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	<title>Josef Wintrich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Wintrich&amp;diff=385674&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nilsph: /* Das KPD-Verbot */ Abkürzung zu BVerfG korrigiert</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Das KPD-Verbot: &lt;/span&gt; Abkürzung zu BVerfG korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv B 145 Bild-F050216-0037, Josef Wintrich.jpg|mini|Josef Wintrich 1951]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Marquard Wintrich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Februar]] [[1891]] in [[München]]; † [[19. Oktober]] [[1958]] in [[Ebersberg]]) war vom 23. März 1954 bis zu seinem Tod Präsident des [[Bundesverfassungsgericht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf (1910 bis 1933) ===&lt;br /&gt;
Josef Wintrich wurde 1891 in München als Sohn eines Postassistenten geboren. Nach dem Besuch des [[Staatliches Luitpold-Gymnasium München|Luitpold-Gymnasiums]] studierte er von 1910 bis 1915 [[Rechtswissenschaft]]en an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]. Außerdem hörte er Vorlesungen zu Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft. 1915 bestand er das Referendarexamen. Wintrich, der wegen des Verlustes einer Hand nicht am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teilnehmen konnte, wurde 1918 [[Assessor]] und arbeitete in den folgenden Jahren in einer Anwaltskanzlei. 1922 wurde Wintrich von der juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Josef M. Wintrich]] |Titel=Untersuchungen zum Problem des Amts- und Dienstverhältnisses unter besonderer Berücksichtigung des Dienstbefehls |Ort=München |Datum=1922 |Online=https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0013/bsb00138028/images/index.html |Abruf=2023-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wintrich war Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[KDStV Aenania München]] und Gründungsmitglied der KDStV Trifels München, beide im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]. Im Juli 1921 begann Josef Wintrich seine Laufbahn im Staatsdienst als Assessor am [[Landgericht München]] und kam von dort 1923 als 3. [[Staatsanwalt]] an das [[Landgericht München II]]. Ab Mitte der 1920er Jahre lehrte er nebenberuflich an der Bayerischen Verwaltungsakademie [[Verwaltungsrecht|Verwaltungs-]] und [[Staatsrecht (Deutschland)|Staatsrecht]] und später als Dozent an der Universität München. 1926 wurde Wintrich Amtsrichter und 1930 1. Staatsanwalt am Landgericht München II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beruf in der NS-Zeit und Karriere ab 1945 ===&lt;br /&gt;
Ab dem 1. November 1933 wurde Wintrich als Oberamtsrichter an das [[Amtsgericht Ebersberg]] versetzt, nachdem er sich als Staatsanwalt angeblich zu sehr für die sprunghaft angestiegenen Todeszahlen im [[Konzentrationslager Dachau]] interessiert hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Volkmar von Zühlsdorff]] |Titel=Der höchste Richter |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Ort=Hamburg |Datum=1954-03-25 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/1954/12/der-hoechste-richter |Abruf=2016-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alfons Goppel]] |Titel=Nachruf – Zum Gedenken an Josef Wintrich |Sammelwerk=[[Juristenzeitung]] |Band=14 |Nummer=5/6 |Verlag=J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) |Datum=1959-03-13 |ISSN=0022-6882 |Seiten=186–188}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine aktuelle historische Recherche erbrachte bislang keinen Nachweis für eine solche kritische Einstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Barbara Mooser]] |Titel=Karriere ohne Knick |Sammelwerk=[[Süddeutsche Zeitung]] |Ort=München |Datum=2023-07-29 |Online=https://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/josef-wintrich-verfassungsrichter-ebersberg-forschungsprojekt-eva-balz-historikerin-1.6074187 |Abruf=2023-11-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die detaillierte Aufarbeitung der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft beim Landgericht