<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Joseph_Baumgartner</id>
	<title>Joseph Baumgartner - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Joseph_Baumgartner"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Baumgartner&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T04:35:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Baumgartner&amp;diff=92370&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ditschie-wiki: /* Literatur */ Hinweis zugefügt und verlinkt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Baumgartner&amp;diff=92370&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-11T17:18:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Hinweis zugefügt und verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den vormaligen bayerischen Landwirtschaftsminister Joseph Baumgartner. Siehe aber auch [[Josef Baumgartner]].}}&lt;br /&gt;
{{CSS-Bildausschnitt&lt;br /&gt;
|Image = Baumgartner Sulzemoos.jpg&lt;br /&gt;
|bSize = 800px&lt;br /&gt;
|cWidth = 185&lt;br /&gt;
|cHeight = 185&lt;br /&gt;
|oTop = 240&lt;br /&gt;
|oLeft = 245&lt;br /&gt;
|Location = right&lt;br /&gt;
|Description = Joseph Baumgartner&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Baumgartner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Josef Baumgartner&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. November]] [[1904]] in [[Sulzemoos]], [[Oberbayern]]; † [[21. Januar]] [[1964]] in [[München]]), war ein deutscher [[Politiker]] ([[Bayerische Volkspartei|BVP]], später [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]], [[Bayernpartei]]). Er setzte sich für ein freiheitliches, demokratisches und selbständiges Bayern ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach der [[Lateinschule]] des [[Kloster Scheyern|Benediktinerklosters Scheyern]] besuchte Baumgartner, eines von sechs Kindern eines Kleinbauern aus Sulzemoos nahe [[Dachau]], das [[Dom-Gymnasium Freising|humanistische Gymnasium]] in [[Freising]]. 1925 bis 1929 studierte er [[Philosophie]], [[Geschichte]] und [[Nationalökonomie]] in München. Das Studium beendete er als Diplom-Volkswirt und Dr. rer. pol. 1929 war er [[Volontär]] beim &amp;#039;&amp;#039;Oberbayerischen Christlichen Bauernverein&amp;#039;&amp;#039;, 1929 bis 1933 war er stellvertretender [[Generalsekretär]] des [[Bayerischer Bauernverein|Bayerischen Bauernvereins]] und Mitglied der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]] (BVP). 1933 wurde er Angestellter beim [[Allianz SE|Allianz-Versicherungskonzern]]. Zur [[Deutschland 1933 bis 1945|NS-Diktatur]] blieb Baumgartner auch wegen seiner christlichen Weltanschauung auf Distanz. Unter den Nationalsozialisten war er 1942 wegen eines vorgeblichen Verstoßes gegen das [[Heimtückegesetz]] kurzfristig in Gestapo-Haft, aus der er in den [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsdienst]] entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1945 war Baumgartner Personalreferent beim Amt für Ernährung und Landwirtschaft in München. Nach dem Krieg gehörte er zu den Mitbegründern der CSU. Seit dem 5. Oktober 1945 war er [[Bayerische Staatsregierung|bayerischer Landwirtschaftsminister]]. Da er im sogenannten „Kartoffelkrieg von 1947“ die erzwungene Lieferung bayerischer Kartoffeln nach Berlin nicht verhindern konnte, trat er zum 12. Dezember des Jahres zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41123957.html Kritischer Nähr-Stand].&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; 51/1947 vom 20. Dezember 1947.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1946 bis zu seinem Tode war Baumgartner [[Mitglied des Landtages|Landtagsabgeordneter]] in Bayern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 verließ der Hochschulprofessor die CSU und trat der neu gegründeten [[Bayernpartei]] bei, zu deren dreiköpfigem Direktorium er gehörte. Bis 1952, dann wieder von 1953 bis 1959 war er Vorsitzender der Bayernpartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Januar 1948 hatte er einen Lehrauftrag an der [[Landwirtschaftliche Hochschule|Landwirtschaftlichen Hochschule]] in [[Weihenstephan]] inne. In der ersten Wahlperiode wurde er über die Landesliste der Bayernpartei in den [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] gewählt, legte das Mandat aber zum 1. Januar 1951 nieder, um sich seinen Aufgaben in Bayern zu widmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Baumgartner führte innerhalb der BP die Gruppe um [[Ludwig Volkholz]], [[Ludwig Lallinger]], [[Jakob Fischbacher]] und [[Ernst Falkner]], die auf eine prinzipielle Gegnerschaft zur CSU setzte. Die Bayernpartei fand in Baumgartner einen in weiten Teilen der bayerischen Bevölkerung beliebten Vorsitzenden. Viele seiner Aussagen spiegelten die Meinungen von Teilen der Bevölkerung wider, so z.&amp;amp;nbsp;B., dass auf die [[Entnazifizierung]] eine „Entbazifizierung“ – der Rückführung von preußischen Flüchtlingen – folgen müsse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hubensteiner_488-489&amp;quot;&amp;gt;Hubensteiner: &amp;#039;&amp;#039;Bayerische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Rosenheimer Verlagshaus, 17. Auflage 2009, S. 488–489.