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	<title>Josef Nöcker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T08:33:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_N%C3%B6cker&amp;diff=582782&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F104: /* Ausbildung, Beruf und Zugehörigkeiten */</title>
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		<updated>2025-07-23T00:05:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ausbildung, Beruf und Zugehörigkeiten&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Nöcker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1919]] in [[Düsseldorf]]; † [[5. August]] [[1989]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Mediziner]] und Sportfunktionär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung, Beruf und Zugehörigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[File:Grab Josef Nöcker.jpg|thumb|Das Grab von Josef Nöcker im Familiengrab auf dem [[Nordfriedhof (Düsseldorf)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte ab 1939 in Leipzig, Jena, [[Universität Rostock|Rostock]],&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu die [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/300006411 Immatrikulation von Josef Nöcker] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Freiburg und Wien. Josef Nöcker war Mitglied der Alten Leipziger [[Alte Leipziger Landsmannschaft Afrania|Landsmannschaft Afrania]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/josef-noecker |titel=Nöcker, Josef |werk=Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur |abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine ärztliche Approbation erhielt er 1945 in Leipzig, wo er auch promovierte. 1950 habilitierte er sich ungewöhnlich jung in seinem Beruf, an der Universität Leipzig mit dem Thema „Die [[Nährhefe]]. Heil- und Zusatznahrung“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Nöcker |Titel=Die Nährhefe als Heil- und Zusatznahrung: mit 33 Tab |Verlag=Marhold |Datum=1950 |Reihe=Sammlung zwangloser Abhandlungen aus dem Gebiete der Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten, N.F. 1 |Online=https://katalog.ub.uni-leipzig.de/Record/0-1608993841 |Abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 wurde er außerplanmäßiger Professor und 1957 kommissarischer Leiter der Medizinischen Universitätsklinik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Juni 1959 floh er auf der Fahrt zum Leichtathletik-Länderkampf England – DDR in London in die Bundesrepublik Deutschland. Dort übernahm Nöcker die Chefarztstelle der städtischen Krankenanstalten in [[Leverkusen]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; wo er zusammen mit Dieter Baron für die sportmedizinische Betreuung der Sportler von [[TSV Bayer 04 Leverkusen|Bayer Leverkusen]] zuständig war und vor allem mit [[Bert Sumser]] kooperierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine schwere Erkrankung traf ihn nach seiner Rückkehr aus Mexiko. Als Mediziner erlangte er u. a. durch die auf eigenen Forschungen beruhenden Erkenntnis Bedeutung, dass er Frühmobilisation von Patienten nach [[Herzinfarkt]]en und die präventive therapeutische Wirkung von Training und Sport gegen Herz-Kreislauferkrankungen erkannte. Dazu gehörten statisch dynamische Übungen schon nach fünf Tagen und Training im Liegen mit dem Fahrradergometer nach zehn Tagen nebst krankengymnastischer Betreuung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Josef Noecker |url=https://www.bisp-surf.de/Record/PU198707006765 |titel=Das Betreuungssystem im modernen Hochleistungssport : Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. med. Otto-Karl Sperling |werk=Bundesinstitut für Sportwissenschaft |datum=1982 |abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nöcker befasste sich ebenfalls ausführlich mit der Ernährung im Sport&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Noecker |Titel=Die Ernährung des Sportlers |Hrsg=Bundesinstitut für Sportwissenschaft |Auflage=4. erw. Aufl. |Verlag=Hofmann |Datum=1987 |ISBN=978-3-7780-3574-0 |Online=https://www.bisp-surf.de/Record/PU199402069783 |Abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Leistungssteigerung durch Training.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Josef Noecker |Titel=Die biologischen Grundlagen der Leistungssteigerung durch Training |Hrsg=Bundesinstitut für Sportwissenschaft |Auflage=5. Aufl. |Verlag=Hofmann |Datum=1974 |Reihe=Beiträge zur Lehre und Forschung der Leibeserziehung |Online=https://www.bisp-surf.de/Record/PU197405004938 |Abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1989 starb Josef Nöcker bei einem Autounfall auf der Autobahn bei Leverkusen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.abendblatt.de/archive/1989/pdf/19890807.pdf/ASV_HAB_19890807_HA_011.pdf |titel=Kurz notiert |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1989-08-07 |abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Im Jahre 1937 gehörte Nöcker dem Olympiakader für die in Tokio vorgesehenen [[Olympische Spiele|Olympischen Spiele]] des Jahres 1940 an. Nach dem Krieg wurde er in der [[Sowjetische Besatzungszone|Ostzone]] Meister in der [[4-mal-100-Meter-Staffel]] und Zweiter im [[Dreisprung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Über [[400-Meter-Hürdenlauf|400 Meter Hürden]] stellte er einen neuen Ostzonenrekord auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1956 war er bei den Sommerspielen in Melbourne Olympiaarzt der gesamtdeutschen Mannschaft. 1964 in Tokio und 1976 in Montreal war er Arzt der bundesdeutschen Olympiamannschaft. 1968 und 1972 war er Chef des deutschen Olympiaaufgebots in Mexiko-Stadt und München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei den Olympischen Sommerspielen 1976, bei denen Nöcker Arzt der deutschen Mannschaft war, erhielt Ruderer [[Peter-Michael Kolbe]] eine Spritze, die später „Kolbe-Spritze“ genannt, als Skandal aufgefasst wurde und eine öffentliche Dopingdebatte auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hanno Strang |url=http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Aktuelles/Inhaltlicher_Bericht_HU.pdf?