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	<title>Josef Wenzel Radetzky von Radetz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T01:28:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-23122-26: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-15T05:41:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Portrait of Field Marshal Johann Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz (by Georg Decker) - Heeresgeschichtliches Museum.jpg|mini|Josef Graf Radetzky, Ölgemälde von [[Georg Decker (Maler)|Georg Decker]], um 1850 [[Datei:Signatur Josef Wenzel Radetzky von Radetz.PNG|rahmenlos|zentriert|100px|klasse=skin-invert-image]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Josef Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. November]] [[1766]] Trebnitz, [[Königreich Böhmen|Böhmen]]; † [[5. Jänner]] [[1858]] in [[Mailand]], [[Königreich Lombardo-Venetien|Lombardo-Venetien]]) war ein [[Kaisertum Österreich|österreichischer]] [[Generalfeldmarschall|Feldmarschall]] [[Königreich Böhmen|böhmischer]] Herkunft. Er wurde durch den Sieg in der [[Schlacht bei Custozza (1848)|Ersten Schlacht bei Custozza]] während des [[Italienische Unabhängigkeitskriege|Ersten Italienischen Unabhängigkeitskrieges]] berühmt. Radetzky gilt als einer der bedeutendsten [[Feldherr]]en des 19. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Václav Radecký birth record 1766 (SOA Prague).jpg|mini|links|Radetzkys Eintrag im Geburtenregister (umfangreicher Eintrag auf der rechten Seite mittig)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Graf radetzky.jpg|mini|Radetzkys Wappen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Josef Wenzel Anton Franz Karl Graf Radetzky von Radetz wurde am 2. November 1766 im Schloss von Trebnitz (tschechisch &amp;#039;&amp;#039;Třebnice&amp;#039;&amp;#039;) bei [[Sedlčany|Seltschan]] (&amp;#039;&amp;#039;Sedlčany&amp;#039;&amp;#039;) in Böhmen geboren. Nach dem frühen Tod seiner Eltern Peter Eusebius von Radetzky (1732–1776) und Maria Venantia Bechyně von Lazan (1738–1772) kam Josef Wenzel zu seinem väterlichen Großvater Wenzel Leopold (1704–1781) nach [[Prag]], wo er die [[Piaristen]]schule besuchte. Den weiteren Verlauf seiner Jugend verbrachte er auf der [[Reitakademie|Ritterakademie]] in [[Brünn]] und dem [[Öffentliches Gymnasium der Stiftung Theresianische Akademie|Theresianum]] in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|21|87|88|Radetzky, Josef Wenzel Graf|[[Manfried Rauchensteiner]]|118597647}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ablegen seiner Matura nahm er ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] auf. Aufgrund mangelnder körperlicher Eignung blieb ihm die angestrebte militärische Karriere zunächst verwehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Radetzky trat 1784 als [[Kadett (Militär)|Kadett]] in das 2. [[Kürassiere|Kürassier]]-Regiment ein, wurde nach zwei Jahren [[Leutnant]] und ein Jahr darauf zum [[Oberleutnant]] befördert. 1788/89 beteiligte er sich unter den Feldherren [[Franz Moritz von Lacy]] und [[Gideon Ernst von Laudon]] am [[Russisch-Österreichischer Türkenkrieg (1787–1792)|Russisch-Österreichischen Türkenkrieg]]. Von 1792 bis 1795 nahm er an den Feldzügen des [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskriegs]] in den [[Österreichische Niederlande|Österreichischen Niederlanden]] und im Rheinland teil. Radetzky wurde zum [[Rittmeister]] befördert und zum Adjutanten des Feldmarschallleutnants [[Jean-Pierre de Beaulieu]] ernannt, wo er 1794 am Gefecht bei [[Arlon]] und an der [[Schlacht bei Fleurus (1794)|Schlacht bei Fleurus]] teilnahm. In Italien konnte er sich bei [[Voltri]]  auszeichnen und wurde am 29. Mai 1796 zum [[Major]] im Pionierkorps ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1799 General der Kavallerie [[Michael von Melas]] im [[Zweiter Koalitionskrieg|Zweiten Koalitionskrieg]] zum Oberkommandanten der [[Kaiserliche Armee (HRR)|römisch-kaiserlich-königlichen Armee]] in Oberitalien ernannt wurde, erbat er sich beim [[Hofkriegsrat]] [[Oberstleutnant]] Radetzky zum Generaladjutanten. Nach der erfolgreichen [[Schlacht bei Genola]] wurde er am 4. November 1799 zum [[Oberst]] befördert. Nach der Niederlage in der [[Schlacht bei Marengo]] verließ Radetzky im Juni 1800 den italienischen Kriegsschauplatz und übernahm bei [[Steyr]] das Kommando über das 3. Kürassierregiment. In der [[Schlacht bei Hohenlinden]] (1800) kämpfte er ebenfalls mit Auszeichnung; ihm wurde dafür im April 1801 das Ritterkreuz des [[Militär-Maria-Theresien-Orden|Militär-Maria-Theresien-Ordens]] verliehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|apr|06|01|1858|1|Wien, 5. Jänner}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Dritter Koalitionskrieg|Dritten Koalitionskriegs]] 1805 wurde Radetzky nach Italien versetzt, am 1. September 1805 wurde er zum [[Generalmajor]] befördert und zum Brigadekommandanten ernannt. Im [[Fünfter Koalitionskrieg|Fünften Koalitionskrieg]] 1809 kämpfte er beim 5. Armeekorps unter Feldmarschallleutnant [[Ludwig von Österreich (1784–1864)|Ludwig von Österreich]] als Befehlshaber der Vorhut bei [[Braunau am Inn]] und [[Lambach]] ebenfalls mit Auszeichnung und stieg nach der [[Schlacht bei Aspern]] am 27. Mai zum [[Feldmarschallleutnant]] auf. In dieser Funktion war er als Divisionsführer auch Teilnehmer an der [[Schlacht bei Wagram]]. In diesem Jahr wurde Radetzky zum [[Generalstabschef]] ernannt, sah sich jedoch aufgrund der französischen Vorgaben und mangels finanzieller Ressourcen dazu genötigt, seine ehrgeizigen Reformvorhaben der [[Kaiserlich-Königliche Armee (1806–1867)|Kaiserlich-Königlichen Armee]] Österreichs aufzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Sechster Koalitionskrieg|Sechsten Koalitionskrieg]] (auch: [[Befreiungskriege]]) im Jahr 1813 entwickelte er als Chef des Quartiermeisteramts der [[Böhmische Armee (Befreiungskriege)|Böhmischen Armee]] den Plan zur [[Völkerschlacht bei Leipzig]]. Er organisierte in der Folgezeit das österreichische Heer neu und diente im Stab des General [[Karl Philipp zu Schwarzenberg]]. Während seines Dienstes als Generalstabschef für Schwarzenberg setzte sich Radetzky auch für die Pläne von [[Feldzeugmeister]] [[Vincenz von Augustin]] zur Herstellung eigener Raketen als Kriegsgerät bei Außenminister [[Klemens Wenzel Lothar von Metternich|Klemens Wenzel von Metternich]] ein und erreichte für Augustin eine entsprechende Genehmigung.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.bundesheer.at/pdf_pool/publikationen/20100609_et_raketen_weltraum_ethik_ortner1.pdf (S. 17)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Königreich Bayern|bayerische König]] [[Maximilian I. Joseph (Bayern)|Maximilian I. Joseph]] verlieh ihm 1815 das Großkreuz des [[Militär-Max-Joseph-Orden|Militär-Max-Joseph-Ordens]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf von Kramer, Otto Freiherr von Waldenfels: &amp;#039;&amp;#039;Virtuti pro Patria – Der königlich bayerische Militär-Max-Joseph-Orden Kriegstaten und Ehrenbuch 1914–1918.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag des königlich bayerischen Militär-Max-Joseph-Ordens, München 1966, S. 443.