München II zu mehreren Tötungen im KZ Dachau&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Gruchmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Justiz im Dritten Reich 1933–1940. Anpassung und Unterwerfung in der Ära Gürtner&amp;#039;&amp;#039; (= Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte, herausgegeben vom Institut für Zeitgeschichte, Band 28). Oldenbourg, München, 3., verbesserte Aufl. 2002, ISBN 978-3-486-78299-8 ([https://www.degruyter.com/document/doi/10.1524/9783486595475/html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; und deren Niederschlagung (erst) im Jahr 1934 begründet vielmehr nicht nur aus zeitlichen Gründen Zweifel an den Darstellungen Wintrichs. Zwar war Wintrich zeitgleich als Erster Staatsanwalt beim Landgericht München II tätig, die Ermittlungen wurden aber federführend von seinen Kollegen, dem Ersten Staatsanwalt [[Josef Hartinger]] und von Oberstaatsanwalt [[Karl Wintersberger]], durchgeführt; diese beiden waren aber dort noch bis 1934 im Amt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Juni 1933 trat Wintrich aus der [[Bayerische Volkspartei|Bayerischen Volkspartei]], der er seit 1926 angehört hatte und die sich am 4. Juli 1933 selbst auflöste, aus. Im August 1933 trat er in den [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Archivquelle |sammlung=Bundesarchiv R 4901/13280 |bestand=Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung |titel=Wintrich, Josef Marquard |link=https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/665085c1-1b58-45ec-94b8-1bfa4459a189/}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein 1935 erschienener Kommentar zum [[Reichserbhofgesetz|Erbhofrecht]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Joseph M. Wintrich]], Vorsitzender des Anerbengerichts Ebersberg |Titel=Verfahrensrecht in Erbhofsachen |Ort=München |Datum=1935 |Online=https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0013/bsb00139529/images/index.html |Abruf=2023-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; lässt seine Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich entzog das [[NS-Regime]] 1936 Wintrich die [[Lehrberechtigung|Lehrbefugnis]]. Ausweislich der Vorlesungsverzeichnisse der Ludwig-Maximilians-Universität war Wintrich jedoch vom Sommersemester 1923 bis zum Wintersemester 1944/45 ohne Unterbrechung mit „Vorlesungen, Übungen und Lehrkursen“ betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://epub.ub.uni-muenchen.de/view/type/calendar.html |titel=Personen- und Vorlesungsverzeichnisse der LMU München |abruf=2023-11-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-Besatzungsbehörde in Bayern ([[Office of Military Government for Germany (U.S.)|USGCC, ab dem 29. September 1945 OMGUS]]) ernannte den damaligen Oberamtsrichter Wintrich am [[VE-Day|8. Mai 1945]] zum Landrat des [[Landkreis Ebersberg|Landkreises Ebersberg]]. Bereits nach zwei Monaten wurde Wintrich wegen Vorwürfen zu seiner Tätigkeit während der NS-Zeit&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Karl Dickopf]] |Titel=Die politische Entwicklung im Landkreis Ebersberg von Mai bis Dezember 1945 |Sammelwerk=Der Landkreis Ebersberg. Geschichte und Gegenwart, Teil 4: Ein Landkreis kämpft um seine Identität. Der Landkreis Ebersberg während der Besatzungszeit 1945–1949. Zwischen Zusammenbruch und Neubeginn |Ort=Ebersberg |Datum=1995 |Online=https://www.kirchseeon-intern.de/Karl-Dickopf-Der-Landkreis-Ebersberg-Geschichte-und-Gegenwart-Bd-4-Ein-Landkreis-kaempft-um-seine-Identitaet--Der-Landkreis-Ebersberg-waehrend-der-Besatzungszeit-1945-1949-Zwischen-Zusammenbruch-und-Neubeginn.pdf |Abruf=2023-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wieder abgesetzt und durch [[Eugen Carl Mayer]] ersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Silvia Wimmer]] |Titel=4.2 Maßnahmen über Maßnahmen – Das US-Militär regelt das öffentliche Leben |Sammelwerk=Die letzten und die ersten Tage – Amerikaner und Bayern begegnen sich – Fremdsicht und Eigenwahrnehmung am Ende des Zweiten Weltkriegs im Landkreis Ebersberg – Ein Geschichtsbuch von Schülern für Schüler |Ort=Robert-Bosch-Stiftung |Datum=2008 |Online=https://www.erzbistum-muenchen.de/cms-media/media-17669820.pdf |Abruf=2023-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wintrich trat der [[CSU]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1947 wurde Wintrich [[Oberlandesgericht]]srat am [[Oberlandesgericht München]]; 1949 übernahm er den Vorsitz eines Senates. Als [[Richter]] am [[Bayerischer Verfassungsgerichtshof|Bayerischen Verfassungsgerichtshof]] arbeitete er ab 1947 an der Satzung dieses höchsten bayerischen Gerichts mit und wurde 1953 dessen Vizepräsident. Im selben Jahr wurde er zum Präsidenten des Oberlandesgerichts München ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Am Bundesverfassungsgericht (1953 bis 1958) ===&lt;br /&gt;
Im November 1953 wurde Wintrich Richter des [[Bundesverfassungsgericht]]s (BVerfG) in [[Karlsruhe]]. Wintrich übernahm wesentliche Elemente seines verfassungsrechtlichen Menschenbildes aus der katholischen [[Soziallehre]]. Nach dem Tod des BVerfG-Präsidenten [[Hermann Höpker-Aschoff]] wurde er selbst am 23.&amp;amp;nbsp;März 1954 zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ernannt. 1955 und 1956 wurde er wiedergewählt und hätte damit bis 1963 amtieren können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1956 erhielt Wintrich eine Honorarprofessur für Verfassungsgerichtsbarkeit an der Universität München. Ende Januar 1958 wurde er Leiter der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie München, an deren Wiederaufbau er Ende der 1940er Jahre mitgewirkt hatte. Am 19.&amp;amp;nbsp;Oktober 1958 starb er überraschend an einem [[Herzinfarkt]]. Er wurde auf dem Friedhof in [[Ebersberg]] beigesetzt. Zum Nachfolger wurde am 13.&amp;amp;nbsp;November 1958 der [[Baden-Württemberg|baden-württembergische]] [[Ministerpräsident]] [[Gebhard Müller]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Aus [[Konservatismus|konservativer]] Sicht wurde oft betont, Wintrich sei 1933 von den Nazis in seine Heimatstadt „abgeschoben“ worden, weil er sich für die zahlreichen Todesfälle im [[KZ Dachau]] interessiert habe. Im Entzug seiner universitären Lehrbefugnis wurde ein Beweis einer NS-fernen Gesinnung gesehen.&lt;br /&gt;
Linke Kritiker warfen Wintrich hingegen in den 1950er Jahren vor, er sei ein vom [[NS-Regime]] geschätzter und dekorierter [[Jurist]] gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das KPD-Verbot ===&lt;br /&gt;
Als herausragendste Entscheidung seiner Amtszeit gilt das – bis heute staats- und [[verfassungsrecht]]lich umstrittene – [[KPD-Verbot]] vom 17. August 1956 (Aktenzeichen 1 BvB 2/51). 1955 hatte Wintrich zur Vorbereitung des Urteils an der [[Universität Salzburg]] bei dem [[Jesuit]]en und Philosophiedozenten [[Gustav A. Wetter|Gustav Wetter]] ein Kolleg über &amp;#039;&amp;#039;Die Weltmacht des [[Dialektischer Materialismus|dialektischen Materialismus]]&amp;#039;&amp;#039; gehört, „um sein Wissen von den geistigen Grundlagen der KPD zu vertiefen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IBA&amp;quot;&amp;gt;[[Internationales Biographisches Archiv]] 51/1958 vom 8. Dezember 1958 ([[Munzinger-Archiv]])&amp;lt;/ref&amp;gt; In den [[1950er]] Jahren wurde [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Konrad Adenauer]] vorgeworfen, durch das von ihm 1951 und 1952 betriebene Verbot der nationalsozialistischen [[Sozialistische Reichspartei|SRP]] ein Argument für das eigentlich beabsichtigte KPD-Verbot vorzuschieben. Adenauer wurde außerdem vorgehalten, massiven Druck auf das [[Bundesverfassungsgericht]] auszuüben. Die Ernennung des [[Konservatismus|rechtskonservativen]] Juristen Wintrich als Nachfolger des [[Liberalismus|liberalen]] [[Hermann Höpker-Aschoff|Höpker-Aschoff]], der einem [[KPD]]-Verbot kritisch gegenübergestanden hatte, wurde von der zeitgenössischen [[Linksliberalismus|linksliberalen]] [[Presse (Medien)|Presse]] als politischer Trick der [[Kabinett Adenauer II|zweiten Regierung Adenauer]] aufgefasst. Bei diesem „druckvollen Trick“ ließ sich Adenauer jedoch Zeit. „Als im November 1954 das Verbotsverfahren gegen die KPD im dritten Jahr vor sich hindümpelte“, besuchte BVerfG-Präsident Wintrich Konrad Adenauer. Dabei erfuhr