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	<title>Josef Wiesen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Wiesen&amp;diff=1832328&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Goesseln am 1. Mai 2025 um 16:58 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Stolperstein Schlossberg 10, Eisenach-Josef Wiesen-CTH.JPG|mini|[[Stolpersteine|Stolperstein]] für Josef Wiesen an seiner letzten Wohnadresse Am Schlossberg 10 in Eisenach]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ESA Villa Musculus Bild1.jpg|mini|[[Villa Musculus]], Schlossberg 10, Eisenach]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Wiesen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Februar]] [[1865]] in [[Srpski Itebej|Szerbittabé]], [[Kaisertum Österreich]]; † [[15. November]] [[1942]] im [[Ghetto Theresienstadt]]) war ein [[Judentum|jüdischer]] [[Lehrer]] und als [[Landesrabbiner]] des [[Sachsen-Weimar-Eisenach|Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach]] seinerzeit der höchste jüdische Würdenträger Thüringens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Josef Wiesen wurde im Februar 1865 als Sohn des Lehrers, Verlegers und Schriftstellers Israel Wiesen und dessen Frau Betty, geborene Pless, in Ittebe geboren. Er besuchte die höhere Knabenschule in Ittebe, danach das Realgymnasium in [[Osterode am Harz]] und ab Ostern 1882 das Israelitische [[Lehrerseminar]] in [[Kassel]], an dem er Abitur machte. Danach war er von 1885 bis 1887 als Lehrer und Prediger in der [[Kehillah|jüdischen Gemeinde]] in [[Moringen]] sowie als [[Chasan (Kantor)|Kantor]] und Gefängnisgeistlicher in [[Hannover]] tätig. 1887 begann er, [[Philosophie]], [[Hebräische Sprache|Hebräisch]] und [[Pädagogik]] in [[Berlin]] zu studieren. Nach Studienaufenthalten in [[Straßburg]] und [[Erlangen]] [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1892. Im selben Jahr erhielt Wiesen das [[Semicha|Rabbinerdiplom]] I.&amp;amp;nbsp;Grades und wurde Bezirksrabbiner in [[Böhmisch Leipa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1898 wurde er zunächst kommissarisch Landesrabbiner des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach, 1902 erfolgte seine offizielle Berufung. Er lebte zunächst in [[Stadtlengsfeld]] und ab 1911 in [[Eisenach]], was zunächst nur für die Dauer vom drei Jahren genehmigt wurde. Der Sitz des Landrabbinats blieb formal in Stadtlengsfeld. In Eisenach eröffnete er in seinem herrschaftlichen Haus, der [[Villa Musculus]], ein Erziehungsheim für schwachbefähigte, nervöse und schwer erziehbare Kinder. 1919/1920 wurde er durch die erfolgreiche Auseinandersetzung mit [[Artur Dinter]] um dessen [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitisches]] Buch „Die Sünde wider das Blut“ auch überregional bekannt. 1930 ging Josef Wiesen in den Ruhestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Novemberpogrome 1938]] wurde er verhaftet, aber wieder freigelassen. In den folgenden Jahren unterstützte er verfolgte Juden und beherbergte sie. Daneben führte er in seinem Haus Gottesdienste durch. Am 19. September 1942 wurde Wiesen in das Ghetto Theresienstadt [[Deportation von Juden aus Deutschland|deportiert]], wo er am 15. November desselben Jahres verstarb. Als Todesursache wurde Darmkatarrh und Arteriosklerose angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt; https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/36464-josef-wiesen/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Wiesen war zweimal verheiratet und hatte vier Kinder. Mit seiner ersten, 1905 in Stadtlengsfeld verstorbenen Frau Ida, geborene Berg, hatte Wiesen drei Kinder: Hertha (1894), Erich (1897–1972) sowie Gertrud (geb. 1898). Hertha wurde 1942 in Riga ermordet, Gertrud, verh. Klein, starb 1989 in Israel. Sohn Erich studierte Medizin und war als Arzt in Eisenach tätig. Er wurde 1943 mit seiner Familie ins [[KZ Auschwitz|Konzentrationslager Auschwitz]] verbracht,&amp;lt;ref&amp;gt;R. Brunner, Die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Menschen Eisenachs 1938 bis 1942, Eisenach 1998, S. 14&amp;lt;/ref&amp;gt; wo