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	<title>Josef Wiedemann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Wiedemann&amp;diff=1178679&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Achim Jäger am 10. Juni 2025 um 19:34 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Architekten; zum gleichnamigen Komponisten siehe [[Josef Wiedemann (Komponist)]], zum Orgelbauer siehe [[Josef Wiedemann (Orgelbauer)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Wiedemann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Oktober]] [[1910]] in [[München]]; † [[18. April]] [[2001]] ebenda) war ein deutscher [[Architekt]]. Er war [[Lehrstuhl|Ordinarius]] an der [[TU München|Technischen Universität München]] und Mitglied der [[Bayerische Akademie der Schönen Künste|Bayerischen Akademie der Schönen Künste]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoerwarthstr. Maria vom Guten Rat Muenchen-1.jpg|mini|[[Maria vom Guten Rat (München)|Maria vom Guten Rat]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte Akademie 1950s Wiedemann 0550.jpg|mini|Alte Akademie]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Allianz Koeniginstr Aussenansicht.jpg|mini|Generaldirektion der Allianz-Versicherungs-AG, 1953–1955]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karolinenplatz Bausparkasse.jpg|mini|hochkant|Bayerische Landesbausparkasse am Karolinenplatz, 1955–1956]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Karolinenplatz 1 Muenchen-1.jpg|mini|Karolinenplatz 1]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kaufhof München Marienplatz.jpg|mini|Kaufhof am Münchener Marienplatz, 1969–1972]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Theodor Wiedemann wurde 1910 in eine bayerisch-schwäbische Bauern- und Handwerkerfamilie geboren. Nach dem Abitur 1930 studierte er auf Empfehlung von [[Theodor Fischer]] von 1931 bis 1935 Architektur an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]]. Zu seinen Hochschullehrern gehörten [[German Bestelmeyer]] und [[Hans Döllgast]], den er als seinen eigentlichen Lehrmeister sah. Auch [[Robert Vorhoelzer]] und der Münchner Bildhauer [[Joseph Wackerle]] prägten seinen Werdegang. Seit Herbst 1933 war Josef Wiedemann Mitglied der [[SS]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 trat Wiedemann als Entwurfsbearbeiter in das Büro des Herrschinger Architekten [[Roderich Fick]] ein. Er war zunächst verantwortlich für Bauprojekte auf dem [[Obersalzberg]] (v. a. Hotel Platterhof) und wechselte 1940 nach [[Linz]], wo Fick mittlerweile zum Reichsbaurat für die Stadt Linz ernannt worden war. Bis 1944 arbeitete Wiedemann an Entwürfen für das sog. Donauhotel. Nach einjährigem Kriegseinsatz geriet er 1945 in Kriegsgefangenschaft und konnte 1946 nach Bayern zurückkehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach erfolgter [[Entnazifizierung]] (als Mitläufer) gründete Wiedemann 1948 ein Architekturbüro in München. Zu Beginn der 1950er Jahre etablierte er sich mit schöpferischen Wiederaufbauten ebenso wie durch den Bau repräsentativer Geschäftsbauten und wenig später als Baumeister zahlreicher Kirchen- und Gemeindebauten. 1955 wurde er als Professor für Entwerfen, Denkmalpflege und Sakralbau an die Technische Hochschule München (später [[Technische Universität München]]) berufen, wo er bis 1976 lehrte. 1956 wurde er in die [[Bayerische Akademie der Schönen Künste]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Wiedemann war ein begabter und charismatischer Lehrer. Sein Unterricht ging inhaltlich weit über die eigentlichen Lehrgebiete hinaus. In den zwei Jahrzehnten seiner Lehrtätigkeit wurde Josef Wiedemann zum Vordenker einer ganzen Architektengeneration und prägte zusammen mit [[Johannes Ludwig (Architekt, 1904)|Johannes Ludwig]] und [[Franz Hart]] dabei maßgeblich die Münchner Architekturschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptschaffenszeit Wiedemanns zwischen 1950 und 1975 fällt zusammen mit der lang anhaltenden Hochkonjunkturphase in der Bundesrepublik