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	<title>Josef Schraffl - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Schraffl&amp;diff=542126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: von ... bis</title>
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		<updated>2024-11-15T19:31:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;von ... bis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Schraffl.jpg|thumb|Josef Schraffl (1919)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Schraffl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Juni]] [[1855]] in [[Sillian]], [[Tirol]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://matriken.tirol.gv.at/Bilder/Pfarren%20P-Z/Pfarren%20S/Sillian/Taufbuch/Taufbuch%201851-1890_MF%200952-6/_MF%200952-06_Sillian%20-%20TB%2012_1851-_1890_0025.jpg Matricula Online – Sillian, Taufbuch, 1851–1890, Seite 23, Eintrag Nr. 16, 5. Zeile, jpg-Nr. 25]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[11. Januar|11. Jänner]] [[1922]] in [[Innsbruck]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://matriken.tirol.gv.at/Bilder/Pfarren%20I-O/Pfarren%20Innsbruck/Katholische%20Pfarrgemeinden/Innsbruck-St.%20Jakob/Totenbuch/Totenbuch%201907-1924_MF%200995-2/_MF%200995-02_Innsbruck%20St.%20Jakob%20-%20TO%2016_1907-_1924_0430.jpg Matricula Online – Innsbruck-St.Jakob, Totenbuch, 1907–1924 Seite 842, Eintrag Nr. 24, 13. Zeile, jpg-Nr. 430]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[österreich]]ischer Politiker ([[Christlichsoziale Partei (Österreich)|CS]]) und [[Landeshauptmann]] von [[Tirol (Bundesland)|Tirol]] in den Jahren von 1917 bis 1921.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste politische Schritte ==&lt;br /&gt;
Josef Schraffls Vater betrieb in Sillian im Pustertal eine kleine Landwirtschaft und eine mit einer Gastwirtschaft verbundene Gemischtwarenhandlung. Der junge Schraffl wurde für die kaufmännische Laufbahn bestimmt. Als er 17 Jahre alt war, starb sein Vater und er musste die väterlichen Betriebe übernehmen. Bald wurde er Obmann des Sillianer Bauernvereines und schon 1884&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖBL|11|158|159|Schraffl, Joseph|R. Schober}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder 1885&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kofler: &amp;#039;&amp;#039;Sillian in neuerer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: Kulturinitiative Sillian (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sillian – Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Haymon Verlag, 2014, ISBN 978-3-85218-726-6, S. 332 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; wählte man ihn zum [[Bürgermeister]] seiner Heimatgemeinde. Er übte das Bürgermeisteramt bis 1908 aus. 1897 wurde die örtliche [[Raiffeisengenossenschaften in Österreich|Raiffeisenkasse]] gegründet und Schraffl zu ihrem ersten Obmann gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politischer Aufstieg ==&lt;br /&gt;
Im Dezember 1898 fand im Landgemeindebezirk Lienz-Sillian-Matrei eine Ersatzwahl für [[Landtag (Österreich)|Landtag]] statt, bei der Schraffl zum ersten Mal in diese Körperschaft entsendet wurde. Im Jahre 1900 wurde der über Osttirol hinaus relativ wenige bekannte Bürgermeister von Sillian gegen den konservativen Exminister [[Josef Di Pauli|Josef Freiherr Di Pauli]] als Kandidat „Mitteltirols“&amp;amp;nbsp;– etwa das heutige [[Südtirol]]&amp;amp;nbsp;– für den damaligen [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] aufgestellt. Mit knapper Mehrheit entschied Josef Schraffl Anfang 1901 die Abstimmung für sich. Schon im Wahlkampf hatten sich die besonderen politischen Fähigkeiten Schraffls, seine Rednergabe, sein Organisationstalent, vor allem aber seine Volksverbundenheit gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung des Tiroler Bauernbundes ==&lt;br /&gt;
Die Wahl von 1901 leitete den Aufstieg der Christlichsozialen Partei in Tirol ein. Schraffl zählte neben [[Ämilian Schöpfer]] zu den anerkannten Führern der Partei. Am 5. Juni 1904 wurde in [[Sterzing]] der Tiroler [[Österreichischer Bauernbund|Bauernbund]] gegründet. Vorkämpfer und Gründer dieser Standesorganisation waren vor allem Prälat Ämilian Schöpfer, der Volksschriftsteller [[Sebastian Rieger]]&amp;amp;nbsp;– bekannter als „[[Reimmichl]]“&amp;amp;nbsp;– und Josef Schraffl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schraffl hatte den Bauerntag in Sterzing durch eine ungeheure Versammlungstätigkeit eingeleitet und wurde auch zum ersten Obmann des Bundes gewählt. Er behielt die Führung des Bauernbundes bis zu seinem Tode und er ist es, der die Standesorganisation der Tiroler Bauern zu einem maßgebenden Faktor der Tiroler Landespolitik machte. Als Obmann des Tiroler Bauernbundes konnte er viel für eine soziale und materielle Besserstellung des Bauernstandes erreichen. Ein Leitartikel des [[Tiroler Volksbote]]n im Jahre 1905 konnte Schraffl den beliebtesten Volksmann Tirols nennen. 1908 wurde Schraffl in den Landesausschuss gewählt&amp;amp;nbsp;– was etwa der heutigen Landesregierung entspricht&amp;amp;nbsp;– in dem er die Referate für Verkehr und Straßenbau übernahm. 1914 wurde er zum Präsidenten des Landeskulturamtes bestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schraffl war Mitbegründer und später Präsident der Tiroler Bauernsparkasse, der Agrarbank und des Kreditvereins. Viele seiner Pläne für eine modernere Landwirtschaft und für die Nutzung der wirtschaftlichen Kräfte des Landes konnten erst nach seinem Tod verwirklicht werden. ´&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landeshauptmann von 1917 bis 1921 ==&lt;br /&gt;
