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	<title>Josef Zilliken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Zilliken&amp;diff=2538105&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tobor: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-11-28T18:25:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Zilliken 1910.jpg|miniatur|Pfarrer Josef Zilliken, 1910]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Josef Kaspar Zilliken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. September]] [[1872]] in [[Mayen]]; † [[3. Oktober]] [[1942]] in [[Dachau]]) war ein deutscher römisch-katholischer [[Priester (Christentum)|Priester]] der [[Bistum Trier|Diözese Trier]], Verfolgter des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]], Häftling in den Konzentrationslagern [[KZ Buchenwald|Buchenwald]], [[KZ Sachsenhausen|Sachsenhausen]] und [[KZ Dachau|Dachau]] sowie Opfer der NS-Willkür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Josef Zilliken kam als Sohn des Uhrmachers Friedrich Zilliken und dessen Gattin Margaretha geb. Klee, in Mayen zur Welt. In seiner Heimatstadt besuchte er von 1884 bis 1888 das Progymnasium, von 1888 bis 1891 das [[Regino-Gymnasium|Gymnasium in Prüm]] und zuletzt das [[Görres-Gymnasium (Koblenz)|Kaiserin-Augusta-Gymnasium]] in [[Koblenz]], wo er 1894 seine Reifeprüfung ablegte. Danach studierte Zilliken Philosophie und [[Katholische Theologie]] am Bischöflichen [[Priesterseminar Trier|Priesterseminar in Trier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. März 1898 erhielt er von [[Bischof]] [[Michael Felix Korum]] die [[Priesterweihe]]. Er wirkte als Kaplan in [[Sulzbach/Saar]], ab 1901 als Pfarrer von [[Wolfersweiler]] und von 1905 bis 1922 in der gleichen Funktion in [[Thalexweiler]]. Anfang des Jahres 1922 avancierte er zum Pfarrer von [[Prüm]] und bald darauf zum [[Dekan (Kirche)|Dechanten]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Zilliken 1918 Ausschnitt.jpg|mini|hochkant|Pfarrer Josef Zilliken im Kreis von Erstkommunionkindern, 1918]]&lt;br /&gt;
Der sehr heimatverbundene und kirchentreue Priester engagierte sich nachhaltig gegen die [[Rheinische Republik|Separatistenbewegung]], die das linke [[Rheinland]] von Deutschland abtrennen wollte. Ebenso strikt wandte er sich gegen den aufkommenden [[Nationalsozialismus]]. Bereits 1932 beschwerte sich der als Zahnarzt in Prüm ansässige, spätere [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-[[Kreisleiter]] über Josef Zilliken, da sich dieser öffentlich gegen Hitler und seine Bewegung wandte. Bald erhielt er eine Anzeige wegen Verweigerung des &amp;#039;&amp;#039;[[Hitlergruß|deutschen Grußes]]&amp;#039;&amp;#039;; eine dreimonatige Gefängnisstrafe wegen angeblicher Beleidigung des NS-Chefideologen [[Alfred Rosenberg]] in der Silvesterpredigt 1934 wurde zur Bewährung ausgesetzt. Um die Pfarrei nicht zur Zielscheibe der örtlichen NS-Funktionäre werden zu lassen, ersuchte er Bischof [[Franz Rudolf Bornewasser]] um seine Versetzung. Zum 17. Dezember 1937 übernahm Josef Zilliken die kleine Pfarrei [[Wassenach]], nahe dem [[Laacher See]]. Auch dort trat der Priester weiterhin unerschrocken gegen den Nationalsozialismus auf, was zu [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]-Verhören und diversen Strafbefehlen führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag des 27. Mai 1940 saßen Pfarrer Josef Zilliken und sein politisch gleichgesinnter Konfrater [[Johannes Schulz (Geistlicher)|Johannes Schulz]] aus [[Nickenich]] auf der Terrasse des Gasthauses &amp;#039;&amp;#039;Waldfrieden&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aw-wiki.de/index.php/Hotel_Waldfrieden_am_Laacher_See Webseite zum Hotel Waldfrieden bei Maria Laach]&amp;lt;/ref&amp;gt; bei [[Abtei Maria Laach|Maria Laach]], als plötzlich [[Hermann Göring]] mit Gefolge dort als Gast erschien. Während die anderen Anwesenden sofort aufstanden und den Marschall mit dem [[Hitlergruß]] grüßten, nahmen die beiden Priester von den Vorgängen keine Notiz und ignorierten Göring.