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	<title>Joseph Alois Bach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;AF666 am 26. Januar 2026 um 23:13 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-26T23:13:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Joseph Alois Bach.jpg|200px|mini|Joseph Alois Bach als Veteran und Komtur des St. Piusordens, Porträt aus der Biographie von Jakob Knauber, 1932]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Joseph Alois Bach als päpstlicher Zuave.jpg|200px|mini|Joseph Alois Bach, 1867, als päpstlicher Zuave]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zuavengefecht auf dem Monte Libretti.jpg|200px|mini|Zuavengefecht auf dem Monte Libretti am 13. Oktober 1867. Hier riss der Feldwebel Bach die Initiative an sich und übernahm eigenständig die Führung seiner Truppe, weswegen er noch auf dem Schlachtfeld zum Offizier befördert wurde.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Alois Bach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Mai]] [[1838]] in [[Klingenmünster]]; † [[7. Januar]] [[1912]] in [[Montigny-lès-Metz|Montigny bei Metz]]) war päpstlicher [[Zuave]] und wurde infolge von persönlicher Tapferkeit 1867 zum Offizier befördert, später als [[Komtur (Amt)|Komtur]] des [[Piusorden]]s in den römischen Adelsstand erhoben. Nach seiner Militärzeit im [[Kirchenstaat]] als Beamter in [[Elsaß-Lothringen]] tätig wurde er kaiserlicher Rechnungsrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Geburt und Familienverhältnisse ===&lt;br /&gt;
Joseph Alois Bach wurde als Sohn des Einnehmers Nikolaus Bach und seiner Ehefrau Magdalena geb. Hauck, in [[Klingenmünster]] geboren. Vater Bach war aus [[Montbronn|Mombronn]] (heute [[Montbronn]]) in Lothringen in die Pfalz eingewandert, die Mutter, eine Gastwirtstochter, stammte aus [[Rodalben]]. Als der spätere Papstsoldat 5 Jahre zählte, zog die Familie nach [[Rülzheim]], wo der Vater über 30 Jahre lang als Einnehmer amtierte und zu den aktivsten Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinde gehörte. Joseph Alois Bachs Bruder Otto Bach war [[Priester (Christentum)|Priester]] der [[Bistum Speyer|Diözese Speyer]], zuletzt mit dem Titel eines Geistlichen Rates. Als er selbst unter den gelb-weißen Fahnen in Rom diente, wirkte dieser unter anderen in [[Landstuhl]], Münchweiler, [[Grünstadt]] und [[Trippstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienst als päpstlicher Soldat ===&lt;br /&gt;
Nachdem die Ereignisse um die [[Risorgimento|italienische Einigung]] und die Besetzung großer Teile des [[Kirchenstaat]]es 1860 kumulierten, zogen Freiwillige aus aller Welt nach Rom, um dem Papst beizustehen. Neben Adeligen und Militärs befanden sich darunter auch viele einfache Menschen, oft Studenten, Bauern und Handwerker, die um des Rechtes des [[Heiliger Vater|heiligen Vaters]] und der guten Sache willen auszogen. In Deutschland kamen diese Freiwilligen – „Kreuzfahrer“ genannt – hauptsächlich aus dem süddeutsch-katholischen Raum, aus dem Rheinland und aus Westfalen (vor allem aus dem [[Münsterland]]). Es wird nur ein einziger Pfälzer überliefert, der dazumal ebenfalls als Soldat nach [[Rom]] eilte, Joseph Alois Bach aus Rülzheim. Über [[München]] und [[Innsbruck]] reiste der 22-jährige Bach 1860 nach Italien. Dort wurde die päpstliche Armee gerade reorganisiert und unter anderem ein [[Zuaven]]regiment nach dem Muster der [[Französische Kolonie|französischen Kolonialtruppen]] aufgestellt. Bei diesen Zuaven trat Joseph Alois Bach ein und nahm schon im Herbst 1860 an den Kampfhandlungen zur Verteidigung des Kirchenstaates teil, deren bedeutendste die Schlacht bei [[Castelfidardo]], am 18. September 1860 war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 brachen die nationalliberalen Italiener unter [[Garibaldi]] erneut in den Kirchenstaat ein und schürten Aufstände in Rom. Die päpstliche Streitmacht war in Kämpfe gegen den äußeren und den inneren Feind gleichzeitig verwickelt. Im Spätsommer 1867 tat sich Joseph Alois Bach als Unteroffizier der 4. Kompanie hervor, als er nachts eine 12 Mann starke Aufklärungsabteilung