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	<title>Josef Vallaster - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mützelzipfe: - Bot</title>
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		<updated>2026-04-16T13:41:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;- Bot&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Vallaster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Februar]] [[1910]] in [[Silbertal]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[14. Oktober]] [[1943]] im [[Vernichtungslager Sobibór]]) war ein [[österreich]]ischer [[Nationalsozialismus|Nationalsozialist]] und ab 1940 an den Verbrechen der [[Geschichte der Euthanasie#Euthanasie als Bezeichnung für nationalsozialistische Krankenmorde|NS-„Euthanasie“]] und des [[Holocaust]] beteiligt. Er wurde unter anderem in der [[NS-Tötungsanstalt Hartheim]] sowie im Vernichtungslager Sobibór eingesetzt, wo er einen [[Schutzstaffel|SS]]-[[Organisationsstruktur der SS|Dienstgrad]] führte und beim [[Aufstand von Sobibór]] von revoltierenden Häftlingen getötet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Bergbauer in Silbertal ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Silbertal (Österreich).jpg|mini|Blick auf die Streusiedlung [[Silbertal]] in Vorarlberg. (2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Vallaster verlor im Alter von sechs Jahren seinen Vater, der 1916 als Soldat des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] in russischer Gefangenschaft starb. Nach der Volksschule arbeitete er zeitweise auf dem [[Bergbauer]]nhof seines Stiefvaters in Silbertal mit und verdingte sich außerdem als Gelegenheitsarbeiter, wie Holzarbeiter, Senn und Knecht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber-1&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Feldkirch 2008, S.&amp;amp;nbsp;50–56.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Zeitzeugen wird er als ein Arbeiter beschrieben, den „man für alles gebrauchen konnte“ und der „unauffällig und harmlos gewesen“ war. Er stand dem nationalsozialistischen Gedankengut nahe und war [[illegaler Nationalsozialist]], wird jedoch in der Personengruppe von festgestellten und abgestraften NS-Aktivisten des [[Montafon]]s der Jahre 1933/1934 nicht gelistet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber-1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] am 19.&amp;amp;nbsp;Juni 1933 als Partei verboten wurde, verließ Vallaster am 26.&amp;amp;nbsp;August 1933 Österreich und flüchtete nach Deutschland. Dort wollte er auch seinen bisherigen schlechten finanziellen Verhältnissen entkommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber-1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreichische Legion, Arbeiter in Deutschland ===&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde Vallaster in die [[Österreichische Legion]] aufgenommen und kam von München in das Zentrallager der Legion in [[Bad Aibling]]. Am 28.&amp;amp;nbsp;September 1933 wurde ihm „wegen unerlaubten Grenzübertritts nach Deutschland“ vom [[Bezirk Bludenz]] seine [[österreichische Staatsbürgerschaft]] aberkannt, wobei der Grund seiner Flucht nicht mit verbotenen nationalsozialistischen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurde, sondern als „unbekannt“ galt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Feldkirch 2008, S.&amp;amp;nbsp;42–43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem gescheiterten nationalsozialistischen Putschversuch in Österreich im Juli 1934, dem sogenannten [[Juliputsch]], verlor die Legion ihre Bedeutung, und ihre Mitglieder wurden soweit möglich in Zivilberufen untergebracht. Am 25.&amp;amp;nbsp;August 1935 wurde Vallaster [[Reichsdeutsche|reichsdeutscher]] Staatsbürger.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber-2&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Feldkirch 2008, S.&amp;amp;nbsp;56–57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Vallaster keine Berufsausbildung vorweisen konnte, arbeitete er wieder als Hilfsarbeiter, zunächst 1937 beim Flugplatzbau und im Februar 1938 beim „Baulos&amp;amp;nbsp;45“ der [[Reichsautobahn]] in [[Kinding]] in Mittelfranken. Nach dem sogenannten [[Anschluss Österreichs]] im März 1938 besuchte er mehrmals Silbertal. Vallaster trat am 1. Mai 1938 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 6.181.882).