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stjosef-saarbruecken.de/index.php?id=121 |wayback=20131016081443 |text=Webseite der Pfarrgemeinde Saarbrücken, St. Joseph, zur Inhaftierung von Pfarrer Schulz |archiv-bot=2025-08-26 19:55:52 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch am gleichen Abend wurden beide Pfarrer verhaftet. Im Juni und Juli 1940 saßen sie im KZ Buchenwald ein, von August bis Dezember des Jahres im KZ Sachsenhausen. Ende 1940 überstellte man sie in den [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]] des KZ Dachau. Als besondere Schikane mussten die zwei Geistlichen dort ständig mit zum Hitlergruß erhobenem Arm an einer auf eine Stange gesteckten Uniformmütze ([[Gesslerhut]]) vorbeimarschieren, die Göring symbolisieren sollte. Ebenso hatten sie unzählige Male auf eine Schiefertafel zu schreiben: „Jeder Deutsche ist verpflichtet, den [[Reichsmarschall]] zu grüßen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Frühjahr 1942 musste auch der fast 70-jährige Zilliken bis zur völligen Entkräftung Zwangsarbeit verrichten, dazu kamen Nahrungsentzug, Quälereien und Prügelstrafen. Gnadengesuche des Trierer Generalvikars [[Heinrich von Meurers]] hinsichtlich des betagten Priesters blieben erfolglos. Als Josef Zilliken körperlich am Ende war, meldete er sich auf die Krankenstation von Dachau. In der Ahnung, von dort nicht mehr zurückzukehren, ließ er sich zuvor in der Lagerkapelle die [[Sterbesakrament]]e spenden und bat darum, seine Pfarrangehörigen nochmals von ihm zu grüßen und sie in seinem Namen zu ermahnen, stets loyal zur katholischen Kirche zu stehen und im Glauben fest zu bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tod und Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafelwaldfriedengoering.jpg|mini|Gedenktafel am Gasthaus Waldfrieden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wassenach St. Remigius 7899.JPG|miniatur|Gedenktafel für Josef Zilliken an der Kirche [[St. Remigius (Wassenach)|St. Remigius]] in Wassenach]]&lt;br /&gt;
Zilliken starb am 3. Oktober 1942, die offizielle Todesursache lautete „Herz-Kreislauf-Versagen in Verbindung mit einer Lungentuberkulose“. Sein Leichnam wurde eingeäschert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Tage nach seinem Tod feierte man in der Pfarrkirche von Wassenach, im Beisein von 60 Geistlichen und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung, ein [[Requiem]] für den Priester. Seine Urne bestattete man im November des Jahres auf dem Gemeindefriedhof. Nach dem Ende der NS-Herrschaft bettete man die Überreste in die Mitte des dortigen Priestergräberfeldes um und benannte in Wassenach eine Straße nach ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Kirche hat Dechant Josef Zilliken als Glaubenszeugen in das [[Deutsches Martyrologium des 20. Jahrhunderts|deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts]] aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange bestanden Zweifel, ob die Verhaftung der beiden Pfarrer tatsächlich auf Göring selber zurückging, oder ob das Vorkommnis im Gartenlokal nur der willkommene Aufhänger für übereifrige Lokalpolitiker war, die beiden unliebsamen Geistlichen loszuwerden. In einem erst seit jüngster Zeit zugänglichen [[NKWD]]-Geheimdienstprotokoll, wurden Vernehmungsaussagen von Hitlers persönlichem Adjutanten [[Otto Günsche]] und seinem Kammerdiener [[Heinz Linge]] festgehalten. Darin befindet sich – als geschichtliche Randbemerkung – eine Passage über ein Treffen [[Hitler]]s mit Göring, im Juni 1940. Dort heißt es u. a.:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.st-arnulf.de/Material/PfarrerSchulz/text.shtml |titel=Pfarrgemeinde St. Arnulf Nickenich - Weil sie Göring nicht grüßten |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201117215712/http://www.st-arnulf.de/Material/PfarrerSchulz/text.shtml |archiv-datum=2020-11-17 |abruf=2022-05-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Auch Göring war in Hochstimmung. Beim Warten auf den Wagen vor dem Unterstand schilderte er Hitler sein jüngstes ‚Abenteuer‘. Einige Tage zuvor war er in einem Lokal am Rhein gewesen. Alle Gäste seien aufgestanden, nur zwei katholische Priester nicht. ‚Denen habe ich es aber gezeigt. Ich habe sie ins KZ geschickt,‘ sagte Göring lachend, ‚und habe befohlen, dort eine Stange mit einer alten Mütze von mir aufzustellen. Jetzt müssen sie jeden Tag daran vorbeimarschieren und den nationalsozialistischen Gruß üben.