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	<title>Josef Knichel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Knichel&amp;diff=741715&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ScheWo: erste Belege erg.</title>
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		<updated>2026-04-05T16:40:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;erste Belege erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Peter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Knichel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Februar]] [[1889]] in [[Brohl-Lützing|Brohl]] am Rhein; † [[14. Oktober]] [[1955]] in [[Wallhausen (bei Bad Kreuznach)|Wallhausen]] (Nahe)) war ein katholischer [[Pfarrer]] und aufgrund seines politischen Widerstandes in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] Häftling im [[KZ Dachau]].&amp;lt;ref Name=RhPf&amp;gt;[https://rppd.lobid.org/120271885 Rheinland-Pfälzische Personendatenbank]; abgerufen am 5. April 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Josef Knichel war ein Sohn des Eisenbahn-Stationsvorstehers Johann Knichel aus [[Staudernheim]]. Er legte am 23. März 1908 in Trier das humanistische Abitur ab, bezog dann das [[Priesterseminar Trier|Trierer Priesterseminar]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. August 1912 erhielt er die Priesterweihe. Als Kaplan wirkte er in [[Burbach (Saarbrücken)|Burbach]] bei [[Saarbrücken]], wo er im Sinne des [[Kulturkampf]]es gegen die Visitation des Religionsunterrichts durch den preußischen Schulrat opponierte und eine Benachteiligung des katholischen Rheinlands sah. 1921 erhielt Knichel die Pfarrei [[Lauschied]] im [[Hunsrück]], 1927 die von [[Stadtkyll]] in der [[Eifel]].&amp;lt;ref Name=Blindert Details=&amp;quot;S. 5&amp;quot;.&amp;gt;Werner Blindert: &amp;#039;&amp;#039;Josef Knichel, Pfarrer in Stadtkyll: Ein Opfer des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Jenniges (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestalten und Entwicklungen. Historische Streifzüge zwischen Rhein und Maas.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für Hubert Jenniges. Löwen, St. Vith 2004, ISBN 90-808019-3-3, S. 3–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Josef Knichel engagierte sich politisch in der [[Deutsche Zentrumspartei|Deutschen Zentrumspartei]]. Nach dem 1. April 1933 predigte er gegen den Boykott jüdischer Geschäfte. Im März 1933 von Angehörigen des [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] aus [[Hallschlag]] in der Eifel, später von dem Zahnarzt Dr. W. aus Daleiden u.&amp;amp;nbsp;a. wegen Verächtlichmachung der Regierung beim Trierer [[Ordinariat (Behörde)|Generalvikariat]] denunziert. Da er sich weiterhin offen gegen die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] äußerte, wurde er auch bei der [[Staatsanwaltschaft]] angezeigt. Sein Fall gelangte vor das [[Sondergericht]] in Köln, das wegen [[Volksverhetzung]] gegen ihn ermittelte. Seiner Verhaftung durch die [[Geheime Staatspolizei]] entzog sich Knichel durch die Flucht nach [[St. Vith]] in den [[Belgien|belgischen]] [[Ardennen]]. Das Trierer Generalvikariat riet ihm, das [[Sondergerichtsverordnung von 1933|Sondergerichtsverfahren]] abzuwarten, doch Knichel bat um eine Empfehlung an den Bischof von Lüttich zwecks Verwendung in der [[Bistum Lüttich|Diözese Lüttich]]. Obwohl der Bischof von Lüttich seinen Trierer Amtsbruder darum bat, Knichel eine Lütticher Pfarrei anvertrauen zu dürfen, gab dieser seine Eifelpfarrei in Stadtkyll vorerst noch nicht auf, sondern engagierte auf eigene Kosten einen [[Pfarrverwalter]]. Als auch Gnadengesuche der Stadtkyller Pfarrkinder in Köln nichts erreichten, stimmte Trier im August einer Tätigkeit Knichels in der Diözese Lüttich zu. Knichel wurde Pfarradministrator von [[Ligneuville]] bei [[Malmedy]]. Am 2. September 1933 erließ das [[Landgericht Köln]] Haftbefehl wegen Verunglimpfung des staatlichen [[Judenboykott]]s von der Kanzel, wegen der Äußerung, dass die Juden in Deutschland misshandelt würden, [[Schutzstaffel|SS]] und [[Sturmabteilung|SA]] Militärverbände seien, die deutsche Jugend zum [[Völkermord]] erzogen würde und die Nazis den [[Reichstagsbrand|Reichstag in Brand]] gesteckt hätten, ferner wegen Beleidigung des Führers und des [[Reichspräsident]]en (§&amp;amp;nbsp;130a, 188, 200 [[Reichsstrafgesetzbuch|StGB]], §&amp;amp;nbsp;3 [[Heimtückegesetz]], §&amp;amp;nbsp;74 StGB). Am 7. Juni 1938 wurde das Verfahren gegen Knichel auf Grund §&amp;amp;nbsp;2 des Gesetzes über die Gewährung von Straffreiheit vom 30. April 1938 eingestellt. Da er sich auch in dem stark von dem Rechtsextremisten [[Léon Degrelle]] beeinflussten Ostbelgien politisch äußerte, musste Knichel, als die [[Wehrmacht]] am 10. Mai 1940 in Belgien einmarschierte ([[Westfeldzug]]), erneut fliehen. Ein Verhaftungskommando traf ihn zuhause nicht an. Er tauchte anscheinend zunächst in der Diözese Lüttich unter, setzte sich dann aber nach [[Clermont-Ferrand]] ins [[Vichy-Regime|unbesetzte Frankreich]] ab. Von französischen [[Kollaboration|Kollaborateuren]] verraten, wurde Knichel am 24. Juli 1943 mit dem Bischof von Clermont-Ferrand, [[Gabriel Piguet]], und weiteren 24 Geistlichen von der Gestapo verhaftet und in [[Paris]] verhört.