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/23901546&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 arbeitete er im [[Wasserwerk Friedrichshagen|Wasserwerk Berlin-Friedrichshagen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Weber-2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Brenner“ in der Tötungsanstalt Hartheim ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alkoven Schloss Hartheim 2005-08-18 3589.jpg|mini|Das Schloss Hartheim, in dem sich die NS-Tötungsanstalt Hartheim befand. Ebenerdig das von dem Künstler [[Herbert Friedl]] gestaltete Symbol für den während der NS-Zeit an diesem Ort befindlichen Holzverschlag. Hier wurden die zur Ermordung vorgesehenen Menschen ins Schloss gebracht bzw. aus den Transportbussen geholt. (2005)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab April 1940 wurde Vallaster im Rahmen der [[Aktion T4]] in der [[NS-Tötungsanstalt Hartheim]] in [[Oberösterreich]] (damals Reichsgau &amp;#039;&amp;#039;Oberdonau&amp;#039;&amp;#039; genannt) zunächst als Arbeiter für Umbauarbeiten eingesetzt, wie für den Einbau eines Verbrennungsofens und die Herstellung eines Vergasungsraumes. Ab Mai 1940 war er in der von dem [[T4-Gutachter]] [[Rudolf Lonauer]] geleiteten Tötungsanstalt an der [[Gaskammer (Massenmord)|Vergasung]] und Verbrennung von behinderten und kranken Menschen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Brigitte Kepplinger]] |url=https://www.antifa-info.at/Archiv/HARTHEIM.PDF |titel=Die Tötungsanstalt Hartheim 1940–1945 |werk=antifa-info.at |format=PDF-Datei; 197&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2020-02-21 |archiv-datum=2017-02-06 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170206111736/http://antifa-info.at/archiv/HARTHEIM.PDF |offline= }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Tom Matzek: &amp;#039;&amp;#039;Das Mordschloss. Auf den Spuren von NS-Verbrechen im Schloss Hartheim&amp;#039;&amp;#039;. Wien 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Vallasters Aufgaben gehörte das Ausbrechen von Goldzähnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vallaster gehörte zu einer Arbeitsgruppe, die als „Brenner“ oder „Heizer“ bezeichnet wurde. Nach späterer Aussage des „Brenners“ [[Vinzenz Nohel]] erhielten die Arbeiter eine überdurchschnittliche Entlohnung: Jeden Monat 170&amp;amp;nbsp;[[Reichsmark]] (RM) Nettolohn, dazu 50&amp;amp;nbsp;RM Trennungszulage bei freier Unterkunft und Verpflegung, 35&amp;amp;nbsp;RM Erschwernis-Zulage als „Heizer“ und 35&amp;amp;nbsp;RM Zulage als Schweigeprämie. Zusätzlich gab es eine tägliche Schnapsration von einem Viertel Liter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dokumente |url=http://www.mauthausen-memorial.at/index_open.php |titel=„Aussage Nohel 1 – 6“ |hrsg=[[KZ Mauthausen#Gedenkstätte|KZ-Gedenkstätte Mauthausen]] (www.mauthausen-memorial.at) |zugriff=2009-12-01 |format=PDF-Dateien |kommentar=Aussage des „Brenners“ Vinzenz Nohel, geb. 1902, aus Freindorf, Oberösterreich, bei der Kriminalpolizei Linz am 4.&amp;amp;nbsp;September 1945; beim Online-Archiv verfügbar → Suchwort „Nohel“ eingeben}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Juli 1940 nach einer Vergasungsaktion noch einige Menschen lebten, gab es einen Konflikt mit Vallaster als verantwortlichem „Brenner“. In Abwesenheit des „Euthanasie“-Arztes [[Georg Renno]] hatte er den Gashahn zu kurz geöffnet und die Todeswirkung des [[Giftgas]]es nicht vor Öffnen des Vergasungsraumes (mittels eines Schauloches) überprüft. Die technische Anlage wurde danach geändert, und ein Zähler maß fortan die notwendige Menge des eingesetzten Giftgases [[Kohlenstoffmonoxid|Kohlenmonoxid]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Kohl: &amp;#039;&amp;#039;Ich fühle mich nicht schuldig. Georg Renno. Euthanasiearzt&amp;#039;&amp;#039;. Wien 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vallaster heiratete im September 1940 Elisabeth Gust, eine Krankenpflegerin des Tötungspersonals. Diese wurde laut späteren Berichten ihres gemeinsamen Sohnes hauptsächlich bei der Transportbegleitung der Opfer in die Tötungsanstalt und beim Ausziehen der Opfer vor der Vergasung eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Seff Dünser |url=http://www.erinnern.at/bundeslaender/vorarlberg/bibliothek/dokumente/Interview%20Klaus%20Vallaster.pdf |titel=Damit das nie mehr passiert |hrsg=[[Vorarlberger Nachrichten]], online verfügbar bei: Verein erinnern.at/[[Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur|BMUKK]] (www.erinnern.at) |datum=2007-06 |seiten=A12 |zugriff=2009-12-01 |format=PDF; 320&amp;amp;nbsp;kB |kommentar=Interview mit dem Sohn Klaus Vallaster}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tötungsanstalt hatte ein eigenes [[NS-Sonderstandesamt|Sonderstandesamt]], um die große Anzahl von Todesfällen im Ort zu verheimlichen und um den Angehörigen der Opfer den Zugang zu Informationen zu erschweren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.schloss-hartheim.at/index.asp?peco=&amp;amp;Seite=374&amp;amp;Lg=1&amp;amp;Cy=1&amp;amp;UID= |titel=Projekt „Gedenkbuch Hartheim“, II. Quellen |werk= |hrsg=[[Schloss Hartheim#Lern- und Gedenkort|Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim]] (www.schloss-hartheim.at) |datum=2002 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110725032057/http://www.schloss-hartheim.at/index.asp?peco=&amp;amp;Seite=374&amp;amp;Lg=1&amp;amp;Cy=1&amp;amp;UID= |archiv-datum=2011-07-25 |zugriff=2020-11-08 |sprache= |kommentar=Vgl. Angaben zum Standesamt}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Trauung von Josef und Elisabeth Vallaster erfolgte im regulären Standesamt der Gemeinde [[Alkoven (Oberösterreich)|Alkoven]], fand jedoch unter Ausschluss sämtlicher Verwandten statt. Die beiden Trauzeugen waren Gertrud Blanke, Oberschwester in der [[Landes-Nervenklinik Wagner-Jauregg|Heil- und Pflegeanstalt Niedernhart]] in [[Linz]] und gleichzeitig Oberschwester in der NS-Tötungsanstalt Hartheim, und [[Christian Wirth (SS-Mitglied)|Christian Wirth]], Büroleiter der NS-Tötungsanstalt Hartheim. Elisabeth Gust stammte aus [[Brandenburg]] und war zuvor als Stationsschwester in der Klinik in [[Wittstock/Dosse|Wittstock]] tätig gewesen, wo sie die gebürtige Wittstockerin Blanke kennengelernt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Feldkirch 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Elisabeth Vallaster 1941 schwanger wurde, beendete sie ihren Dienst in der Tötungsanstalt Hartheim und kehrte in ihre brandenburgische Heimat zurück. 1942 gebar sie dort den Sohn Klaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufseher und Tod im Vernichtungslager Sobibór ===&lt;br /&gt;
Ab 1942 wurde Vallaster wie andere deutsche Beteiligte und Arbeitskräfte aus dem „Euthanasie“-Programm im Rahmen der „[[Aktion Reinhardt]]“ im [[Generalgouvernement]] (Polen) eingesetzt, wo er zunächst für kurze Zeit eine Einschulung im zeitlich ersten [[Vernichtungslager Belzec]] erhielt. Vallaster trug fortan [[Uniformen der SS|SS-Uniform]] und führte einen SS-Dienstgrad, wobei über das Datum seines Eintritts in die [[Schutzstaffel|SS]], seinen anfänglichen Dienstgrad und die SS-Einheiten, denen er angehörte, nichts bekannt ist. In dem nach Kriegsende eingerichteten [[Berlin Document Center]], das inzwischen vom deutschen [[Bundesarchiv (Deutschland)|Bundesarchiv]] übernommen wurde und das über etwa 60&amp;amp;nbsp;Prozent der ehemaligen Personalakten der SS verfügt, gibt es keine Unterlagen über Vallaster.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Feldkirch 2008, S.&amp;amp;nbsp;55.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war bei der „Aktion Reinhardt“ als [[SS-Scharführer]] tätig,&amp;lt;ref name=&amp;quot;deathcamps&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.deathcamps.org/belzec/perpetrators.html |titel=Belzec Perpetrators. An overview of the German and Austrian SS and Police Staff &amp;gt;&amp;gt;VALLASTER, Josef |hrsg=Aktion Reinhard Camps (www.deathcamps.org) |datum=2006-09-23 |zugriff=2009-12-01 |sprache=en |kommentar=Kurzangaben über die Einsätze von Josef Vallaster in Belzec und Sobibór}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei nicht auszuschließen ist, dass Vallaster wie andere aus dem T4-Personal bei ihrem Einsatz in den Vernichtungslagern „irgendeine Uniform – hier im Wirkungsbereich der SS naturgemäß eine SS-Uniform – tragen mußte“ und „demnach nur einen Nenn-Dienstgrad der SS“ führte.&amp;lt;ref&amp;gt;Adalbert Rückerl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Vernichtungslager im Spiegel deutscher Strafprozesse: Belzec, Sobibór, Treblinka, Chelmno&amp;#039;&amp;#039;. 2.&amp;amp;nbsp;Auflage, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1977, {{Falsche ISBN|3-423-02904-X}}, S.