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	<title>Josef Scheicher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Scheicher&amp;diff=2581000&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Werner Tscherne; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Scheicher&amp;diff=2581000&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-23T21:54:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Werner Tscherne; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Scheicher Josef.png|mini|Josef Scheicher]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Februar]] [[1842]] in [[Sankt Stefan ob Stainz#Lichtenhof|Lichtenhof]] bei [[Sankt Stefan ob Stainz|St. Stefan ob Stainz]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://data.matricula-online.eu:443/de/oesterreich/graz-seckau/st-stefan-ob-stainz/2336/?pg=316 Matricula Online – St. Stefan ob Stainz, Taufbuch 3, 1826–1847, Seite 313, Eintrag Nr. 29, 1. Zeile]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[28. März]] [[1924]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] [[Priester (Christentum)|Priester]] und Politiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Josef Scheicher war der Sohn der Bauernfamilie Maria und Josef Scheicher&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; am [[Bauernhof|Hof]] [[vulgo|vlg.]] „Geidl“ im Ort Lichtenhof in der [[Weststeiermark]]. Mit 13 Jahren bestand er die Aufnahmeprüfung am [[Akademisches Gymnasium (Graz)|Akademischen Gymnasium]] in [[Graz]] und wurde dort aufgenommen. Bereits im zweiten Jahr wechselte er in das [[Bischöfliches Knabenseminar|bischöfliche Knabenseminar]] und trat einer [[Deutschnationalismus|deutschnational]] gesinnten [[Schülerverbindung|Pennälerverbindung]] bei. Seine erste „Studentenwohnung“ befand sich im ehem. [[Jesuiten]]gymnasium, dem sogenannten „Taubenkobel“ an der Ecke Hofgasse/Sporgasse in Graz.&amp;lt;ref name=schei23&amp;gt;Stipper: &amp;#039;&amp;#039;Scheicher.&amp;#039;&amp;#039; S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seminarausbildung beendete er vorzeitig, die [[Matura]] wollte er im Jesuitenkloster [[Sankt Andrä (Kärnten)|St. Andrä im Lavanttal]] nachholen. Das [[Noviziat]] in diesem Kloster wurde ebenfalls vorzeitig beendet, ein Herzleiden, an dem er seit fünf Jahren litt, hatte sich bemerkbar gemacht.&amp;lt;ref name=WR21&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prälat Dr. Josef Scheicher - ein großer St. Stefaner.&amp;#039;&amp;#039; In: Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Weststeirische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 94. Jahrgang, Nr. 13 vom 2. April 2021. Seite 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Gymnasium der [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] in [[Novo mesto|Rudolfswerth]] im damaligen [[Krain]] konnte er die Matura nachholen, die er mit Auszeichnung bestand.&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; Da sein Gesundheitszustand für das Ordensleben aber nicht stabil genug erschien, riet man ihm zu einer Laufbahn als Weltpriester. Der Novizenmeister in Rudolfswerth war mit dem damaligen Bischof von [[Diözese St. Pölten|St. Pölten]] [[Joseph Feßler]] befreundet und vermittelte eine Aufnahme in das dortige Priesterseminar. Am 26. September 1865&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; trat er in das [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] [[St. Pölten]] ein und empfing am 27. Juni 1869&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Seine Primiz feierte er in der Heimatpfarre St. Stefan ob Stainz am 11. Juli 1869.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Durch bewegte Zeiten, vom Glauben geprägt.&amp;#039;&amp;#039; Chronik der Pfarren St. Stefan ob Stainz und St. Josef in der Weststeiermark. Hrsg. von den Pfarren. Simadruck, Deutschlandsberg 2023. S. 169.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1872 studierte er [[katholische Theologie]] in [[Universität Wien|Wien]] und gehörte dem [[Frintaneum]]&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; an. Am 17. März 1875&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; wurde er zum [[Doctor theologiae|Doktor der Theologie]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]], nachdem er für seine Dissertation nur wenige Wochen benötigt haben sollte&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; und kehrte nach Waidhofen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josef Scheicher wurde am 31. März 1924 am [[Wiener Zentralfriedhof]] begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.friedhoefewien.at/ Friedhöfe Wien] Gruppe 34. Erweiterung B. Reihe 3. Grab Nr.