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Friedensschluss kam Radetzky als [[Divisionär]] nach [[Sopron|Ödenburg]], später nach [[Buda|Ofen]] (heute Teil von [[Budapest]]) und 1821 als [[General der Kavallerie]] und am 24. November 1829 Festungskommandant nach [[Olmütz]]. Von 1818 bis 1828 beriet er Erzherzog [[Ferdinand Karl von Österreich-Este (1781–1850)|Ferdinand Karl von Österreich-Este]]. Von 1831 bis 1857 war er Generalkommandant der Kaiserlich-Königlichen Armee im [[Königreich Lombardo-Venetien]] (seit 1836 im Range eines [[Generalfeldmarschall#Kaisertum Österreich 1804–1867|Feldmarschalls]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radetzky wurde vor allem durch seine militärischen Erfolge 1848/1849 gegen [[Königreich Sardinien|Sardinien-Piemont]] und die von diesem Königreich unterstützten nationalitalienischen Aufständischen berühmt, die sich am 18. März 1848 gegen die österreichische Vorherrschaft erhoben (siehe [[Risorgimento]]). Er siegte jeweils in der [[Schlacht von Santa Lucia|Schlacht bei Santa Lucia]] am 6. Mai 1848, in der [[Schlacht von Vicenza]] am 10. Juni 1848, in der [[Schlacht bei Custozza (1848)|Schlacht bei Custozza]] am 25. Juli 1848, in der [[Schlacht bei Mortara]] am 21. März 1849 und in der [[Schlacht bei Novara (1849)|Schlacht bei Novara]] am 23. März 1849. Im September 1849 unternahm Radetzky eine Reise nach Wien, um sich für alle kaiserlichen Auszeichnungen zu bedanken, diese Reise wurde für ihn ein glänzender Triumphzug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1848 bis 1857 war Radetzky [[Generalgouverneur]] von [[Königreich Lombardo-Venetien|Lombardo-Venetien]]. Er wurde von Erzherzog [[Maximilian I. (Mexiko)|Maximilian von Österreich]] abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ruhestand und Bilanz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maréchal Radetsky.jpg|mini|Josef Wenzel Radetzky, 1856]]&lt;br /&gt;
Erst am 17. Dezember 1856 schrieb Radetzky von [[Verona]] aus sein Abschiedsgesuch an Kaiser [[Franz Joseph I.]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Euer Majestaet, die Gesetze der Natur zwingen mich nach 72 Dienstjahren und 90 Lebensjahren Euer Majestaet um die Allergnaedigste Enthebung von meinem Dienstposten Allerunterthänigst zu bitten. Geruhen Euer Majestaet mir diese Enthebung mit jener Allerhöchsten Huld und Gnade zu gewähren, mit welcher Allerhöchst dieselben mich schon so vielfach überschütteten und gestatten mir Euer Majestaet bei diesem Anlaße Allerhöchst Der Huld und kaiserliches Wohlwollen […] Mein Greisen Alter hat zwar meine Thätigkeit gelähmt, aber bis zum letzten Athem zuge werde ich des Allmächtigen Segen für das erhabene Hauß und den herrlichen Thron Meines geliebten Monarchen erflehen, der ich in tiefster Demut ersterbe.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Das Handschreiben Radetzkys ist im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ausgestellt, vgl. Heeresgeschichtliches Museum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien&amp;#039;&amp;#039;, Wien/Graz 1960, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Februar 1857, im Alter von 90 Jahren, wurde er schließlich in den Ruhestand versetzt. Mit 72 Dienstjahren in der k.k. Armee brach er viele Soldatenrekorde; zum Beispiel hatte er unter fünf Kaisern gedient und nicht weniger als 17 Feldzüge mitgemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt erhielt Radetzky 146 in- und ausländische Orden, darunter das Ritterkreuz des [[Militär-Maria-Theresien-Orden|Militär-Maria-Theresien-Ordens]] (1799 für sein Verhalten in der [[Schlacht bei Novi]]), das Großkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens (für seinen Sieg bei der Schlacht bei Custozza 1848) und wurde 1849 Ritter des [[Orden vom Goldenen Vlies|Ordens vom Goldenen Vlies]] (für seinen Sieg bei der Schlacht bei Novara).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatleben ===&lt;br /&gt;
