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	<title>Josef Kneifel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;ⵓ: ⇄; •1 externer Link geändert• 🌐︎</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;⇄&lt;/a&gt;; •1 externer Link geändert• &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/externalURLform&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/externalURLform (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;🌐︎&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Kneifel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. November]] [[1942]] in [[Wysokie (Rudna)|Weißig]], [[Niederschlesien]]; † [[27. Oktober]] [[2020]] in [[Radebeul]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://trauer.nordbayern.de/traueranzeige/josef-kneifel |titel=Traueranzeigen von Josef Kneifel |werk=trauer.nordbayern.de |datum=2020-11-14 |abruf=2020-11-15}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.freiepresse.de/chemnitz/panzersprenger-kneifel-gestorben-artikel11205551 |titel=„Panzersprenger“ Kneifel gestorben |werk=[[Freie Presse]] |datum=2020-11-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20201117034215/https://www.freiepresse.de/chemnitz/panzersprenger-kneifel-gestorben-artikel11205551 |archiv-datum=2020-11-17 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Dissident]] und [[Politische Haft (DDR)|politischer Häftling]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Wilhelm Fricke: &amp;#039;&amp;#039;Zur Menschen- und Grundrechtssituation politischer Gefangener in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Wissenschaft und Politik, Köln, 1986, ISBN 3-8046-8692-3, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 9. März 1980 verübte er einen Bombenanschlag auf das Panzerdenkmal eines [[Sowjetunion|sowjetischen]] T-34-Panzers in [[Chemnitz|Karl-Marx-Stadt]], um gegen die andauernde sowjetische Besatzung zu protestieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Ilko-Sascha Kowalczuk]] |url=http://dissidenten.eu/fileadmin/user_upload/Deutschland/Oppositionsgeschichte/dissidenten_eu-Deutsche-Oppositionsgeschichte.pdf |titel=Geschichte der Opposition in der DDR |werk=Biografisches Lexikon: Widerstand und Opposition im Kommunismus 1945–91 |hrsg=[[Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur|Bundesstiftung Aufarbeitung]] |datum=2016-09 |seiten=16 |format=pdf; 490&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2019-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Anlass war die [[Sowjetische Intervention in Afghanistan|sowjetische Militärintervention in Afghanistan]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Booß |url=http://www.bstu.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/Pressemitteilungen-2002/premi_02_mai_02.html |titel=Panzeranschlag von Chemnitz |titelerg=Pressemitteilung |werk=[[Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur|bstu.bund.de]] |datum=2002-05-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140203033105/http://www.bstu.bund.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Archiv/Pressemitteilungen-2002/premi_02_mai_02.html |archiv-datum=2014-02-03 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jugendopposition.de/chronik/145559/chronik-des-jahres-1980?_y=1980&amp;amp;_m=03&amp;amp;nid=146950#nid-146950 |titel=Chronik des Jahres 1980 |werk=jugendopposition.de |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diesen Anschlag auf das Denkmal wurde Kneifel zu lebenslanger Haft verurteilt. Durch Schikanen und Misshandlungen während der Haftzeit erlitt er schwere gesundheitliche Schäden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=josef-kneifel|lemma=Josef Kneifel|autor=[[Siegmar Faust]]|band=1|idNum=1768}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kneifel wuchs bei Pflegeeltern in [[Sachsen]] auf, absolvierte eine [[Duale Ausbildung|Lehre]] als [[Fleischer]], später als [[Zerspanungsmechaniker|Dreher]] und arbeitete im &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Erste Maschinenfabrik [[Chemnitz|Karl-Marx-Stadt]]&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde Mitglied der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] und der Freiwilligen Helfer der [[Deutsche Volkspolizei|Volkspolizei]]. Später bewarb er sich nach einer Fleischerlehre 1960 beim [[Wachregiment „Feliks Dzierzynski“]] des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]], wurde wegen einer Nierenschwäche jedoch abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/ein-exitus-koennte-uns-nur-recht-sein-a-ab83d5e2-0002-0001-0000-000013682562?context=issue |titel=„Ein Exitus könnte uns nur recht sein“ |werk=[[Der Spiegel]] |hrsg=40/1992 |datum=1992-09-27 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Prager Frühling|Niederschlagung des Prager Frühlings]] durch die Armeen des [[Warschauer Pakt]]s 1968 klebte Kneifel Protestplakate. 1972 stellte Kneifel mehrere [[Ausreiseantrag|Ausreiseanträge]]. Nach systemkritischen Äußerungen über die SED, die Blockparteien, die DDR-Gewerkschaften und die Sowjetunion mit ihren [[Gulag]]s im Rahmen einer Brigadediskussion seines Betriebes wurde er nach sechs Monaten Untersuchungshaft am 28. August 1975 wegen „Staatsverleumdung“ zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die verbrachte er in Haldensleben, sechs Monate davon auf einer 7,5 m² kleinen Zelle mit drei Schwerkriminellen. Nach der Haft erlaubte man ihm nicht, in seinen Betrieb zurückzukehren, er fand in einer kleinen Metallfirma eine neue Anstellung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anschlag in Karl-Marx-Stadt ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1977&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; hatten Josef Kneifel und sein Freund Horst K., ein ehemaliger Panzerkommandant bei der [[Landstreitkräfte der NVA|NVA]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Honnigfort: &amp;#039;&amp;#039;Der Panzersprenger.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 15. April 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der Vorbereitung begonnen. Die Bombe mit einer Ladung von 11,5 kg&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt; war aus frei verfügbaren Komponenten selbstgebaut, im Herbst 1979 fertiggestellt und in der Erdbeersiedlung im nahegelegenen [[Lichtenau (Sachsen)|Niederlichtenau]] versteckt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bernhard Honnigfort |url=https://www.ksta.de/der-sich-nicht-fuegen-wollte-13960448 |titel=Der sich nicht fügen wollte |werk=[[Kölner Stadt-Anzeiger]] |datum=2005-04-17 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch zwei selbstgefertigte Revolver samt Munition&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt; und acht selbstgebaute [[Handgranate#Stielhandgranate|Stielhandgranaten]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt; führten sie mit sich: „Lebend sollten die uns nicht kriegen“, sagte Kneifel in einem Interview im Jahre 2005.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kneifel und Horst K. erwogen vor der Ausführung der Tat, dass es bei der Sprengung zu Personenschäden kommen könnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jkneifel&amp;quot; /&amp;gt; Sie wählten als Tatzeitpunkt einen Sonntagabend mit Schneeregen und Fernsehkrimi, an dem weniger Autofahrer oder Spaziergänger auf der Straße zu erwarten waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1980 gegen 21 Uhr fuhr Kneifel in einem Trabant mit falschen Kennzeichen&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot; /&amp;gt; zum Panzerdenkmal, das offiziell &amp;#039;&amp;#039;Denkmal für die Befreiungstaten der Roten Armee und deren Verdienste bei der Zerschlagung des Hitlerfaschismus&amp;#039;&amp;#039; hieß,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Zeit&amp;#039;&amp;#039;, 15. Juli 1991 S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei dem ein sowjetischer T-34 Panzer auf einem übermannshohen Sockel stand. Das Denkmal befand sich in an der Ecke Frankenberger Straße/Dresdner Straße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TU&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/2005/03.08-11.11.html |titel=Als der Panzer bebte |werk=[[Technische Universität Chemnitz|TU-Chemnitz.de]] |datum=2005-03-08 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 21:30 Uhr brachte er die Bombe mit einem [[Zeitzünder]] unter dem Panzer an. Gegen 22 Uhr explodierte die Bombe, beschädigte die linke [[Umlaufkette]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; und schleuderte eine 250 Kilogramm schwere [[Laufrolle (Panzer)|Laufrolle]] des Panzers 50 Meter weit auf ein nahegelegenes Gelände der Volkspolizei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; Fensterscheiben in der Umgebung gingen zu Bruch, Verletzte gab es keine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thomas Schade |url=http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1100020 |titel=Lieber sterben als nachgeben |werk=[[Sächsische Zeitung]] |datum=2006-03-09 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20060526060537/http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1100020 |archiv-datum=2006-05-26 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;jkneifel&amp;quot;&amp;gt;Josef Kneifel: &amp;#039;&amp;#039;Josef Kneifel.&amp;#039;&amp;#039; In: Rüdiger Knechtel, Jürgen Fiedler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stalins DDR, Berichte politisch Verfolgter.&amp;#039;&amp;#039; Forum Verlag, Leipzig 1991, ISBN 3-86151-010-3, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlass für die Tat war der [[Sowjetische Intervention in Afghanistan|Einmarsch sowjetischer Truppen in Afghanistan]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ehrhart Neubert]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Opposition in der DDR 1949–1989.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin, 2. Auflage, 1998, ISBN 3-86153-163-1, [http://books.google.de/books?id=HCiSjXdSAQYC&amp;amp;pg=PA337 S. 337–338.]&amp;lt;br /&amp;gt;Leonore Ansorg: &amp;#039;&amp;#039;Politische Häftlinge im Strafvollzug der DDR: die Strafvollzugsanstalt Brandenburg&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten; 15). Metropol, Berlin, 2005, ISBN 3-938690-21-6, S. 286&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jens Gieseke (Historiker)|Jens Gieseke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mielke-Konzern: die Geschichte der Stasi 1945–1990.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, München, 2006, ISBN 3-421-05952-7, S. 167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kneifel erklärte später seine Tat als Zeichen gegen ein „Symbol des Stalin-Imperialismus“. Die Widerstandsaktion verstand er als „befreiende Tat“, mit der er „die Last der Mitschuld durch Schweigen und Dulden von den Schultern“ warf.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Torsten Diedrich]], [[Ilko-Sascha Kowalczuk]]: &amp;#039;&amp;#039;Staatsgründung auf Raten? Auswirkungen des Volksaufstandes 1953 und des Mauerbaus 1961 auf Staat, Militär und Gesellschaft der DDR&amp;#039;&amp;#039; (= Militärgeschichte der DDR; 11). Ch. Links Verlag, Berlin, 2005, ISBN 3-86153-380-4, [http://books.google.de/books?id=qKDhrTYB4U4C&amp;amp;pg=PA292 S. 292.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach längeren und äußerst umfangreichen, aber erfolglosen Ermittlungen von Polizei und [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit]] wurde der Täter durch eine Abhöraktion bei einem Pfarrer der [[Junge Gemeinde (evangelisch)|jungen Gemeinde]] des Sohnes von Josef Kneifel ermittelt und am 18. August 1980 verhaftet. Möglich wurde dies, weil der Pfarrer seinen Vorgesetzten vertraulich gemeldet hatte, dass er über den Täter Bescheid wisse, aber an das [[Beichtgeheimnis]] gebunden sei, und deshalb um Rat bat. Das Gespräch zwischen dem Pfarrer und seinem [[Superintendent]]en wurde von der Staatssicherheit abgehört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verurteilung und Haft ===&lt;br /&gt;
