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	<title>Josef Seliger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Seliger&amp;diff=864711&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JensKunstfreund: /* Leben */ Verlinkung eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-28T15:10:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Verlinkung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Seliger (1870-1920).jpg|mini|Josef Seliger (1910)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Emilian Seliger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. Februar]] [[1870]] in [[Krásná Studánka|Schönborn]] bei [[Liberec|Reichenberg]], [[Böhmen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:4e496e4e:12216bae987:-7331&amp;amp;scan=732bda916aff48aca03d2e7728ae2920 vademecum.soalitomerice.cz – Schönborn (Krásná Studánka), Böhmen, Taufbuch, 1850–1874, Seite 113, 5. Zeile]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[18. Oktober]] [[1920]] in [[Teplitz-Schönau]], [[Tschechoslowakei]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://vademecum.soalitomerice.cz/vademecum/permalink?xid=09ddd7cea03b9b8d:-1b1ffbd2:1261cfe24ad:-7a21&amp;amp;scan=ce92d9daa1ca47f981f44d2018c597b3 vademecum.soalitomerice.cz –Teplitz-Schönau (Teplice), Böhmen, Sterbebuch, 1918–1923, Seite 305, Eintrag Nr. 617, 6. Zeile]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschböhmen und Deutschmährer|deutschböhmischer]] sozialdemokratischer Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Textilarbeiter betätigte sich als Gewerkschaftssekretär und als Redakteur sozialdemokratischer Zeitungen in [[Nordböhmen]]. Er war von 1907 bis 1918 [[Sozialdemokratische Partei Österreichs#1889–1918: Victor Adlers „k.k.“ Sozialdemokratie|SDAP]]-Abgeordneter zum [[Reichsrat (Österreich)|österreichischen Reichsrat]]. Nach dem Zerfall [[Österreich-Ungarn]]s war er 1918/19 Mitglied der [[Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich|Provisorischen Nationalversammlung]] für [[Deutschösterreich]] und Landeshauptmann-Stellvertreter der kurzlebigen [[Provinz Deutschböhmen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er aufgrund des [[Vertrag von Saint-Germain|Vertrages von Saint-Germain]], der die deutschsprachigen Gebiete Böhmens und Mährens der [[Tschechoslowakei]] zuschlug, im Jahr 1919 aus dem Wiener Parlament ausscheiden musste, wurde er zum ersten Vorsitzenden der [[Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik|Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik]] (DSAP) gewählt. 1920 wurde er zum Abgeordneten der Nationalversammlung in Prag gewählt, wo er dem Abgeordnetenklub der DSAP vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seliger wuchs im mehrheitlich deutschsprachigen Teil Nordböhmens auf, das damals zur österreichischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie gehörte. Der gelernte Weber und Tuchmachergehilfe war ab 1893 Angestellter des [[Konsumgenossenschaft|Arbeiter-Konsumvereins]] in [[Teplice|Teplitz]], später dessen Aufsichtsratsmitglied und während des Ersten Weltkriegs dessen Obmann. Ab 1894 war er Redakteur der in Teplitz erscheinenden sozialdemokratischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Volksstimme&amp;#039;&amp;#039;, ab 1896 der &amp;#039;&amp;#039;Freiheit&amp;#039;&amp;#039;. Ebenfalls 1894 gehörte Seliger zu den Gründern des Fachvereins der Textilarbeiter in Teplitz und wurde deren erster Obmann. Neben seiner Redakteurstätigkeit war er von 1897 bis 1920 Obmann der Bezirkskrankenkasse Teplitz-Schönau. Auf dem historischen Parteitag der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs#1889–1918: Victor Adlers „k.k.“ Sozialdemokratie|österreichischen Sozialdemokratie]] im Jahre 1899 in [[Brünn]] erläuterte er als Referent des Parteivorstands (unter [[Victor Adler]]) das auf dem Parteitag verabschiedete [[Brünner Programm|Brünner Nationalitätenprogramm]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seliger wurde 1905 Mitglied der böhmischen Landesparteileitung und 1907 Landesvertrauensmann und Vorsitzender der deutschen Sozialdemokratie in Böhmen. Nach Einführung des allgemeinen Männerwahlrechts wurde er in den Jahren 1907 und 1911 als Vertreter des [[Wahlbezirk Böhmen 110|Wahlbezirks Böhmen 110]] (Landgemeinden im Gerichtsbezirk Teplitz) in das Abgeordnetenhaus des österreichischen Reichsrats gewählt. Dort saß er im Klub der deutschen Sozialdemokraten, der bis 1911 mit den Sozialdemokraten anderer Nationalitäten den Verband der sozialdemokratischen Abgeordneten bildete. Im Parlament tat sich Seliger als Experte in Verfassungs- und Haushaltsfragen hervor. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 verteidigte er die [[Burgfriedenspolitik]], die der linke Flügel der Partei ablehnte. Im Jahr 1918 war er zeitweise Klubobmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Zerfall der Habsburgermonarchie am Ende des Ersten Weltkriegs bemühte sich Seliger – an der Seite deutschnationaler Abgeordneter wie [[Raphael Pacher]] und [[Rudolf Lodgman von Auen]] – vergeblich, die deutschsprachigen Teile Böhmens an den im November 1918 ausgerufenen Staat [[Deutschösterreich]] anzuschließen, der sich als Teil der neuen [[Weimarer Republik|deutschen Republik]] etablieren wollte. Er gehörte der [[Provisorische Nationalversammlung für Deutschösterreich|Provisorischen Nationalversammlung für Deutschösterreich]] an, welcher ihn in den die Vollzugsgewalt ausübenden [[Staatsrat (Österreich)#Staatsrat als Regierungs- und Vollzugsgewalt|Staatsrat]] entsandte. In der Regierung der nur wenige Wochen bestehenden [[Provinz