aus dem römischen Stadttor San Giovanni hinausführte, wo ein zurückkehrender Reiter von einer Freischärlerbande überfallen worden war. In der gleichen Zeit nahm er mit Leutnant van Erp an einer nächtlichen Patrouille teil, wobei er als einer der „kühnsten Unteroffiziere der Zuaven“ bezeichnet wird. Danach muss er zum Feldwebel befördert worden sein, denn als solcher rückte er Anfang Oktober mit seiner Truppe an die Nordgrenze des Kirchenstaates, um die eingedrungenen Italiener zu bekämpfen. Am 13. Oktober sollte das befestigte und auf einer mit Weinbergen bewachsenen Anhöhe liegende Dorf [[Montelibretti|Monte Libretti]] genommen werden. Entgegen ersten Annahmen war es von Garibaldis „Rothemden“ stark besetzt. Bachs Kompanie – 90 Mann – griff gegen Abend an. Nach einem kurzen Vorpostengefecht kam es zu erbittertem Nahkampf, da die Papstsoldaten bis zum Festungstor stürmten und sogar in das Dorf eindrangen. Beide Führer der Kompanie fielen. Die zahlenmäßig unterlegenen Zuaven kämpften wie die Löwen und wurden schrecklich dezimiert. Joseph Bach riss selbstständig die Initiative an sich, übernahm das Kommando und feuerte seine Kameraden rastlos zum Kampfe an, bis er die Unmöglichkeit des weiteren Vordringens einsah. Schließlich sammelte er die Truppe in einem Haus, hart an der Stadtmauer, verschanzte sich dort und leistete die ganze Nacht erbitterten Widerstand, ständig bedroht von der vielfachen Übermacht des Gegners. Am Morgen zählte er neben vielen Toten und Verwundeten noch 16 kampffähige Männer, stellte jedoch überrascht fest, dass der Feind sich – offenbar infolge der heftigen Gegenwehr – unerwartet zurückgezogen hatte. Erst jetzt traf sein Bataillon zur Unterstützung ein. Als Bach Meldung machte, wurde der Bataillonschef Oberstleutnant Athanasius Baron de Charette vom Mut der führerlosen Schar so sehr ergriffen, dass er salutierend seinen Säbel vor ihr senkte und das ganze Bataillon an den 17 nächtlichen Verteidigern des [[Montelibretti|Monte Libretti]] vorbeidefilieren ließ. Er veranlasste, dass Joseph Alois Bach, per Telegramm, noch auf dem Schlachtfeld zum Offizier befördert und mit dem Ritterkreuz des St. [[Silvesterorden]]s ausgezeichnet wurde. In der Publikation &amp;#039;&amp;#039;„Die Streiter für den apostolischen Stuhl im Jahre 1867“&amp;#039;&amp;#039; (Verlag für Kunst und Wissenschaft, Frankfurt, 1867) zitiert der Verfasser, Pater [[Andreas Niedermayer]], einen Augenzeugen mit den Worten: „Sergeantmajor Joseph Bach sah aus, wie im Blute gebadet, obgleich er selbst nicht die geringste Schramme hatte. Tags darauf konnte er an seine Eltern in der Bayerischen Rheinpfalz telegraphieren: ‚Seppel wohl und gesund, auf dem Schlachtfeld Offizier geworden.’ “ In der Heimat veranstalteten die Pfälzer Katholiken daraufhin eine Sammlung und stifteten dem berühmten Landsmann in päpstlichen Diensten einen wertvollen Ehrensäbel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zivilleben, Tod und Würdigungen ===&lt;br /&gt;
Bei der Auflösung des Kirchenstaates im Jahre 1870 kehrte auch Joseph Alois Bach als päpstlicher Oberleutnant z.D. (zur Disposition) in die Heimat zurück. Er hatte in Rom inzwischen geheiratet; seine Frau hieß Emma Glanzmann und stammte aus [[Baden (Land)|Baden]]. Aufgrund ausgezeichneter Französischkenntnisse beamtete man ihn als Einnehmer im frisch angegliederten Reichsland [[Elsaß-Lothringen]]. Dort wirkte er beruflich in [[Molsheim]], [[Haguenau|Hagenau]] und in [[Metz]], wo er 1907 als kaiserlicher Rechnungsrat in Pension ging. Seine Tochter Maria war Ordensschwester in [[Landstuhl]]. Als [[Komtur (Amt)|Komtur]] des [[Piusorden]]s 1906 in den römischen Adelsstand erhoben, starb Bach am 7. Januar 1912 und wurde auf dem Friedhof seines letzten Wohnortes, [[Montigny-lès-Metz|Montigny bei Metz]], beerdigt. Oberstudienrat [[Jakob Knauber]] aus Eisenberg recherchierte aus heimatgeschichtlichen Gründen und veröffentlichte 1932 eine kleine Broschüre über ihn. Der zeitgenössische Schriftsteller [[Philipp Wasserburg]] – alias „[[Philipp Wasserburg|Philipp Laicus]]“ – aus Mainz erwähnt den Pfälzer 1873 mehrfach in seinem 2-bändigen Werk &amp;#039;&amp;#039;„Silvio, ein Roman aus den Tagen von [[Mentana]]“&amp;#039;&amp;#039; und setzte ihm damit schon zu Lebzeiten ein literarisches Denkmal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* L. Lang: &amp;#039;&amp;#039;St. Josephsblatt&amp;#039;&amp;#039;, München, Jahrgang 1867, S. 188; [https://books.google.de/books?id=cTw9AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA188&amp;amp;dq=Bach+Monte+Libretti&amp;amp;lr=&amp;amp;cd=1&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=Bach%20Monte%20Libretti&amp;amp;f=false Scan des Artikels über Joseph Alois Bach]&lt;br /&gt;
