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	<title>Josef Werndl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Werndl&amp;diff=232183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dorfschenk: /* Tod */Das Wort lebensgefährlich ist im Kontext wahrlich überflüssig.</title>
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		<updated>2026-01-06T11:41:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Tod: &lt;/span&gt;Das Wort lebensgefährlich ist im Kontext wahrlich überflüssig.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum österreichischen Organisten, Chorleiter, Komponisten und Kapellmeister siehe [[Joseph Werndl]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Werndl.png|miniatur|hochkant|Fotografie um 1875]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Werndls Unterschrift.png|rahmenlos|rechts|hochkant|Unterschrift Werndls]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Februar]] [[1831]] in [[Steyr]], [[Oberösterreich]]; † [[29. April]] [[1889]] ebenda) war ein [[österreich]]ischer Waffenproduzent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Er war der Sohn des Waffenindustriellen [[Leopold Werndl]] und der Josepha Müller (geboren am 4. Jänner 1806 in Klein-Boding in der Pernarotte 5 in [[Frankenfels]], verstorben am 10. November 1867 in [[Steyr]]). Nach seiner Ausbildung als Waffenschmied und ersten Arbeitserfahrungen in [[Prag]] und [[Wien]] unternahm er ausgedehnte Studienreisen nach [[England]], [[Thüringen]] und zu den Fabriken von [[Remington Arms|Remington]] und [[Colt Defense|Colt]] in den [[Vereinigte Staaten|USA]]. Nach seiner Rückkehr übernahm er 1855 den väterlichen Betrieb, die &amp;#039;&amp;#039;Josef und Franz Werndl &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Comp., Waffenfabrik und Sägemühle&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Werndl M1867.jpg|mini|M1867 Werndl–Holub]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum der Stadt Steyr - Werndl-Generator.jpg|mini|Einer der Generatoren für die Elektrische Ausstellung 1884 ([[Museum der Stadt Steyr]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wörndl&amp;#039;s Trost.png|mini|hochkant=0.6|links|Werndl-Karikatur von 1868]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werndls Erfolg beruhte unter anderem auf dem Austauschbau: massenweise, höchst präzise hergestellte Werkstücke, die untereinander ausgetauscht werden konnten. Er begann die 500 Mitarbeiter zählende Fabrik auf moderne Produktionstechniken umzustellen und entwickelte gemeinsam mit seinem Werkmeister [[Karl Holub]] den bahnbrechenden [[Tabernakelverschluss]] für [[Hinterlader]], mit dem er sich bei Aufträgen der [[Kaiserlich und königlich|k.u.k.]]&amp;amp;nbsp;Armee gegen den Konkurrenten Remington durchsetzte, dessen System von der &amp;#039;&amp;#039;Hinterladungskommission&amp;#039;&amp;#039; in Erwägung gezogen wurde. Die Waffenfabrik wuchs rasch auf 6000 Mitarbeiter und wurde als &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichische Waffenfabriksgesellschaft]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;(OEWG) in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Generaldirektor Werndl wurde. Die Produktion stieg auf etwa 8000 Gewehre pro Woche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem auf den 24. Juli 1868 datierten Vertrag verpflichtete sich Werndl zur Lieferung von 100.000 Hinterladern Modell&amp;amp;nbsp;67 an das Kriegsministerium. Als unter anderem wegen Grundstreitigkeiten die Produktionsstätten nicht rasch genug ausgebaut werden konnten, traten Lieferengpässe auf. Hier zeigte sich rasch die entstandene Abhängigkeit des österreichischen Militärs, denn kein anderes (vor allem inländisches) Unternehmen war fähig, Hinterladergewehre in derartig hoher Qualität und Stückzahl herzustellen. Die österreichische Militärzeitung bemerkte, dass in Werndls Fabrik mehr Maschinen stünden als in allen anderen österreichischen Gewehrfabriken zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Stögmüller: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Ennsthaler 2010, S. 153 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Satirezeitschrift [[Kikeriki]] erschien dazu 1869 eine Karikatur Werndls mit dem Text:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kikeriki! humoristisches Volksblatt.