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorsitzender der Bayernpartei wurde Baumgartner 1957 auch Vorsitzender der Wahlbündnispartei [[Föderalistische Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der von [[Wilhelm Hoegner]] geleiteten [[Viererkoalition (Bayern)|Viererkoalition]] aus Bayernpartei, [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[FDP Bayern|FDP]] und [[Gesamtdeutscher Block/Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten|GB/BHE]] in den Jahren 1954 bis 1957 war er stellvertretender [[bayerischer Ministerpräsident]] und erneut Landwirtschaftsminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der &amp;#039;&amp;#039;[[Spielbankenaffäre (Bayern)|Spielbankenaffäre]]&amp;#039;&amp;#039; kam es 1955 zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses des [[Bayerischer Landtag|Bayerischen Landtags]], der eine mögliche Verwicklung von Baumgartner und Innenminister [[August Geislhöringer]] aufklären sollte. Anlass waren Gerüchte, dass Spielbank-Interessenten zum Erhalt einer Lizenz Schmiergelder gezahlt hätten. Obwohl sich die Vorwürfe nicht bestätigen ließen, blieb der Ruf der Bestechlichkeit an der Bayernpartei haften, die Regierungskoalition geriet moralisch in Verruf. Dies hatte im Oktober 1957 den Rücktritt von Ministerpräsident Hoegner samt Kabinett zur Folge. Nutznießer der Affäre war die CSU, die nun den Ministerpräsidenten stellte, während der bereits in den Jahren zuvor einsetzende politische Niedergang der Bayernpartei sich weiter verstärkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schuler&amp;quot;&amp;gt;[[Thomas Schuler (Journalist)|Thomas Schuler]]: [[Strauß. Die Biographie einer Familie]]. Verlag Scherz, Zweite Auflage 2006, Frankfurt am Main, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund einer im heimlichen Einvernehmen mit der CSU gestellten Selbstanzeige des Konzessionärs Karl Freisehner kam es 1959 zu einem Gerichtsverfahren gegen Baumgartner und Geislhöringer. In dessen Verlauf wurden mehrere Zahlungen von insgesamt 2.900 DM an Baumgartner bekannt, außerdem war er entgegen seiner Aussage mit Freisehner befreundet gewesen. Das [[Landgericht München I]] verurteilte ihn wegen [[Meineid]]s zu zwei Jahren [[Zuchthaus]]. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil, das bis dahin nicht rechtskräftig geworden war, ein halbes Jahr später wieder auf und ordnete eine neue Verhandlung an. Baumgartner war bei der Neuauflage des Prozesses jedoch nicht mehr verhandlungsfähig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.merkur.de/lokales/dachau/landkreis/ende-gebrochener-mann-3322810.html|title=Am Ende ein gebrochener Mann|publisher=merkur|date=20. Januar 2014|accessdate=8. August 2017}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 starb Baumgartner an einem [[Schlaganfall]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Baumgartner Sulzemoos.jpg|mini|Denkmal für Joseph Baumgartner in seiner Heimatgemeinde Sulzemoos]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Lohmeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Baumgartner. Biographie eines bayerischen Patrioten aus Sulzemoos.&amp;#039;&amp;#039; Süddeutscher Verlag, München 1974, ISBN 3-7991-5788-3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Joseph Baumgartner&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Hohenheimer Lexikon der Agrarbiografien&amp;#039;&amp;#039;. Hohenheim, 2025. S. 120 ([https://uniarchiv.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/uniarchiv/Agrarbiografien/Hohenheimer_Lexikon_der__Agrarbiografien2025_aktualisiert.pdf Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001195}}&lt;br /&gt;
* [https://www.merkur.de/lokales/dachau/landkreis/ende-gebrochener-mann-3322810.html Einer der größten Politiker der bayerischen Nachkriegsgeschichte]&lt;br /&gt;
* [http://www.kas.de/wf/de/71.8330/ Lebenslauf]&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|129878081}}&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=13530143|Titel=Gehandelt wie die sizilianische Mafia|Jahr=1988|Nr=33|Seiten=59–63|Kommentar=detaillierte Abhandlung der Spielbankenaffäre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Bayerische Landwirtschaftsminister&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende der Bayernpartei&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste BP-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129878081|VIAF=23231150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Baumgartner, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:BVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender der Bayernpartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fraktionsvorsitzender (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftsminister (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Baumgartner, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Baumgartner, Josef&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Volkswirt und Politiker (BVP, CSU, BP), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. November 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sulzemoos]], [[Oberbayern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Januar 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ditschie-wiki</name></author>
	</entry>
</feed>