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	<title>Joseph Aub - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:09:25Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph_Aub&amp;diff=2222965&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Shaun92: Literatur ergänzt</title>
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		<updated>2024-07-06T18:27:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Literatur ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Rabbiner; zu dem US-amerikanischen Mediziner siehe [[Joseph C. Aub]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Joseph Aub.png|mini|Joseph Aub]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Aub&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[4. Dezember]] [[1804]] in [[Baiersdorf]]; gestorben am [[22. Mai]] [[1880]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Liberales Judentum|Reformrabbiner]] in [[Bayreuth]], [[Mainz]] und Berlin. Er predigte als einer der ersten in deutscher Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Aub war Sohn von Simon und Therese Aub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des Gymnasiums und der [[Jeschiwa]] in [[Fürth]] bei [[Wolf Hamburg]] studierte Aub ab 1822 in [[Erlangen]] und [[München]], wo er 1829 mit einer Arbeit &amp;#039;&amp;#039;De chaldaicae linguae causis&amp;#039;&amp;#039; bei [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling|Schelling]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]]. Im selben Jahr absolvierte er die Bayerische Staatsprüfung und übernahm das [[Distriktsrabbinat Bayreuth|Distriktsrabbinat in Bayreuth]], wo er an dessen Gymnasium auch [[Hebräische Sprache|hebräisch]] lehrte. Während der Zeit in Bayreuth kam es zu mehreren Konflikten. Aub bewarb sich erfolglos nach Fürth, Kassel und Frankfurt am Main. In den Jahren 1833 und 1834 setzte er eine neue [[Synagogenordnung]] für [[Bayern]] durch, die seinem [[Liberales Judentum|liberalen Judentum]] entgegenkam. Die königliche Regierung forderte, Gottesdienste in deutscher Sprache abzuhalten, was Aub als einer der ersten Rabbiner Bayerns durchführte. Am 9. Dezember 1837 erhielt er ein Lob von der Regierung. Aubs Einfluss war die Rücknahme der Begrenzung von Eheschließungen jüdischer Paare in Bayern, die durch ein Matrikelgesetz begründet gewesen war, zu verdanken. Auch andere Einschränkungen, unter denen Juden in Bayern leben mussten ([[Bayerisches Judenedikt von 1813]]), wurden durch Aubs Einwirkungen gelockert. Am 30. Januar 1846 reichte er im Namen der 60.000 Juden, die im Königreich Bayern lebten, eine [[Petition]] an die [[Bayerische Ständeversammlung|Ständeversammlung]] ein, in der die Anerkennung der jüdischen [[Religionsgemeinschaft]] als öffentliche Kirche gefordert und auf zahlreiche Missstände hingewiesen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1852 wechselte Aub zum Rabbinat in Mainz. Wenig später spaltete sich seine Gemeinde, nachdem die neue [[Synagoge]] mit [[Orgel]] und einer Predigt in deutscher Sprache eingeweiht worden war. Bis 1865 blieb Aub der Rabbiner der liberalen Gemeinde in Mainz. Die orthodoxe Gemeinde wurde von [[Marcus Lehmann]] geleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eugen Ludwig Rapp]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Mainzer Juden. Die Mainzer Grabdenkmalstätte.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Jüdischen Gemeinde Mainz, Mainz 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Neue Synagoge Außenansicht Alt.jpg|miniatur|Die Neue Synagoge Berlin 1866]]&lt;br /&gt;
1866 wurde Aub Oberrabbiner an der [[Neue Synagoge (Berlin)|Neuen Synagoge]] in der [[Oranienburger Straße]] in Berlin, nachdem der ursprüngliche Kandidat Manuel Joël zurückgetreten war. Im selben Jahr kam ein dreiteiliges Gebetbuch heraus, dem eine deutsche Übersetzung beigegeben war, und 1868 ein Biblisches Spruchbuch. Das Gebetbuch enthielt theologisch begründete liturgische Änderungen. So wurde in diesem Werk etwa auf das Bekenntnis zur nationalen Wiedergeburt in [[Palästina (Region)|Palästina]] ebenso verzichtet wie auf das zum Wiederaufbau des [[Jerusalem]]er Tempels. Die Gottesdienste in der Neuen Synagoge wurden bald zum Vorbild für Gottesdienste in anderen Orten, obwohl Aub von seiner Gemeinde oft kritisiert und an seinem Amtsvorgänger [[Michael Sachs (Rabbiner)|Michael Sachs]] gemessen wurde. Die Wahl Aubs wurde gar als Fehlschlag bezeichnet;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Isidor Kastan]], &amp;#039;&amp;#039;Berliner Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur&amp;#039;&amp;#039; 27 (1926), S. 138–139.