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 28 (9. Jahrgang), 15. Juli 1869 (Titelblatt)&amp;lt;/ref&amp;gt; {{&amp;quot;|Was wollen denn die Leute von mir? Liefere ich die Gewehre rechtzeitig,&amp;#039;&amp;#039; so leiste ich Gewähr für den Krieg;&amp;#039;&amp;#039; verspät&amp;#039; ich mich damit, &amp;#039;&amp;#039;so leiste ich Gewähr für den Frieden.&amp;#039;&amp;#039; Ob ich nun &amp;#039;&amp;#039;Gewehr&amp;#039;&amp;#039; liefern oder nicht, &amp;#039;&amp;#039;Gewähr&amp;#039;&amp;#039; leiste ich auf jeden Fall!}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werndl förderte die {{&amp;quot;|Produktion von Elektrizität aus Wasserkraft}}, auch um die schlechter werdende Auftragslage am Waffenmarkt auszugleichen. Die OEWG erzeugte [[Elektrischer Generator|Dynamos]] sowie [[Glühlampe|Glüh-]] und [[Gasentladungsröhre|Bogenlampen]]. Anlässlich der &amp;#039;&amp;#039;Electrischen-Landes-Industrie-Forst und culturhistorischen Ausstellung&amp;#039;&amp;#039; 1884 (2.&amp;amp;nbsp;August bis 30.&amp;amp;nbsp;September) ließ er zahlreiche Straßen und Plätze bis zum Ausstellungsort am Karl-Ludwig-Platz (heute Volksstraße) mit Glüh- und Bogenlampen erleuchten. In einem Teil der Straßen und Gassen verblieb das [[Gasbeleuchtung|Gaslicht]], um die Überlegenheit der elektrischen Beleuchtung zu demonstrieren. Neu war, dass die elektrische Energie, anders als bei vorangegangenen Ausstellungen in Wien und Paris, aus [[Wasserkraft]] stammte. Werndl baute die ersten leistungsfähigen [[Laufkraftwerk]]e und Steyr war damit die erste größere Stadt, die mit Strom aus Wasserkraft beleuchtet wurde. Dies war allerdings nur vorübergehend, denn bald nach Ende der Ausstellung wurden die Beleuchtungskörper wieder demontiert. Am 19.&amp;amp;nbsp;August besuchte [[Franz Joseph I. (Österreich-Ungarn)|Kaiser Franz Josef]] die Ausstellung, [[Rudolf von Österreich-Ungarn|Kronprinz Rudolf]] und Kronprinzessin Stephanie folgten am 19.&amp;amp;nbsp;September.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Stögmüller: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Ennsthaler 2010 S. 227 ff Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;Das elektrische Abenteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Der König von Steyr. Anmerkungen zu Josef Werndl&amp;#039;&amp;#039;, Weishaupt Verlag 2009, S. 53 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit mit Holub und dem Eisenbahningenieur [[Ferdinand Mannlicher]] machte die österreichische Waffenfabrik zu einem der weltweit wichtigsten Waffenproduzenten, mit über neun Millionen produzierten Waffen unterschiedlicher Größe zwischen 1869 und 1911. Mit zeitweise über 15.000 Beschäftigten war die OEWG die größte Waffenfabrik Europas.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20120130185759/http://chronik.htl-steyr.ac.at/htlde/a/0hotspot/steyr/geschichte/Industriegeschichte-Steyr.pdf Industriegeschichte der Stadt Steyr – Autor: Benedikt Schnabl]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werndl errichtete für seine Arbeiter moderne Wohnhäuser, Schulen und Schwimmbäder, wie auch die [[Schwimmschule Steyr]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.schwimmschule-steyr.at/schwimmschule.php?path=content&amp;amp;contentid=4 |wayback=20100701003726 |text=Die Steyrer Schwimmschule – Ältestes Arbeiterfreibad Europas}}, abgerufen am 23. Juni 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; – allesamt Gebäude, die die Stadt Steyr, besonders den Stadtteil [[Wehrgraben (Ortsteil, Steyr)|Wehrgraben]], auch heute noch prägen. Er zahlte Löhne in überdurchschnittlicher Höhe und versorgte alle Angestellten und deren Angehörige mit kostenloser medizinischer Betreuung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv|text=Josef Werndl – Der Pionier von Steyr |url=http://www.3sat.de/specials/67747/index.html |wayback=20041024195712  }}.&amp;#039;&amp;#039;3Sat vom 5. April 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinsam mit [[Georg von Aichinger|Georg Ritter von Aichinger]] war er einer der Proponenten des Baus der [[Rudolfsbahn]], die Steyr – und damit seinen Fabriken – den Anschluss an das Bahnnetz brachte, sowie der ersten [[Schmalspurbahn]] in Österreich, der [[Steyrtalbahn]]. Diese band die Werndl’sche Fabrik in Letten an die Rudolfsbahn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alpen-Bote, 2. Mai 1889.png|mini|links|hochkant=0.6|Todesnachricht im „Alpen-Boten“]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Familiengruft Josef Werndl am Taborfriedhof 1.jpg|mini|Familiengruft Josef Werndl am Taborfriedhof]]&lt;br /&gt;
