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	<title>Josef Loschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Loschmidt&amp;diff=63018&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FBuHL09: Abbildung eingefügt</title>
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		<updated>2026-04-17T09:20:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abbildung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Johann Josef Loschmidt.jpg|miniatur|Josef Loschmidt]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Josef Loschmidt portrait plaque.jpg |miniatur|Plakette an Josef Loschmidts Wohnhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:056b-002-023 Loschmidt.jpg|miniatur|Grab Josef Loschmidts auf dem Wiener Zentralfriedhof]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Josef Loschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (tschechisch auch: Jan Josef Loschmidt) (* [[15. März]] [[1821]] in [[Počerny|Putschirn]], [[Königreich Böhmen]], [[Kaisertum Österreich]]; † [[8. Juli]] [[1895]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]) war ein österreichischer [[Physiker]] und [[Chemiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Josef Loschmidt (er verwendete zeitlebens nur seinen zweiten Vornamen und ist auch in der Literatur nur als Josef oder Joseph Loschmidt bekannt) wurde als Kind armer Kleinbauern in Putschirn bei [[Karlsbad]] geboren: Der Vater Anton Loschmidt bewohnte den kleinen Hof Nr. 10 in Putschirn und verdiente seinen Lebensunterhalt als Schneider und durch die Landwirtschaft, die Mutter Maria Anna, geb. Peterl, war eine [[Häusler]]stochter. Auf Anraten des Priesters Adalbert Czech erhielt er eine Ausbildung, die ihn nach der Schulzeit am Piaristenkloster in [[Schlackenwerth]] (1833 bis 1837) nach [[Prag]] führte, wo er 1839 auf die [[Karls-Universität Prag|deutschsprachige Universität]] ging. Hier kam er mit [[Franz Serafin Exner (Philosoph)|Franz Serafin Exner]], Professor für Philosophie in Prag in Berührung. Auf den Vorschlag Exners hin versuchte Loschmidt mathematische Modelle auf psychologische Fragen anzuwenden. Zwar schlug dieses Projekt fehl, doch wurde Loschmidt dadurch ein guter Mathematiker. 1841 ging er nach Wien, wo er 1846 in Physik und Chemie vom [[k.k. Polytechnisches Institut|Polytechnischen Institut]] [[Akademischer Grad|graduierte]]. Nachdem es ihm nicht gelungen war, eine wissenschaftliche Stelle zu finden, arbeitete er zuerst in einer Stahlfabrik, bevor er in Wien eine Firma zur Herstellung von [[Kaliumnitrat]] gründete. Diese Firma ging aber bankrott, woraufhin er ab 1856 als Lehrer bei einer Wiener Realschule arbeitete. 1866 erhielt er eine Anstellung an der Universität Wien, wo er bereits 1868 [[Assistenzprofessor]] wurde, bevor er von 1872 bis 1891 Professor für [[physikalische Chemie]] war. Er war außerdem ein Lehrer von [[Ludwig Boltzmann]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter von 66 Jahren heiratete Loschmidt seine langjährige Lebensgefährtin&amp;lt;!-- lt. Mathias Luger --&amp;gt; und Haushälterin Karoline Mayr (1846–1930). Kurze Zeit darauf, 1887, wurde Loschmidts „(unser) einziges Kind“ (Grabsteininschrift) Josef geboren, das nach dem Vater benannt, allerdings noch im Kindesalter 1898 verstarb. Das [[Liste gewidmeter Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmete]] Grabmal der Familie befindet sich auf dem [[Wiener Zentralfriedhof]] (56B-2-23). Als 4., zuletzt gestorbene Person ist am Grabstein eine „Karoline Mayr (1885–1950)“ genannt, die also 2 Jahre vor dem Sohn geboren worden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1953 wurde in Wien-[[Floridsdorf]] (21. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Loschmidtgasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt. In Berlin-Charlottenburg wurde eine Straße nach ihm benannt. 2010 wurde der Große Hörsaal II der Chemischen Institute der Universität Wien in Joseph-Loschmidt-Hörsaal umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/festakt-und-hoersaalumbenennung-an-der-fakultaet-fuer-chemie/10/neste/10.html Festakt und Hörsaalumbenennungen an der Fakultät für Chemie], Archiv der Online-Zeitung der Universität Wien vom 28. Oktober 2010, abgerufen am 14. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Er forschte auf den Gebieten der [[Thermodynamik]], [[Elektrodynamik]] und [[Optik]] und über Kristallformen. 1861 machte er erstmals Vorschläge für die Konstitution des [[Benzol]]s als ringförmige Struktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1865 bestimmte er – auf gaskinetischer Grundlage – zum ersten Mal die Größe der Luftmoleküle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;luftmolekuele&amp;quot;&amp;gt;Josef Loschmidt: „Zur Grösse der Luftmolecüle“ in &amp;#039;&amp;#039;Sitzungsberichte der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Wien&amp;#039;&amp;#039;, 52, Abt. II, S. 395–413 (1866), {{Google Buch&lt;br /&gt;
| BuchID   = ppEAAAAAYAAJ&lt;br /&gt;
| Seite    = 395&lt;br /&gt;
| Linktext = online&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war er gleichzeitig in der Lage, erstmals die später nach ihm benannte &amp;#039;&amp;#039;[[Loschmidt-Konstante]]&amp;#039;&amp;#039; zu berechnen, die zur heute gebräuchlichen [[Avogadro-Konstante]] umgerechnet werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinem Werk „Chemische Studien. Constitutions-Formeln der organischen Chemie in graphischer Darstellung“ (erschienen 1861) beschrieb Loschmidt 368 (davon 121 aromatische) Moleküle mit Hilfe seiner „Constitutionsformeln“, diese sind bis heute für Chemiker sehr gut verständlich und zeigen die räumliche Orientierung der Atome. Seine Formeln zeigen Doppel- und Dreifachbindungen mit entsprechender Anzahl der Striche, so wie es heutzutage noch üblich ist. Auch enthalten sind Formeln für [[Ozon]] und das – erst 21 Jahre später offiziell von [[August Freund (Chemiker)|August Freund]] entdeckte – [[Cyclopropan]]. Loschmidt schrieb, dass für Phenylringe vermutlich ähnliche Konstitutionen anzunehmen seien wie für Cyclopropan, also wusste er vermutlich vom ringförmigen Aussehen des Benzols. [[August Kekulé]] kannte Loschmidts „Constitutionsformeln“, bevor er seine Version des Aufbaus des Benzolringes veröffentlichte, deshalb sind einige Historiker der Meinung, dass Kekulé mindestens seine Inspiration für den Aufbau des Benzols aus Loschmidts Werk habe.&lt;br /&gt;
[[Datei:Benzaldehyd.PNG|mini|Schema von „Benzoylwasserstoff“ ([[Benzaldehyd]]) aus Loschmidts &amp;#039;&amp;#039;Chemischen Studien&amp;#039;&amp;#039; (1861)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wegen seiner Leistungen wurde ihm die Mitgliedschaft der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Wiener Akademie der Wissenschaften]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1995 gab die österreichische Postverwaltung anlässlich des 100. Todestages von Josef Loschmidt eine Sonderpostmarke mit Nennwert [[Österreichischer Schilling|ATS]] 20,- heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Briefmarken/1995/Josef_Loschmidt Sonderpostmarke „100. Todestag von Josef Loschmidt“].&amp;#039;&amp;#039; [[Austria-Forum]], abgerufen am 20. März 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gedenktafel aus hellem Stein mit Büste im Rundbogen, Text, an der Universität Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gedenkplakette am Geburtshaus in Pocerny 10 (Putschirn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bronzeplakette (gestaltet von Ferdinand Welz) mit Porträt am Haus Wien, Lacknergasse 79, seiner letzten Wohnstätte (1890–1895).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Porträt und Erinnerungstafel (Bronze, geschaffen von Mikos Armulidis, Ostrov) am ehemaligen [[Piaristen]]kloster in [[Ostrov nad Ohří]]  (deutsch: Schlackenwerth), wo er zur Schule ging (1833–1837). Enthüllt am 4. Oktober 2003.&amp;lt;ref&amp;gt;Loschweb &amp;gt; Proceedings&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://loschmidt.chemi.muni.cz/biography/akce/ostrov/udalosti.pdf| titel=Odhalení pamětní desky Josefu Loschmidtovi| zugriff=2017-12-16| format=PDF| sprache=cs| kommentar=Größe: 319 KB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Grabstein am Ehrengrab in Wien.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://loschmidt.chemi.muni.cz/biography/ Jan Josef Loschmidt (1821–1895)] Loschmidt Laboratories &amp;gt; &amp;quot;Loschweb&amp;quot;, abgerufen am 20. März 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* 1861: &amp;#039;&amp;#039;Chemische Studien, Constitutions-Formeln der organischen Chemie in graphischer Darstellung&amp;#039;&amp;#039;. Loschmidt finanzierte die Herausgabe des Buches selber, da er zu diesem Zeitpunkt nicht sehr bekannt war. Die wichtigsten Kapitel dieses Werkes wurden später von [[Richard Anschütz]] auf Grund ihrer Bedeutung erneut herausgegeben.&lt;br /&gt;
