen Vorschlägen an die Öffentlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;cerclejosephbech.lu: {{Webarchiv|text=&amp;#039;&amp;#039;Den Cercle an der Press&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.cerclejosephbech.lu/den-cercle-an-der-press/index.htm |wayback=20101023002532 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kreis wird als rechts von der CSV betrachtet und bezeichnet sich selbst als [[Denkfabrik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christoph Driessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach den Sternen. Die Geschichte der Europäischen Union&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 2024, ISBN 978-3-7917-3474-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://academieroyale.be/fr/who-who-detail/relations/joseph-bech/ Joseph Bech] Eintrag bei der [[Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique|Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Premierminister Luxemburgs&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Luxemburgische Außenminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Karlspreisträger&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=174181906|LCCN=n/78/40985|VIAF=35712759}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bech, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Premierminister (Luxemburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Luxemburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parlamentspräsident]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Chambre des Députés (Luxemburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSV-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person der europäischen Integration]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karlspreisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Goldenen Ehrenzeichens am Bande für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Eichenkrone (Großoffizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Robert-Schuman-Preises (Alfred-Toepfer-Stiftung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Innsbruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste von Belgien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Luxemburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bech, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=luxemburgischer Staatsmann und Politiker, Mitglied der Chambre&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Februar 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Diekirch]], [[Großherzogtum Luxemburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. März 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Luxemburg (Stadt)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArthurMcGill</name></author>
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