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	<title>Joseph Anton Sickinger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T06:08:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gmünder: HC: Entferne Kategorie:Lehrer; Ergänze Kategorie:Schulleiter (Deutschland)</title>
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		<updated>2023-05-24T06:51:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Lehrer&quot; title=&quot;Kategorie:Lehrer&quot;&gt;Kategorie:Lehrer&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Schulleiter_(Deutschland)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Schulleiter (Deutschland) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Schulleiter (Deutschland)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Anton Sickinger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. September]] [[1858]] in [[Harpolingen]]; † [[3. August]] [[1930]] in [[Oberstdorf]]), [[Gymnasiallehrer]], schuf um 1900 als [[Schulaufsicht|Stadtschulrat]] und Schulreformer zusammen mit dem Arzt und Pädagogen [[Julius Moses (Pädagoge)|Julius Moses]] das &amp;#039;&amp;#039;[[Mannheimer Schulsystem]]&amp;#039;&amp;#039;. Dies war der Vorläufer des [[Dreigliedriges Schulsystem|dreigliedrigen Schulwesens]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Joseph Anton Sickinger war Sohn eines Lehrers und besuchte [[Schweiz]]er Schulen. Später beschäftigte er sich intensiv mit den Ideen [[Johann Heinrich Pestalozzi|Pestalozzis]]. Er studierte [[Klassische Philologie]] an der [[Universität Heidelberg]] und schloss mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab. Nach seinem Staatsexamen wurde Sickinger zuerst Lehrer an einem [[Karlsruhe]]r [[Gymnasium]], danach in [[Bruchsal]]. 1895 besetzte [[Mannheim]]s Oberbürgermeister [[Otto Beck (Politiker)|Otto Beck]] mit dem damals 37-Jährigen die Leitung des städtischen Volksschulrektorats. 80 Prozent aller schulpflichtigen Kinder besuchten damals die Volksschule, doch lediglich ein Drittel der Jungen und ein Fünftel der Mädchen erreichten die (achte) Abschlussklasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seinen Zielen gehörte, Schüler nach ihren jeweiligen Fähigkeiten zu fördern. Dies wollte er durch Differenzierung bewirken. Die begabten Volksschüler wurden auf Haupt- und Normalklassen aufgeteilt. Die weniger begabten Schüler kamen in Förderklassen, die Leistungsschwachen in Hilfsklassen. 1901 wurde die erste [[Hilfsschule]] dafür eröffnet. Damit legte Sickinger den Grundstein des vielgliedrigen Schulsystems. Überschaubare Klassengröße, die er verordnete, hieß damals in den Sonderklassen etwa 35 Schüler statt 60 bis 70 in den Regelklassen. Für die [[Sekundarstufe|Klassenstufen 6 bis 8]] wurde [[Sprachunterricht]] angeboten, um den späteren Wechsel auf eine höhere Schule zu ermöglichen. Er schaffte über die Förderklassen den Übergang in die „Realanstalten“. Es gab Schwerhörigenklassen und Schulkindergärten für die schulpflichtigen, aber noch nicht schulfähigen Kinder. Er führte 1908 den verbindlichen Spielnachmittag für die Volksschüler ein, förderte Schulsportfeste und ließ in den Schulen Duschen einbauen. Er verordnete Schwimmunterricht im städtischen [[Herschelbad|Hallenbad]], führte den Schul[[wandertag]], Handarbeits- und [[Werkunterricht]], Schülerkonzerte und Schultheateraufführungen, [[Schülerbücherei]]en und Schulgärten ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mannheimer Schulsystem fand in Fachkreisen sehr starkes Interesse, nachdem Sickinger es 1904 erstmals auf einem internationalen Schulkongress in [[Nürnberg]] vorgestellt hatte. In der Folgezeit wurde es von den Ländern [[Hessen]] und [[Sachsen]] sowie von über 150 deutschen und [[österreich]]ischen Städten, ja weltweit an vielen Orten wie [[Zürich]], [[Wien]], [[Kopenhagen]], [[Moskau]] und [[Cincinnati]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidenden Einfluss in Deutschland gewann Sickinger auf die Reichsschulkonferenz (1920), in deren &amp;#039;&amp;#039;Ausschuß für Schulaufbau&amp;#039;&amp;#039; er mitwirkte. Dort setzte er sich für die einheitliche [[Grundschule]] ein. Zusätzlich setzte Sickinger in Mannheim 1904 erstmals einen [[Schularzt]] und 1922 mit [[Hans Lämmermann]] den deutschlandweit ersten [[Schulpsychologie|Schulpsychologen]] ein, der die Schulreform unterstützen sollte. 1923 wurde er pensioniert. 1935 wurde das Mannheimer Schulsystem von den Nationalsozialisten verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Journalist Karl Seyfried, ein Schüler Sickingers, erzählt in einem Artikel von 1958: „Der Herr Stadtschulrat mit seinem locker zurückgekämmten Haupthaar, dem mäßig langen gepflegten Vollbart und dem etwas finsteren Blick war bei Lehrern und Schülern eine gefürchtete Persönlichkeit. Trotzdem war er überall sehr geachtet und beliebt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:T 4 Sickinger-Schule Mannheim.jpg|mini|Die ehemalige Sickingerschule in Mannheim]]&lt;br /&gt;