Am [[Karfreitag]] 1889 zog sich Werndl eine [[Lungenentzündung]] zu, nachdem er im offenen Pferdewagen bei Regen nach Letten (Gemeinde [[Sierning]]) gefahren war. Am 29.&amp;amp;nbsp;April starb er um 5&amp;amp;nbsp;Uhr&amp;amp;nbsp;45 im Alter von 58 Jahren in seinem Haus im &amp;#039;&amp;#039;Petzengütl&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde im Palmenhaus seines [[Schloss Voglsang (Steyr)|Schlosses Voglsang]] öffentlich aufgebahrt und danach am [[Taborfriedhof]] in Steyr beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Der König von Steyr. Anmerkungen zu Josef Werndl&amp;#039;&amp;#039; Weishaupt Verlag 2009 S. 184ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Werndl wurde wiederholt mit hohen Orden ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Göbl]], &amp;#039;&amp;#039;Die Frau und das Wappen im Hl. Römischen Reich und der Habsburger-Monarchie&amp;#039;&amp;#039; ([https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Essays/Geschichte/Die_Frau_und_das_Wappen_ online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Kaiser [[Franz Joseph I.]] würdigte Werndls vielseitige Verdienste um den Staat, die Stadt Steyr und die Industrie am 13. Februar 1870 durch die Verleihung des [[Orden der Eisernen Krone (Österreich)|Ordens der Eisernen Krone III.&amp;amp;nbsp;Klasse]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLKÖ|Werndl, Joseph|55|40|42|}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechend den Ordensstatuten war mit dieser Auszeichnung die Erhebung in den erblichen Ritterstand verbunden, doch suchte Werndl nie um diese Nobilitierung an. Er soll dazu „&amp;#039;&amp;#039;Als Werndl bin ich auf die Welt gekommen, als Werndl will ich sterben.&amp;#039;&amp;#039;“ und „&amp;#039;&amp;#039;Ich bin lieber der erste Bürgerliche als der letzte Adelige&amp;#039;&amp;#039;“ gesagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Roman Sandgruber]], &amp;#039;&amp;#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&amp;#039;&amp;#039;, Graz (Styria Verlag) 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Steyr verlieh ihm am 30.&amp;amp;nbsp;August 1880 die Ehrenbürgerschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Stögmüller: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ennsthaler 2010  S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vaskorona-rend.jpg|[[Orden der Eisernen Krone (Österreich)|Orden der Eisernen Krone III. Klasse]]&lt;br /&gt;
Museum der Stadt Steyr - Ehrenbuergerurkunde Josef Werndl Blatt 1 -1-.jpg|Ehrenbürgerurkunde&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Josef Werndl heiratete 1853 bei seiner Rückkehr nach Steyr die 1829 geborene Karoline Heindl. Aus dieser Verbindung gingen zwei Töchter hervor, die beide in angesehene Adelsfamilien einheirateten: Caroline (1859–1923)&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ihrer Biographie siehe [https://steyrerpioniere.wordpress.com/2012/04/06/max-und-caroline-imhof/ hier]&amp;lt;/ref&amp;gt; und Anna (1861–1943)&amp;lt;ref&amp;gt;Zu ihrer Biographie siehe [https://steyrerpioniere.wordpress.com/2013/09/24/anna-von-lamberg-geb-werndl/ hier]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Anna Werndl heiratete 1880 Josef Friedrich [[Lamberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Lamberg-Ortenegg-Ottenstein]] (1856–1904), Caroline Werndl heiratete in 1. Ehe den Freiherrn Mayer von Mayrau, und nach dessen Tod in 2. Ehe den Freiherrn Max von Imhof zu Spielberg und Oberschwemmbach (1858–1922).&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Granichstaedten-Czerva, &amp;#039;&amp;#039;Geadelte Frauen&amp;#039;&amp;#039;, in: Heraldisch Genealogische Zeitschrift Adler 3 (XVII) 1954, S. 104–106&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Adelsakt - Werndl 1903 - Wappen.jpg|mini|Wappen für die Töchter Josef Werndls, 1903.]]&lt;br /&gt;