&amp;amp;nbsp;15. Das Grab wurde von seinem Parteifreund, dem Nationalratsabgeordneten Franz Oelzelt zur Verfügung gestellt (Beilage zum Totenbeschaubefund, Wiener Stadt- und Landesarchiv, Totenbeschreibamt A1: JA7399/1924). Das Grabnutzungsrecht besteht auf Friedhofsdauer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Begräbnis nahmen Erzbischof [[Friedrich Gustav Piffl|Piffl]], der St. Pöltner Bischof [[Johannes Baptist Rößler|Johannes B. Rößler]], Nationalratspräsident [[Wilhelm Miklas]], der Wiener Bürgermeister [[Karl Seitz]],&amp;lt;ref name=schei14/&amp;gt; der Herausgeber der Zeitung [[Reichspost]] (und späterer Gründer der [[Die Furche (Wochenzeitung)|Furche]]) [[Friedrich Funder]] und der damalige [[Bundeskanzler (Österreich)|Bundeskanzler]] [[Ignaz Seipel]] teil, der auch den Nachruf hielt.&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; Zur Person Josef Schleichers führte er aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… Dieser Priester, selbst aus den schlichten Ständen des österreichischen Volkes hervorgegangen, erkannte schon sehr früh die Wichtigkeit der sozialen Frage. Später wurde er dann einer der Führer der großen politischen Partei der Christlichsozialen. Scheicher gelangte nicht auf dem Umweg über die Politik zum Studium der sozialen Frage, sondern er erkannte die Politik und die Partei als ein Mittel zum Zwecke, um die soziale Frage lösen zu helfen. … Dabei war er ein Mann der Freiheit, mitunter von überschäumendem Freiheitsbewusstsein, mitunter ein Eigengänger und Eigenbrötler, er war groß genug, um das sein zu dürfen, was er war. …|Autor=Ignaz Seipel|Quelle=zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Zeitfenster - unsere Heimat neu entdeckt&amp;#039;&amp;#039;, S. 14.&amp;lt;ref name=schei14/&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabstelle wird von einer [[Skulptur]] des [[Guter Hirte|Guten Hirten]] geschmückt.&amp;lt;ref name=schei24/&amp;gt; Sie wurde 2012 von Vertretern seiner Heimatgemeinde St. Stefan ob Stainz renoviert&amp;lt;ref name=WR/&amp;gt; und wird aus privaten Mitteln, aus der Gemeinde und Pfarre St. Stefan ob Stainz betreut.&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt;&amp;lt;ref name=schei24/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrkirche St Stefan ob Stainz Innenraum Scheicher Fenster Widmung b.jpg|mini|Widmung des Kirchenfensters in St. Stefan ob Stainz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass des 180. Geburtstages wurde im Februar 2022 an seinem Geburts- und Heimathaus eine Gedenktafel angebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gedenken an Dr. Josef Scheicher zum 180. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Weststeirische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 95. Jahrgang, Nr. 8 vom 25. Februar 2022. Seite 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Nach der Priesterweihe 1869 arbeitete er als Kaplan ([[Kooperator]]) in [[Waidhofen an der Ybbs]], dort begann auch seine politische Laufbahn. Er lernte die Not der ländlichen Bevölkerung kennen und begann mit seinen Bestrebungen, Selbsthilfegruppen und Bildungsvereine einzurichten. Und er machte erste Erfahrungen: Bereits nach seiner ersten [[Predigt]] zum [[Geburtstag#Geburtstage von Staatsoberhäuptern|Kaiser-Geburtstag]] (damaliger Kaiser: [[Franz Joseph I.]]) war er von [[Liberalismus|liberalen]] Bürgern bei Gericht angezeigt worden, weil seine Predigt [[Hochverrat|hochverräterisch]] und [[Aufruhr|aufrührerisch]] gewesen sei.&amp;lt;ref name=schei23/&amp;gt; Das Spannungsverhältnis zum Liberalismus sollte ihn durchs Leben begleiten und fand auch in seiner Publikationstätigkeit einen Niederschlag. 1875 leitete er die Redaktion der Zeitschrift „St. Pöltner Bote“, ab 1879 war Josef Scheicher Professor für [[Moraltheologie]] im Priesterseminar in St. Pölten. Er war [[Prälat]] und [[Apostolischer Protonotar#Päpstlicher Ehrentitel|Apostolischer Pronotar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 veröffentlichte er die Studie „Der Klerus und die soziale Frage“. Diese Publikation machte ihn auch international bekannt, sie wurde auf Französisch, Italienisch, Tschechisch und Ungarisch übersetzt. Das Werk befasste sich mit den damals modernen Zeitströmungen des [[Liberalismus]], [[Kapitalismus]] und [[Kommunismus]] und wird zu jenen Schriften gezählt, welche die Entstehung der [[Enzyklika#Päpstliche Enzykliken|Sozialenzyklika]] [[Rerum Novarum]] des Papstes [[Leo XIII.]] anregten. Seine Ernennung zum päpstlichen Hausprälaten wird darauf zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher. Sozialreformer und Priesterpolitiker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitfenster - unsere Heimat neu entdeckt.