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	<title>Josef Schwammberger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:35:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Schwammberger&amp;diff=234103&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rensi: Ergänzt nach angeführter Quelle.</title>
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		<updated>2026-03-17T17:46:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzt nach angeführter Quelle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Schwammberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Februar]] [[1912]] in [[Brixen]], [[Südtirol]]; † [[3. Dezember]] [[2004]] im [[Justizvollzugskrankenhaus Hohenasperg]] bei [[Ludwigsburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/panorama/leute/ns-verbrecher-schwammberger-ist-tot_aid-16799043 RP Online: NS-Verbrecher Schwammberger ist tot, 3. Dezember 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] [[SS-Oberscharführer]], [[Ghetto in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]]- und [[KZ-Kommandant|Lagerkommandant]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schwammberger, von Beruf kaufmännischer Gehilfe, wurde aufgrund seines 1933 erfolgten Beitritts zur [[Schutzstaffel|SS]] aus Österreich ausgebürgert. Der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] trat er zum 1. Mai 1933 bei (Mitgliedsnummer 1.604.495).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/40640245&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] war er Kommandant in verschiedenen SS-[[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiterlagern]] im [[Distrikt Krakau]] und ab Oktober 1941 dem [[SS- und Polizeiführer]] [[Julian Scherner]] in [[Krakau]] unterstellt. Schwammberger leitete das Ghetto in [[Przemyśl]] von Januar 1942 bis Februar 1944 und anschließend das Arbeitslager Mielec. Im Juli 1945 wurde er in [[Innsbruck]] als Josef Hackl verhaftet. Nachdem er im Januar 1948 aus dem [[Lager Oradour|Internierungslager Oradour]] bei [[Schwaz]] entkommen konnte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edith Blaschitz |Titel=NS-Flüchtlinge österreichischer Herkunft: Der Weg nach Argentinien |Hrsg=Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstande |Sammelwerk=Jahrbuch 2003 |Seiten=4 |Online=https://www.donau-uni.ac.at/dam/jcr:af3509d2-5a3f-4c8c-bee8-e3ac60db62cf/ns-fl__chtlinge_blaschitz.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt; flüchtete er über eine der „[[Rattenlinien]]“ im März 1949 nach [[Argentinien]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;„Viele Opfer den Peinigern durch Flucht entrissen“&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 31. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; und blieb bis zum 13. November 1987 flüchtig. Am 3. Mai 1990 wurde er von Argentinien an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert. Für seine Ergreifung hat das [[Baden-Württemberg|baden-württembergische]] Justizministerium knapp 500.000 [[Deutsche Mark|DM]] als Belohnung an einen Hinweisgeber bezahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/panorama/belohnung-bei-taeterhinweisen-kopfgeld-auf-verbrecher-viel-versprochen-wenig-ausgezahlt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-250824-930-948034 &amp;#039;&amp;#039;Kopfgeld auf Verbrecher - Viel versprochen, wenig ausgezahlt&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 24. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem fast einjährigen Prozess von 1991 bis 1992 vor dem Landgericht Stuttgart bestritt Schwammberger stets die ihm vorgeworfenen [[Verbrechen]] und seine Aussagen hatten durchweg einen defensiv-leugnenden Charakter, wie folgendes Beispiel zeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Die im Sack Nr. 5 aufscheinenden Schmuckstücke habe ich in einem Keller vergraben gefunden. Ich habe keinem Juden etwas weggenommen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Es handelte sich um ungefähr 35 Juden, welche von mir befehlsgemäß erschossen werden mussten. Ein Teil wurde liquidiert. Ich musste dies leider Gottes mitansehen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Tapferkeit und Kameradschaft sind mit unserer Generation verblutet.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwammberger räumte lediglich ein, das [[Liste der Ghettos in der Zeit des Nationalsozialismus|Ghetto]] A im [[Judenverfolgung in Przemyśl|Lager Przemyśl]] geleitet zu haben. Am 18. Mai 1992 wurde er vom [[Landgericht Stuttgart]] wegen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] an 25 Personen und Beihilfe zum Mord in mindestens 641 Fällen zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]] verurteilt&amp;lt;ref&amp;gt;Mario Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeitslager für Juden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Ort des Terrors.