Deutschland. Mit hohem fachlichen Können auf der einen Seite und einem guten Gespür für Trends, mit Wendigkeit und Verhandlungsgeschick auf der anderen, etablierte er sich mit drei der großen Bauaufgaben der Nachkriegszeit im bayerischen Raum. In den 1950er und 1960er Jahren gehörte ihm eines der größten und wohl auch renommiertesten Architekturbüros in München. In den 1960er Jahren nahm er auch Aufträge zum Bau von Warenhäusern an. Zu seinen bis heute umstrittensten Bauten gehört der [[Kaufhof]] am [[Marienplatz (München)|Marienplatz]] in München. Sein Spätwerk beim Umbau der Klosterökonomie in [[Dießen am Ammersee]] zeichnet sich daher durch seine besonnene, schlichte, handwerkliche Architektursprache und seinen einfühlsam-kreativen Umgang mit historischer Bausubstanz aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Nachlass befindet sich im [[Architekturmuseum der Technischen Universität München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1951–1952: Wiederaufbau des ehemaligen [[Odeon (München)|Odeons]] als [[Bayerisches Staatsministerium des Innern|Bayerisches Innenministerium]], München&lt;br /&gt;
* 1951–1954: [[Allianz SE|Allianz]]-Generaldirektion in der Königinstraße, München&lt;br /&gt;
* 1951–1955: Wiederaufbau der [[Alte Akademie|Alten Akademie]] an der [[Neuhauser Straße]], München&lt;br /&gt;
* 1952–1954: Wiederaufbau der [[Hofgarten (München)|Hofgartenarkaden]], München&lt;br /&gt;
* 1954–1957: Pfarrkirche und Kloster [[Maria vom Guten Rat (München)|Maria vom Guten Rat, München]]&lt;br /&gt;
* 1955–1956: Direktionsgebäude der [[Landesbausparkasse#Landesbausparkasse Süd|Bayerischen Landesbausparkasse]] am [[Karolinenplatz]], München&lt;br /&gt;
* 1955-–1963: Studiogebäude des Bayerischen Rundfunks an der Marsstraße, mit [[Werner Eichberg]] und [[Otto Roth (Architekt)|Otto Roth]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.brstudiobau-retten.de/der-br-studiobau/geschichte |titel=Geschichte des Studiobaus {{!}} Rettet den BR Studiobau |sprache=de |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1956–1958: Wiederaufbau des [[Siegestor]]es an der [[Leopoldstraße]], München&lt;br /&gt;
* 1957–1960: Institut für technische Physik der [[Technische Universität München|TU München]] (heute Reaktorhalle) an der Luisenstraße 37a, mit [[Franz Hart]]&lt;br /&gt;
* 1960: Wettbewerbsbeitrag zur Wiederherstellung des ehem. [[Reichstagsgebäude]]s, Berlin (Entwurf)&lt;br /&gt;
* 1960–1961: [[Todesangst-Christi-Kapelle (Dachau)|Todesangst-Christi-Kapelle]] auf der [[Konzentrationslager Dachau|KZ-Gedenkstätte Dachau]]&lt;br /&gt;
* 1960–1964: Kirche und Kloster [[Heilige Dreifaltigkeit (Nymphenburg)|Zur Heiligen Dreifaltigkeit]], München-[[Neuhausen-Nymphenburg|Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
* 1963: Pavillon am Firmensitz von [[HeidelbergCement]] (abgerissen 2017&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Heidelberg-Denkmalschutz-in-Heidelberg-Wie-ein-Gebaeude-zum-Denkmal-wird-und-wann-es-weg-kann-_arid,269630.html |titel=Denkmalschutz in Heidelberg: Wie ein Gebäude zum Denkmal wird und wann es weg kann |abruf=2021-01-31 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* 1962–1964: [[Karmel Heilig Blut|Karmelitinnen-Kloster Heilig Blut]], [[Dachau]]&lt;br /&gt;
* 1963–1966: [[St. Johannes der Täufer (Winklmoos)|St. Johannes der Täufer, Winklmoos]] mit Karl Schmid&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bund Deutscher Architekten]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Architekturführer Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Süddeutscher Verlag, München 1985&amp;lt;/ref&amp;gt; (unter Denkmalschutz)&lt;br /&gt;
* 1965–1971: [[Pfarrkirche Maria am Wege|Kirche]] und Gemeindezentrum [[Liste der Baudenkmäler in Windach#D-1-81-146-29|Maria am Wege]], [[Windach]]&lt;br /&gt;
* 1966–1967: Wettbewerbsbeitrag [[Neue Pinakothek]], München (Entwurf)&lt;br /&gt;