&amp;#039;&amp;#039;, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 hielt er auf dem Klerustag am 29. August ein kirchenkritisches Referat, nach welchem die Hierarchie der damaligen katholischen Kirche nicht dem Evangelium entspräche und eine Reform notwendig sei. Kritisch behandelte er auch die Priesterausbildung, das künstliche „Aufpäppeln“ der Priesteramtskandidaten würde den Priestermangel nicht lösen helfen. Scheicher forderte auch die Verbesserung der prekären Lage des niederen Klerus, für dessen Besoldung die Leistungen aus dem [[Josephinismus#Klosteraufhebungen und Religionsfonds|Religionsfonds]] und den [[Kongrua]]-Zuschüssen des Staates nicht ausreichten. Danach wurde Scheicher des [[Modernismus (Katholizismus)|Modernismus]] verdächtigt, was damals, in der Zeit von Papst [[Pius X.]], des Nachfolgers von Leo XIII., ein harter Vorwurf war. Scheicher wurden [[Häresie|Ketzerei]], Leugnung der [[Hölle#Römisch-katholische Kirche und evangelische Kirchen|Hölle]] und der Ewigkeit der Höllenstrafen, Reformforderungen betreffend den [[Zölibat#Neuzeit|Zölibat]] und andere Verstöße gegen wichtige Standpunkte der Kirche unterstellt. Er wurde aufgefordert, [[Gehorsam#Glaubensgehorsam|gehorsam]] zu sein. Ein weiterer Klerustag, der für den 28. August 1902 vorgesehen war, wurde abgesagt. Josef Scheicher schloss sich in den folgenden Jahren immer stärker der entstehenden [[Christlichsoziale Partei (Österreich)|christlich-sozialen Bewegung]] an. Mit [[Karl Lueger]], [[Albert Geßmann]], [[Aloys von Liechtenstein]] und [[Karl von Vogelsang]] wird er zu den Gründergestalten der Christlichsozialen Partei gerechnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher. Sozialreformer und Priesterpolitiker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitfenster - unsere Heimat neu entdeckt.&amp;#039;&amp;#039;, S. 11–12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1891 bis 1898 gehörte er dem St. Pöltner Stadtausschuss an,&amp;lt;ref name=schei24/&amp;gt; 1890 bis 1919 war er Abgeordneter zum [[Landtag von Niederösterreich|Landtag]], von 1897 bis 1909 auch des Niederösterreichischen [[Landesausschuss (Österreich)|Landesausschusses]] und zuletzt [[Liste der Abgeordneten zum Provisorischen Landtag von Niederösterreich|Mitglied der provisorischen Landesversammlung]] in [[Niederösterreich]]. 1894 bis 1918 gehörte Josef Scheicher dem österreichischen [[Reichsrat (Österreich)|Reichsrat]] an, danach war er vom 21. Oktober 1918 bis zum 16. Februar 1919 Mitglied der [[Provisorische Nationalversammlung|provisorischen Nationalversammlung]]. Seine Arbeitsgebiete waren vorrangig das Gemeindewesen, das Gesundheitswesen und der Straßenbau. Er gründete eine Reihe von Volksbildungsvereinen und gab Publikationen zu sozialen Themen heraus. Seine Autobiografie „Erlebnisse und Erinnerungen“ umfasst sechs Bände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Neugotik|neugotisches]] Kirchenfenster der Pfarrkirche St. Stefan ob Stainz aus dem Jahr 1879 nennt als Stifter Josef Scheicher (in der [[Apsis]], Evangelienseite).&amp;lt;ref name=WR/&amp;gt;&amp;lt;ref name=schei24/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Niederösterreich zum Kernland der Christlichsozialen Partei wurde, soll zu einem großen Teil auf sein Wirken zurückzuführen sein.&amp;lt;ref name=WR&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;St. Stefan/Stainz: Der Seppi von Lichtenhof. Zum Gedenken an einen großen Stefaner.&amp;#039;&amp;#039; Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Weststeirische Rundschau.&amp;#039;&amp;#039; 85. Jahrgang, Nr. 11 vom 9. März 2012. Seite 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=schei24&amp;gt;Stipper: &amp;#039;&amp;#039;Scheicher.&amp;#039;&amp;#039; S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er unterstützte die [[Sozialreform|sozialreformatorische Entwicklung]] [[Karl von Vogelsang]]s und die demokratische Selbstverwaltung der Gemeinden. Josef Scheicher wird auch als maßgeblicher Förderer des [[Judenfeindlichkeit|Antisemitismus]] in Niederösterreich beschrieben,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Presse]].com (Print-Ausgabe 12. März 2008): [https://www.diepresse.com/369173/vom-toleranzpatent-bis-1938-juden-in-niederoesterreich &amp;#039;&amp;#039;Vom Toleranzpatent bis 1938: Juden in Niederösterreich.