&amp;amp;nbsp;123ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wikipedia-sobibor-1-2.jpg|mini|Rangierbahnhof von [[Sobibór]], an dem die Häftlingstransporte ankamen. (Foto von 2007)]] Die Einschulung in Belzec umfasste das Tragen der SS-Uniform, das richtige Annehmen und Geben von Befehlen, das Tragen und den Gebrauch von Waffen und damit im Zusammenhang den Umgang mit den [[Trawniki-Männer]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war Vallaster im [[Vernichtungslager Sobibór]] als Aufseher tätig und am [[Massenmord]] an hauptsächlich [[Juden|jüdischen]] Menschen aus ganz Europa beteiligt. Kommandant des in der Nähe des Dorfes [[Sobibór]] gelegenen [[Vernichtungslager]]s war seit September 1942 der SS-Hauptsturmführer [[Franz Reichleitner]], der vorher als Stellvertretender Büroleiter in der Tötungsanstalt Hartheim tätig war und dem Vallaster somit bereits bekannt war. Vallaster beaufsichtigte in Sobibór im Lager&amp;amp;nbsp;III die Vergasung der Opfer und ihre Verbrennung; die Tätigkeit des Verbrennens oblag hier den Arbeitshäftlingen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deathcamps&amp;quot; /&amp;gt; Insgesamt wird die Zahl der Ermordeten im Lager Sobibór auf 150.000 bis 250.000&amp;amp;nbsp;Menschen geschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Zahlenangaben unterschiedlich bei: (1)&amp;amp;nbsp;Jules Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór.&amp;#039;&amp;#039; Münster 2003, S.&amp;amp;nbsp;11. (2)&amp;amp;nbsp;Barbara Distel: &amp;#039;&amp;#039;Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Riga, Warschau, Vaivara, Kaunas, Płaszów, Kulmhof/Chełmno, Bełżec, Sobibór, Treblinka.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2008, ISBN 978-3-406-57237-1, S.&amp;amp;nbsp;375.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Geheimhaltungsgründen war das Lager&amp;amp;nbsp;III von den anderen Lagerbereichen strikt getrennt und nur über eine [[Lorenbahn]] mit dem Lager&amp;amp;nbsp;I verbunden. Vallaster bediente unter anderem als „Maschinist“ eine Schmalspurbahn-Lokomotive und war für diejenigen Loren-Transporte zuständig, mit denen sofort nach Ankunft der Transportzüge im Lager die Toten sowie Gebrechlichen und Alten zu den Verbrennungsöfen transportiert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deathcamps&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das SS-Lagerpersonal, das überwiegend aus der Aktion T4 stammte, sah die Juden als eine minderwertige Rasse an und betrieb deren „fabrikmäßige“ Ermordung „als tägliche Arbeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Georg Bönisch u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Der dunkle Kontinent&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]].&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;21/2009, 18.&amp;amp;nbsp;Mai 2009, S.&amp;amp;nbsp;82ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der überlebende KZ-Häftling [[Yehuda Lerner]] (der bei der Häftlingsrevolte 1943 den SS-Mann [[Siegfried Graetschus]] tötete) berichtete nach dem Krieg, dass die SS-Männer sich [[Hausgans|Gänse]] hielten und diese aufscheuchten, wann immer Juden ermordet wurden, um deren Schreie durch das Geschnatter der Gänse zu übertönen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Diedrich Diedrichsen |url=http://www.schoah.org/schoah/Sobibór.htm |titel=Claude Lanzmann: Die glückliche Stunde |hrsg=[[haGalil]] (www.schoah.org) |abruf=2009-12-01 |kommentar=Inhaltsbeschreibung des Dokumentarfilms &amp;#039;&amp;#039;Sobibór, 14. Oktober 1943, 16 Uhr&amp;#039;&amp;#039; von Claude Lanzmann und seines Interviews mit dem Zeitzeugen Yehuda Lerner |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14.&amp;amp;nbsp;Oktober 1943 fand im Vernichtungslager eine [[Holocaust#Widerstand und Rettungsversuche|Revolte und Massenflucht]] von hauptsächlich Kriegsgefangenen jüdischer Herkunft aus [[Geschichte von Belarus#Zweiter Weltkrieg|Weißrussland]] unter Führung des kriegsgefangenen sowjetischen Leutnants [[Alexander Petscherski]] und von [[Leon Feldhendler]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Blatt: &amp;#039;&amp;#039;Nur die Schatten bleiben. Der Aufstand im Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei diesem [[Aufstand von Sobibór]] wurde Vallaster, wie auch andere SS-Männer, zu einem von den revoltierenden Häftlingen vorher verabredeten Zeitpunkt getötet. Er wurde um 16&amp;amp;nbsp;Uhr mit dem Vorwand von der Lorenbahn weggeholt, er möge in der Schusterwerkstatt seine neuen Stiefel anprobieren. Dort wurde er von den jüdischen Lagerhäftlingen [[Itzhak Lichtman]] und dem Schuster &amp;#039;&amp;#039;Scholem Fleischacker&amp;#039;&amp;#039; mit einer Axt erschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jules Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2003, S.