1902 richteten Caroline und Anna ein Gesuch um Verleihung des Adelsstandes „&amp;#039;&amp;#039;aufgrund des von ihrem Vater erworbenen Anspruches&amp;#039;&amp;#039;“ an Kaiser Franz Joseph I., dem mit 8. Jänner 1903 auch stattgegeben wurde. Sie begründeten ihr Ansuchen – das an sich merkwürdig war, da sich der väterliche Anspruch auf einen Adelsrang bezog, der deutlich niedriger war als der, den sie bereits durch Heirat erworben hatten – wie folgt: „&amp;#039;&amp;#039;Obzwar wir durch unsere Heiraten mit Adeligen die Rechte ihres Standes erlangt haben, so wäre es uns doch, um in pietätvoller Weise das Andenken an die Verdienste unseres Vaters zu ehren, unserer gesellschaftlichen Stellung wegen und um unserer Kinder willen von hohem Werte, auch selbst den Adel zu erlangen.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Sandgruber, &amp;#039;&amp;#039;Traumzeit für Millionäre: Die 929 reichsten Wienerinnen und Wiener im Jahr 1910&amp;#039;&amp;#039;, Graz (Styria Verlag) 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Verleihung des Adelsstandes durch Kaiser Franz Joseph I. als „geb. von Werndl“ erhielten die Töchter auch ein Wappen. Dieses zeigte „&amp;#039;&amp;#039;einen in silbernem Feld hinter einer Zinnenmauer hervor wachsenden blau gekleideten Jüngling mit einem über den Kopf erhobenen Schwert. Über dem Schild ein gekrönter Turnierhelm aus dem zwischen einem rechts von Silber über Rot und links Gold über Blau geteilten Adlerflug ein Jüngling hervor wächst wie im Schild. Helmdecken: rechts rot-silbern, links blau-golden.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Göbl, &amp;#039;&amp;#039;Die Frau und das Wappen im Hl. Römischen Reich und der Habsburger-Monarchie&amp;#039;&amp;#039; ([https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Essays/Geschichte/Die_Frau_und_das_Wappen_ online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Werndls Neffe [[Ernst Werndl]] machte sich als Ingenieur und Erfinder einen Namen. Sein Sohn hieß Ludwig.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Sohn Ludwig Werndl.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Local-Nachrichten. Verlobung.&amp;#039;&amp;#039; Badener Bezirks-Blatt, 12. August 1882 ([http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?apm=0&amp;amp;aid=bbb&amp;amp;datum=18820812&amp;amp;seite=3&amp;amp;zoom=2 anno online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bürgerschaftsfenster - Ausschnitt.png|miniatur|Detail des Bürgerfensters: Josef Werndl, Stadtpfarrer Georg Arminger, Bürgerkorps-Kommandant Franz Pichler und Bürgermeister Georg Pointner]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werndl ist auf einem Glasfenster im Chor der Stadtpfarrkirche abgebildet. Dieses &amp;#039;&amp;#039;Bürgerfenster&amp;#039;&amp;#039; erinnert an die 900-Jahr-Feier Steyrs 1880 und den Besuch Kaiser Franz Josefs&amp;amp;nbsp;I. (1893 eingesetzt). Ein Werndl gewidmetes Glasfenster wurde 1892 von seinen Töchtern Karoline Baronin [[Imhoff (Patrizier)|Imhof]] und Anna Gräfin [[Lamberg (Adelsgeschlecht)|Lamberg]] gestiftet. Es ist das vierte Fenster an der Südwand und zeigt u.&amp;amp;nbsp;a. den Tod des Heiligen Josefs und das Werndlsche Wappen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr&amp;#039;&amp;#039; S. 116&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1889 beschloss der Steyrer Gemeinderat die Errichtung eines &amp;#039;&amp;#039;ehernen Standbildes an einem passenden Platz&amp;#039;&amp;#039;. Am 10.&amp;amp;nbsp;November 1894 wurde das [[Werndl-Denkmal]] an der Promenade feierlich eingeweiht. Der Bildhauer, der das Denkmal schuf, war [[Viktor Tilgner]].&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Brandl: &amp;#039;&amp;#039;Neue Geschichte von Steyr. Vom Biedermeier bis Heute&amp;#039;&amp;#039;. Steyr: Ennsthaler 1980 S. 73f. ISBN 3-85068-093-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von der &amp;#039;&amp;#039;Schwimmschulstraße&amp;#039;&amp;#039; nach Westen abzweigende &amp;#039;&amp;#039;Josefgasse&amp;#039;&amp;#039; wurde 1880 nach ihm benannt. Sie liegt in der von [[Anton Plochberger]] und [[Franz Arbeshuber]] in seinem Auftrag errichteten Arbeitersiedlung am &amp;#039;&amp;#039;Eysnfeld&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr&amp;#039;&amp;#039;, S. 103&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Gassen tragen dort die Vornamen von Familienangehörigen, die &amp;#039;&amp;#039;Werndlgasse&amp;#039;&amp;#039; ist dagegen allen gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.steyr.at/system/web/zusatzseite.aspx?detailonr=219061460 Die Straßennamen Steyrs]&amp;#039;&amp;#039;, steyr.at (angesehen am 11. Februar 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr 1913 wurde in Wien-[[Floridsdorf]] (21. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Rieplgasse&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Werndlgasse&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wien Geschichte Wiki|Werndlgasse|Werndlgasse}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werndldenkmal.jpg|Das Denkmal an der Promenade&lt;br /&gt;
