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	<title>Josef Pirlet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T17:54:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Pirlet&amp;diff=1265292&amp;oldid=prev</id>
		<title>95.223.44.111: /* Auszeichnungen */</title>
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		<updated>2023-07-10T22:19:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Auszeichnungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Josef Pirlet, ca 1920.jpg|mini|hochkant|Josef Pirlet, ca. 1920]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Pirlet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[12. April]] [[1880]] in [[Aachen]]; † [[11. Januar]] [[1961]] in [[Köln]]) war ein deutscher [[Bauingenieur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Pirlet wuchs in Aachen auf. Nach der Schulzeit folgte ein Studium im Bauingenieurwesen an der [[RWTH Aachen|Technischen Hochschule Aachen]] unter anderem bei [[August Hertwig]]. Es folgte 1906 seine [[Promotion (Doktor)|Promotion]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 wurde er als Prüfstatiker zugelassen und gründete in Aachen ein noch bestehendes [[Ingenieurbüro]]. Zu seinen späteren Mitarbeitern gehörte [[Hans Ebner (Ingenieur)|Hans Ebner]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Eugen Kurrer]]: The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium. Berlin: [[Ernst &amp;amp; Sohn]] 2018, S. 990, ISBN 978-3-433-03229-9&amp;lt;/ref&amp;gt; Parallel dazu wirkte Pirlet er an der Technischen Hochschule, erhielt 1912 einen [[Lehrauftrag]] für Statik der Baukonstruktionen und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1913 als [[Privatdozent]]. Bekannt wurde seine Beiträge zur Theorie hochgradig statisch unbestimmter Systeme.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Eugen Kurrer: The History of the Theory of Structures. Searching for Equilibrium. Berlin: Ernst &amp;amp; Sohn 2018, S. 816f, ISBN 978-3-433-03229-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 heiratete er Else Giani (1897–1988), eine Enkelin von [[Caspar Giani]]. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, darunter der ebenfalls als Bauingenieur tätige Eugen Pirlet (1927–1985) und der Mediziner [[Karl Pirlet]] (1920–2010).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1926 wurde er zum [[Honorarprofessor]] der Fakultät II der Technischen Hochschule Aachen ernannt. Zu Beginn der 1930er Jahre verlegte er sein Büro nach Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1935 wurde er – wie einige andere Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die dem Nationalsozialismus kritisch gegenüberstanden – wegen angeblicher Devisenvergehen angeklagt, vom Landgericht Berlin verurteilt und in der [[Justizvollzugsanstalt Moabit]] inhaftiert. Nachdem der [[Völkischer Beobachter|Völkische Beobachter]] darüber berichtet hatte, wurde er im Sommer 1935 vom Erziehungsministerium beurlaubt und schied im März des folgenden Jahres aus dem Lehrkörper der Hochschule aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete er zur Durchführung von Sicherungsmaßnahmen an zahlreichen historischen Bauten erneut ein Büro in Aachen ein, das er neben dem Hauptbüro in Köln führte. 1955 nahm er Matthias Kempen als Partner in das Aachener Büro auf, das nun unter &amp;#039;&amp;#039;Pirlet &amp;amp; Kempen, Diplom-Ingenieure&amp;#039;&amp;#039; firmierte. Das Kölner Büro hatte seinen Sitz im Obergeschoss des [[Lempertz|Kunsthauses Lempertz]] am [[Neumarkt (Köln)|Neumarkt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pirlet starb 1961 im Alter von 80 Jahren. Die Grabstätte befindet sich auf dem Kölner [[Melaten-Friedhof]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Findagrave|255674364|Abruf=2023-06-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachwirkung ==&lt;br /&gt;
Nach Pirlets Tod übernahmen sein Sohn Eugen das Ingenieurbüro in Köln und Matthias Kempen das Ingenieurbüro in Aachen als jeweilige Alleininhaber. 1985 wurde das Kölner Büro unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Pirlet &amp;amp; Partner Baukonstruktionen Ingenieurgesellschaft mbH&amp;#039;&amp;#039; in eine [[Kapitalgesellschaft]] umgewandelt. Geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter wurde Josef Pirlets Enkel Alexander Pirlet. 2015 zog das Büro in ein Bürohaus am [[Kölner Ringe|Hohenstaufenring]] um. Neben den Gesellschaftern hat es ca. 70 fest angestellte Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
