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	<title>Joseph-Marie Raya - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T08:39:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Joseph-Marie_Raya&amp;diff=2234718&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulf Heinsohn: /* Einzelnachweise */ Folgenleiste ergänzt</title>
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		<updated>2025-11-26T04:31:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise: &lt;/span&gt; Folgenleiste ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph-Marie Raya&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. August]] [[1916]] in [[Zahlé]] im [[Libanon]]; † [[10. Juni]] [[2005]] in [[Barry’s Bay]], [[Ontario]], [[Kanada]]&amp;lt;ref&amp;gt;Barry’s Bay, Ontario, Kanada [[:en:Barry&amp;#039;s Bay, Ontario]]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war von 1968 bis 1974 [[Erzbischof]] der [[Melkitische Griechisch-Katholische Kirche|Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche]] von [[Erzeparchie Akka|Akka]] in [[Israel]]. Er wurde damit Nachfolger des zum [[Melkitisches Patriarchat von Antiochien|Patriarchen von Antiochien]] ernannten [[Maximos V. Hakim]]. Er war nicht nur [[Theologe]], sondern auch [[Bürgerrechtler]] und [[Autor]]. Als Erzbischof war er für sein Engagement zur Aussöhnung zwischen [[Christ]]en und [[Juden]] und einem [[Interreligiöser Dialog|interreligiösem Dialog]] bekannt. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der [[Liturgie]] in den [[Nationalsprache|Landessprachen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emigration ==&lt;br /&gt;
Joseph-Marie Raya wurde als siebtes von acht Kindern der Eheleute Almez und Michail Raya geboren. Nach seiner Grundschulausbildung im Oriental-College studierte er in [[Paris]] und trat 1937 in das St.-Anna-[[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] in [[Jerusalem]] ein. Das Priesterseminar und die angrenzende [[St.-Anna-Kirche (Jerusalem)|St.-Anna-Kirche]] werden durch die [[Weiße Väter|Weißen Väter]] geleitet. Er empfing 1941 die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]] in der Melkitischen Griechisch-Katholischen Kirche. Danach unterrichtete er an der Hochschule des Patriarchen von [[Antiochien]] in [[Kairo]] und wurde 1948 für seine Verteidigung der [[Frauenrechte]] des Landes verwiesen, er [[Auswanderung|emigrierte]] 1949 in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In den Vereinigten Staaten und Kanada ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Emigration in die USA war er zunächst als [[Vikar]] in der Melkitischen Griechisch-Katholischen Gemeinde von St. Anna in [[West Paterson]], [[New Jersey]] tätig. 1952 übernahm er als Pfarrer die St. Georg-Gemeinde in [[Birmingham (Alabama)|Birmingham]], [[Alabama]]. In dieser Zeit verband ihn mit [[Martin Luther King|Martin Luther King, Jr.]] eine tiefe Freundschaft. Er marschierte mit ihm in den Demonstrationsmärschen und setzte sich für die Gleichberechtigung aller Menschen ein, hierdurch geriet er in die Fänge des [[Ku Klux Klan]] und wurde durch [[Misshandlung]]en verletzt. Zusammen mit Erzbischof [[Thomas Joseph Toolen]] von [[Erzbistum Mobile|Mobile-Birmingham]] organisierte Raya Bürgerrechtsversammlungen, half bei [[Demonstration]]en und gründete in Birmingham die erste katholisch-orientale [[Missionsstation]] für [[Afroamerikaner]]. Raya wurde der erste Priester in der 1947 von [[Catherine Doherty]] gegründeten [[Kommunität|Laien- und Priesterkommunität]] „Madonna House Apostolat“&amp;lt;ref&amp;gt;Madonna House Apostolat [http://www.madonnahouse.org/ www.madonnahouse.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Combermere (Ontario)|Combermere]], Ontario, Kanada.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liturgie in der Landessprache ==&lt;br /&gt;