&amp;amp;nbsp;332, Anm.&amp;amp;nbsp;477.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tötung erfolgte während der Anprobe und Übergabe der Stiefel an Vallaster, wobei die Häftlinge laut in sein Ohr „brüllen“ mussten, weil Vallaster [[Schwerhörigkeit|schwerhörig]] war. Vallaster bestellte vor seiner Tötung noch Pantoffeln für seine Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Rashke: &amp;#039;&amp;#039;Flucht aus Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Gerlingen 1998, S.&amp;amp;nbsp;317. (Gemäß Zeugenaussage, wobei Vallaster als „SS-Scharführer Fallaster“ bezeichnet wurde. Der Name wird in Vorarlberg wie mit „F“ ausgesprochen.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der SS wurden nahezu alle verbliebenen Häftlinge ermordet. Das Lager wurde infolge der Massenflucht bis Ende 1943 aufgegeben. Vallaster wurde am 17.&amp;amp;nbsp;Oktober 1943 auf dem Soldatenfriedhof in [[Chełm]] mit militärischen Ehren beerdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jules Schelvis: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.muzeum.wlodawa.metronet.pl/s_poscig.htm |titel=Pościg (dt. Verfolgung) |hrsg=Muzeum Pojezierza Łęczyńsko-Włodawskiego, [[Włodawa]], Polen |zugriff=2009-12-01 |sprache=pl |kommentar=Bericht über das Vernichtungslager Sobibór und den Häftlingsaufstand, enthält auch Angaben über die Beisetzung von Josef Vallaster u.&amp;amp;nbsp;a. |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090531082142/http://www.muzeum.wlodawa.metronet.pl/s_poscig.htm |archiv-datum=2009-05-31 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachkriegszeit und Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bestand lange Zeit das mehrheitliche Bedürfnis, „Österreich nur als [[Opferthese|erstes Opfer]] des Weltkrieges zu sehen“.&amp;lt;ref&amp;gt;In seinem Beitrag in &amp;#039;&amp;#039;[[Die Presse]]&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Mai 2006 thematisiert Peter Huemer den „[[Opferthese|Opfermythos]] Österreichs“ ([http://www.diepresse.com/home/diverse/zeichen/102900/index.do siehe online-Artikel]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine erste Aufarbeitung der eigenen nationalsozialistischen Vergangenheit und der NS-Verbrechen erfolgte in Österreich gegen Ende der 1970er/Anfang der 1980er Jahre eher zögerlich. Der unbewältigte Umgang mit der NS-Vergangenheit, der vor allem aus [[Verdrängung (Psychoanalyse)|Verdrängen]] bestand, änderte sich erst 1986 im Zuge der [[Waldheim-Affäre]], und es begann eine Auseinandersetzung mit den Opfer- und Täterrollen von Österreichern während der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diepresse.com/home/diverse/zeichen/102900/index.do &amp;#039;&amp;#039;Die Presse&amp;#039;&amp;#039; vom 27. Mai 2006]: Bericht von Peter Huemer: &amp;#039;&amp;#039;Wir waren dabei. Abschied vom sogenannten Opfermythos&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:KriegerdenkmalSilbertal.B-3.JPG|mini|Das ehemalige Kriegerdenkmal in [[Silbertal]], das von der Gemeinde im Juni 2009 entfernt wurde.]]&lt;br /&gt;
So blieb es auch lange Zeit öffentlich unbekannt, dass Josef Vallaster ein [[Kriegsverbrechen|Kriegsverbrecher]] war. In seinem Geburtsort Silbertal wurde er vielmehr auf dem örtlichen [[Kriegerdenkmal]] als Gefallener des Zweiten Weltkriegs genannt und damit zum Kriegsopfer erklärt. Seine [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus#Österreicher als Täter|NS-Täterschaft]] war seit Ende der 1980er Jahre zunächst nur in Historikerkreisen bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deathcamps&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kriegerdenkmal Silbertal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang der 2000er Jahre erschienen erste Veröffentlichungen, die sich mit der regionalen Geschichte von Silbertal während der NS-Zeit und dem Verhalten ortsangehöriger Soldaten während des Krieges kritisch auseinandersetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Netzer: &amp;#039;&amp;#039;Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; 2001 (s. Literatur).