Josef Schraffl folgte 1917 dem populären [[Theodor von Kathrein]] als letzter Landeshauptmann von Tirol im [[Österreich-Ungarn|Kaiserreich Österreich-Ungarn]] nach. Mit Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] kamen die südlichen Teile der Region durch den [[Vertrag von Saint-Germain]] an [[Italien]]. Die italienische Annexion [[Südtirol]]s wurde im Oktober 1920 formal abgeschlossen. Josef Schraffl beantwortete die Maßnahme noch im November desselben Jahres mit der Abhaltung einer offiziellen Trauerkundgebung des Tiroler Landtags in Innsbruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Laurence Cole: «Geteiltes Land und getrennte Erzählungen. Erinnerungskulturen des Ersten Weltkrieges in den Nachfolgeregionen des Kronlandes Tirol». In: [[Hannes Obermair]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Regionale Zivilgesellschaft in Bewegung – Cittadini innanzi tutto&amp;#039;&amp;#039;. Wien-Bozen: Folio Verlag 2012. ISBN 978-3-85256-618-4, S. 502–531, Bezug S. 504–505.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem endgültigen Zusammenbruch trat Schraffl gemeinsam mit anderen Ländervertretern für die Errichtung einer Republik ein, was dem Willen der in Innsbruck versammelten Tiroler Volksvertreter entsprach. Auch die Rückführung der demobilisierten Truppen und die Versorgung der Bevölkerung in den Nachkriegsjahren fielen in Schraffls Amtszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politisches Ende ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Westfriedhof Innsbruck Grab Josef Schraffl.jpg|mini|hochkant|Grab Schraffls am Innsbrucker [[Westfriedhof (Innsbruck)|Westfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
1920 unterlag er bei den Nationalratswahlen im Osttiroler Wahlkreis seinem Parteikollegen Aemilian Schöpfer, früher sein Freund und Förderer, jetzt einer seiner heftigsten Gegner, vor allem in der Frage eines wirtschaftlichen Anschlusses Tirols an [[Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Misserfolg brachte in die bisher unbestrittene Vormachtstellung Schraffls den ersten Riss. Als es im Frühjahr 1921 wieder zu Landtagswahlen kam, war die Stellung Schraffls im Lande schon erschüttert. Schraffl erkannte selbst die Aussichtslosigkeit seiner Kandidatur und trat für die Wahl [[Franz Stumpf (Politiker, 1876)|Franz Stumpfs]] zum Landeshauptmann ein. Im Juni 1921 wurde dieser an die Spitze der Landesregierung berufen. Der Landtag entsendete Schraffl in den [[Bundesrat (Österreich)|Bundesrat]]. Schraffls Hauptarbeit blieb aber immer dem Bauernbund gewidmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Schraffl starb am 11. Jänner 1922 nach kurzer Krankheit im Alter von 67 Jahren in Innsbruck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tiroler Bauernkalender 1955&amp;#039;&amp;#039;, 50 Jahre Tiroler Bauernbund, Jubiläumsausgabe; Hrsg. Tiroler Bauernbund&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tiroler Bauernkalender 2004&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Tiroler Bauernbund&lt;br /&gt;
* Kulturinitiative Sillian (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sillian – Geschichte und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Haymon Verlag 2014, ISBN 978-3-85218-726-6.&lt;br /&gt;
* Heinz Wieser: &amp;#039;&amp;#039;Erster Obmann des Tiroler Bauernbundes. Landeshauptmann Josef Schraffl starb vor 100 Jahren&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Schlern&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 96 (2022), Heft 5, S. 76–80.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|1769}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Schraffl,_Josef}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|23|513|513|Schraffl, Joseph Anton|Richard Schober|1013959752}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--{{Navigationsleiste Tiroler Landeshauptleute}}--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Landeshauptmann des Kronlandes Tirol (1861–1918)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1013959752|VIAF=181576153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schraffl, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Nationalrat (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des österreichischen Bundesrates aus Tirol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Sillian)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1922]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schraffl, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Politiker (CS) und erster Landeshauptmann von Tirol, Abgeordneter zum Nationalrat, Mitglied des Bundesrates&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Juni 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sillian]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Januar 1922&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Innsbruck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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