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	<title>Josef Schlarmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schlarmann Josef.jpg|mini|Josef Schlarmann (2006)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Schlarmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Oktober]] [[1939]] in [[Lohne (Oldenburg)|Lohne]], [[Niedersachsen]]) ist ein ehemaliger [[Deutsche|deutscher]] [[Politiker]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]). Schlarmann war von 2005 bis 2013 Bundesvorsitzender der [[Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung]] der CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
Josef Schlarmann ist [[Promotion (Doktor)|promovierter]] [[Jurist]] und hat parallel in einem Zweitstudium ein [[Diplom]] in [[Volkswirtschaftslehre]] erworben. Seit 1960 ist Schlarmann Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Falkenstein Freiburg. 1971 promovierte er über das staatspolitische Thema „Die Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft“. 1972 machte er sich als [[Rechtsanwalt]] selbstständig. Nach weiteren Zusatzqualifikationen als [[Steuerberater]] und [[Wirtschaftsprüfer]] gründete er mit anderen Gesellschaftern die [[Kanzlei]] &amp;#039;&amp;#039;Schlarmann von Geyso&amp;#039;&amp;#039;. Am Standort Veritaskai in Hamburg arbeiteten im Januar 2012 etwa 120 Partner und Mitarbeiter&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.schlarmannvongeyso.de/de/aktuelles/infobrief/details/items/infobrief-januar-2012 |text=www.schlarmannvongeyso.de |wayback=20120809232408 |archiv-bot=2022-03-05 11:55:34 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;; im Büro ‚Hamburg Alster‘ arbeiteten weitere Partner und Mitarbeiter.&amp;lt;br /&amp;gt; Zu Jahresbeginn 2013 hat Josef Schlarmann mit seinem Sohn Joachim und Hartwig Ahlberg die Kanzlei verlassen und unter Schlarmann &amp;amp; Ahlberg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schlarmann-partner.de/ Homepage Schlarmann &amp;amp; Ahlberg] (zuletzt eingesehen: 29. August 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt; und mit Marion Weinhuber als Partnerin eine neue Sozietät gegründet. Schlarmann von Geyso, die 2013 33 Berufsträger hatte, behielt ihren Namen auch nach den Weggängen.&amp;lt;ref&amp;gt;Désirée Schliwa: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.juve.de/markt-und-management/hamburg-abspaltung-bei-schlarmann-von-geyso/ Abspaltung bei Schlarmann von Geyso]&amp;#039;&amp;#039;, JUVE vom 15. Januar 2013 (zuletzt eingesehen: 29. August 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Parteilaufbahn ===&lt;br /&gt;
Schlarmann ist seit 1982 Mitglied der CDU. Von 2001 bis 2009 war er Landesvorsitzender der &amp;#039;&amp;#039;Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung&amp;#039;&amp;#039; (MIT) der CDU in [[Niedersachsen]] und ist seitdem Ehrenvorsitzender.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://mittelstand-niedersachsen.de/index.php?subverband=lv-niedersachsen&amp;amp;detailid=865 Werner Lübbe führt die Niedersachsen MIT], Pressemitteilung der MIT Niedersachsen vom 13. Juni 2009 (zuletzt eingesehen: 5. Juli 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 2003 bis 2005 war er [[Stellvertreter|stellvertretender]] [[Bundesvorsitzender]] der MIT der CDU/CSU. Seit November 2005 war Schlarmann ihr Bundesvorsitzender.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mit-virtuell.de/news/4/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Schlarmann im Amt als MIT-Bundesvorsitzender bestätigt.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131111101856}} Pressemitteilung der MIT, 16. November 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 2011 wurde er mit 97,3 Prozent aller Stimmen zum vierten Mal zum Bundesvorsitzenden der MIT der CDU/CSU gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mit-virtuell.de/news/1961/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Dr. Josef Schlarmann als MIT-Bundesvorsitzender im Amt bestätigt.