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; in seinen [[Rhetorik|Reden]] kamen [[Bäder-Antisemitismus#Österreich|judenfeindliche]] Angriffe vor, wobei er zwar Beschränkungen der Juden erwartete, aber keine Hetze. Das wird mit folgendem Zitat belegt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|… Wenn die Zeit an Verleumdungen aus Hass gegen Andersgläubige sich einmal gewöhnt haben sollte, müsste das gerade für die Juden früher oder später verhängnisvoll werden. Von einem christlich und sittlichen Volke haben die Juden Beschränkungen im Bösen, Wucher etc. zu erwarten, aber keine Hetzen. …|Autor=Josef Scheicher|Quelle=Correspondenzblatt des katholischen Klerus Österreich, Nr. 18 vom 20. September 1887.&amp;lt;ref name=schei14&amp;gt;zitiert nach: Gerhard Hartmann: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher. Sozialreformer und Priesterpolitiker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitfenster - unsere Heimat neu entdeckt.&amp;#039;&amp;#039;, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Ehrenbürger mehrerer Gemeinden, so von [[Tulln]], [[St. Georgen am Reith]], [[Reinsberg]], [[Traismauer]], [[Tausendblum]] und [[Brand-Laaben]] sowie Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindungen [[KaV Norica Wien|Norica Wien]],&amp;lt;ref name=WR21/&amp;gt; [[KDStV Ferdinandea (Prag) Heidelberg|Ferdinandea Prag]], [[KÖStV Austria Wien|Austria Wien]] und [[KÖStV Rudolfina Wien|Rudolfina Wien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Cartellverband der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen: &amp;#039;&amp;#039;Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des CV, des Cartell-Verbandes der Katholischen Deutschen Studentenverbindungen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1914, S. 439.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Taubenkobel Graz Denkmalschild 2023-06-25.jpg|mini|Die erste Unterkunft in Graz: der „Taubenkobel“ des Jesuitengymnasiums]]&lt;br /&gt;
1911 veröffentlichte Scheicher den [[Science-Fiction|Zukunftsroman]] &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Jahre 1920 – Ein Traum&amp;#039;&amp;#039; in dem der nach 23 Jahren von seiner [[Andrées Polarexpedition von 1897|gescheiterten Nordpolfahrt]] zurückgekehrte [[Salomon August Andrée|Andrée]] erfährt, dass Österreich als „Ostmark“ nun Kern des Staatenbundes der „Vereinigen Oststaaten“ ist, der – ein Bollwerk gegen den [[Pangermanismus]] bildend&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=|url=https://www.oecv.at/Biolex/Detail/12500844 |titel=Josef Scheicher |werk=oecv.at |hrsg= |datum=2017-12-17 |zugriff=2019-07-01 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – nun an der Spitze der europäischen Staaten steht. Diese Entwicklung geht auf die Idee eines St. Pöltener Abgeordneten zurück – womit Scheicher auf sich verweist – und ist hauptsächlich eine Folge des Exodus der Juden, nach dem dann wieder eine christliche Gesinnung im Land Einzug hielt. Nessun Saprà zufolge ist die „stark antisemitische Utopie“ Scheichers „als Literatur […] völlig unbedeutend, als Zeugnis für die geistige Verfasstheit der Bildungsschicht dieser Epoche ein nahezu einmaliges Dokument.“&amp;lt;ref&amp;gt;Nessun Saprà: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der deutschen Science Fiction &amp;amp; Fantasy 1870-1918.&amp;#039;&amp;#039; Utopica, Oberhaid 2005, ISBN 3-938083-01-8, S. 231&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Die Werke Josef Scheichers sind in Bibliotheken teilweise auch unter der Namensvariante &amp;#039;&amp;#039;Joseph Scheicher&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Interessantes Priesterleben.&amp;#039;&amp;#039; 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arme Brüder.&amp;#039;&amp;#039; Ein Stück Zeit- und Kirchengeschichte. 1913.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisse und Erinnerungen: 1. Aus der Jugendzeit. 2. Aus der Studienzeit. 3. Aus dem Priesterleben. 4.-6. Aus dem politischen Leben.&amp;#039;&amp;#039; 1907–1912.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Österreichische Klerustag.&amp;#039;&amp;#039; 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Jahre 1920. Ein Traum.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Gregora, St. Pölten 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Am Erkerfenster.&amp;#039;&amp;#039; Novellenkranz in zwei Bänden, 1879.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostmark-Geschichten.&amp;#039;&amp;#039; Gesammelte Erzählungen, Novellen und Humoresken, 1898.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Praktisches Handbuch des katholischen Eherechtes.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg im Breisgau, Verlag Herder, 4. Auflage 1891.