Am 5. April 1798 heiratete er Franziska, Gräfin Strassoldo-Graffemberg (* 3. Januar 1781; † 12. Januar 1854), eine Tochter von Feldmarschallleutnant Leopold Graf Strassoldo und der Franziska Xaveria Prinzessin [[Auersperg|von Auersperg]]. Aus dieser Ehe gingen fünf Söhne und drei Töchter hervor, wovon jedoch nur ein Sohn und eine Tochter den Vater überlebten. Der Sohn Theodor (1813–1878) wurde Generalmajor, die Tochter Friederike (1816–1866) heiratete den Grafen Karl [[Wenkheim (Adelsgeschlecht)|von Wenkheim]] (1811–1891).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Freigiebigkeit, seiner großen Familie und der Verschwendungssucht seiner Ehefrau befand sich Radetzky zeit seines Lebens in finanzieller Bedrängnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tod und Beisetzung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinwetzdorf - Radetzky-Grabstätte.JPG|mini|Radetzkys Grab am Heldenberg]]&lt;br /&gt;
Radetzky starb am 5. Jänner 1858 an einer Lungenentzündung in [[Mailand]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|mil|06|01|1858|01|NAME=Militär-Zeitung|Meldung seines Todes|ZUSATZ=Nr. 2/1958 (XI. Jahrgang)|ALTSEITE=1, oben}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Überführung nach Wien wurde er im [[Arsenal (Wien)|Arsenal]] aufgebahrt. Von dort wurde er in einem Trauerzug, den Kaiser Franz Joseph I. persönlich kommandierte, zur Einsegnung in den [[Stephansdom]] gebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wien-7-1&amp;quot;&amp;gt;Verein für Geschichte der Stadt Wien (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Wien&amp;#039;&amp;#039;, Band 7, Teil 1, A. Holzhausen, S. 245, Fußnoten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach ging es mit der [[Franz-Josefs-Bahn (Österreich)|Franz-Josefs-Bahn]] nach [[Kleinwetzdorf]]. Am 19. Jänner 1858 wurde er im Beisein des Kaisers am [[Gedenkstätte Heldenberg|Heldenberg]] in [[Niederösterreich]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich hätte er auf Wunsch des Kaisers in der [[Kaisergruft]] beigesetzt werden sollen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wien-7-1&amp;quot; /&amp;gt; aber Radetzky hatte seine irdischen Überreste und das Recht, ihn zu begraben, dem Heereslieferanten [[Joseph Gottfried Pargfrieder]] vermacht, welcher Jahrzehnte hindurch seine Schulden, darunter auch Spielschulden, beglichen hatte. Dieser baute ein mit Kriegerstatuen übersätes Freilicht-Pantheon, die [[Gedenkstätte Heldenberg]]. Radetzky liegt dort in einer Gruft unter einem monumentalen Obelisken begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Reiterstandbild Radetzky.JPG|mini|hochkant|Radetzky-Reiterstandbild vor dem ehemaligen Kriegsministerium in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HGM Ehrensäbel Radetzky.jpg|mini|hochkant|Ehrensäbel für Radetzky (Heeresgeschichtliches Museum)]]&lt;br /&gt;
Radetzky wurde von vielen patriotisch-monarchistisch gesinnten Österreichern sehr verehrt. [[Franz Grillparzer]] verfasste ihm zu Ehren die Ode mit der berühmten Zeile „In deinem Lager ist Österreich“. [[Johann Strauss (Vater)]] komponierte 1848 den &amp;#039;&amp;#039;[[Radetzky-Marsch]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1860 wurde in Wien-[[Landstraße (Wien)|Landstraße]] (3.&amp;amp;nbsp;Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;[[Radetzkystraße (Wien)|Radetzkystraße]]&amp;#039;&amp;#039; (hier unter Hausnummer 2A auch das [[Gymnasium Radetzkystraße]]) nach ihm benannt und 1876 der &amp;#039;&amp;#039;[[Radetzkyplatz]]&amp;#039;&amp;#039;. 1862 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Novaragasse&amp;#039;&amp;#039; im 2.&amp;amp;nbsp;Bezirk [[Leopoldstadt]] nach der gleichnamigen Schlacht benannt, 1866 ebenso die &amp;#039;&amp;#039;Custozzagasse&amp;#039;&amp;#039; im 3.&amp;amp;nbsp;Bezirk&amp;lt;!