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	<title>Josef Schlaffer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-04-02T07:12:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Josef Schlaffer 1930.jpg|thumb|right|Schlaffer ca. 1930]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Schlaffer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. März]] [[1891]] in [[Kallmünz]], Oberpfalz; † [[26. April]] [[1964]] in [[West-Berlin]]) war ein deutscher Handwerker (Maschinenschlosser) und Politiker ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Schlaffer besuchte die [[Volksschule]] und die Fortbildungsschule. Anschließend wurde er zum [[Maschinenschlosser]] ausgebildet. Von 1911 bis 1918 gehörte Schlaffer der [[Kaiserliche Marine|kaiserlichen Marine]] an. Nach der [[Novemberrevolution]] 1918 wurde Schlaffer Vorsitzender des Soldatenrats in [[Brunsbüttelkoog]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] trat Schlaffer in die [[Kommunistische Partei Deutschlands]] (KPD) ein. Nachdem er weitere politische Erfahrungen als [[Betriebsrat]]svorsitzender gesammelt hatte, zog Schlaffer 1924 für eine Wahlperiode (bis 1928) als Abgeordneter in den [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Bayerischen Landtag]] ein, in dem er zeitweise der KPD-Fraktion vorstand. In den folgenden Jahren wurde Schlaffer ins Zentralkomitee der KPD gewählt, mit der Führung der KPD in [[Volksstaat Württemberg|Württemberg]] beauftragt und zum Reichsleiter des [[Kampfbund gegen den Faschismus|Kampfbundes gegen den Faschismus]] berufen. Ende 1932 bemühte sich [[Walter Ulbricht]] um Schlaffers Ablösung als württembergischer KPD-Führer, nachdem Schlaffer von der [[Sozialfaschismustheorie]] abgewichen war, die die Identität von Sozialdemokratie und Faschismus postulierte, und sich für ein einseitiges Vorgehen gegen die [[NSDAP]] als politischen Hauptfeind aussprach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 wurde Schlaffer zu drei Jahren [[Festungshaft]] verurteilt, die er in [[Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld|Niederschönenfeld]] und [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Landsberg am Lech]] verbrachte. Später folgten noch weitere Strafen, so eine dreimonatige Gefängnisstrafe in Württemberg, nach einer politischen Ansprache in einer als Unterhaltungsabend deklarierten KPD-Versammlung in Stuttgart gehalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1930 wurde Schlaffer als Kandidat seiner Partei für den Wahlkreis 31 (Württemberg) in den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]] gewählt. Dem Parlament gehörte er in der Folge bis zum November 1932 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der nationalsozialistischen „[[Machtergreifung]]“ 1933 betätigte sich Schlaffer erfolgreich als Geschäftsmann unter falschem Namen in Berlin. 1936 und 1937 war er in Haft und danach bis zu seinem Einzug in die Wehrmacht 1943 in verschiedenen Berufen tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 befand sich Schlaffer in sowjetischer Kriegsgefangenschaft in [[Küstrin]], wo er zum politischen Leiter der kommunistischen Gefangenen gewählt wurde und schließlich den Posten des politischen Kommandanten im Lager bekleidete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. September 1945 wurde Schlaffer Direktor (ab Oktober Präsident) der neugegründeten &amp;#039;&amp;#039;Zentralverwaltung für Flüchtlingswesen und Heimkehrer&amp;#039;&amp;#039; in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]], die im Oktober in &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zentralverwaltung für Umsiedler&amp;#039;&amp;#039; (ZVU) umbenannt wurde. Bereits am 15. Dezember 1945 wurde er von diesem Posten wieder entlassen. Als Grund hierfür galten Konflikte Schlaffers mit der [[SMAD]], insbesondere seine Bemühungen, Führungspositionen innerhalb der ZVU nach dem Prinzip der Parität in gleichem Umfang an Sozialdemokraten wie an Kommunisten zu vergeben und Schlaffers beharrliches Festhalten an seinem SPD-Vizepräsidenten. Schlaffers Nachfolger wurde [[Rudolf Engel]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dierk Hoffmann / [[Michael Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geglückte Integration? Spezifika und Vergleichbarkeiten der Vertriebenen&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Entlassung wurde Schlaffer Direktor des Industrieverbandes Eisen und Metall des [[Land Brandenburg (1947–1952)|Landes Brandenburg]] und – bis zu seiner Kündigung 1948 – Direktor der Hüttenwerke [[Hennigsdorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 wurde Schlaffer wegen angeblicher Spionage vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und zwei Monate festgesetzt und danach als „Gestapoagent“ den deutschen Behörden übergeben. Am 14. März 1949 wurde er entlassen und aus der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] ausgeschlossen. Er zog nach [[West-Berlin]] und lebte dort zurückgezogen. 1956 wurde er von der [[Zentrale Parteikontrollkommission|Zentralen Parteikontrollkommission]] der SED rehabilitiert und wieder in die SED aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war Schlaffer bereits seit mehreren Jahren für die [[Organisation Gehlen]] (und später für den [[Bundesnachrichtendienst]]) tätig, wobei wiederholt der Verdacht bestand, dass er für einen östlichen Nachrichtendienst arbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ronny Heidenreich: &amp;#039;&amp;#039;Die DDR-Spionage des BND. Von den Anfängen bis zum Mauerbau&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des Bundesnachrichtendienstes 1945–1968&amp;#039;&amp;#039; Band 11). Ch. Links Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-96289-024-7, S. 491–497.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus Baumgartner, [[Kurt Schilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Schlaffer (1891–1964).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Siegfried Mielke]], [[Stefan Heinz]] (Hrsg.) unter Mitarbeit von Julia Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter in den Konzentrationslagern Oranienburg und Sachsenhausen. Biografisches Handbuch, Band 4&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Gewerkschafter im Nationalsozialismus. Verfolgung – Widerstand – Emigration.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Metropol, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-148-3, S. 648–659.&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Mehringer]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books?id=ZhwY9Q3Q5d4C&amp;amp;pg=PA23&amp;amp;lpg=PA23&amp;amp;dq=Karl+Gr%C3%B6nsfelder&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=o04GcTLfIf&amp;amp;sig=rgGOU-Q_GOlNX77R3juaBYIDY1c&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2XQwS5H8IZyi_AbN6ZSLCQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Karl%20Gr%C3%B6nsfelder&amp;amp;f=false Die KPD in Bayern 1919 - 1945. Vorgeschichte, Verfolgung und Widerstand.]&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Broszat]], Hartmut Mehringer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bayern in der NS-Zeit V. Die Parteien KPD, SPD, BVP in Verfolgung und Widerstand.&amp;#039;&amp;#039; München, Wien 1983, S. 23&lt;br /&gt;
* [[Kurt Schilde]]: &amp;#039;&amp;#039;Flucht über die Balkonmauer. Politische Biographie des Kommunisten Josef Schlaffer.&amp;#039;&amp;#039; In: Friedrich-Ebert-Stiftung: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für historische Kommunismusforschung 2008.&amp;#039;&amp;#039; S. 310–318.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/joseph-schlaffer?ID=5074 Schlaffer, Joseph]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130194387}}&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|130194387|Joseph Schlaffer}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130194387|VIAF=18324742}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schlaffer, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Kaiserliche Marine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsrat (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nationalkomitee Freies Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Zentralkomitees der KPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der sowjetischen Besatzungsmacht in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kampfbund gegen den Faschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Organisation Gehlen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bundesnachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1964]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schlaffer, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Handwerker und Politiker (KPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. März 1891&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kallmünz]], Oberpfalz&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. April 1964&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[West-Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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