&amp;lt;ref Name=RhPf /&amp;gt; Er wurde vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gefangenschaft ===&lt;br /&gt;
Seit dem 7. August 1943 saß Knichel im [[Aachen]]er Gefängnis Adalbertsteinweg 92 in „[[Schutzhaft]]“, wo er schwer misshandelt wurde. Bei einem großen Fliegerangriff wurde das Gefängnis stark zerstört. Dabei kamen viele Häftlinge ums Leben, und auch die Akten verbrannten. Knichel kam mit dem Leben davon und wurde am 27. Mai 1944 ins [[KZ Dachau]] verlegt, wo er am 5. Juni mit der [[Häftlingsnummer]] 69.815 in Block 26/3, dem sogenannten [[Pfarrerblock (KZ Dachau)|Pfarrerblock]], eintraf. Von hier wie auch aus Aachen gelangten Briefe und [[Kassiber]] an seine Familie, in denen Knichel seine Situation schilderte. Nach der Befreiung durch die Amerikaner am 29. April 1945 wurden Knichel und seine Leidensgenossen am 26. Mai (aus der Quarantäne) entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Knichel kehrte am 1. Juni 1945 nach Ligneuville zurück. Am 30. Mai 1949 wandte er sich als &amp;#039;&amp;#039;„ein wie es scheint, vergessener Sohn der Diözese Trier“&amp;#039;&amp;#039; an den Bischof seiner Heimatdiözese, [[Franz Rudolf Bornewasser]]. Der Generalvikar [[Heinrich von Meurerss]] entschuldigte sich am 22. Juni 1949 mit der &amp;#039;&amp;#039;verdeckten&amp;#039;&amp;#039; Aktenführung der Nazizeit und bat ihn um Rückkehr auf eine Trierer Pfarrei. Erst am 15. September 1950 entschloss sich Knichel zur Übernahme der Pfarrei [[Bergweiler]] bei [[Wittlich]]. Schwer erkrankt trat er am 1. Oktober 1954 in den Ruhestand. Nach kurzfristigem Dienst als Hausgeistlicher im Altenheim [[Bad Salzig]], dem Klösterchen, zog er sich zu seiner Familie nach [[Wallhausen (bei Bad Kreuznach)]] zurück, wo er am 14. Oktober 1955 starb. Er liegt auf dem dortigen Friedhof begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Wallhausen hat ihm 1996 in einem alten Heiligenhäuschen eine Gedächtnisstätte errichtet.&amp;lt;ref Name=RhPf /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Werner Blindert: &amp;#039;&amp;#039;Josef Knichel, Pfarrer in Stadtkyll: Ein Opfer des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Jenniges (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gestalten und Entwicklungen. Historische Streifzüge zwischen Rhein und Maas.&amp;#039;&amp;#039; Festschrift für Hubert Jenniges. Löwen, St. Vith 2004, ISBN 90-808019-3-3, S. 3–13.&lt;br /&gt;
* Hans Jörg: &amp;#039;&amp;#039;Josef Knichel (1889–1955). Priester zwischen den Fronten&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für westdeutsche Landesgeschichte 22&amp;#039;&amp;#039;. 1996, S. 233–248.&lt;br /&gt;
* Michael Kinnen: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen den Fronten&amp;#039;&amp;#039;, Kirchenbote Nr. 4 vom 28. Januar 2007&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629030726/http://www.bautz.de/bbkl/k/knichel_p_j.shtml |band=24|spalten=942-945|autor=[[Sandra Ost]]|artikel=Knichel, Peter Josef}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120271885}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120271885|VIAF=62374655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Knichel, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1955]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Knichel, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Knichel, Peter Josef&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher römisch-katholischer Geistlicher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Februar 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Brohl]], [[Rheinprovinz]], [[Königreich Preußen]], [[Deutsches Kaiserreich]] (heute: [[Rheinland-Pfalz]])&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1955&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wallhausen (bei Bad Kreuznach)|Wallhausen]], [[Rheinland-Pfalz]], [[Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ScheWo</name></author>
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