<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Josef_Stini</id>
	<title>Josef Stini - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Josef_Stini"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Stini&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T09:52:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Stini&amp;diff=1452282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Stini&amp;diff=1452282&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T21:18:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Stiny Hof TU-Wien-DSC 3573w.jpg|mini|rechts|Gedenktafel für Josef Stiny im Hof der [[TU Wien]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Stini&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Stiny&amp;#039;&amp;#039;; * [[20. Februar]] [[1880]] in [[Wappoltenreith]], einem Ort in der Gemeinde [[Irnfritz-Messern]], [[Niederösterreich]]; †&amp;amp;nbsp;[[28. Januar|28. Jänner]] [[1958]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer [[Geologie|Geologe]]. Er gehört mit seinen grundlegenden geologischen Untersuchungen im Zusammenhang mit [[Talsperre]]n- und Tunnelprojekten zu den Mitbegründern der Bau- oder „[[Ingenieurgeologie]]“. Er lieferte auch Arbeiten über die Auswahl und Beurteilung der Straßenbaugesteine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium und Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Stini studierte [[Forstwirtschaft]] und [[Wildbachverbauung]] an der [[Universität für Bodenkultur Wien|Hochschule für Bodenkultur in Wien]] sowie die Fächer [[Bauingenieurwesen]] und Geologie in Graz. In den Jahren 1911 bis 1915 und während des Ersten Weltkrieges arbeitete Stini im Bereich der Wildbachverbauung. 1919 begann seine Lehrtätigkeit, zunächst an der [[Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft Bruck an der Mur|Höheren Forstlehranstalt in Bruck an der Mur]], ab 1925 lehrte Stini an der [[Technische Universität Wien|Technischen Hochschule in Wien]] als ordentlicher Professor für Geologie, wo er zwei Jahrzehnte lang maßgeblich an der Entwicklung des Instituts beteiligt war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken in der NS-Zeit ==&lt;br /&gt;
In der [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|Zeit des Nationalsozialismus]] wurde er 1938 Mitglied der [[NSDAP]] und des [[Nationalsozialistisches Kraftfahrkorps|Nationalsozialistischen Kraftfahrkorps]]. 1943 bewilligte ihm der [[Reichsforschungsrat]] eine Sachbeihilfe für „die Durchführung von Untersuchungen über die Abdichtung von Staudämmen und Untersuchungen von Lockermassen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB), S. 292f, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des Krieges nahm seine angewandte gutachterliche Tätigkeit stark zu (46 Arbeiten 1940, 79 in 1941, 79 in 1942, 93 in 1943, 112 in 1944).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mertz2020&amp;quot;&amp;gt;Gunnar Mertz (2020): &amp;#039;&amp;#039;„Das Braun der Erde“: Die Träger der Haidinger-Medaille der Geologischen Bundesanstalt und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, 160, S. 359–408. [https://www.zobodat.at/pdf/JbGeolReichsanst_160_0359-0408.pdf (Online)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war in mehreren Außenlagern des [[KZ Mauthausen]] tätig, u.&amp;amp;nbsp;a. bei der Untertage‑Verlagerung in der „[[Seegrotte]]“ in [[Hinterbrühl]] (Decknamen „Lisa“/„Languste“), wo er ab Juli 1944 die geologischen Verhältnisse begutachtete, Erweiterungen empfahl und mit Direktion der [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Heinkel‑Werke]], der obersten Bauleitung der [[Organisation Todt]] sowie der Firma Heberer zusammenarbeitete. Als sich die Kolben‑Pressluftanlage als problematisch erwies, warnte er vor Gebirgserschütterungen und empfahl eine rotierende Anlage. Für den [[Loiblpass|Loibltunnel]] in den Karawanken, auf dessen Nord‑ und Südseite Lager für Zwangsarbeiter eingerichtet waren, kooperierte Stini mit der Bauführung. Seine fachlich‑technischen Entscheidungen hatten Einfluss auf die zur Arbeit gezwungenen Personen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mertz2020&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirken ==&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde Stini wegen seiner Mitgliedschaft in der NSDAP im August 1945 „mit sofortiger Wirkung“ von der Lehrtätigkeit an der Technischen Hochschule Wien enthoben. Eine Sonderkommission erklärte ihn im September 1945 aber als tragbar und supplierte seine Lehrkanzel weiter und wurde im Mai 1946 in den dauernden Ruhestand versetzt. Nach dem Verbotsgesetz 1947 galt Stini als minderbelastet. Ein erneutes Ansuchen um einen Lehrauftrag für das Wintersemester 1947/48 wurde „wegen Zugehörigkeit des Professor Stiny zu den registrierungspflichtigen Personen“ nicht genehmigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verdienste von Josef Stini lagen im Bemühen, das Grenzgebiet zwischen Geologie und Bauwesen als eigenständige Disziplin, die Ingenieurgeologie, zu entwickeln. Sein Hauptaugenmerk richtete er