‘| Aus dem NKWD Protokoll, zitiert nach der als Quelle angegebenen Webseite der Pfarrei Nickenich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ort des dramatischen Geschehens, dem Gasthaus &amp;#039;&amp;#039;Waldfrieden&amp;#039;&amp;#039;, brachte man im Sommer 2010 eine Gedenktafel an, welche die Bischöfe [[Felix Genn]] sowie [[Stephan Ackermann]] enthüllten. Bischof Genn stammt aus [[Wassenach]], dem letzten Dienstort von Josef Zilliken, Bischof Ackermann ist in Nickenich aufgewachsen, der letzten Pfarrstelle von Johannes Schulz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://cms.bistum-trier.de/bistum-trier/Integrale?SID=DFC59ED869EC6438C994C4390B5349F7&amp;amp;MODULE=Frontend&amp;amp;ACTION=ViewPageView&amp;amp;PageView.PK=7&amp;amp;Document.PK=77096 |wayback=20160304203733 |text=Webseite des Bistums Trier zur Gedenktafel am Gasthaus &amp;#039;&amp;#039;Waldfrieden&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2025-08-26 19:55:52 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maurus Münch: &amp;#039;&amp;#039;Unter 2579 Priestern in Dachau – Zum Gedenken an den 25. Jahrestag der Befreiung in der Osterzeit 1945.&amp;#039;&amp;#039; Trier 1972.&lt;br /&gt;
* [[Martin Persch]]: &amp;#039;&amp;#039; „Meine Zeit hier ist reich…“. Die Trierer Märtyrerpriester im Konzentrationslager Dachau 1940–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kurtrierisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 37 (1997), S. 157–182.&lt;br /&gt;
* [[Martin Persch]], Art.: &amp;#039;&amp;#039;Josef Zilliken.&amp;#039;&amp;#039; in: [[Helmut Moll]] (Hrsg. im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz), &amp;#039;&amp;#039;Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;, Paderborn u. a. 1999, 8. erweiterte und aktualisierte Auflage 2024, S. 687–690.&lt;br /&gt;
* Albrecht Zutter, Richard Elsigk: &amp;#039;&amp;#039;Weil er Göring nicht grüßte – Das Schicksal des saarländischen Pfarrers Johannes Schulz.&amp;#039;&amp;#039; Wassermann Verlag, St. Ingbert, 1995, ISBN 3-928030-22-1.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.st-arnulf.de/Material/PfarrerSchulz/buch.shtml Webseite zum Buch]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Ute Bales | Titel=Eine Respektlosigkeit | Sammelwerk=Der Prümer Landbote, Zeitschrift des Geschichtsvereins Prümer Land | Band=124| Nummer=1 | Jahr=2015 | Seiten= }}&lt;br /&gt;
* {{BBKL||autor=[[Sandra Ost]]|artikel=Zilliken, Josef Kaspar|band=24|spalten=1586-1589}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/Z/Seiten/JosefKasparZilliken.aspx Webseite des Portals &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, zu Pfarrer Josef Zilliken]&lt;br /&gt;
* [http://www.ps-trier.de/unser_haus/geschichte/josef_zilliken.aspx Gedenkseite des Priesterseminars Trier zu Josef Zilliken]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1051215536|VIAF=308715901}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Zilliken, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wassenach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Trier ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Zilliken, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Zilliken, Josef Kaspar (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher, katholischer Priester, NS-Opfer und KZ-Häftling&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. September 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mayen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Oktober 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tobor</name></author>
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