&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine öffentliche Diskussion über die NS-Verbrechen des aus Silbertal stammenden Josef Vallaster begann 2007, als [[Massenmedien|Medien]] den Fall aufgriffen. Die Gemeinde Silbertal richtete eine &amp;#039;&amp;#039;Geschichtswerkstatt&amp;#039;&amp;#039; unter Leitung des Montafoner Historikers [[Bruno Winkler (Historiker)|Bruno Winkler]] ein, die von mehreren Institutionen getragen und unter anderem von dem Historiker [[Wolfgang Weber (Historiker, 1964)|Wolfgang Weber]] vom [[Vorarlberger Landesarchiv]] fachlich begleitet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stand Montafon&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.stand-montafon.at/aktuelles/presse/Aufarbeitung |titel=Geschichte eines Massenmörders. Silbertaler Geschichtswerkstatt hat das Leben von NS-Täter Josef Vallaster gründlich aufgearbeitet |werk=Aktuelles: Pressemitteilung |hrsg=[[Stand Montafon]] (www.stand-montafon.at) |datum=November 2008 |abruf=2009-12-01 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weber veröffentlichte im November 2008 sein Buch &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór. Über Josef Vallaster und den Nationalsozialismus im Montafon&amp;#039;&amp;#039;, in dem er über Vallaster und zwei weitere NS-Täter aus der Region berichtet. Vallaster sei nach seiner Beisetzung in seiner Heimat als „gefallen“ gemeldet worden, was seine Aufnahme in die Gefallenenliste des Kriegerdenkmals erkläre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stand Montafon&amp;quot; /&amp;gt; Die Arbeit der &amp;#039;&amp;#039;Silbertaler Geschichtswerkstatt&amp;#039;&amp;#039; fand überregionales Interesse und stieß überwiegend auf positive Resonanz. Über das „modellhafte Erinnerungsprojekt“ wurde mehrmals in Zeitungen und Zeitschriften sowie im Fernsehen berichtet, wie zum Beispiel im November 2008 im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;[[Carl Lampert|Provikar-Lampert-Akademie 2008]]&amp;#039;&amp;#039; im [[Österreichischer Rundfunk|ORF]]-Fernsehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bitschnau&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karin Bitschnau |url=http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/katholisches-bildungswerk-vorarlberg/artikel/nachlese-lampert-akademie-2008 |titel=Nachlese: Lampert-Akademie 2008 |hrsg=Katholische Kirche Vorarlberg |datum=2009-07-23 |zugriff=2009-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich wurde 2009 durch die Gemeinde Silbertal entschieden, das &amp;#039;&amp;#039;[[Kriegerdenkmal Silbertal|Silbertaler Kriegerdenkmal]]&amp;#039;&amp;#039; durch einen Erinnerungsplatz zu ersetzen. Dort sollte nicht nur der aus dem Ort stammenden Gefallenen der beiden Weltkriege gedacht werden, sondern auch der Flüchtlinge, [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeiter]] und [[Aktion T4|„Euthanasie“-Opfer]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;orf-15-06-09&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://vorarlberg.orf.at/stories/368641/ |titel=Kriegerdenkmal in Silbertal wird entfernt |hrsg=[[Österreichischer Rundfunk|ORF]] (vorarlberg.orf.at) |datum=2009-06-15 |zugriff=2009-12-01 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2010HierStandSeit1968KriegerdenkmalSilbertal.JPG|mini|Steintafel zur Umgestaltung des Kriegerdenkmals (2010) mit Nennung Josef Vallaster]]&lt;br /&gt;
Das umstrittene Denkmal wurde von der Gemeinde Silbertal im Juni 2009 entfernt, wobei Drohungen von [[Neonazismus|Neonazis]] gegen die Gemeinde und gegen einzelne Personen zu einer beschleunigten Entscheidung beigetragen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jutta Berger |url=http://derstandard.at/1245820078885/Silbertal-in-Vorarlberg-Umstrittenes-Kriegerdenkmal-entfernt |titel=Silbertal in Vorarlberg. Umstrittenes Kriegerdenkmal entfernt |hrsg=[[Der Standard]] (derstandard.at) |datum=2009-06-25 |zugriff=2009-11-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.volksblatt.li/?newsid=29787&amp;amp;src=vb&amp;amp;region=re |titel=Neonazis drohen |hrsg=[[Liechtensteiner Volksblatt]] (www.volksblatt.li) |datum=2009-06-28 |zugriff=2009-11-30 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Geschichtswerkstatt Silbertal&amp;#039;&amp;#039; schloss ihre Aufarbeitung dieses Kapitels der NS-Geschichte ab und stellte im November 2009 ihr Konzept für den neuen Erinnerungsplatz vor. Am Standort des ehemaligen Kriegerdenkmals hatte zwischenzeitlich eine Informationstafel auf die baldige Neugestaltung als Erinnerungsstätte hingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.meznar-media.com/archives/310-NS-Vergangenheit-in-Silbertal-erfolgreich-aufgearbeitet.html |titel=NS-Vergangenheit in Silbertal erfolgreich aufgearbeitet |hrsg=Meznar Media (www.meznar-media.com) |datum=2009-11-12 |zugriff=2009-11-30 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2010 wurde der neue Gedenkplatz eröffnet. Die Denkmalfläche wurde in eine Ebene gelegt und unregelmäßig mit Steinplatten ausgelegt. Eine eigene Steinplatte erwähnt Josef Vallaster als Grund für die Umgestaltung. Eine Steintafel listet die Soldaten des Ersten Weltkrieges auf, eine zweite die Soldaten des Zweiten Weltkrieges. Eine dritte Steintafel nennt namentlich weitere Opfer des Zweiten Weltkrieges, darunter mehrere Zwangsarbeiter, einen Flüchtling und zwei „Euthanasie“-Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Nationalratsabgeordnete [[Harald Walser]] von [[Die Grünen – Die grüne Alternative|den Grünen]] im Mai 2012 bekannt gemacht hatte, dass Vallasters Name auch in den Totenbüchern in der [[Äußeres Burgtor (Wien)#Heldendenkmal und Krypta|Krypta des Heldentors]] in Wien aufgeführt wird, veranlasste Verteidigungsminister [[Norbert Darabos]] die Streichung Vallasters aus den Totenbüchern. Außerdem folgte die Anordnung einer Untersuchung durch Experten, die feststellen sollen, ob weitere Kriegsverbrecher unter den in den Totenbüchern aufgeführten gefallenen Soldaten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://wien.orf.at/news/stories/2537521/ |titel=Krypta: Darabos strich SS-Kriegsverbrecher |hrsg=[[Österreichischer Rundfunk|ORF]] (wien.orf.at) |datum=2012-06-17 |zugriff=2012-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Weber (Historiker, 1964)|Wolfgang Weber]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Vallaster: Ein kleines Rad, das größere am Laufen hielt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter, Helfer, Trittbrettfahrer. Band 5. NS-Belastete aus dem Bodenseeraum&amp;#039;&amp;#039;, Kugelberg, Gerstetten 2016, S. 272–286. ISBN 978-3-945893-04-3.&lt;br /&gt;
* Silbertal und Montafon:&lt;br /&gt;
:* Wolfgang Weber: &amp;#039;&amp;#039;Von Silbertal nach Sobibór. Über Josef Vallaster und den Nationalsozialismus im Montafon&amp;#039;&amp;#039;. [[Rheticus-Gesellschaft]], Feldkirch 2008 (=&amp;amp;nbsp;Heft 48/2008), ISBN 978-3-902601-07-0.&lt;br /&gt;
:* Hans Netzer: &amp;#039;&amp;#039;Silbertaler Soldaten im Zweiten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039;. Heimatschutzverein im Tale Montafon, Schruns 2003 (=&amp;amp;nbsp;Montafoner Schriftenreihe, Nr.&amp;amp;nbsp;8), ISBN 3-902225-06-8.&lt;br /&gt;
:* [[Michael Kasper (Historiker, 1980)|Michael Kasper]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Montafon unterm Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Montafoner Schriftenreihe 33, Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2023, ISBN 978-3-7030-6591-0.&lt;br /&gt;
* Vorarlberg:&lt;br /&gt;
:* [http://www.malingesellschaft.at/publikationen/vorarlberger-autorengesellschaft-j.-a.-malin-gesellschaft-1/studien-zur-geschichte-und-gesellschaft-vorarlbergs/gernot-egger-kiermayr-ausgrenzen-erfassen-vernichten.-arme-und-irre-in-vorarlberg Gernot Egger: &amp;#039;&amp;#039;Ausgrenzen-erfassen-vernichten. Arme und „Irre“ in Vorarlberg&amp;#039;&amp;#039;]. Vorarlberger Autoren-Ges., Bregenz 1990, ISBN 3-900754-07-1. ([http://www.malingesellschaft.at/publikationen/vorarlberger-autorengesellschaft-j.-a.-malin-gesellschaft-1/studien-zur-geschichte-und-gesellschaft-vorarlbergs/gernot-egger-kiermayr-ausgrenzen-erfassen-vernichten.-arme-und-irre-in-vorarlberg Inhaltsverzeichnis])&lt;br /&gt;
* NS-Tötungsanstalt Hartheim:&lt;br /&gt;
:* [[Walter Kohl (Schriftsteller)|Walter Kohl]]: &amp;#039;&amp;#039;„Ich fühle mich nicht schuldig“: Georg Renno, Euthanasiearzt&amp;#039;&amp;#039;. 1.&amp;amp;nbsp;Auflage, Zsolnay Verlag, Wien 2000, ISBN 3-552-04973-8.&lt;br /&gt;
:* [[Tom Matzek]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Mordschloss. Auf den Spuren von NS-Verbrechen im Schloss Hartheim&amp;#039;&amp;#039;. 1.&amp;amp;nbsp;Auflage, Kremayr &amp;amp; Scheriau Verlag, Wien 2002, ISBN 3-218-00710-0. ([http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20021017_OTS0043 Inhaltsbeschreibung])&lt;br /&gt;
:* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“ im NS-Staat. Die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“&amp;#039;&amp;#039;. 11.&amp;amp;nbsp;Auflage, Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2004 (=&amp;amp;nbsp;Fischer-Taschenbücher, Nr.&amp;amp;nbsp;4326; &amp;#039;&amp;#039;Die Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;), ISBN 3-596-24326-2.&lt;br /&gt;