Deutschböhmen]] mit Sitz in Reichenberg war er [[Landeshauptmann]]-Stellvertreter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem der Anschluss Deutschböhmens und -mährens an die Tschechoslowakei durch den [[Vertrag von Saint-Germain]] im September 1919 endgültig geworden war, gründete sich in Teplitz-Schönau die [[Deutsche sozialdemokratische Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republik]] (DSAP), zu deren erstem Vorsitzenden Seliger gewählt wurde. Bei der ersten tschechoslowakischen Parlamentswahl im April 1920 war die DSAP mit rund 690.000 Stimmen (11,1 Prozent) die stärkste unter den Parteien der deutschen Minderheit und Seliger zog in das Abgeordnetenhaus der tschechoslowakischen Nationalversammlung ein. Sein Tod im Alter von 50 Jahren nur wenige Tage nach dem zweiten Parteitag, der 1920 in [[Karlsbad]] stattfand, bedeutete für die Partei einen schweren Verlust. Sein Nachfolger an der Parteispitze war [[Ludwig Czech]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wisterschan-Grab-Seliger-3.jpg|mini|Grabstätte von Josef Seliger]]&lt;br /&gt;
Sein Grab befindet sich auf dem Alten Schönauer Friedhof in [[Bystřany]] (Wisterschan) bei Teplice und wird durch einen großen Sandsteinblock markiert (Entwurf: [[Johannes Watzal]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die 1951 gegründete „Gesinnungsgemeinschaft sudetendeutscher Sozialdemokraten“ innerhalb der Sudetendeutschen Landsmannschaft nennt sich [[Seliger-Gemeinde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Gemeinde [[Ottobrunn]] bei [[München]] gibt es eine „Josef-Seliger-Siedlung“. Ihr Bau wurde 1952 von der &amp;#039;&amp;#039;Gemeinnützigen Flüchtlings-Bau- und Siedlungsgenossenschaft e.&amp;amp;nbsp;GmbH Ottobrunn&amp;#039;&amp;#039; begonnen, die von überwiegend [[Deutschböhmen und Deutschmährer|deutschböhmischen]] [[Heimatvertriebener (Bundesvertriebenengesetz)|Heimatvertriebenen]] gegründet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Ottobrunn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ottobrunn. Von Otto bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Ottobrunn 1986, S.&amp;amp;nbsp;160&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Archiv der sudetendeutschen Sozialdemokratie, seit 1989 als ein gesonderter Teil-Bestand bei der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]] gelagert, ist ihm zu Ehren „Seliger-Archiv“ benannt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://library.fes.de/library/html/wir-seligerarchiv.html Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung], auf library.fes.de, abgerufen am 1. Juni 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; bis in die 1970er Jahre gab es einen gleichnamigen Verlag in Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass des 130. Geburtstages des Politikers wurde am 16.&amp;amp;nbsp;März 2000 in der Siedlung der Heimatvertriebenen (Seliger-Siedlung) in Wien, 10.&amp;amp;nbsp;Bezirk, Sapphogasse&amp;amp;nbsp;20, durch die Seliger-Gemeinde eine Gedenktafel enthüllt. Hier heißt es u.&amp;amp;nbsp;a.:&lt;br /&gt;
{{Zitat|er war einer der bedeutendsten sudetendeutschen Sozialdemokraten, der gemeinsam mit den anderen sudetendeutschen Parteien am 4.&amp;amp;nbsp;März 1919 zu einem Generalstreik aufrief, um für das Selbstbestimmungsrecht und den Verbleib bei Österreich einzutreten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|12|152||Seliger Josef|M. O. Balling}}&lt;br /&gt;
* [[Peter Glotz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Vertreibung. Böhmen als Lehrstück&amp;#039;&amp;#039;. Ullstein, Berlin 2004, ISBN 3-548-36720-8.&lt;br /&gt;
* Leopold Grünwald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sudetendeutsche. Opfer und Täter; Verletzungen des Selbstbestimmungsrechtes und ihre Folgen 1918–1982&amp;#039;&amp;#039;. Junius, Wien 1983, ISBN 3-900370-05-2.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|218|219|Seliger, Josef Emilian|Jürgen Mittag|128662638}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|1854}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fes.de/archiv/_stichwort/seliger.htm Informationen auf der Website der Friedrich-Ebert-Stiftung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=128662638|LCCN=no2025047544|NDL=|VIAF=57670771}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Seliger, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann-Stellvertreter (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteivorsitzender (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DSAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Teplice)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitungsjournalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Konsumgenossenschaftswesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerkschaftsfunktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1870]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Seliger, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Seliger, Josef Emilian (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutschböhmischer Politiker in Österreich-Ungarn und der Tschechoslowakei, Abgeordneter zum österreichischen Reichsrat, Parteivorsitzender der DSAP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Februar 1870&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Schönborn bei [[Liberec|Reichenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Oktober 1920&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Teplitz-Schönau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JensKunstfreund</name></author>
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