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Compendium repetitorium theologieae moralis.&amp;#039;&amp;#039; Editio III. revisa. Verlag Fromme, Wien 1890.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Moraltheologie.&amp;#039;&amp;#039; 1885.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Duchovenstvo a socialnl otazka.&amp;#039;&amp;#039; (tschechische Übersetzung von: &amp;#039;&amp;#039;Die Geistlichkeit und die sociale Frage&amp;#039;&amp;#039;.) Brünn: Benediktinerdruckerei. 1884&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Klerus und die soziale Frage&amp;#039;&amp;#039; Innsbruck, Verlag Rauch 1884. 2. Auflage in fünf Sprachen übersetzt 1896.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Lichtenhofer. Ein Lebensbild aus den steyrischen Alpen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Kirsch, Wien 1882.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wählt nicht liberal! Ein Ruf an seine Landsleute.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1877.&lt;br /&gt;
* Jahrbuch des konstitutionellen Volks-Vereines für das Viertel Ober-Wiener-Wald. St. Pölten 1877 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2023-06-21 Grab Josef Scheicher Zentralfriedhof Wien o.jpg|mini|Grab Josef Scheichers am Wiener Zentralfriedhof]]&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hedwig David: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher als Sozialpolitiker.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der Philosophischen Fakultät Wien, 1946.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|630||Scheicher, Josef|[[Manfred Eder]]|120645777}}&lt;br /&gt;
* Josef Kendl: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher, Priester und Politiker an der Schwelle einer neuen Zeit.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Salzburg, St. Pölten 1967.&lt;br /&gt;
* Alois Prinz von und zu Liechtenstein: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die anläßlich der Fahnenweihe und 25-jährigen Jubelfeier des katholischen Arbeiter-Vereines für Niederösterreich am 31. Mai 1896 stattgefundene Festversammlung und Wiedergabe der von … Prinz Alois Lichtenstein und … Josef Scheicher gehaltene Festrede.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Ambrosius Opitz, Wien 1896.&lt;br /&gt;
* Rupert Stipper: &amp;#039;&amp;#039;Dr. Josef Scheicher. Ein großer Sohn der Weststeiermark.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitfenster: Unsere Heimat neu entdeckt!&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 1, Jahrgang 2022. Zeitschrift des Historischen Vereins Viana Styria. Deutschlandsberg 2022, S. 3–4.&lt;br /&gt;
* Anton Szanya: &amp;#039;&amp;#039;Der Traum des Josef Scheicher: Staatsmodelle in Österreich 1880–1900.&amp;#039;&amp;#039; Studien-Verlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7065-4424-5.&lt;br /&gt;
* [[Werner Tscherne]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher – Kämpfer, Priester und Politiker. Ein steirischer Mitbegründer der Christlichsozialen Partei. Zu seinem 155. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark.&amp;#039;&amp;#039; Graz 1997, S. 215 ff.&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Hartmann (Theologe)|Gerhard Hartmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Scheicher. Sozialreformer und Priesterpolitiker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitfenster – unsere Heimat neu entdeckt.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Historischer Verein Viana Styria, Stainz, {{ZDB|2986047-7}}, Ausgabe 2/2024, S. 10–14.&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfarrkirche St Stefan ob Stainz Innenraum Scheicher Fenster.jpg|mini|Gewidmetes Kirchenfenster in St. Stefan ob Stainz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|01605}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120645777|LCCN=no/94/27697|VIAF=50062206}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheicher, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter zum Abgeordnetenhaus (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moraltheologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (St. Pölten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scheicher, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Geistlicher und Politiker (CS), Landtagsabgeordneter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Februar 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Lichtenhof bei [[Sankt Stefan ob Stainz|St. Stefan ob Stainz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. März 1924&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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