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20131111101858}} Pressemitteilung der MIT, 28. Oktober 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Qua Amt war er zudem Mitglied im [[CDU-Bundesvorstand|Bundesvorstand der CDU]]. 2013 verzichtete er auf eine erneute Kandidatur; sein Nachfolger wurde [[Carsten Linnemann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2003 gehörte Schlarmann dem „Zukunftsteam“ des damaligen Ministerpräsidentenkandidaten [[Christian Wulff]] für die [[Landtagswahl in Niedersachsen 2003]] an. Bis zu seinem Rückzug im Jahre 2005 gehörte er mehrere Jahre dem [[Kreistag]] des [[Landkreis Harburg|Landkreises Harburg]] in Niedersachsen an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges Engagement ===&lt;br /&gt;
Schlarmann ist Mitglied in einigen [[Aufsichtsrat|Aufsichtsräten]] mittelständischer Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privates ===&lt;br /&gt;
Schlarmann ist verheiratet und Vater dreier Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politische Positionen ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftspolitik ===&lt;br /&gt;
Im April 2008 kritisierte Schlarmann insbesondere die [[Wirtschaftspolitik]] der damaligen Bundesregierung, die sich nicht mehr an den Reformversprechen aus dem Unionsprogramm orientiere, mit dem diese in den [[Bundestagswahl 2005|Wahlkampf zur Bundestagswahl 2005]] gezogen war. Bundeskanzlerin [[Angela Merkel]] warf er vor, sie habe in der Großen Koalition ([[Kabinett Merkel I]]) die Reformressorts der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] überlassen und sei „nach links gerutscht“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=56574269 |Autor=Markus Feldenkirchen, René Pfister |Titel=Spiegel-Gespräch – Die Grenze ist überschritten |Jahr=2008 |Nr=16 |Seiten= |Kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ihr Führungsstil wurde von Schlarmann bemängelt. Es habe massive Versuche gegeben, ihn wegen seiner kritischen Haltung einzuschüchtern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 2009 stimmte Schlarmann im CDU-Bundesvorstand [[Konjunkturpaket]]en zu, die er kurz darauf öffentlichkeitswirksam verurteilte.&amp;lt;ref&amp;gt;Matthias Lohre: [https://taz.de/Merkel-Kritiker-Josef-Schlarmann/!5086342/ &amp;#039;&amp;#039;Merkel-Kritiker Josef Schlarmann – Der Kubicki der CDU&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Die Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;, 15. August 2012, abgerufen am gleichen Tag.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energiepolitik ===&lt;br /&gt;
Schlarmann äußerte sich 2012 ablehnend zur vom Bundestag beschlossenen [[Energiewende]]. Er plädierte für eine Abschaffung von [[Einspeisevergütung]]en und vorrangiger Einspeisung von Strom aus [[Erneuerbare Energie|Erneuerbaren Energien]], wie sie im [[Erneuerbare-Energien-Gesetz]] festgelegt sind, zudem lehnt er jegliche Ziele für einen bestimmten [[Ökostrom]]-Anteil an der Stromerzeugung ab. Diese Vorgaben seien „der erste große Sündenfall“ der Energiewende gewesen, zudem seien sie eine Entmündigung der Bürger.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/politik/deutschland/unionsmittelstand-kritisiert-energiewende_aid-14025061 &amp;#039;&amp;#039;Unionsmittelstand kritisiert Energiewende&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinische Post]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. August 2012. Abgerufen am 22. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bereits zuvor hatte er für eine Gleichbehandlung aller Energieformen inklusive der [[Kernenergie]] plädiert. Die von der schwarz-gelben Regierung ([[Kabinett Merkel II]]) ein halbes Jahr vor der [[Nuklearkatastrophe von Fukushima]] beschlossene [[Laufzeitverlängerung]] kritisierte er als unzureichend, stattdessen hatte er vor dem Beschluss gefordert, [[Kernkraftwerk]]e so lange laufen zu lassen, wie sie sicher seien. Auch forderte er, den Bau neuer Kernkraftwerke nicht grundsätzlich auszuschließen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article107838529/CDU-Politiker-will-Atomausstieg-komplett-kippen.html &amp;#039;&amp;#039;CDU-Politiker will Atomausstieg komplett kippen&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hamburger Abendblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. August 2010. Abgerufen am 22. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechische Staatsschuldenkrise 2010 ===&lt;br /&gt;