er, dass die Bundesregierung an ihrem Antrag festhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;CLHM&amp;quot;&amp;gt;[[Claus Leggewie]], Horst Meier: &amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/Ausser-Spesen-nichts-gewesen/!1126098/ Außer Spesen nichts gewesen]&amp;#039;&amp;#039;, [[Die tageszeitung|taz]] vom 12. Februar 2002, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Verkündung des Urteils durch BVerfG-Präsidenten Josef Wintrich: {{ARDAudiothek |Item=13495345 |Titel=&amp;quot;Verfassungswidrig&amp;quot; - KPD-Verbot in Deutschland |Datum=1956-08-17 |Sendung=rbb Retro |Sender=rbb |Abruf=2025-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== § 175 ===&lt;br /&gt;
Wintrich war 1957 der Vorsitzende des [[Erster Senat|Ersten Senats des BVerfG]]. Dieser wies am 10. Mai 1957 die [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerden]] gegen die [[§ 175|§§ 175]] und 175a in der 1935 von den Nationalsozialisten verschärften Fassung zurück und erklärte u.&amp;amp;nbsp;a.,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006389.html Urteil des Ersten Senats vom 10. Mai 1957 – 1 BvR 550/52], abgerufen am 15. November 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=1. Die Strafvorschriften gegen die männliche Homosexualität (§§ 175 f. StGB) verstoßen nicht gegen den speziellen Gleichheitssatz der Abs. 2 und 3 des Art. 3 GG, weil der biologische Geschlechtsunterschied den Sachverhalt hier so entscheidend prägt, daß etwa vergleichbare Elemente daneben vollkommen zurücktreten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2. Die §§ 175 f. StGB verstoßen auch nicht gegen das Grundrecht auf die [[freie Entfaltung der Persönlichkeit]] ([[Artikel 2 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Art. 2 Abs. 1 GG]]), da homosexuelle Betätigung gegen das [[Sittengesetz]] verstößt und nicht eindeutig festgestellt werden kann, daß jedes [[Öffentliches Interesse|öffentliche Interesse]] an ihrer Bestrafung fehlt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Am 18. Juli 1981 wurde die seit 1965 bestehende [[Realschule]] in der [[Oberbayern|oberbayrischen]] [[Kreisstadt]] Ebersberg in Dr.-Wintrich-Schule umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ebersberg.de/kultur-geschichte/buerger-der-stadt.html &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende Bürger der Stadt&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Kultur &amp;amp; Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Stadt Ebersberg. Auf Ebersberg.de, abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;September 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Ebersberg ist die Dr.-Wintrich-Straße im Stadtzentrum und in München-[[Moosach (München)|Moosach]] der [[Wintrichring]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
Vor 1945:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die programmatischen Richtlinien des katholischen deutschen Studententums&amp;#039;&amp;#039;, Academia, Monatsschrift des C. V. der katholischen deutschen Studentenverbindungen, 25(3), S. 104–105 (1912) ([https://www.google.de/books/edition/Academia_Zeitschrift_des_Cartellverbande/UxVAy3aImqQC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Die+programmatischen+Richtlinien+des+katholischen+deutschen+Studententums&amp;amp;pg=PA104 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die katholischen Studentenkorporationen und die Frau&amp;#039;&amp;#039;, Allgemeine Rundschau Nr. 29, S. 520–521 (1914).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die kath. Studentenkorporationen und die Frau&amp;#039;&amp;#039;, Abdruck des Beitrags aus der „Allgemeinen Rundschau“ Nr. 29 im Grazer Volksblatt Nr. 436 vom 27. Juni 1915, S. 13 ([https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=gre&amp;amp;datum=19150627&amp;amp;seite=13 online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum Problem des Amts- und Dienstverhältnisses unter besonderer Berücksichtigung des Dienstbefehls&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation (1922) ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0013/bsb00138028/images/index.html online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsgültigkeit der Personalabbauverordnung vom 27. Oktober 1923&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Rechtspflege in Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 19 (1923), S. 241–243.