seine Frau und sein Sohn sofort ermordet wurden. Erich Wiesen musste als Häftlingsarzt für [[Josef Mengele]] im sogenannten „Zigeunerlager“ tätig werden. Vor der Befreiung des Lagers wurde er auf den [[Todesmarsch#KZ-Häftlinge (1944/45)|Todesmarsch]], zuletzt nach Mauthausen geschickt. Er überlebte und kehrt nach Eisenach zurück, wo er die Geschäfte der Israelitischen Kultusgemeinde übernahm und Restitutionsansprüche stellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Mertens, Lothar: Davidstern unter Hammer und Zirkel: die jüdischen Gemeinden in der SBZ/DDR und ihre Behandlung durch Partei und Staat 1945–1990 Georg Olms Verlag, Hildesheim 1997 S. 33&amp;lt;/ref&amp;gt; 1946 ging er in die USA, wo sein Halbbruder Rudolf lebte.&amp;lt;ref&amp;gt; https://collections.ushmm.org/search/catalog/irn1001473&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort ließ er sich als Allgemeinarzt nieder und erhielt 1951 die amerikanische Staatsbürgerschaft.&amp;lt;ref&amp;gt; 200 DPs to Celebrate l0 Year of Program:  America is still the &amp;#039;land of opportunity,&amp;quot; some 200 DPs will testify today when they celebrate the 10 anniversary of the arrival of the first DP ship at a U. S. port. And if America has been good to the immigrants, they have contributed much to their adopted country”. Dr. Erich Wiesen, 53, of 8 Seitz Drive, Bethpage, the doctor who resumed his practice in a new country. Daily News from New York, New York Sunday, May 20, 1956, S. 142&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Josef Wiesens zweiter Ehe mit Elsa, geborene Doernberg (geb. 1880, verst. 1941 in Eisenach),  stammte der Sohn Rudolf, der bereits 1937 amerikanischer Staatsbürger wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerungskultur ==&lt;br /&gt;
Zum Gedenken an Wiesen und seine Familie wurden an seinem herrschaftlichen Wohnhaus in Eisenach, Schlossberg 10, drei [[Liste der Stolpersteine in Eisenach|Stolpersteine]], für ihn, für Irma, die Frau seines Sohnes Erich und sein Enkel Peter in den Gehweg eingelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Herausgeber=Urania Kultur- und Bildungsverein Gotha e.V. | Titel=Eisenacher Persönlichkeiten | TitelErg=Ein biografisches Lexikon. | Verlag=RhinoVerlag | Ort=Weimar | Jahr=2004 | Seiten=144 | ISBN=3-932081-45-5}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Josef Wiesen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[E. G. Lowenthal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bewährung im Untergang. Ein Gedenkbuch&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart : Deutsche Verlags-Anstalt, 1965, S. 181–183&lt;br /&gt;
* Brunner, Reinhold: Die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der jüdischen Menschen Eisenachs 1938 bis 1942, Eisenach 1998&lt;br /&gt;
* Leimbach, Rolf: Spuren der israelitischen Gemeinde von Stadtlengsfeld. Lengsfelder Geschichten XIII. 2021, S. 56–60&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wiesen, Josef&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Michael Brocke]] und [[Julius Carlebach (Soziologe)|Julius Carlebach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Rabbiner, Teil 2: Die Rabbiner im Deutschen Reich, 1871 - 1945.&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Katrin Nele Jansen, Band 2, München 2009, S. 655&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1300935014|VIAF=206153409715141581116}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wiesen, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Thüringen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chasan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1865]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wiesen, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=jüdischer Lehrer und Landesrabbiner des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Februar 1865&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Novi Itebej|Itebe]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. November 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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