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	<title>Josef Rieck - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-16T21:18:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Rieck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1911]] in [[Stuttgart]]; † [[1970]] in [[Aulendorf]]) war ein deutscher [[Buchhändler]] und Aktiver im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]]. Er gründete die &amp;#039;&amp;#039;Buchhandlung Rieck&amp;#039;&amp;#039; in Aulendorf und war Gründungsmitglied der &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft Oberschwaben&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rieck wuchs in Stuttgart auf und verbrachte einige Zeit als [[Novize]] im [[Kloster Beuron]], bevor er sich zum Buchhändler ausbilden ließ. 1938 kam er als bekennender [[Römisch-katholische Kirche|Katholik]] mit seiner Frau Erika, einer Berliner [[Kommunismus|Kommunistin]], ins [[Oberschwaben|oberschwäbische]] Aulendorf, wo er eine eigene [[Buchhandlung]] eröffnete. Über diese Buchhandlung hatte Rieck Kontakt zu prominenten Widerstandskämpfern zur [[Zeit des Nationalsozialismus]], weswegen er auch im Zuge der Verhaftung von Mitgliedern der Widerstandsgruppe [[Weiße Rose]] kurzzeitig festgenommen wurde. Nach 1945 bediente Rieck mit seiner Buchhandlung vor allem Kunden aus dem Bereich der [[Theologie]] und gründete die &amp;#039;&amp;#039;Gesellschaft Oberschwaben&amp;#039;&amp;#039;. Rieck wollte mit seinem Wirken stets Geist und Kultur voranbringen, wie ein Auszug aus einem Informationsblatt für seine Kunden aus dem Jahre 1941 verdeutlicht:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Buchhandlung wurde gegründet mit dem Ziel, für das Land zwischen Donau und Bodensee, eine vorwiegend ländliche und in einzigartiger Weise in ihrer Geschlossenheit erhaltene Kulturlandschaft, der geistig anregende Mittelpunkt zu werden. Dem Unternehmen galt als höchstes Prinzip das der Sortierung, angewandt auf alle Gebiete, vom Kinderbuch bis zur Klassiker-Ausgabe, was jede Mittelmäßigkeit ausschließt.|Josef Rieck&amp;lt;ref name=&amp;quot;rieck-gesch1&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.buchhandlung-rieck.de/index.php?name=ueberuns&amp;amp;op=historie |wayback=20160304130705 |text=Geschichte der Buchhandlung Rieck |archiv-bot=2025-08-26 07:47:19 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 17. September 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Buchhandlung Rieck ==&lt;br /&gt;
Die von Josef Rieck 1938 in Aulendorf eröffnete Buchhandlung Rieck (auch: &amp;#039;&amp;#039;Rieck’sche Buchhandlung&amp;#039;&amp;#039;) ist in erster Linie eine [[Versandhandel|Versandbuchhandlung]] für Theologie und [[Geisteswissenschaften]]. Der erste Kunde der neuen Buchhandlung war ihr späterer erster Mitarbeiter: [[Erwin Glonnegger]], der einige Jahre danach als Leiter des Bereichs „Ravensburger Spiele“ beim [[Otto Maier Verlag]] in [[Ravensburg]] und [[Spieleerfinder]] berühmt werden sollte. Rieck hatte an sich selbst den Anspruch, in seiner Buchhandlung stets die besten Bücher für seine Kunden vorsortiert zu haben und so die „Käufer durch Angebot und Beratung zu geistigem Qualitätsgefühl zu erziehen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ-243&amp;quot;&amp;gt;Dirk Grupe: [[Papst]] [[Benedikt XVI.|Benedikt]] kauft seine Bücher in Aulendorf. In: Schwäbische Zeitung, 20. Oktober 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit diesem Anspruch verbunden war eine grundlegende Abneigung gegen Ziele und Methoden des NS-Regimes. Diese kam deutlich zum Ausdruck, als Rieck 500 Exemplare von [[Alfred von Martin]]s &amp;#039;&amp;#039;Nietzsche und Burckhardt&amp;#039;&amp;#039; bestellte, in dem der Autor alles gegen [[Nietzsche]] richtete, was man zur damaligen Zeit gegen das Regime eben nicht zu sagen wagen durfte und diese über eine Anzeige in der [[Frankfurter Zeitung]] bewarb. Alle 500 Exemplare wurden verkauft, die Besteller waren unter anderem [[Claus Schenk Graf von Stauffenberg]], [[Werner Bergengruen]] und die [[Geschwister Scholl]], aber auch [[Adolf Hitler|Hitlers]] Chefideologe [[Alfred Rosenberg]]. Über den gemeinsamen Bekannten [[Wilhelm Geyer]] entstand ein direkter Kontakt zwischen dem Ehepaar Rieck und den Geschwistern Scholl. Regelmäßig wurden [[Flugblatt|Flugblätter]] der Weißen Rose an die Buchhandlung Rieck geschickt und von dort aus an vertrauenswürdige Personen weiterverbreitet.&lt;br /&gt;
Zur Bedeutung der Buchhandlung Rieck während des Nationalsozialismus schrieb [[Otl Aicher]], einer von Riecks Kunden:&lt;br /&gt;