* Vernichtungslager Sobibór&lt;br /&gt;
:* Richard Rashke: &amp;#039;&amp;#039;Flucht aus Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. 1.&amp;amp;nbsp;Auflage, Bleicher Verlag, Gerlingen 1998, ISBN 3-88350-740-7 ([[Belletristik|Belletristische]] Darstellung; dt. Übers.; engl. Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Escape from Sobibór&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
:* [[Thomas Blatt|Thomas Toivi Blatt]]: &amp;#039;&amp;#039;Nur die Schatten bleiben. Der Aufstand im Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. 1.&amp;amp;nbsp;Auflage, Aufbau-Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-351-02504-1. (dt. Übers.; engl. Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;From the ashes of Sobibór&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
:* [[Jules Schelvis]]: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtungslager Sobibór&amp;#039;&amp;#039;. Unrast Verlag, Münster 2003 (=&amp;amp;nbsp;Reihe: &amp;#039;&amp;#039;rat – Reihe antifaschistischer Texte&amp;#039;&amp;#039;), ISBN 3-89771-814-6.&lt;br /&gt;
* Österreich:&lt;br /&gt;
:* [[Thomas Albrich]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Holocaust und Kriegsverbrechen vor Gericht. Der Fall Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Studien-Verlag, Innsbruck-Wien-Bozen 2006, ISBN 3-7065-4258-7 (Aufsatzsammlung; [http://aleph.onb.ac.at/F/7C4Q1TVXMTQ16CE7FQN8S6G6L7FAU1H7SRE5DMPQV6Y9NAMSAL-01636?FUNC=find-c&amp;amp;CCL_TERM=+(IBN%3D(3706542587))+&amp;amp;local_base=ONB01 Verzeichnis der einzelnen Fachaufsätze])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Tom Matzek]] |url=http://magazine.orf.at/alpha/programm/2002/20312_hartheim.htm |titel=Das Mordschloss – Eine Dokumentation über die Gräuel in Schloss Hartheim |hrsg=Österreich 2001; Kurzbeschreibung beim: [[Stadtkino (Wien)|ORF]] (orf.at) |zugriff=2010-01-27 |kommentar=[[Dokumentarfilm|TV-Dokumentation]] des ORF über die NS-Tötungsanstalt Hartheim}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Claude Lanzmann]] |url=http://www.stadtkinowien.at/film/140/ |titel=Sobibór, 14 octobre 1943, 16 heures |hrsg=[[Dokumentarfilm]], Frankreich 2001; dt. Kurzbeschreibung bei: [[Stadtkino (Wien)|Stadtkino, Wien]] (www.stadtkinowien.at) |zugriff=2009-12-01 |kommentar=Franz. Film über den Aufstand in Sobibór}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.vol.at/news/vorarlberg/artikel/silbertal-arbeitet-ns-zeit-auf/cn/news-20070728-01380876 |titel=Silbertal arbeitet NS-Zeit auf |hrsg=[[Vorarlberger Medienhaus|Vorarlberg Online]] (www.vol.at) |datum=2007-07-28 |zugriff=2009-12-01 |kommentar=Enthält mehrere Fotos von Josef Vallaster und seiner Familie}}&lt;br /&gt;
* [http://www.malingesellschaft.at/aktuell/weiteres/debatte-um-das-kriegerdenkmal-in-silbertal Dokumentation der J.-A.-Malin-Gesellschaft] zur Auseinandersetzung um Josef Vallaster 2007–2012&lt;br /&gt;
* [http://www.schloss-hartheim.at/ Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim] – Internetauftritt der heutigen [[Gedenkstätte]] im [[Schloss Hartheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochener Artikel&lt;br /&gt;
|artikel      = Josef Vallaster&lt;br /&gt;
|dateiname    = De-Josef-Vallaster 01.ogg&lt;br /&gt;
|dauer        = 18:31&lt;br /&gt;
|größe        = 6,6 MB&lt;br /&gt;
|sprecher     = Steffi Böttger&lt;br /&gt;
|geschlecht   = weiblich&lt;br /&gt;
|dialekt      = Hochdeutsch&lt;br /&gt;
|oldid        = 71627986&lt;br /&gt;
|artikeldatum = 2010-03-08&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|17. Januar 2010|69331158}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1070584835|LCCN=nb/2012/17869|VIAF=254331920}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vallaster, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Aktion T4)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im Vernichtungslager Sobibor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Vorarlberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vallaster, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Nationalsozialist und NS-Täter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Silbertal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vernichtungslager Sobibór]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mützelzipfe</name></author>
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