--{{Wien Geschichte Wiki|Custozzagasse}}--&amp;gt;. 1869 wurde die &amp;#039;&amp;#039;[[Radetzkybrücke]]&amp;#039;&amp;#039; über die Wien bei der Urania so benannt (1855 erbaut, heute Neubau von 1900). Auch in [[Innere Stadt (Graz)|Graz-Innere Stadt]] finden sich eine [[Stadt Graz – Historisches Zentrum und Schloss Eggenberg|Radetzkystraße]] und eine [[Radetzkybrücke (Graz)|Radetzkybrücke]] über die Mur, ebenso in [[Baden (Niederösterreich)|Baden-Weikersdorf]], [[Maxglan|Salzburg-Maxglan]]&amp;lt;!--http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Radetzkystra%C3%9Fe--&amp;gt;, [[Villacher Vorstadt|Klagenfurt-Villacher Vorstadt]], [[Reichenau (Innsbruck)|Innsbruck-Reichenau]], [[Dornbirn]] und [[Hohenems]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die kaiserliche Entschließung von Franz Joseph I. vom 28.&amp;amp;nbsp;Februar 1863 wurde Radetzky in die Liste der „berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs“ aufgenommen, zu deren Ehren und Andenken auch eine lebensgroße Statue in der Feldherrenhalle des damals neu errichteten [[Heeresgeschichtliches Museum|k.k.&amp;amp;nbsp;Hofwaffenmuseums]] errichtet wurde. Die Statue wurde 1867 vom Bildhauer [[Thomas Greinwald]] aus [[Carrara-Marmor]] geschaffen, gewidmet wurde sie {{&amp;quot;|von den Generalen der kaiserlichen Armee ihrem Feldherrn}}.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Christoph Allmayer-Beck]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume&amp;#039;&amp;#039;. Kiesel Verlag, Salzburg 1981, ISBN 3-7023-0113-5, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 wurde [[Caspar von Zumbusch]] von Erzherzog [[Albrecht von Österreich-Teschen]] beauftragt, ein [[Radetzky-Denkmal (Stubenring)|Radetzky-Denkmal]] zu schaffen. Anfangs sollte das Reiterstandbild vor dem [[Justizpalast (Wien)|Justizpalast]] an der Wiener Ringstraße aufgestellt werden. Schließlich wurde es am Platz [[Am Hof]] vor dem damaligen Kriegsministerium errichtet und 1912, nach Vollendung des neuen [[Kriegsministerium (Wien)|Kriegsministeriums]] am Stubenring, dorthin versetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Telesko]]: &amp;#039;&amp;#039;Kulturraum Österreich. Die Identität der Regionen in der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien 2008, ISBN 978-3-205-77720-5, S.&amp;amp;nbsp;161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Feldherrn ist im Wiener Heeresgeschichtlichen Museum ein eigener Saal gewidmet, der Radetzkysaal. Ausgestellt sind unter anderem Radetzkys Uniform, sein Ehrensäbel&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Ehrensäbel ausführlich: Heeresgeschichtliches Museum (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Wien/Graz 1960, S. 47 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, zahlreiche seiner Orden, darunter der [[Orden vom Goldenen Vlies]], sowie sein Abschiedsgesuch. Der Ehrensäbel wurde dem Feldherrn von der Wiener Nationalgarde nach einem Entwurf des Architekten [[Eduard van der Nüll]] gewidmet und im Mai 1849 in Mailand überreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Popelka&amp;quot;&amp;gt;Liselotte Popelka: &amp;#039;&amp;#039;Heeresgeschichtliches Museum Wien.&amp;#039;&amp;#039; Graz/Köln 1988, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf zahlreichen Ölgemälden zeitgenössischer Künstler wie etwa [[Albrecht Adam]] und [[Wilhelm Richter (Maler, 1824)|Wilhelm Richter]] sind Szenen aus seinen Feldzügen dargestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RauchensteinerLitscher&amp;quot;&amp;gt;[[Manfried Rauchensteiner]], Manfred Litscher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien.&amp;#039;&amp;#039; Graz, Wien 2000, S. 51 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Österreichische Marine|k.u.k Kriegsmarine]] benannte eine Klasse von Schlachtschiffen zu Ehren des Feldherrn [[Radetzky-Klasse|&amp;#039;&amp;#039;Radetzky&amp;#039;&amp;#039;-Klasse]], bei der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft trug ein 1851 bis 1913 eingesetzter Schaufelraddampfer den Namen [[Radetzky (Schiff, 1851)|&amp;#039;&amp;#039;Radetzky&amp;#039;&amp;#039;]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der österreichische Film erwies dem populären Feldmarschall mehrfach seine Reverenz. 1929 beispielsweise konnte man [[Karl Forest]] in der Titelrolle des Stummfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Vater Radetzky]]&amp;#039;&amp;#039; sehen, während [[Paul Hörbiger]] 1958 den alten Radetzky in der Romanze &amp;#039;&amp;#039;[[Hoch klingt der Radetzkymarsch]]&amp;#039;&amp;#039; verkörperte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Albrecht Adam Radetzky in der Schlacht bei Novara 1849.jpg|[[Albrecht Adam]]: „Feldmarschall Radetzky und sein Stab in der Schlacht bei Novara am 23. März 1849“, 1855&lt;br /&gt;
Datei:Carl Wenzel Zajicek 011.jpg|Carl Wenzel Zajicek: „Marktleben vor dem Radetzky-Denkmal Am Hof in Wien“, um 1890&lt;br /&gt;
Datei:San Martino della Battaglia - Turm Bodenhalle 3.jpg|Fresko eines Treffens mit [[Viktor Emanuel II.]] ([[San Martino della Battaglia|San Martino]])&lt;br /&gt;
Datei:Prag Radetzky Denkmal 1900.jpg|Denkmal am [[Kleinseitner Ring]] in Prag (1858–1919)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|8|370|371|Radetzky von Radetz Johann Josef Wenzel Graf|[[Johann Christoph Allmayer-Beck]]}}&lt;br /&gt;
* Klaus Jürgen Bremm: &amp;#039;&amp;#039;Risorgimento! Italiens Kampf um die Einheit im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; WBG Theiss im Verlag Herder, Freiburg 2025, ISBN 978-3-534-61075-4.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Michael Embree |Titel=Radetzky&amp;#039;s Marches: the Campaigns of 1848 and 1849 in Upper Italy |Verlag=Helion &amp;amp; Company |Ort=Havertown |Datum=2013 |Sprache=en |ISBN=9781909384736}}&lt;br /&gt;
* [[Franz Herre]]: &amp;#039;&amp;#039;Radetzky. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 1981, ISBN 3-462-01486-2.&lt;br /&gt;
* Rudolf Klement: &amp;#039;&amp;#039;Vater Radetzky – ein Selfmademan! Sogar als Denkmal unruhig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pallasch. Zeitschrift für Militärgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 14 (2010), Heft 33, S. 25–33.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Molden (Journalist)|Ernst Molden]] (Zsgest.): &amp;#039;&amp;#039;Radetzky. Nach Briefen, Berichten und autobiographischen Skizzen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichische Bibliothek (Insel)|Österreichische Bibliothek]]&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 10). Insel-Verlag, Leipzig 1916.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|87|88|Radetzky, Josef Wenzel Graf|[[Manfried Rauchensteiner]]|118597647}}&lt;br /&gt;
* [[Oskar Regele]]: &amp;#039;&amp;#039;Feldmarschall Radetzky. Leben, Leistung, Erbe.&amp;#039;&amp;#039; Herold, Wien/München 1957.&lt;br /&gt;
* {{ADB|27|122|134|Radetzky, Josef Wenzel Graf|Heinrich Moritz Richter|ADB:Radetzky, Josef Wenzel Graf}}&lt;br /&gt;
* [[Alan Sked]]: &amp;#039;&amp;#039;Radetzky. Imperial victor and military genius.&amp;#039;&amp;#039; Tauris, London 2011, ISBN 978-1-84885-677-6 ([https://books.google.at/books?id=c0B9o2AGqXcC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Vorschau bei Google Books]).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Alan Sked |Titel=The Survival of the Habsburg Empire. Radetzky, the Imperial Army and the Class War, 1848 |Verlag=Addison-Wesley Longman |Ort=London |Datum=1979 |ISBN=978-0582507111 |Online=https://archive.org/details/survivalofhabsbu0000sked}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Otto Stradal]] |Titel=Der andere Radetzky - Tatsachen und Gedanken um ein Phänomen |Auflage=2 |Verlag=Österreichischer Bundesverlag |Ort=Wien |Datum=1982 |ISBN=978-3215044380}}&lt;br /&gt;