1915 stellte er sich auf der Unteroffiziersschule in [[Ettlingen]] Landsturmleuten mit den Worten vor: „Ich heiße Sickinger. In Friedenszeiten werde ich mit 20.000 Mannheimer Schulkindern fertig, mit euch Kerlen werde ich auch noch fertig werden!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die 2011 aufgelöste Sickingerschule,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mannheim.de/de/nachrichten/sickingerschule-schliesst Stadt Mannheim 26. Juli 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hauptschule]] in [[Quadratestadt|T4, 5]] in der [[Mannheim-Innenstadt|Innenstadt Mannheims]], war nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* Bad Säckingen hat eine Josef-Anton-Sickinger-Grundschule.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1930 wurde in Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Josef-Sickinger-Gasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zum Verständnis der Xenophontischen Anabasis und der altgriechischen Elementartaktik&amp;#039;&amp;#039;.Bruchsal 1893 ({{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-121067}})&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Preußisches oder Badisches Schulturnen.&amp;#039;&amp;#039; Karlsruhe 1903.&lt;br /&gt;
* (mit A. Sickinger): &amp;#039;&amp;#039;Das Sonderklassensystem der Mannheimer Volksschule.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über den I. Internationalen Kongress für Schulhygiene, Nürnberg, 4.–9. April 1904.&amp;#039;&amp;#039; Schrag, Nürnberg 1904, S. 192ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsunterricht, Einheitsschule, Mannheimer Schulsystem im Lichte der Reichsverfassung.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Leipzig 1920.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fünfzig Jahre Badische Simultanschule.&amp;#039;&amp;#039; Rede bei Jubiläum. Konkordia A.-G., Bühl (Baden) 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Förderklassen (25 Jahre Mannheimer Schulsystem).&amp;#039;&amp;#039; Beltz, Langensalza 1926.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Biographien]].&amp;#039;&amp;#039; NF. Band 3. S. 254.&lt;br /&gt;
* Theodor Bäuerle: &amp;#039;&amp;#039;Engagement für Bildung in schwierigen – Anton Sickinger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mannheimer Hefte.&amp;#039;&amp;#039; Heft 1, 1958, S. 26–34.&lt;br /&gt;
* Guido Walz (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Der Brockhaus Mannheim. 400 Jahre Quadratestadt – Das Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Brockhaus, Mannheim 2006, ISBN 3-7653-0181-7, S. 216 und 303f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.mannheim.de/de/wirtschaft-entwickeln/herr-stadtschulrat-gestrenger-gleichwohl-beliebter-paedagoge Über Anton Sickinger und das Mannheimer Schulsystem] Stadt Mannheim&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118765132}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118765132|LCCN=n/85/207437|VIAF=59879831}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sickinger, Joseph Anton}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pädagoge (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformpädagoge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mannheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung und Forschung in Mannheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1858]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1930]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sickinger, Joseph Anton&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sickinger, Anton&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Pädagoge und Schulreformer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. September 1858&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Harpolingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. August 1930&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Oberstdorf]], [[Allgäu]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gmünder</name></author>
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