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsgültigkeit der bayerischen Personalabbauverordnung vom 31. Dez. 1923, mit Anhang Die Rechtslage der verheirateten unwiderruflichen weiblichen Beamten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Rechtspflege in Bayern&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 20 (1924), S. 19–23.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Beamtenabbau in Bayern mit Anhang Die Rechtslage der verheirateten unwiderruflichen weiblichen Beamten&amp;#039;&amp;#039;, Bayer. Beamtenzeitung 6(4) S. 13–15 (1924), 6(12) S. 45–46 (1924), 6(13–14) S. 54–55 (1924), 6(15–16) S. 57–58 (1924).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reformen des Beamtenrechts, Vortrag gehalten bei der post- und telegraphenwissenschaftlichen Woche in München, Mai 1925&amp;#039;&amp;#039;, Bayer. Gemeindebeamten-Zeitung, Teil 1: 19(22), S. 3–5 (1925); Teil 2: 19(23), S. 5–6 (1925); Teil 3: 19(25), S. 3–4 (1925).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Präventivpolizei – Eine Buchbesprechung&amp;#039;&amp;#039;, BayVBl. 76(10), S. 177–182 (1928).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstverwaltung und Staatsaufsicht – Eine rechtsvergleichende Studie&amp;#039;&amp;#039;, Bayer. Gemeindebeamten-Zeitung, Teil 1: 23(21), S. 5 (1929); Teil 2: 23(22), S. 2–5 (1929).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichsfinanzhof und Art. 129 der Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;, Bayer. Gemeindebeamten-Zeitung 25(19) S. 2–3 (1931).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Reichsfinanzhof und Art. 129 der Reichsverfassung&amp;#039;&amp;#039;, Der Beamtenbund, Beilage Nr. 35 v. 12.05.1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verfahrensrecht in Erbhofsachen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag für Verwaltungspraxis Franz Rehm, München, 194 Seiten, (1935), mit Nachtrag 1937, Rezension in der Juristischen Wochenschrift 64(46), S. 3215-15 (1935) ([https://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0013/bsb00139529/images/index.html online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen zu LErbhGer. Celle, Beschl. v. 3. Okt. 1935; 2 We 2311/35,&amp;#039;&amp;#039; Jurist. Wochenschr. 65(9), S. 596–598 (1936)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;VII. Das Verfahren in Erbhofsachen&amp;#039;&amp;#039;, in: Mühlbauer, K., Wintrich, J. und Rummel, R., Bauer und Erbhof, Verlag für Verwaltungspraxis Franz Rehm, München, S. 329–399 (1937).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schutz der Grundrechte durch Verfassungsbeschwerde und Popularklage. Vortrag gehalten am 16. Januar 1950 vor der Gesellschaft für bürgerliche Freiheiten Sitz München.&amp;#039;&amp;#039; Habbel, Regensburg 1950 (= Die Diskussion, Heft 9).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Problematik der Grundrechte&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Köln 1957 (= Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe 1: Geisteswissenschaften, Bd. 71).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abschied vom Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Josef Marquard Wintrich gest. 10.10.1958 und vom Richter des Bundesverfassungsgerichts [[Franz Wessel (Richter)|Franz Wessel]] gest. 10.9.1958&amp;#039;&amp;#039;. Bundesverfassungsgericht, Karlsruhe 1958 (maschinenschriftlich vervielfältigt).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ansprachen zur Amtseinführung des Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Dr. Josef Wintrich am 9. Juni 1954.&amp;#039;&amp;#039; C.F. Müller, Karlsruhe 1954.&lt;br /&gt;
* [[Josef Habbel]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Wintrich und der Geist des „Zwiebelturm“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Zwiebelturm.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Heft 5, 1959, S. 107.&lt;br /&gt;