Stadtpfarrkirche Steyr - Werndl-Fenster.png|Das Werndl-Fenster in der Stadtpfarrkirche&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Geburtshaus Josef Werndls 1.jpg|Gedenktafel am Geburtshaus&lt;br /&gt;
Gedenktafel am Petzenguetl 19-12-2014.jpg|Gedenktafel am Petzengütl&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Geschichte der Waffenfabrik ==&lt;br /&gt;
Die OEWG war später massiv an der Rüstungsproduktion für den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] beteiligt. 1934 wurde sie per Fusion Teil der [[Steyr Daimler Puch&amp;amp;nbsp;AG]], die nach dem [[Anschluss Österreichs|Anschluss]] ihrerseits in die [[Reichswerke Hermann Göring]] eingegliedert wurden, um für den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zu rüsten. Dabei kamen auch Häftlinge des [[KZ-Nebenlager Steyr-Münichholz|KZ-Nebenlagers Steyr-Münichholz]] zum Einsatz&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv|text=KZ Steyr |url=http://www.mkoe-steyr.net/default.php?site=kz_steyr.php |wayback=20070707130019  }}&amp;#039;&amp;#039;, Mauthausen-Komitee Steyr&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Perz Bertrand: &amp;#039;&amp;#039;Steyr-Münichholz. Ein Konzentrationslager der Steyr-Daimler-Puch A.G.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes 1989&amp;#039;&amp;#039;, 52–61&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ab 1920 waren in Steyr PKW gebaut worden, und nach dem Zweiten Weltkrieg begann die Produktion von Traktoren und Lastkraftwagen. Mit [[Steyr Mannlicher]] setzt sich die Tradition der Waffenerzeugung fort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Werndl, Joseph|55|40|42|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|42|17|18|Werndl, Joseph|Dickinger|ADB:Werndl, Joseph}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|811|813|Werndl, Joseph|[[Thomas Müller (Historiker)|Thomas Müller]]|117572543}}&lt;br /&gt;
* Viktor Schützenhofer: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl, der Mann und sein Werk&amp;#039;&amp;#039;, Springer-Verlag, Wien 1938 [[doi:10.1007/978-3-7091-2366-9_5]].&lt;br /&gt;
* Maximilian Narbeshuber: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl: Der Pionier von Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ennsthaler 1975, ISBN 978-3-850680493.&lt;br /&gt;
* Joschi Schuy: &amp;#039;&amp;#039;Das Waffensystem Werndl. Josef Werndl – Erfolg und Dynamik aus Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Eigenverlag 1997, ISBN 3-9500718-0-6.&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Der König von Steyr. Anmerkungen zu Josef Werndl&amp;#039;&amp;#039;, Weishaupt Verlag 2009, ISBN 978-3-7059-0299-2.&lt;br /&gt;
* Hans Stögmüller: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ennsthaler 2010, ISBN 978-3-85068-860-4.&lt;br /&gt;
* Friedrich Aigner / Reinolf Reisinger: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl: „Höchste Qualität und Innovation“ (I). Die Geschichte der Waffenfabrik Steyr-Mannlicher GmbH&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Pallasch. Zeitschrift für Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 18 (2014), Heft 51, S. 105–115.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Josef Werndl}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117572543}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Werndl,_Josef}}&lt;br /&gt;
* Eintrag: &amp;#039;&amp;#039;Josef Werndl&amp;#039;&amp;#039; in Österreichisches Biographisches Lexikon [[DOI:10.1553/0x003afd14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117572543|LCCN=no/2011/67388|VIAF=59865014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Werndl, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waffentechniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Rüstungsindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kronland Österreich ob der Enns)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Steyr)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1831]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Werndl, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Waffenproduzent&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Februar 1831&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Steyr]], Oberösterreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. April 1889&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Steyr]], Oberösterreich&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dorfschenk</name></author>
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