Im Februar 2010, kurz nach Beginn der Debatte um die [[Griechische Staatsschuldenkrise]] im Herbst 2009, sagte Schlarmann der [[Bild (Zeitung)|Bild-Zeitung]], ein Bankrotteur müsse alles, was er habe, zu Geld machen, um seine Gläubiger zu bedienen. Griechenland besitze Gebäude, Firmen und unbewohnte Inseln, die für die Schuldentilgung eingesetzt werden könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Braunberger, Rainer Hermann: [https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/konjunktur/trotz-schuldenkrise-griechische-anleihe-deutlich-ueberzeichnet-1954629.html &amp;#039;&amp;#039;Trotz Schuldenkrise: Griechische Anleihe deutlich überzeichnet.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039;, 4. März 2010, abgerufen am 27. August 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bescherte Schlarmann internationale Aufmerksamkeit: Nachrichtensendungen von [[Fox News Channel|FOX]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.foxnews.com/story/0,2933,588174,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[CNBC]] berichteten (wobei eine fiktive Inselversteigerung inszeniert wurde).&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.foxnews.com/story/0,2933,588174,00.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Bezug zu Schlarmann schrieb [[Le Figaro]], die Deutschen träumten davon, griechische Inseln zu erwerben;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Patrick Saint-Paul |url=https://www.lefigaro.fr/conjoncture/2010/03/05/04016-20100305ARTFIG00317-des-allemands-revent-d-acheter-les-iles-grecques-.php |titel=Des Allemands rêvent d&amp;amp;#039;acheter les îles grecques |werk=lefigaro.fr |datum=2010-03-05 |sprache=fr |abruf=2024-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Agence France-Presse|AFP]] meldete in einer Kurznachricht &amp;#039;&amp;#039;Insel-Basar gegen Staatspleite&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ntv.de, Ppo/Dpa/Afp |url=https://www.n-tv.de/politik/Deutsche-Politiker-aergern-Athen-article759830.html |titel=Insel-Basar gegen Staatspleite: Deutsche Politiker ärgern Athen |werk=n-tv.de |datum=2010-03-04 |abruf=2024-02-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der damalige griechische Ministerpräsident [[Giorgos Andrea Papandreou|Giorgos Papandreou]] sagte bei einer Pressekonferenz nach einem Besuch in Deutschland, ein Verkauf der Inseln stehe nicht zur Diskussion.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bild.de/BILD/politik/2010/03/06/griechenland-zweiter-weltkrieg/hg-papandreou/will-inseln-nicht-hergeben.html bild.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kritik an Bundeskanzlerin Merkel ===&lt;br /&gt;
Josef Schlarmann galt als einer der schärfsten Kritiker der CDU-Vorsitzenden [[Angela Merkel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/josef-schlarmann-cdu-mittelstandschef-wettert-gegen-das-system-merkel-11856400.html Josef Schlarmann CDU-Mittelstandschef wettert gegen das „System Merkel“ faz.net, 15. August 2012], abgerufen am 15. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Philipp Wittrock: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/kritik-am-kurs-wirtschaftsfluegel-der-union-attackiert-merkel-a-727045.html &amp;#039;&amp;#039;Kritik am Kurs – Wirtschaftsflügel der Union attackiert Merkel.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039;, 3. November 2010, abgerufen am 15. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/politik/deutschland/mittelstandschef-schlarmann-merkels-letzter-widersacher-a-573681.html Mittelstandschef Schlarmann Merkels letzter Widersacher spiegel.de, 25. August 2008], abgerufen am 15. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erklärte 2008 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin [[Der Spiegel]], es habe nach zuvorgehender Kritik seinerseits massive Versuche gegeben, ihn durch sehr unfreundliche Anrufe einzuschüchtern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=56574269 |Autor=Markus Feldenkirchen, René Pfister |Titel=Spiegel-Gespräch – Die Grenze ist überschritten |Jahr=2008 |Nr=16 |Seiten=32 |Kommentar=Josef Schlarmann, Chef des CDU-Wirtschaftsflügels, über die Kritik am Kurs Angela Merkels, Opportunismus in der Politik und die Irrtümer der CDU-Führung}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Leipziger Volkszeitung]] bezweifelte er am 15. August 2012,&amp;lt;ref name=&amp;quot;LVZ_2012-08-15&amp;quot;&amp;gt;Dieter Wonka: {{Webarchiv |url=http://www.lvz-online.de/qp_politik/kritik-aus-der-mittelstands-union-josef-schlarmann-poltert-gegen-das-system-merkel/r-qp_politik-a-151134.html |archive-is=20130211101715 |text=&amp;#039;&amp;#039;Kritik aus der Mittelstands-Union: Josef Schlarmann poltert gegen das System Merkel.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039;, 15. August 2012, abgerufen am 15. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; dass Merkel die Wahlen 2013 gewinnen könne:&amp;lt;ref&amp;gt;spiegel.de vom 15. August 2012: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/unions-mittelstandschef-schlarmann-attackiert-kanzlerin-merkel-a-850078.html CDU-Politiker Schlarmann rechnet mit „System Merkel“ ab]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erklärte „Es gibt keinerlei grundsätzliche Debatte mehr, weil alles in Frau Merkels CDU als alternativlos angeboten wird. Das ist wie in der Mensa, die täglich nur ein Gericht anbietet. Wem das nicht schmeckt, der bleibt draußen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;LVZ_2012-08-15&amp;quot; /&amp;gt; Harte Themen wie Energie oder Europa würden in der Union gar nicht mehr grundsätzlich behandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-08/schlarmann-merkel-kritik CDU-Mittelstandschef beklagt das „System Merkel“ zeit.de, 15. August 2012], abgerufen am 22. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Süddeutsche Zeitung|Süddeutschen Zeitung]] erklärte Schlarmann, in der CDU herrsche ein zentralistisches System, der Partei werde der Kurs von Angela Merkel [[Oktroy|oktroyiert]]. Wer nicht mitgehe, werde „aussortiert“. Deshalb sei es „im System Merkel für etwaige Nachfolger unmöglich, nach oben zu kommen“. Wer versuchte, sich auf Landesebene für die Bundespolitik vorzubereiten, sei gegangen. „Bis auf die, die sich ganz bewusst aus der Bundespolitik raushalten, wie [[David McAllister]] in [[Niedersachsen]] oder [[Volker Bouffier]] in [[Hessen]].“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-08/schlarmann-merkel-kritik CDU-Mittelstandschef beklagt das „System Merkel“ zeit.de, 15. August 2012], abgerufen am 22. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Letzter Überlebende sei [[Horst Seehofer]], aber der beschränke sich ja im Wesentlichen auf den [[Bayern|bayerischen Freistaat]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;LVZ_2012-08-15&amp;quot; /&amp;gt; In der CDU gehe „es zu wie am Zarenhof“, auch Merkel habe ihre [[Strelizen|Strelitzen]]. Er erklärte weiterhin, die Macht in der CDU von heute liege nicht im [[Konrad-Adenauer-Haus (Berlin)|Adenauer-Haus]] oder bei den Parteitagen, sondern allein im [[Bundeskanzleramt (Berlin)|Kanzleramt]]. Alle Minister seien von der Kanzlerin unmittelbar abhängig, Karriere mache nur noch derjenige, der auf Merkels Linie liege. Die Strelitzen Merkels seien vor allem drei Männer: „Kanzleramtsminister [[Ronald Pofalla]] hat die Aufgabe, die Ministerien auf Linie zu bringen. [[Volker Kauder]] muss die Fraktion auf Kurs halten. Und Generalsekretär [[Hermann Gröhe]] hat den Regierungskurs in der CDU durchzusetzen.