&amp;#039;&amp;#039; Band 9, Hrsg. [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]], C.H.Beck 2009, ISBN 978-3-406-57238-8, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die er in der [[Justizvollzugsanstalt Mannheim]] verbüßte. Am 1. Juli 1993 wies der Bundesgerichtshof die Revision von Schwammbergers Verteidigung zurück, damit war das Urteil rechtskräftig. Am 23. April 1998 lehnte Ministerpräsident [[Erwin Teufel]] ein Gnadengesuch Schwammbergers ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.erinnern.at/media/josef-schwammberger.pdf Der Tiroler Exzesstäter, Josef Schwammberger: Lagerkommandant von Rozwadów, Przemyśl und Mielec, Seite 128]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historische Quellen gehen von viel höheren Zahlen als denjenigen, die noch nachgewiesen werden können, aus. Gemäß dem Simon-Wiesenthal-Archiv fand die Polizei bei seiner Verhaftung in Innsbruck 1945 Schmuckgegenstände von hohem Wert in seinem Besitz, die vermutlich Häftlingen entwendet worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2002 lehnte das [[Landgericht Mannheim]] eine vorzeitige Entlassung wegen der besonderen Schwere der Schuld ab. Schwammberger mordete laut Gerichtsurteil willkürlich aus [[Rassismus|Rassenhass]] und gegenüber [[Juden]] habe er dabei besonders grausam gehandelt. Beim Quälen von Menschen, die ihm persönlich negativ aufgefallen waren, praktizierte er immer wieder drei von ihm bevorzugte Strafmethoden: Prügeln und Auspeitschen, meist nachdem die Opfer sich ausziehen mussten; Hetzen seines abgerichteten Schäferhunds Prinz auf diese, und Zwang, ihren eigenen Kot oder Erde herunter zu würgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Schrimm: &amp;#039;&amp;#039;Schuld, die nicht vergeht. Den letzten NS-Verbrechern auf der Spur&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, München 2017, ISBN 978-3-453-20119-4, S. 84–123, hier S. 91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Ehefrau Käthe Schwammberger starb 2004 im Alter von 87 Jahren in [[Argentinien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kurt Schrimm]]: &amp;#039;&amp;#039;Betrachtung zum Verfahren gegen Josef Schwammberger.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Alfred Gottwaldt]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;NS-Gewaltherrschaft. Beiträge zur historischen Forschung und juristischen Aufarbeitung.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hentrich, Berlin 2005, ISBN 978-3-89468-278-1, S. 420–434.&lt;br /&gt;
* Kurt Schrimm: &amp;#039;&amp;#039;Schuld, die nicht vergeht. Den letzten NS-Verbrechern auf der Spur&amp;#039;&amp;#039;. Heyne, München 2017, ISBN 978-3-453-20119-4 (Kapitel zu Josef Schwammberger S. 84–123).&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007. ISBN 978-3-596-16048-8.&lt;br /&gt;
* [[Gerald Steinacher]]: &amp;#039;&amp;#039;Nazis auf der Flucht. Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen&amp;#039;&amp;#039;. Studienverlag, Wien-Innsbruck-Bozen 2008, ISBN 978-3-7065-4026-1.&lt;br /&gt;
* Almut Greiser: &amp;#039;&amp;#039;Der Kommandant Josef Schwammberger. Ein NS-Täter in der Erinnerung von Überlebenden&amp;#039;&amp;#039;. Aufbau-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-351-02731-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11920729X}}&lt;br /&gt;
* [http://simon-wiesenthal-archiv.at/historie/dokumentationszentrum/beispiele-wichtiger-faelle/ Biografie im Simon-Wiesenthal-Archiv]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11920729X|LCCN=n/93/028252|VIAF=75522067}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schwammberger, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Lagerkommandant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Przemyśl)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2004]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schwammberger, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Oberscharführer und Lagerkommandant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Februar 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brixen]], [[Südtirol]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Dezember 2004&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hohenasperg]] bei [[Ludwigsburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rensi</name></author>
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