* Peter Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Feldmarschall Graf Radetzky und seine Orden&amp;#039;&amp;#039;, [https://blog.hgm.at/2017/10/04/feldmarschall-graf-radetzky-und-seine-orden/ online im HGM Wissens-Blog]&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Radetzky, Joseph Graf|24|177|193}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Count Johann Joseph Wenzel Radetzky von Radetz|Josef Wenzel Radetzky von Radetz|audio=1|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118597647}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Radetzky,_Johann_Josef_Wenzel_Graf|Johann Josef Wenzel Graf Radetzky}}&lt;br /&gt;
* {{Nömuseum|person|radetzky|Graf Johann Joseph Wenzel Radetzky}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Gerd Fesser |url=https://www.zeit.de/2016/44/josef-graf-radetzky-marsch-oesterreich-feldherr-napoleon-250-geburtstag/komplettansicht |titel=General gegen die Zeit |werk=zeit.de |datum=2016-10-20 |abruf=2024-04-04 |kommentar=Login erforderlich}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Feldmarschälle Kaisertum Österreich und Österreich-Ungarn}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118597647|LCCN=n82094980|VIAF=5723425}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Radetzky Von Radetz, Johann Josef Wenzel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Josef Wenzel Radetzky von Radetz| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Walhalla]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (österreichische Habsburger)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldmarschall (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaiserlicher General (HRR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sedlčany]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militär-Maria-Theresien-Ordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Militär-Max-Joseph-Ordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des St. Georg-Ordens (Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Piusordens (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Erlöser-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Krone von Italien (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Weißen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Elefanten-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens des Heiligen Georg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Österreich, 19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großkreuz des Guelphen-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Ljubljana]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1766]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1858]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Radetzky von Radetz, Josef Wenzel&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Radetzky von Radetz, Johann Joseph Wenzel Anton Franz Karl Graf (vollständiger Name); Radecký z Radče, Jan Josef Václav hrabě (tschechisch)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Heerführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. November 1766&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sedlčany|Trebnitz]], [[Böhmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Januar 1858&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mailand]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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