* [[Andreas Niedermayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Streiter für den apostolischen Stuhl im Jahre 1867&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Kunst und Wissenschaft, Frankfurt 1867, S. 21, 22&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Italienische Raubzug wider Rom im September 1870&amp;#039;&amp;#039;. A. Russell Verlag, 1871; [https://books.google.de/books?lr=&amp;amp;cd=13&amp;amp;id=CwIOAQAAIAAJ&amp;amp;dq=Bach+Monte+Libretti&amp;amp;q=Bach&amp;amp;hl=de Textausschnitte über die Gefangennahme und Behandlung Bachs 1870] Augenzeugenbericht&lt;br /&gt;
* Philipp Laicus (= [[Philipp Wasserburg]]): &amp;#039;&amp;#039;Silvio, ein Roman aus den Tagen von Mentana&amp;#039;&amp;#039; (2 Bände). Kirchheim Verlag, Mainz 1873&lt;br /&gt;
* [[Anton de Waal]]: &amp;#039;&amp;#039;Der 20. September – Erzählung aus der Belagerung und Eroberung Roms&amp;#039;&amp;#039;. Pustet Verlag, Regensburg 1901, S. 91&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erhebung Joseph Anton Bachs zum Kommandeur des Piusordens&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Pilger]]&amp;#039;&amp;#039;, Speyer, Nr. 19, vom 6. Mai 1906, S. 149 des Jahrgangs.&lt;br /&gt;
* Klemens August Eickholt: &amp;#039;&amp;#039;Roms letzte Tage unter der Tiara – Erinnerungen eines römischen Kanoniers&amp;#039;&amp;#039;. Herder Verlag, Freiburg 1917, S. 23 u. 24&lt;br /&gt;
* [[Jakob Knauber]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Päpstliche Offizier Joseph Alois Bach&amp;#039;&amp;#039;. St. Joseph Verlag, Landau-Queichheim 1932 (mit Fotos)&lt;br /&gt;
* Joseph Powell: &amp;#039;&amp;#039;Two years in the Pontifical zouaves, a narrative of travel, residence, and experience in the Roman states&amp;#039;&amp;#039;. 1871, S. 7 [https://books.google.de/books?cd=1&amp;amp;id=PWABAAAAQAAJ&amp;amp;dq=Bach+Zouave&amp;amp;q=Bach+german&amp;amp;hl=de Scan des Abschnittes über Bach]&lt;br /&gt;
* Patrick Keyes O’Clery: &amp;#039;&amp;#039;The making of Italy&amp;#039;&amp;#039;. 1892, Seite 431; [https://books.google.de/books?id=Od5WAAAAMAAJ&amp;amp;q=Bach+Monte+Libretti&amp;amp;dq=Bach+Monte+Libretti&amp;amp;lr=&amp;amp;cd=6&amp;amp;hl=de Ausschnitte aus den Textstellen über Joseph Bach]&lt;br /&gt;
* Archibald Forbes: &amp;#039;&amp;#039;Battles of the nineteenth century&amp;#039;&amp;#039;. Band 2, 1897, S. 162 u. 163;  [https://books.google.de/books?cd=6&amp;amp;id=nEQFAAAAIAAJ&amp;amp;dq=Bach+Zouave&amp;amp;q=Sergeant-+Major+Bach&amp;amp;hl=de Textausschnitte von Stellen über Joseph Alois Bach]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bach, Joseph Alois}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kirchenstaat)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Piusordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Silvesterordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Klingenmünster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bistum Speyer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bach, Joseph Alois&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=päpstlicher Zuave&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Mai 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Klingenmünster]], Pfalz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Januar 1912&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Montigny-lès-Metz|Montigny bei Metz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AF666</name></author>
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