{{Zitat|In Aulendorf, dem Verkehrsknotenpunkt in Oberschwaben, steigt man aus dem Zug, unterbricht die Reise bis zum naechsten und geht in die Buchhandlung Rieck. Eine rothaarige Kommunistin aus Berlin, Buchhändlerin, hat sich mit einem Intellektuellen zusammengetan, der in den Benediktinerorden hatte eintreten wollen, es aber aufgegeben hat, krankheitshalber, sagt man. Das entscheidende Mittel, im Dritten Reich zu überleben, war das Buch. Und die Buchhandlung Rieck hatte Bücher zum Überleben. Die kommunistisch-katholische Allianz spürte gerade die Bücher auf, die Futter waren.|Otl Aicher&amp;lt;ref name=&amp;quot;SWR&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-03 |url=http://db.swr.de/upload/manuskriptdienst/wissen/wi000215.txt |text=Reportage |archivebot=2022-03-05 11:41:39 InternetArchiveBot}} des [[Südwestrundfunk]]s&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Vor allem der Bereich der christlichen und theologischen Literatur war es, der der Buchhandlung Rieck nach dem Zweiten Weltkrieg einen weltumspannenden Kundenstamm sicherte. Der [[Heiliger Stuhl|Heilige Stuhl]] ist der wichtigste Kunde der Aulendorfer, prominenteste Namen in der Kundenkartei sind heute sicherlich [[Papst]] [[Benedikt XVI.]] und [[Hans Küng]].&lt;br /&gt;
Nach Riecks Tod 1970 wurde die Buchhandlung von seiner Frau Erika und später seiner Schwester Eleonore weitergeführt. Seit 1994 ist die langjährige Mitarbeiterin Franziska Rist Geschäftsführerin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rieck-gesch1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ-243&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaft Oberschwaben ==&lt;br /&gt;
Kurz nach Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gründete Rieck die Gesellschaft Oberschwaben mit dem Ziel, ein geistiger Tauschplatz zu werden. Die Gesellschaft sollte „die Pflege heimatlicher Kultur, den Aufbau wissenschaftlicher Institutionen und das fruchtbare Zusammentreffen von Menschen der Wissenschaft und des täglichen Lebens“ fördern. Auf der Gründungsversammlung sprach [[Carlo Schmid]] zum Thema „Lob Oberschwabens“. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten standen jedoch nach der langen Not des Krieges materielle Bedürfnisse so sehr im Mittelpunkt, dass Kunst und Kultur zeitweise in den Hintergrund treten mussten, so dass es ab 1949 still um die Gesellschaft Oberschwaben wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rieck-gesch1&amp;quot; /&amp;gt; 1996 entstand eine Nachfolgegesellschaft, die sogenannte Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GO&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gesellschaft-oberschwaben.de/757.1.html |text=Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur |wayback=20070617224946}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Aulendorf benannte im Jahre 2007 eine Straße nach Josef Rieck&amp;lt;ref name=&amp;quot;SZ-243&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Erwin Glonnegger: &amp;#039;&amp;#039;Die Buchhandlung Rieck, ein geistiges Zentrum in Oberschwaben.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aulendorf – Im Wandel der Zeit.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-88294-292-7&lt;br /&gt;
* Gesellschaft Oberschwaben für Geschichte und Kultur (Hrsg.): Das große weite Tal der Möglichkeiten. Geist, Politik, Kultur 1945–1949 - Das Projekt Gesellschaft Oberschwaben. ISBN 3-89870-051-8&lt;br /&gt;
* Oswald Burger: &amp;#039;&amp;#039;Josef Rieck, Bücher zum Überleben.&amp;#039;&amp;#039; In: Im Oberland. 8/1997, S. 9–17.&lt;br /&gt;
* Jörg Widmaier, &amp;#039;&amp;#039;[https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/article/view/68709/62026 Ein „Weltkloster“ für Oberschwaben, Die Verlagsbauten Rolf Gutbrods für den Buchhändler Josef Rieck in Aulendorf]&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/nbdpfbw/index Denkmalpflege in Baden-Württemberg]&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;48, Nr.&amp;amp;nbsp;4 (2019), S.&amp;amp;nbsp;276–282.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.rieck-buch.de/ Website der Buchhandlung Rieck]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012383938|VIAF=172054415}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rieck, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rieck, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Buchhändler, Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Aulendorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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