Bereits als junger Priester in Alabama trat er für die Durchführung der [[Gottesdienst]]e in der jeweiligen [[Nationalsprache]] ein. Er übersetzte die [[Evangelium (Buch)|Evangelien]], das [[Messbuch]] und die [[Byzantinischer Ritus|byzantinische Liturgie]] in die englische Sprache. Er fand in Bischof [[Fulton John Sheen]] von [[Bistum Rochester|Rochester]] einen großen Befürworter, der als medienwirksamer katholischer [[Bischof]] im amerikanischen Fernsehen eine katholische Messe auf Englisch zelebrierte. Erzbischof Toolen verbot im Dezember 1959 die Verwendung der englischen Sprache in seiner Diözese und untersagte auch Raya die Anwendung der englischen Sprache im byzantinischen Ritus. [[Papst]] [[Johannes XXIII.]] entschied 1960, dass in der byzantinischen Liturgie die englische Sprache benutzt werden durfte. Ebenfalls durch die Intervention des Patriarchen [[Maximos IV. Sayegh]] und infolge der Konzilsbeschlüsse, konnte dieser Streit beigelegt werden. Patriarch Maximos IV. ernannte ihn zum [[Archimandrit|Großarchimandrit]] von Jerusalem und berief ihn in die melkitische Delegation für das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanische Konzil]]. Das Konzil beschloss später die mögliche Verwendung der Landessprachen in der Liturgie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bischof von Akka ==&lt;br /&gt;
Am 9. September 1968 erfolgte die Ernennung zum Erzbischof von [[Erzeparchie Akka|Akka]], [[Haifa]], [[Nazareth]] und ganz [[Galiläa]]. Die Diözese hat ihren Sitz seit 1920 nicht mehr in [[Akkon]], sondern in Haifa. Die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] nahm der Patriarch von Antiochien Erzbischof Maximos V. Hakim vor, als [[Konsekration|Mitkonsekratoren]] wirkten Erzbischof [[Paul Achkar]] von [[Erzeparchie Latakia|Latakia]] und Bischof der [[Ruthenische griechisch-katholische Kirche|ruthenischen Kirche]] [[Stephan John Kocisko]] von [[Erzeparchie Pittsburgh|Pittsburgh]] (USA) mit. Unmittelbar nach seiner Amtsübernahme schritt er 1969 in den vordersten Reihe einer friedlichen und gewaltfreien Demonstration mit. Tausende [[arabische Israelis]] und Juden erinnerten an die 1948 entvölkerten und zerstörten Ortschaften [[Bar’am]] und [[Iqrit]]. Als melkitischer Bischof forderte er Gerechtigkeit und friedliche Verhandlungen zwischen den Bürgern [[Palästina (Region)|Palästinas]] und Israels. 1972 ordnete er an, aus Protest und zur Erinnerung an die beiden Ortschaften, an einem Sonntag alle [[Kirche (Bauwerk)|Kirchen]] zu schließen, um damit die Trauer zu unterstreichen. Mit diesen Aktionen gewann Raya eine große Anhängerschaft und wurde somit gleichzeitig zu einer politischen und religiösen Reizfigur.&amp;lt;ref&amp;gt;Israel – Im Exil überleben (Der Spiegel 36/1972 vom 28. August 1972) [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42891539.html www.spiegel.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit seinen Forderungen die beiden vernichteten Ortschaften wieder aufzubauen und zu besiedeln stellte er sich nicht nur gegen die [[Heiliger Synod|Synode]] der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, sondern erhielt auch Gegenwehr aus [[Rom]]. Mit seiner letzten Aktion, kirchliche Ländereien an arme muslimische Bauern zu verkaufen wurde der Gegendruck immer stärker. Schließlich führte der massive Druck von der eigenen Kirche, dem [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhl]] und der israelischen Regierung zu seinem Rücktritt. Sein Nachfolger wurde Erzbischof [[Maximos Salloum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde noch einmal aktiv und war von 1987 bis 1989 [[Apostolischer Administrator]] von [[Erzeparchie Banyas|Banyas]], die Erzeparchie wurde im Nebenamt von [[Habib Bacha]], dem Erzbischof von [[Erzbistum Beirut und Jbeil|Beirut und Jbeil]] geleitet. Er war Mitkonsekrator der Erzbischöfe [[Boulos Nassif Borkhoche]] [[Paulisten (Melkiten)|SMSP]] von [[Erzbistum Bosra und Hauran|Bosra und Hauran]] in [[Syrien]], [[Cyrille Salim Bustros]] SMSP von [[Erzeparchie Baalbek|Baalbek]] im Libanon und 1989 [[Antoine Hayek]] [[Basilianer vom hl. Johannes dem Täufer|BC]] von Banyas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach dem Rücktritt ==&lt;br /&gt;