“ Dadurch lasse Merkel die Partei inhaltlich und personell leerlaufen. Merkel habe „keinen festen Kurs, sondern fährt nur auf Sicht“. Das gelte nicht nur für den Kurs bei der Eurorettung und der [[Energiewende]]. Ziele würden „je nach Praktikabilität ausgetauscht“. In der Wirtschaftspolitik gebe es deshalb „eine Erosion all dessen, für das die CDU einmal stand“. In der Sozialpolitik habe „sich vormundschaftliches Denken durchgesetzt, dieses [[Paternalismus|paternalistische]] Denken kann man besonders gut bei [[Ursula von der Leyen]] sehen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/politik/schlarmann-kritisiert-cdu-chefin-an-merkels-zarenhof-1.1441868 &amp;#039;&amp;#039;Schlarmann kritisiert CDU-Chefin – An Merkels Zarenhof&amp;#039;&amp;#039;, sueddeutsche.de, 15. August 2012], abgerufen am 15. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritisch äußerte sich Schlarmann an anderer Stelle auch über den Bruch der CDU-Spitze mit der [[Freie Demokratische Partei|FDP]], der sich aus seiner Sicht mit dem Jahreswechsel 2009/2010, nicht zuletzt auf Grund des Drucks des Sozialflügels der CDU, vollzogen habe.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schlarmann erklärte hierzu, dass die von Merkel geführte CDU-Spitze entschied, dass man der FDP in dieser Koalitionsregierung keinen Stich mehr lassen will. Seitdem lasse man die FDP auflaufen. Ziel der CDU-Spitze sei es seitdem, der FDP die angeblichen [[Leihstimme]]n wieder abzunehmen. „Wer bürgerliche Wähler kennt, weiß aber, dass die sich nicht einfach hin und her schubsen lassen.“ Alle Landtagswahlen seitdem seien „mehr oder weniger grandios verloren“. Zwei große Bundesländer, [[Baden-Württemberg]] und [[Nordrhein-Westfalen]], seien inzwischen fest in Oppositionshand. Schlarmann erklärte hierzu, Merkels Politik sei „optimierbar, ihr Machtsystem nicht“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/josef-schlarmann-cdu-mittelstandschef-wettert-gegen-das-system-merkel-11856400.html Josef Schlarmann CDU-Mittelstandschef wettert gegen das „System Merkel“ faz.net, 15. August 2012], abgerufen am 15. August 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Er sehe erhebliche Mängel, aber es gebe derzeit zu Angela Merkel und der kleinen Gruppe, die sie berate, keine personelle Alternative.&amp;lt;ref name=&amp;quot;LVZ_2012-08-15&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen Äußerungen Schlarmanns forderte [[Wolfgang von Stetten]] dessen Rücktritt („Wer so unqualifiziert über die in der ganzen Welt anerkannte Kanzlerin wettert, disqualifiziert sich selbst“); Schlarmann sei als Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung untragbar geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article108657744/Krach-in-der-Union-Wie-man-sich-in-der-CDU-gegenseitig-diskreditiert.html |titel=Krach in der Union: Wie man sich in der CDU gegenseitig diskreditiert |werk=Die Welt |datum=2011-08-16 |sprache=de |abruf=2025-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Angela Merkel aus der Nähe&amp;#039;&amp;#039;, Lau Verlag, 2017, ISBN 978-3-95768-191-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Magie vom Wohlstand&amp;#039;&amp;#039;, Eine Zeitreise durch Deutschlands Wirtschaftspolitik, Lau Verlag, 2023, ISBN 978-3-95768-251-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dr-schlarmann-mittelstand.de/70/dr-schlarmann Kurzinformation zu Schlarmann auf der Seite Dr. Schlarmann - Mittelstand]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1081632917|LCCN=no2017141874|VIAF=7145424473386830777}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlarmann, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CDU-Bundesvorstand]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlarmann, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), Bundesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lohne (Oldenburg)|Lohne]], [[Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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