&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Auftreten im [[Habitus (Soziologie)|Habitus]] eines alten protestantischen Dorfpfarrers und seine vom [[Oberfränkische Dialekte|fränkischen Dialekt]] gefärbte Sprache („Dora“ statt Thora) irritierten das großstädtische Publikum.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Reformer und die liebe Dora&amp;#039;&amp;#039; in: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 1. Juli 2021, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1869 war [[Abraham Geiger]] zweiter Berliner Rabbiner. Er war der Nachfolger des letzten [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen]] Rabbiners Elkan Rosenstein. Noch bevor Geiger, der wie Aub dem liberalen Judentum angehörte, sein Amt antreten konnte, spaltete sich die Gemeinde. Die orthodoxe Minderheit wurde von [[Esriel Hildesheimer]] geführt. Innerhalb der liberalen Gemeinde hatte Aub gegenüber dem theologisch überlegenen Geiger einen schweren Stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aub wirkte neben seinem Rabbineramt auch als Dozent an der Veitel-Heine-Ephraimschen Lehranstalt, die 1783 eröffnet worden war, und als Religionslehrer am Lehrerbildungsseminar seiner Gemeinde. Ferner war er Vorsitzender des Kuratoriums der Nauenschen Erziehungsanstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hirsch Aub]], langjähriger Rabbiner in München, war ein Cousin von Joseph Aub.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1879 ging Aub in den Ruhestand. Er starb im folgenden Jahr im Alter von 75&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin und wurde auf dem [[Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee|Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee]] bestattet. Das Grab ist erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;350.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundlage zu einem wissenschaftlichen Unterrichte in der mosaischen Religion.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1865 (ebenso Leipzig 1874 und 1881).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betrachtungen und Widerlegungen.&amp;#039;&amp;#039; Nürnberg 1839.&lt;br /&gt;
* (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sinai. Wochenblatt für die religiösen und bürgerlichen Angelegenheiten Israels.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 1846/47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Jüdisches Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, Berlin 1927, Sp. 559&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Philo-Lexikon. Handbuch des jüdischen Wissens|Philo Lexikon]]&amp;#039;&amp;#039;, 3. Aufl., Berlin 1936, Sp. 55&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von [[Michael Brocke]] und [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]] s. A., bearbeitet von [[Carsten L. Wilke|Carsten Wilke]], Teil 1: Die Rabbiner der Emanzipationszeit in den deutschen, böhmischen und großpolnischen Ländern 1781–1871, 1. Band, K. G. Saur, München 2004, S. 152 ff.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630023506/http://www.bautz.de/bbkl/a/aub_j.shtml |autor=Jeannette Strauss Almstad, [[Matthias Wolfes]]|artikel=Aub, Joseph|band=27|spalten=63-70}}&lt;br /&gt;
* [[Leo Trepp]]: &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Rabbiner in Mittelalter und Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hedwig Brüchert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Synagogen. Ein Überblick über die Mainzer Synagogenbauwerke mit ergänzenden Beiträgen über bedeutende Mainzer Rabbiner, das alte Judenviertel und die Bibliotheken der jüdischen Gemeinden&amp;#039;&amp;#039;. Verein für Sozialgeschichte, Mainz 2008 (Sonderheft der Mainzer Geschichtsblätter), S. 15–32, hier: S. 22f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116376201|VIAF=97635998}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aub, Joseph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Baiersdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Bayreuth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1804]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Aub, Joseph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Dezember 1804&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Baiersdorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Mai 1880&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Shaun92</name></author>
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