Er trat am 21. August 1974 unter gleichzeitiger Ernennung zum [[Titularerzbischof]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Titularerzbistum Scythopolis|Scythopolis]]&amp;#039;&amp;#039; von seinem Amt zurück und war bis zu seinem Tod am 10. Juni 2005 [[Alterzbischof]] von Akka. Selbst der damaligen israelischen Ministerpräsidentin [[Golda Meir]] gelang es nicht, ihn von seinem Rücktritt abzuhalten. In seinem letzten [[Hirtenbrief]] unterstrich er nochmals seinen Wunsch des friedlichen Zusammenlebens zwischen Arabern, Juden, Christen und Muslimen und forderte weiterhin einen interreligiösen Dialog. Er verließ den [[Naher Osten|Nahen Osten]] und übersiedelte 1975 nach Kanada. Seine neue seelsorgerische Arbeit setzte er im Madonna House in Combermere fort. Von 1987 bis 1989 war er in Beirut und Banyas tätig, 1991 kehrte er nach Kanada zurück. Raya starb am 10. Juni 2005 im St. Francis Memorial Hospital&amp;lt;ref&amp;gt;St. Francis Memorial Hospital [http://www.sfmhosp.com/ www.sfmhosp.com]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Barry’s Bay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Raya verfasste mehrere Bücher, darunter Gesangbücher, theologische Werke und [[Monografie]]n zur [[Kirchengeschichte]]. Die meisten seiner Veröffentlichungen wurden in Englisch geschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Author Profile: Archbishop Joseph Ray {{Webarchiv|text=www.madonnahouse.org |url=http://www.madonnahouse.org/publications/raya |wayback=20110526121702 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.madonnahouse.org/publications/passiton/Pass-It-On-Memorial-Archbishop_Raya.htm Biographie] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Bischof|braya|Joseph-Marie Raya|Abruf=2020-06-13}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gcatholic.org/dioceses/diocese/akka0.htm Eintrag auf &amp;#039;&amp;#039;gcatholic.org&amp;#039;&amp;#039;] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Maximos V. Hakim|George Hakim]]|AMT=[[Liste der melkitischen Erzbischöfe von Akko|Erzbischof von Akka]]|ZEIT=1968–1975|NACHFOLGER=[[Maximos Salloum]]&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Habib Bacha]] SMSP|AMT2=[[Erzeparchie Banyas|Administrator von Banyas]]|ZEIT2=1987–1989|NACHFOLGER2=[[Antoine Hayek]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=17359784X|LCCN=n/87/116429|VIAF=28580437}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Raya, Josephmarie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Akko, Haifa, Nazareth und ganz Galiläa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Melkitisch griechisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Melkitisch griechisch-katholischer Bischof (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titularerzbischof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Libanese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2005]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Raya, Joseph-Marie&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=libanesischer Erzbischof&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. August 1916&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zahlé]], [[Libanon]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Juni 2005&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Barry’s Bay]], [[Ontario]], [[Kanada]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulf Heinsohn</name></author>
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