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	<title>Josef Trischler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Trischler&amp;diff=136727&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Weltenspringerin: /* Bewertung */ WP-Link auf Heike Amos</title>
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		<updated>2024-09-16T10:33:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bewertung: &lt;/span&gt; WP-Link auf Heike Amos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Trischler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. März]] [[1903]] in [[Boróc]], [[Königreich Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[18. Dezember]] [[1975]]) gehörte vor 1945 als Vertreter der jeweiligen deutschen Minderheit nacheinander den Parlamenten von [[Jugoslawien]] und [[Ungarn]] an. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er ein deutscher Politiker, zuerst der [[Freie Demokratische Partei|Freien Demokratischen Partei]], dann der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|Christlich Demokratischen Union]]. Er war von 1949 bis 1953 [[Mitglied des Deutschen Bundestages]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Trischler besuchte die Volksschule in seinem Geburtsort in der [[Batschka]], danach die deutsche Abteilung des staatlichen Realgymnasiums in [[Jimbolia|Žombolj]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Hatzfeld&amp;#039;&amp;#039;). Nach Abschluss des Gymnasiums 1923 studierte er an der [[Technische Universität München|Technischen Hochschule München]] und erhielt 1929 den Titel „Dipl.-Ing. in Chemie“ (Diplomlandwirt),&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amos&amp;quot; /&amp;gt; 1930 promovierte er zum Dr. techn. 1932 war er als Professor an der „Privaten Deutschen Lehrerbildungsanstalt“ in [[Zrenjanin]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Großbetschkerek&amp;#039;&amp;#039;), und nach deren Verlegung 1933 in [[Vrbas (Stadt)|Vrbas]] (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Neuwerbass&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Böhm (Historiker)|Johann Böhm]]: [https://books.google.de/books?id=uAbc0MbRQqEC&amp;amp;pg=PA200 &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Volksgruppe in Jugoslawien 1918–1941: Innen- und Außenpolitik als Symptome des Verhältnisses zwischen deutscher Minderheit und jugoslawischer Regierung.&amp;#039;&amp;#039;] Verlag Peter Lang, 2009, ISBN 3-631-59557-3, S.&amp;amp;nbsp;200&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1932 gehörte er hier unter anderem mit [[Sepp Janko|Josef Janko]] und [[Adam Krämer]] dem Kreis der [[Erneuerungsbewegung (Zeit des Nationalsozialismus)|Erneuerer]] an, einer radikalen Opposition innerhalb des [[Schwäbisch-Deutscher Kulturbund|Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes]], die sich zunehmend am [[Nationalsozialismus]] orientierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Casagrande: &amp;#039;&amp;#039;Die volksdeutsche SS-Division &amp;quot;Prinz Eugen&amp;quot;: die Banater Schwaben und die nationalsozialisten Kriegsverbrechen&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, 2003. ISBN 3-593-37234-7, S.&amp;amp;nbsp;136&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1941 bis 1945 war er als Wirtschaftsbeauftragter der deutschen Volksgruppe der Batschka tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amos&amp;quot; /&amp;gt; Er war Verbandspräsident der Deutschen Genossenschaften in Jugoslawien.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Facius]], Gerhard Granier, Josef Henke, Klaus Oldenhage: [https://books.google.de/books?id=6Vr4zNJv6wEC&amp;amp;pg=PA471 &amp;#039;&amp;#039;Das Bundesarchiv und seine Bestände, Ausgaben 10-12.&amp;#039;&amp;#039;] Bundesarchiv, Oldenbourg Verlag, 1977. ISBN 3-7646-1688-1, S.&amp;amp;nbsp;471&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vertreter der deutschen Minderheit scheiterte er zunächst bei den Wahlen zum Parlament [[Jugoslawien]]s, konnte dort jedoch als Nachrücker von 1939 bis 1941 einziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwartz&amp;quot;&amp;gt;Michael Schwartz, [[Michael Buddrus]], Martin Holler, Alexander Post: [https://books.google.de/books?id=n-j_FSixDI4C&amp;amp;pg=PA301 &amp;#039;&amp;#039;Funktionäre mit Vergangenheit: Das Gründungspräsidium des Bundesverbandes der Vertriebenen und das &amp;quot;Dritte Reich&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;] Oldenbourg Verlag, 2013. ISBN 3-486-71626-3, S.&amp;amp;nbsp;289&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der Aufteilung Jugoslawiens nach dem [[Balkanfeldzug (1941)|Balkanfeldzug]] vereinnahmte das [[Königreich Ungarn]] Teile der Batschka, wodurch die mittlerweile straff organisierten regionalen „[[Volksdeutsche]]n“ des Kulturbundes in ihrem ungarischen Pendant, dem [[Volksbund der Deutschen in Ungarn]] (VDU), politisch aufgingen. Die vormaligen Volksvertreter der serbischen Versammlung [[Skupština (Versammlung der Volksvertretung)|Skupština]] Trischler, [[Franz Hamm]] und Sepp Spreitzer wurden nun auf Vorschlag der Volksgruppenführung von 1942 bis 1945&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amos&amp;quot; /&amp;gt; in das ungarische Parament berufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Spannenberger: [https://books.google.de/books?id=lKD5cH3zaT0C&amp;amp;pg=PA289 &amp;#039;&amp;#039;Der Volksbund der Deutschen in Ungarn 1938–1944 unter Horthy und Hitler.&amp;#039;&amp;#039;] Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Östlichen Europa. Oldenbourg Verlag, 2005. ISBN 3-486-57728-X, S.