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	<title>Josef Windeck - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T02:59:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Windeck&amp;diff=1550836&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;0000ff: /* Prozess und Verurteilung */ +wl</title>
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		<updated>2026-02-17T13:08:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prozess und Verurteilung: &lt;/span&gt; +wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Joachim „Jupp“ Windeck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Oktober]] [[1903]] in [[Rheydt]]; † [[21. Juli]] [[1977]] in [[Mönchengladbach]]) war ein deutscher Bauarbeiter, der aufgrund seiner Tätigkeit als [[Funktionshäftling]] wegen [[Mord]]es im dritten Frankfurter [[Auschwitz-Prozess]] zu [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslanger Freiheitsstrafe]] zuzüglich 15 Jahren Haft verurteilt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Windeck war der Sohn eines Maurers und hatte 17 Geschwister. Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee437f&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 437&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Besuch der Schule in Mönchengladbach wurde er wie sein Vater ebenfalls Bauarbeiter. Im Jahr 1936 wurde er beschuldigt, seine Kollegen auf einer Baustelle zum Streik aufgefordert zu haben, und daraufhin verhaftet. Als politischer Häftling kam er ins [[KZ Esterwegen]], von wo aus er anschließend von der [[Schutzstaffel|SS]] in das [[KZ Sachsenhausen]] verlegt wurde. Im Sommer 1937 wurde er aus diesem entlassen, jedoch im folgenden Oktober wegen Diebstahls zu zweieinhalb Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt. Seine 23 Vorstrafen wegen Eigentumsdelikten und sein Widerstand während der Festnahme wirkten sich strafverschärfend aus. Nach Ablauf dieser Strafe wurde er im März 1940 ins Polizeigefängnis Düsseldorf verlegt, von wo aus er erneut nach Sachsenhausen und schließlich am 29. August 1940 als „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|asozialer]] Häftling“ mit [[Kennzeichnung der Häftlinge in den Konzentrationslagern|schwarzem Winkel]] mit weiteren 99 Häftlingen ins [[Konzentrationslager Auschwitz]] verlegt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner117&amp;quot;&amp;gt; Bernd C. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;IG Auschwitz. Zwangsarbeit und Vernichtung von Häftlingen des Lagers Monowitz 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionshäftling in Auschwitz ==&lt;br /&gt;
Im KZ Auschwitz erhielt Josef Windeck die Häftlingsnr. 3.221. Er wurde im [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Stammlager des KZ Auschwitz]] erstmals als [[Kapo (KZ)|Kapo]] eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee437f&amp;quot; /&amp;gt; Von April 1941 bis Frühjahr 1942 war er fast durchgehend als Kapo von Arbeitskommandos beim Bau des Buna-Werks der [[I.G. Farben]] eingesetzt. Danach war Windeck wieder Kapo im Stammlager. Mit 600 Häftlingen wurde er am 28. Oktober 1942 ins [[KZ Auschwitz III Monowitz]] verlegt. Dort wurde er zum ersten [[Funktionshäftling|Lagerältesten]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner117&amp;quot;/&amp;gt; Am 4. Dezember 1942 erschlug Windeck den Häftling [[Fritz Löhner-Beda]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Schwarberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Dein ist mein ganzes Herz. Die Geschichte von Fritz Löhner-Beda, der die schönsten Lieder der Welt schrieb, und warum Hitler ihn ermorden ließ&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2000, Seite 167 und 169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Windeck, der mit Reitstiefeln, [[Reithose]] und dunkler Jacke bekleidet war, benutzte für die Misshandlungen von Häftlingen eine Hundepeitsche. Er bereicherte sich am Eigentum neu eingewiesener Häftlinge, wovon auch der ihn protegierende Rapportführer [[Josef Remmele]] profitierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner117f&amp;quot;&amp;gt;Bernd C. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;IG Auschwitz. Zwangsarbeit und Vernichtung von Häftlingen des Lagers Monowitz 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 117&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Windeck tauchte unter anderem im April 1943 „zwei jüdische Häftlinge mit je einer Hand am Genick“ in eine mit Wasser gefüllte Heringstonne, worauf er einen ertränkte und den zweiten tottrat.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernd C. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;IG Auschwitz. Zwangsarbeit und Vernichtung von Häftlingen des Lagers Monowitz 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Windeck fiel durch seine äußerst brutale Behandlung der ihm untergebenen Häftlinge auf. Politische Häftlinge schafften es, ihn 1943 der Korruption zu überführen: Nach der Versetzung Remmeles wurde an die [[Politische Abteilung (KZ)|Politische Abteilung]] weitergegeben, dass Windeck seiner Ehefrau ein Kollier zukommen lassen wolle. Daraufhin wurde Windeck für zwei Wochen in das Lagergefängnis ([[Block 11 (KZ Auschwitz)|Block 11]]) gesperrt und danach der [[Strafkompanie (KZ Auschwitz)|Strafkompanie]] im [[KZ Auschwitz-Birkenau]] zugewiesen. Nach wenigen Wochen erreichte er wieder die Position eines Kapos im Männerlager des KZ Auschwitz-Birkenau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wagner117f&amp;quot;/&amp;gt; Vom Spätsommer 1944 bis Ende Dezember 1944 war er im [[Zwangsarbeitslager Ohrdruf]] inhaftiert. Bei der Rückverlegung von Ohrdruf nach Auschwitz gelang ihm die Flucht. Windeck wurde 1945 wieder verhaftet und als Soldat der [[Wehrmacht]] einer Infanterieeinheit zugewiesen, in der er bis Kriegsende blieb. Er geriet nach Kriegsende in sowjetische [[Kriegsgefangenschaft]] und wurde dort 1949 zu 25 Jahren [[Arbeitslager]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozess und Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Windeck kam im Oktober 1955 nach Deutschland zurück, wo er bis zu seiner Verhaftung 1963 unbehelligt lebte. Nach einem Jahr [[Untersuchungshaft]] erhielt er aus Rücksicht auf seine schlechte Gesundheit vorerst Haftverschonung. Im August 1966 erhob die [[Staatsanwaltschaft]] Frankfurt am Main gegen Windeck Anklage wegen Mordes an Mithäftlingen in 117 Fällen. Im Juni 1968 wurde er vom [[Landgericht Frankfurt am Main]] im 3. Frankfurter [[Auschwitz-Prozess]] „wegen Mordes in 2 Fällen zu lebenslangem Zuchthaus sowie wegen versuchten Mordes in 3 Fällen unter Anrechnung der Untersuchungshaft und der Zwangsarbeit in Russland zu einer Gesamtstrafe von 15 Jahren Zuchthaus verurteilt“. Der erwähnte Schriftsteller und Schlagertexter Löhner-Beda fiel nicht unter diese fünf ausgewählten Fälle.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Schwarberg: &amp;#039;&amp;#039;Dein ist mein ganzes Herz. Die Geschichte von Fritz Löhner-Beda, der die schönsten Lieder der Welt schrieb, und warum Hitler ihn ermorden ließ&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2000, S. 200–210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der im selben Verfahren mitangeklagte [[Bernhard Bonitz]], des Mordes in 82 Fällen beschuldigt, wurde wegen eines nachgewiesenen Mordes an einem Mithäftling zu lebenslanger Haft verurteilt. Beiden wurden zudem die [[Bürgerliche Ehrenrechte|bürgerlichen Ehrenrechte]] aberkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20131220184252/http://www.fr-online.de/zeitgeschichte/lebenslang-fuer-ns-moerder,1477344,2827766.html Zeitgeschichte: Lebenslang für NS-Mörder]. In: [[Frankfurter Rundschau]] vom 14. Juni 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www1.jur.uva.nl/junsv/brd/Angeklagtenfr.htm |wayback=20081022103418 |text=Archivierte Kopie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auschwitzüberlebende und Funktionshäftling [[Ludwig Wörl]] sagte zu Windeck folgendes aus: „Ich habe selbst beobachtet, daß er im Sommer oder Herbst 1942 im Häftlingskrankenbau schwerkranke Häftlinge, die dem Lagerarzt vorgeführt werden sollten, mit einem [[Ochsenziemer]] zusammengeschlagen hat. Einige seiner Opfer starben noch an Ort und Stelle“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2013, S. 437.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr Haft wurde Windeck im Juni 1969 aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen. Er starb im Juli 1977 in Mönchengladbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz. Täter, Gehilfen und Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, S. Fischer, Frankfurt/M. 2013, ISBN 978-3-10-039333-3.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Langbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt/M., Berlin, Wien 1980, ISBN 3-548-33014-2.&lt;br /&gt;
* Bernd C. Wagner: &amp;#039;&amp;#039;IG Auschwitz. Zwangsarbeit und Vernichtung von Häftlingen des Lagers Monowitz 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; (Band 3 der Darstellungen und Quellen zur Geschichte von Auschwitz vom [[Institut für Zeitgeschichte]]). Saur, München 2000, ISBN 3-598-24032-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.wollheim-memorial.de/de/josef_windeck_19031977 Norbert Wollheim Memorial: Biografie mit Fotos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Windeck, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionshäftling im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Esterwegen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SMT-Verurteilter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1977]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Windeck, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Windeck, Josef Joachim (vollständiger Name); Windeck, Jupp (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Funktionshäftling in Konzentrationslager und verurteilter Mörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Oktober 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rheydt]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Juli 1977&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mönchengladbach]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;0000ff</name></author>
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