* Teta Fraja: &amp;#039;&amp;#039;Josef Marquart Wintrich als Zeichner seiner Heimat.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Zwiebelturm.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Heft 5, 1959, S. 103–106.&lt;br /&gt;
* [[Willi Geiger (Richter)|Willi Geiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Unser Porträt – Dr. Josef Wintrich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erziehung und Beruf.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Heft 11, 1960, S. 419–420. {{ISSN|0174-8947}}.&lt;br /&gt;
* [[Alfons Goppel]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedenken an Josef Wintrich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Juristenzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, 1959, 5/6, S. 186–188. {{ISSN|0022-6882}}.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Heuss]]: &amp;#039;&amp;#039;Abschied von Dr. Wintrich: Gedenkrede des Bundespräsidenten bei der Gedenkfeier für den verstorbenen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Dr. Josef Wintrich am 6. Nov. 1958 im Bundeshaus in Bonn.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Deutsche Richterzeitung]], Band 36, Nr. 12, 1958, S. 329.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Katz]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Recht und die politische Gewalt: Gedenkrede bei der Trauerfeier für den verstorbenen Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts Dr. Josef Wintrich und den verstorbenen Bundesverfassungsrichter Franz Wessel am 24.10.1958.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, Heft 22, 1958, S. 693–694.&lt;br /&gt;
* [[Hugo Lang]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Prof. Dr. Josef Marquart Wintrich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Zwiebelturm.&amp;#039;&amp;#039; Band 14, Heft 5, 1959, S. 102–103.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Maunz]]: &amp;#039;&amp;#039;Ringen um ein wertgebundenes Recht: der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Dr. Josef Marquard Wintrich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Jahrbuch des öffentlichen Rechts der Gegenwart]], Band 33 (1984), S. 167–174.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Präsident Dr. Josef Wintrich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Politische Studien&amp;#039;&amp;#039;. Isar-Verlag, München, Jg. 9 (1958), Nr. 103, S. 764–765.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachrufe für Josef Wintrich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Korrespondenzblatt des AH-Verbandes und der Aktivitas der KDStV Aenania.&amp;#039;&amp;#039; München 19, 1959, S. 29–40.&lt;br /&gt;
* [[Peter Claus Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Wintrich – ein bayerischer Spitzenjurist und Bundesverfassungsgerichtspräsident (1954–1958) und seine Schwierigkeiten im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte]], Band 83 (2020), Heft 1, S. 121–141.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|102107297}}&lt;br /&gt;
* [https://rsebe.de/?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=16&amp;amp;Itemid=101 Homepage der Realschule Ebersberg (Dr.-Wintrich-Schule)]&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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{{SORTIERUNG:Wintrich, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präsident des Oberlandesgerichts München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Oberlandesgericht München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ebersberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wintrich, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Wintrich, Josef Marquard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Richter und Präsident des Bundesverfassungsgerichts&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Februar 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Ebersberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Oktober 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ebersberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nilsph</name></author>
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