&amp;amp;nbsp;289&amp;lt;/ref&amp;gt; Während ihrer Zeit als ungarische Reichstagsabgeordnete wurde 1943 ein Handgranatenattentat auf diese drei deutschstämmigen Abgeordneten verübt, welches jedoch fehlschlug. Der Täter, ein sich betrogen fühlender [[Schutzstaffel|SS]]-Mann auf Heimaturlaub, hatte die Abgeordneten für die Einberufung von „Volksdeutschen“ zur [[Waffen-SS]] verantwortlich gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Scherer]]: {{OstdtBio|trischler-josef-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit dem [[Holocaust#Ungarn|Holocaust]] forderte Trischler im Parlament mit Eduard Keintzel, Erich Szegedi und Franz Hamm im Juni und Juli 1944, „die deutsche Volksgruppe an der Verteilung des jüdischen Vermögens zu beteiligen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Politische Wochenberichte aus Südosteuropa, BA R 63/348/268, 271, 272. In: [[Gerhard Seewann]]: [https://digital.herder-institut.de/publications/frontdoor/deliver/index/docId/105/file/Studien_24II_ISBN_9783879693740.pdf &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Deutschen in Ungarn, Band 2: 1860 bis 2006.&amp;#039;&amp;#039;] Verlag Herder-Institut, Marburg 2012, ISBN 978-3-87969-374-0, S.&amp;amp;nbsp;294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Trischler als [[Heimatvertriebene]]r nach [[Deutschland]] fliehen und kam so nach [[Bayern]]. Er gehörte dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] in dessen [[Bundestagswahl 1949|erster Legislaturperiode]] von 1949 bis 1953&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amos&amp;quot; /&amp;gt; an. Er wurde über die Landesliste der [[FDP Bayern|FDP in Bayern]] gewählt, trat aber später in die [[CDU]] ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amos&amp;quot; /&amp;gt; Trischler setzte sich im Bundestag vor allem für die Rechte der deutschsprachigen Heimatvertriebenen aus den Gebieten ein, die nicht zum [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich]] gehört hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit [[Rudolf Wagner (Historiker)|Rudolf Wagner]] und Heinrich Reitinger war er Mitglied im Präsidium des 1951 gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Rats der Südost-Deutschen&amp;#039;&amp;#039;, der Vertretung von neun [[Vertriebenenverband|Landsmannschaften]] Südosteuropas.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schoenberg&amp;quot;&amp;gt;H.W. Schoenberg: [https://books.google.de/books?id=UVEBCAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA110 &amp;#039;&amp;#039;Germans from the East: A Study of Their Migration, Resettlement and Subsequent Group History, Since 1945. Studies in Social Life.&amp;#039;&amp;#039;] Verlag Springer Science &amp;amp; Business Media, 2012. ISBN 94-010-3245-9, S.&amp;amp;nbsp;110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wiederaufbau und Wohnungswesen sowie im Ausschuss für Heimatvertriebene tätig. Trischler war in den 1950er Jahren Vorstandsmitglied der [[Landsmannschaft der Donauschwaben]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schoenberg&amp;quot; /&amp;gt; Nach ihm ist die &amp;#039;&amp;#039;Trischler-Stiftung&amp;#039;&amp;#039; der [[Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen]] mit Sitz in [[Budapest]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
Die Historikerin [[Heike Amos]] kam zu der Ansicht, dass Trischler eine prominente Person innerhalb der deutschen Minderheit in Jugoslawien und Ungarn war, aber nie „[[Volksgruppenführer]]“. Vermutlich sei er auch nicht in paramilitärische Aktivitäten verwickelt gewesen. „Zeitzeugen nannten ihn politisch einen Opportunisten, aber keinen Nationalsozialisten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Amos&amp;quot;&amp;gt;Heike Amos: [https://books.google.de/books?id=LYh51htLYfUC&amp;amp;pg=PA165 &amp;#039;&amp;#039;Vertriebenenverbände im Fadenkreuz: Aktivitäten der DDR-Staatssicherheit 1949 bis 1989.&amp;#039;&amp;#039;] Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, Sondernummer. Oldenbourg Verlag, 2011. ISBN 3-486-71334-5, S.&amp;amp;nbsp;165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Schwartz]], [[Michael Buddrus]], Martin Holler und Alexander Post meinten, die Nichtmitgliedschaft Trischlers in der [[NSDAP]] hätte lediglich auf dessen staatsbürgerlicher Nichtzugehörigkeit zum Deutschen Reich basiert. Trischler wäre eindeutig NS-Sympathisant gewesen und hätte seine politische Karriere ab 1938 auf die Förderung durch NS-Diplomatie und NS-Auslandsorganisationen gestützt. Er hätte folgerichtig zum Ende seiner politischen Karriere in Ungarn 1944/45 zu einer offen als nationalsozialistisch deklarierten Abgeordnetengruppe im ungarischen Reichstag gehört. Trischler wäre somit ohne weiteres der NSDAP beigetreten, wenn ihm dies in Jugoslawien oder Ungarn möglich gewesen wäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwartz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Vierhaus]], [[Ludolf Herbst]] (Hrsg.), Bruno Jahn (Mitarb.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der Mitglieder des Deutschen Bundestages. 1949–2002.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;N–Z. Anhang.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-23782-0, S. 884.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Josef Trischler&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Michael Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Funktionäre mit Vergangenheit. Das Gründungspräsidium des Bundes der Vertriebenen und das „Dritte Reich“&amp;#039;&amp;#039;. München : Oldenbourg, ISBN 978-3-486-71626-9, S. 579f. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=17242108X|LCCN=n/92/55575|VIAF=212322119}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Trischler, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawiendeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungarndeutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jugoslawe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Trischler, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (FDP), MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. März 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Boróc]], [[Königreich Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Dezember 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Weltenspringerin</name></author>
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