* 1865: &amp;#039;&amp;#039;Zur Grösse der Luftmolecüle&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;luftmolekuele&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{ADB|52|82|84|Loschmidt, Johann Joseph|Robert Knott|ADB:Loschmidt, Johann Joseph}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|5|326|327|Loschmidt Johann Josef|Seidl}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|15|195|196|Loschmidt, Johann Joseph|[[Claus Priesner]]|119550407}}&lt;br /&gt;
* Peter M. Schuster: &amp;#039;&amp;#039;From Curiosity to Passion. Loschmidt&amp;#039;s Route from Philosophy to Natural Science.&amp;#039;&amp;#039; In: Wilhelm Fleischhacker, T. Schönfeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pioneering Ideas for the Physical and Chemical Sciences. Proceedings of the Josef Loschmidt symposium, held June 25–27, 1995, in Vienna, Austria.&amp;#039;&amp;#039; Plenum Press, New York 1997, ISBN 0-306-45684-2.&lt;br /&gt;
* Peter M. Schuster: &amp;#039;&amp;#039;Schöpfungswoche Tag zwei – Joseph Loschmidt zur Huldigung.&amp;#039;&amp;#039; Living Edition, Pöllauberg 2004, ISBN 3-901585-04-4 (Poem, mit Federzeichnungen von Helmut Krumpel, sowie Zeittafel, Liste der publizierten Abhandlungen Loschmidts und Bibliographie).&lt;br /&gt;
* [[Alfred Bader (Chemiker)|Alfred Bader]]: [https://loschmidt.chemi.muni.cz/biography/pdf/father.pdf &amp;#039;&amp;#039;Josef Loschmidt, the Father of molecular modelling.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Royal Institution Proceedings.&amp;#039;&amp;#039; Volume 64, S. 197–205.&lt;br /&gt;
* Alfred Bader, [[Leonard Parker]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Loschmidt: Physicist and Chemist.&amp;#039;&amp;#039; {{OCLC|841944406}}.&lt;br /&gt;
* Mathias Luger: [https://othes.univie.ac.at/15390/1/2011-07-13_9901209.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der chemischen Institute der Universität Wien im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039;] Diplomarbeit. 13. Juli 2011, S. 20–23. &amp;lt;!-- abgerufen 20. März 2017 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119550407}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Loschmidt,_Johann_Joseph}}&lt;br /&gt;
* [https://austria-forum.org/af/Wissenssammlungen/Briefmarken/1995/Josef_Loschmidt Sonderpostmarke Josef Loschmidt im Österreich Lexikon]&lt;br /&gt;
* [https://www.loschmidt.cz/ www.loschmidt.cz] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.myheritage.com/person-1000138_28286471_28286471/johann-josef-loschmidt Stammbaum von Josef Loschmidt auf myheritage.com]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119550407|LCCN=nr/91/10421|VIAF=40191203}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Loschmidt, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physiker (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Physikochemiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1821]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Loschmidt, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Loschmidt, Johann Josef (vollständiger Name); Loschmidt, Joseph&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Physiker und Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. März 1821&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Počerny|Putschirn]], [[Königreich Böhmen]], [[Kaisertum Österreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juli 1895&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FBuHL09</name></author>
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