dabei auf Erkundung der geologischen Verhältnisse durch genaue Beobachtung, Kartierung aller geologischen Erscheinungen im Gelände und Einarbeitung sämtlicher Informationen in die Baupläne, womit er zum Wegbereiter für die [[Felsmechanik]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Lehrtätigkeit ist seine Rolle als Verfasser und Herausgeber hervorzuheben. Die von ihm gegründete Fachzeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Geologie und Bauwesen&amp;#039;&amp;#039; erschien drei Jahre im Selbstverlag, bis der [[Springer Science+Business Media|Springer-Verlag]] die Zeitschrift übernahm. Sie wurde ab 1963 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Felsmechanik und Ingenieurgeologie&amp;#039;&amp;#039; und wird heute als &amp;#039;&amp;#039;[[Rock Mechanics]]&amp;#039;&amp;#039; immer noch von Springer publiziert. Die Herausgeberschaft übernahm nach seinem Tod sein Schüler [[Leopold Müller (Bauingenieur)|Leopold Müller]], der die Felsmechanik auf eine breite, wissenschaftliche Basis stellte. An geologischen Gutachten machte Stini beispielsweise jene der [[Kamp (Fluss)|Kamptal-Kraftwerke]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://www.geologie.ac.at/filestore/download/gok_ab_20.pdf |text=Über geologische Aufnahmen beim Bau der Kamptal-Kraftwerke |archivebot=2018-04-17 20:42:42 InternetArchiveBot}} (PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB) von Christof Exner aus 1953, abgerufen am 7. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso wie an der [[Großglockner-Hochalpenstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der umfangreiche fachliche Nachlass Stinis wurde durch das Land Niederösterreich käuflich erworben und besteht neben Manuskripten, geologischen Karten und 105 Feldtagebüchern aus über 700 Gutachten, die sich auf Österreich und das benachbarte Ausland beziehen. Darin werden unter anderen Themen wie die Beurteilung von Gesteinen, Baugrundfragen im Straßen-, Stollen- und Tunnelbau, Kraftwerksbau, Fragen zur Wasserversorgung, Risikofaktoren wie Muren und Rutschungen erörtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Stinygasse&amp;#039;&amp;#039; in Wien-[[Favoriten]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ehrenmitglied der [[Österreichische Geologische Gesellschaft|Österreichischen Geologischen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* Träger der [[Eduard-Sueß-Gedenkmünze]] der Österreichischen Gesellschaft für Geologie&lt;br /&gt;
* Träger der [[Haidinger-Medaille]] der [[Geologische Bundesanstalt|Geologischen Bundesanstalt]]&lt;br /&gt;
* Ehrendoktorat der [[Technische Universität Wien|Technischen Universität Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Eine Liste von 330 Veröffentlichungen wurde im Nachruf von Prof. Kieslinger, Stinis Nachfolger am Institut für Geologie, erstellt; siehe Weblinks. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Muren,  1910&lt;br /&gt;
* Technische Gesteinskunde, Waldheim-Eberle, Wien 1919&lt;br /&gt;
* Technische Geologie, Encke, Stuttgart 1922&lt;br /&gt;
* Die Quellen, Springer, Wien 1933&lt;br /&gt;
* Die Auswahl und Beurteilung der Straßenbaugesteine, Springer, Wien 1935&lt;br /&gt;
* Tunnelbaugeologie, Springer, Wien 1950&lt;br /&gt;
* Mineralogie für Ingenieure des Tief – und Hochbaues und der Kulturtechnik, Springer, Wien 1952&lt;br /&gt;
* Gebirgsgeologie, 1955&lt;br /&gt;
* Artikel Gebirgsgeologie im [[Grundbau-Taschenbuch]] 1955, 1966&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gunnar Mertz: &amp;#039;&amp;#039;„Das Braun der Erde“: Die Träger der Haidinger-Medaille der Geologischen Bundesanstalt und der Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt, 160, Wien 2020. S. 359–408. [https://www.zobodat.at/pdf/JbGeolReichsanst_160_0359-0408.pdf (Online)]&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117742368}}&lt;br /&gt;
* Lexikon der Naturwissenschaftler. Berlin 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ig.tuwien.ac.at/fileadmin/mediapool-ingenieurgeologie/Diverse/Nachrufe/Stiny.pdf Nachruf] des Instituts für Geotechnik der TU Wien (PDF-Datei; 3,3&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* {{austriaforum|AEIOU/Stini,_Josef}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ig.tuwien.ac.at/fileadmin/mediapool-ingenieurgeologie/Diverse/Nachrufe/Stiny.pdf Nachruf an Prof. Stiny] (PDF; 3,1&amp;amp;nbsp;MB) der TU Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117742368|LCCN=n/82/164412|VIAF=51976758}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stini, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geotechniker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stini, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stiny, Josef&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Geologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. Februar 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wappoltenreith]], Niederösterreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Januar 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
	</entry>
</feed>