=== Bauten (Auswahl) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reichsweg 30.JPG|mini|Hauptgebäude der &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Nadelfabriken AG&amp;#039;&amp;#039; in Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blombachtalbrücke.jpg|mini|Blombachtalbrücke]]&lt;br /&gt;
* 1924–1926: Hauptgebäude der [[Rhein-Nadel Automation#Geschichte|Rheinische Nadelfabriken AG]] in [[Aachen]] (unter [[Denkmalschutz]]; umgebaut zum &amp;#039;&amp;#039;Haus der Identität und Integration&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* 1937: Hangbefestigung am Grundstück von [[Konrad Adenauer]] in [[Rhöndorf]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Freundschaft in schwerer Zeit. Die Briefe Konrad Adenauers an Dora Pferdmenges 1933–1949.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1945 ff.: statische Sicherung des [[Aachener Dom]]s&lt;br /&gt;
* 1945 ff.: Wiederaufbau des [[Aachener Rathaus]]es&lt;br /&gt;
* 1949–1950: Wiederaufbau der [[Haus Kemnade|Kemnader]] Ruhrbrücke im Zuge der L 551 zwischen [[Hattingen]]-[[Steinenhaus (Hattingen)|Steinenhaus]] und Bochum-[[Stiepel (Bochum)|Stiepel]]&lt;br /&gt;
* 1957–1959: [[Blombachtalbrücke]] der L 419 über die [[Bundesautobahn 1]] in [[Wuppertal]] (mit [[Hellmut Homberg]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schriften ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Berechnung statisch unbestimmter Systeme&amp;#039;&amp;#039;, in: Der Eisenbau, No. 1, H. 9, S. 331–349.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Statik der rahmenartigen Tragwerke.&amp;#039;&amp;#039; Julius Springer Verlag, Berlin 1951.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kompendium der Statik der Baukonstruktionen.&amp;#039;&amp;#039; Julius Springer Verlag, Berlin o. J.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zur Berechnung von Trägerrosten in torsionssteifen Brückenfahrbahntafeln.&amp;#039;&amp;#039; Westdeutscher Verlag, Opladen 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Trägerrost-Hohlplatte.&amp;#039;&amp;#039; (hrsg. vom Wirtschafts- und Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen) Düsseldorf 1954.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Komtur des päpstlichen [[Silvesterorden]]s&lt;br /&gt;
* 1955: Großes [[Bundesverdienstkreuz]]&lt;br /&gt;
* 1956: Umbenennung des ehemaligen Pontwegs in Aachen in &amp;#039;&amp;#039;Professor-Pirlet-Straße&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Das Hörsaalgebäude PPS der RWTH Aachen ist nach Professor Pirlet benannt.&lt;br /&gt;
* Seit 2000 vergibt der [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der Fakultät für Bauingenieurwesen der RWTH jährlich den nach ihm benannten &amp;#039;&amp;#039;Josef-Pirlet-Preis&amp;#039;&amp;#039; (dotiert mit 6.000 €) für außergewöhnliche Studienleistungen. Der Preis wurde anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Ingenieurbüros Pirlet durch seinen Enkel und Büronachfolger Alexander Pirlet gestiftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Ingenieurbüro Pirlet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches IngenieurBlatt]]&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 2011, Heft 1/2, S. 14.&lt;br /&gt;
* Ulrich Kalkmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Technische Hochschule Aachen im Dritten Reich (1933–1945).&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Aachener Studien zu Technik und Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 4.) Verlag Mainz, Aachen 2003, ISBN 3-86130-181-4, S. 396. (Dissertation, RWTH Aachen, 2003.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.pirlet.de/unternehmen/historie/ www.pirlet.de], abgerufen am 30. Mai 2017&lt;br /&gt;
* [http://www.archiv.rwth-aachen.de/biographischedatenbank/ www.archiv.rwth-aachen.de], abgerufen am 27. Februar 2009&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1055350586|VIAF=12810703}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pirlet, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (RWTH Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Silvesterordens (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pirlet, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bauingenieur&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. April 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aachen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. Januar 1961&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Köln]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.223.44.111</name></author>
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