__blob=publicationFile |titel=„Doping in Deutschland von 1950 bis heute aus historisch-soziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation“, Forschungsprojekt 2009-2012 |werk=Humboldt-Universität zu Berlin |datum=2013 |abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nöcker bezeichnete die Spritze, die keine auf der Liste der seinerzeit verbotenen Stoffe stehenden Mittel enthielt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Das-Geheimnis-der-Kolbe-Spritze-279223.html |titel=Das Geheimnis der Kolbe-Spritze |werk=Ärztezeitung |datum=2013-08-08 |abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gegenüber der Zeitung [[Bild (Zeitung)|&amp;#039;&amp;#039;Bild&amp;#039;&amp;#039;]] Ende Juli 1976 als „Leistungsstabilisierung“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Henk Erik Meier, Anica Rose, Stefanie Woborschil, Mara Konjer |url=https://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Aktuelles/Inhaltlicher_Bericht_WWU_Rezeption_des_Dopings.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=1 |titel=Die Rezeptionsgeschichte des Dopings in Deutschland von 1950 bis 2009 |werk=Bundesinstitut für Sportwissenschaft |abruf=2022-08-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die enthaltenen Stoffe, die geheim blieben, seien in jeder Apotheke zu kaufen gewesen, so Nöcker. Er betonte, die Gabe der Spritze sei Teil einer Gesamtheit von Betreuungsmaßnahmen wie eine gezielte Ernährung und ein richtiges Mineralgemisch gewesen und auch Sportlern aus anderen Disziplinen verabreicht worden. Nöcker äußerte, die Sportmedizin müsse für Chancengleichheit sorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Henk Eric Meier, Marcel Reinold, Anica Rose |url=https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/137402/dopingskandale-in-der-alten-bundesrepublik/ |titel=Dopingskandale in der alten Bundesrepublik |werk=Bundeszentrale für politische Bildung |abruf=2022-08-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1970er Jahren erforschte er die Wirkung von Pornofilmen auf die Penisse gedopter Sportler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Oliver Fritsch|url=https://www.zeit.de/sport/2013-08/porno-studie-doping-brd|titel=BRD-Sportgeschichte: Doping-Forschung am Penis|datum=2013-08-27|werk=Zeit Online|zugriff=2013-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ämter ===&lt;br /&gt;
* 1959–1961 Vorsitzender des wissenschaftlichen Ausschusses des Deutschen Sportärztebundes&lt;br /&gt;
* 1960 Chef de Mission der [[Gesamtdeutsche Mannschaft|gesamtdeutschen Olympiamannschaft]]&lt;br /&gt;
* 1961–1969 Vorsitzender des Ausschusses zur wissenschaftstheoretischen und praktischen Förderung des Hochleistungssports, der in den [[Bundesausschuss Leistungssport]] (BAL) umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Arnd Krüger]] (1975). &amp;#039;&amp;#039;Sport und Politik. Von Turnvater Jahn zum Staatsamateur&amp;#039;&amp;#039;. Hannover: Fackelträger ISBN 3771620872&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* ab 1969 Mitglied des Gutachterausschusses der [[Deutsche Sporthilfe|Deutschen Sporthilfe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
* „Die Kartoffel hat mir den Weg gewiesen.“ (Seine [[Dissertation]] behandelte die biologische Wertigkeit des Kartoffeleiweißes.)&lt;br /&gt;
* „Man darf nicht nur die Frage stellen, was leistet der Mensch sportlich, sondern man muss vielmehr auch die Frage stellen, was leistet der Sport menschlich?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1958: Carl-Diem-Preis (Carl-Diem-Plakette)&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1973: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{BVK|VK1|43/1973}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1976: [[Ernst-von-Bergmann-Plakette]] der Bundesärztekammer&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1988: Goldenes Ehrenzeichen der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
Nöcker verfasste ca. 150 wissenschaftliche Publikationen und hat ca. 35 in der [[Deutsche Nationalbibliothek|Deutschen Nationalbibliothek]] katalogisierte Bücher veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GND|140583475}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Nährhefe als Heil- und Zusatznahrung von Josef Nöcker, Marhold (1950)&lt;br /&gt;
* Grundriss der Biologie der Körperübungen. [Hauptwerk] von Josef Nöcker. (1953)&lt;br /&gt;
* Grundlagen der sportlichen Ausbildung von Josef Nöcker, u. a. (1958)&lt;br /&gt;
* Ernährung im Alter von Josef Nöcker, Friedrich-Horst Schulz, E. Merck AG (1961)&lt;br /&gt;
* Physiologie der Leibesübungen für Sportlehrer, Trainer, Sportstudenten und Sportärzte von Josef Nöcker/Enke (1964) ISBN 3432842147 ISBN 978-3432842141&lt;br /&gt;
* Bedeutung des Sports in der Zivilisation von Josef Nöcker, Landessportverband Schleswig-Holstein e.&amp;amp;nbsp;V. (1965)&lt;br /&gt;
* Physiologie der Leibesübungen von Josef Nöcker, Thieme, Stuttgart (1980)&lt;br /&gt;
* So essen Sportler richtig. Der Ernährungsplan zur Steigerung der sportlichen Leistung von Josef Nöcker, u. a., Dr. Oetker Vlg, Bielef. (1984) ISBN 3767001195 ISBN 978-3767001190&lt;br /&gt;
* Die Ernährung des Sportlers. Fit und gesund durch leistungsspezifische Ernährung. Josef Nöcker/K. Hofmann, Schorndf. (1987)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=josef-noecker|lemma=Nöcker, Josef|autor=Volker Kluge|band=2|idNum=2526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13494297.html &amp;#039;&amp;#039;Nachruf in Der Spiegel auf Josef Nöcker&amp;#039;&amp;#039;]. Abgerufen am 4. Januar 2011.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140583475|VIAF=107263716}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nocker, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportmediziner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1919]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nöcker, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Sportfunktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1919&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. August 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F104</name></author>
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