* 1966–1967: [[Liste der Baudenkmäler in Landsberg am Lech#D-1-81-130-491|Kirche und Pfarrzentrum Zu den Heiligen Engeln]], Landsberg am Lech&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wegezumholz.de/holzdatenbank/einzeldarstellung?tx_timbertreasures_woodconstruction%5Baction%5D=show&amp;amp;tx_timbertreasures_woodconstruction%5Bcontroller%5D=Woodwork&amp;amp;tx_timbertreasures_woodconstruction%5Bwoodwork%5D=13201&amp;amp;cHash=8bc96e6a662b24a18afd11a0e6278a20 |titel=Landsberg am Lech, Kirche zu den heiligen Engeln |werk=Wege zum Holz |abruf=2024-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1969–1972: [[Kaufhof]] am [[Marienplatz (München)|Marienplatz]], München&lt;br /&gt;
* 1967–1972: Wiederaufbau der [[Glyptothek (München)|Glyptothek]] am [[Königsplatz (München)|Königsplatz]], München&lt;br /&gt;
* 1971–1973: [[Haus Rauffer]], Dachau mit Rudolf Ehrmann&lt;br /&gt;
* 1978–1980: [[U-Bahn München|U-Bahn-Station]] Königsplatz, München&lt;br /&gt;
* 1978–1985: Umbau der Klosterökonomie [[Dießen am Ammersee]] zu der &amp;#039;&amp;#039;Winterkirche St. Stephan&amp;#039;&amp;#039; mit Innenhof, Veranstaltungssaal im Dachgeschoss, Wohnungen und Kirchenverwaltung&lt;br /&gt;
* 1979: Kirche und Pfarrzentrum [[St. Ignatius (München)|St. Ignatius]], München-[[Hadern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen und Preise ==&lt;br /&gt;
* 1973: [[BDA-Preis Bayern]] für Wiederaufbau der [[Glyptothek (München)|Glyptothek]] am [[Königsplatz (München)|Königsplatz]], München&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schüler und ehemalige Mitarbeiter ==&lt;br /&gt;
* [[Werner Fauser]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Hilmer]]&lt;br /&gt;
* [[Oswald Peithner]]&lt;br /&gt;
* [[Christoph Sattler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Rudolf Ehrmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Josef Wiedemann. Bauten und Projekte.&amp;#039;&amp;#039; München 1981&lt;br /&gt;
* [[Bund Deutscher Architekten]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Architekturführer Bayern.&amp;#039;&amp;#039; Süddeutscher Verlag, München 1985.&lt;br /&gt;
* Ilka Backmeister-Collacott: &amp;#039;&amp;#039;Josef Wiedemann. Leben und Werk eines Münchner Architekten. 1910–2001.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schriften aus dem Institut für Baugeschichte, Kunstgeschichte, Restaurierung mit Architekturmuseum, Technische Universität München – Fakultät für Architektur.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 2006, ISBN 978-3-938671-02-3.&lt;br /&gt;
* Ilka Backmeister-Collacott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Luisenstraße 37 a, Institut für Technische Physik an der TH – »Reaktorhalle« – Hochschule für Musik und Theater&amp;#039;&amp;#039;, Allitera Verlag München, 2008, ISBN 978-3-86520-338-0&lt;br /&gt;
* [[Almannai Fischer Architekt*innen|Reem Almannai]], Lehrstuhl für Entwerfen und Konstruieren der Technischen Universität München (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Josef Wiedemann: Die Wirkung der Dinge.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth Verlag, Tübingen 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://portal.mytum.de/pressestelle/pressemitteilungen/news-14 Josef Wiedemann 90 Jahre], Pressemitteilung der [[Technische Universität München|Technischen Universität München]]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20160304065554 |url=http://www.heimat-bayern.de/uploads/7d2594111221aca5c2df473a56ad5e04.pdf |text=Franz Hart im Bauberater über das schlichte Spätwerk von Josef Wiedemann im Klosterumbau Dießen am Ammersee}} (PDF; 7,9&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11940074X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11940074X|LCCN=nr2002026554|VIAF=62357503}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wiedemann, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2001]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wiedemann, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 2001&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Achim Jäger</name></author>
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