Am 9. März 1981 wurde Kneifel vom Bezirksgericht Karl-Marx-Stadt zu lebenslanger Haft verurteilt. Kneifel reagierte darauf mit dem Ausruf: „Genug den Namen des Volkes missbraucht, ihr Lakaien!“ Sein [[Komplize]] Horst K. wurde zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Frau Irmgard, die der Panzersprengung zugestimmt hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;Irmgard Kneifel: &amp;#039;&amp;#039;Irmgard Kneifel.&amp;#039;&amp;#039; In: Rüdiger Knechtel, Jürgen Fiedler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stalins DDR, Berichte politisch Verfolgter.&amp;#039;&amp;#039; Forum-Verlag, Leipzig 1991, ISBN 3-86151-010-3, S. 126f.&amp;lt;/ref&amp;gt; erhielt zwei Jahre Gefängnis wegen [[Nichtanzeige geplanter Straftaten|Nichtanzeigens einer Straftat]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt; der Sohn eine Bewährungsstrafe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kneifel saß nach eigenen Angaben bis 1987 in [[Isolationshaft]],&amp;lt;ref&amp;gt; {{Internetquelle |url=http://www.amnesty.de/umleitung/1988/deu03/002?lang=de%26mimetype%3Dtext%2Fhtml |titel=DDR-Deutschland: Berichtszeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 1987 |werk=[[Amnesty International]] Jahresbericht 1988 |hrsg=[[S. Fischer Verlag|Fischer Taschenbuch]] |datum=1988 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131111165608/http://www.amnesty.de/umleitung/1988/deu03/002?lang=de%26mimetype%3Dtext%2Fhtml |archiv-datum=2013-11-11 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ab 1984 im Arrestkeller der [[Justizvollzugsanstalt Bautzen|Strafvollzugseinrichtung Bautzen I]] in einer vier Quadratmeter großen Zelle ohne Fenster und Tageslicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot; /&amp;gt; In der Haft begann Kneifel umgehend einen Hungerstreik und wurde 14 Monate [[Künstliche Ernährung|zwangsernährt]] und ins Haftkrankenhaus Meusdorf eingewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt;  Weil er sich nicht als „Strafgefangener“, sondern als „politischer Gefangener der Honecker-Bande“ meldete, wurde er mehrfach misshandelt. Er wollte sich als politischer Gefangener verstanden wissen und fühlte sich durch das Tragen der Anstaltskleidung als Krimineller gebrandmarkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jkneifel&amp;quot; /&amp;gt; Er riss die gelben Streifen von der Anstaltskleidung, schrieb höhnische Parolen an die Zellenwände, bespritzte die Aufseher mit Blut oder Urin und wurde dafür wiederholt mit weiteren strafverschärfenden Maßnahmen bestraft. Seine Frau protestierte jahrelang bei Behörden und öffentlichen Stellen gegen die Haftbedingungen ihres Mannes. 1985 schloss sich [[Amnesty International]] den Forderungen nach Beendigung der Einzelhaft an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leben nach der Haftentlassung ===&lt;br /&gt;
Am 6. August 1987&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/gunst-der-stunde-a-cead5f78-0002-0001-0000-000013524828?context=issue |titel=Agentenaustausch: Gunst der Stunde |werk=Der Spiegel |hrsg=34/1987 |datum=1987-08-17 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Kneifel im Rahmen eines [[Agentenaustausch|Agenten-]] und Dissidentenaustausches zwischen der Bundesrepublik und DDR abgeschoben. Die vorausgegangenen Verhandlungen hatten [[Klaus Gysi]], der damalige DDR-Staatssekretär für Kirchenfragen, und [[Johannes Hempel]], der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens|sächsische Landesbischof von 1971 bis 1994]], geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da er bei seinem Anschlag Menschenleben gefährdet hatte, wurde er nach der Wende nicht gemäß dem [[Strafrechtliches Rehabilitierungsgesetz|Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz]] rehabilitiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt; Er erhielt eine Entschädigung als [[Politische Haft (DDR)|politischer Gefangener]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ksta&amp;quot; /&amp;gt; 1990 stellte er Strafanzeigen gegen Mitarbeiter der Haftanstalt, die Verfahren wurden jedoch sämtlich eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1991 wurde das Panzerdenkmal auf Beschluss des Chemnitzer Stadtrates entfernt, der Panzer befindet sich heute im [[Bayerisches Armeemuseum|Bayerischen Armeemuseum]] in Ingolstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sz-online.de/nachrichten/der-panzer-1219696.html |titel=Der Panzer |werk=Sächsische Zeitung |datum=2006-03-09 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160306055324/http://www.sz-online.de/nachrichten/der-panzer-1219696.html |archiv-datum=2016-03-06 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 2005 referierte Kneifel auf einer Veranstaltung der [[Technische Universität Chemnitz|TU Chemnitz]], der [[Sächsische Landeszentrale für politische Bildung|Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung]] und des [[Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen|Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen]] unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;Als der Panzer bebte&amp;#039;&amp;#039; über seinen Anschlag.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TU&amp;quot; /&amp;gt; Organisiert wurde die Veranstaltung von dem Historiker [[Eckhard Jesse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontakte zur rechtsextremen Szene ===&lt;br /&gt;
Josef Kneifel pflegte enge Kontakte zur deutschen [[Neonazismus|Neonaziszene]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR1&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die braune Verschwörung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 22. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 18. März 2006 nahm er als Mitglied an der Jahreshauptversammlung der rechtsextremen [[Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige]] (HNG) in [[Dillstädt]] teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. April 2007 referierte Kneifel auf einer Veranstaltung der rechtsextremen &amp;#039;&amp;#039;IG Chemnitzer Stadtgeschichte&amp;#039;&amp;#039; im Ratskeller Chemnitz. Am 13. August 2011 referierte Kneifel auf einer Veranstaltung der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]] im Nationalen Zentrum Leipzig zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Russenpanzer vom Sockel geholt!&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FR1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Patrick Limbach |url=http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/11/25/leipziger-stadtverwaltung-lasst-nazitreffen-gewahren-politiker-sind-emport_7633 |titel=Leipziger Stadtverwaltung lässt Nazitreffen gewähren – Politiker sind empört |werk=[[Die Zeit|Zeit Online]] |datum=2011-11-25 |archiv-url=https://archive.today/20121218013021/blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/11/25/leipziger-stadtverwaltung-lasst-nazitreffen-gewahren-politiker-sind-emport_7633 |archiv-datum=2012-12-18 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christian Fuchs |url=https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/wehrsportgruppe-hoffmann-npd-laedt-rechtsextremen-redner-aus-a-800175.html |titel=Wehrsportgruppe Hoffmann: NPD lädt rechtsextremen Redner aus |werk=[[Spiegel Online]] |datum=2011-11-27 |abruf=2021-06-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Interview mit der [[Sächsische Zeitung|Sächsischen Zeitung]] im Jahre 2006&amp;lt;ref name=&amp;quot;sz&amp;quot; /&amp;gt; gab er an, sich nicht als Neonazi zu sehen, sondern als Gerechtigkeitsfanatiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=josef-kneifel|lemma=Josef Kneifel|autor=[[Siegmar Faust]]|band=1|idNum=1768}}&lt;br /&gt;
* [[Eckhard Jesse]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich bin politischer Gefangener.&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Gerbergasse 18.&amp;#039;&amp;#039; Geschichtswerkstatt Jena, Heft 37 – Ausgabe II / 2005, {{ISSN|1431-1607}}.&lt;br /&gt;
* Josef Kneifel: &amp;#039;&amp;#039;Josef Kneifel.&amp;#039;&amp;#039; In: Rüdiger Knechtel, Jürgen Fiedler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stalins DDR, Berichte politisch Verfolgter.&amp;#039;&amp;#039; Forum Verlag, Leipzig 1991, ISBN 3-86151-010-3, S. 94–125.&lt;br /&gt;
* John O. Koehler: &amp;#039;&amp;#039;Stasi: The Untold Story of the East German Secret Police.&amp;#039;&amp;#039; Westview Press, Boulder / Oxford 1999, ISBN 0-8133-3409-8, S. 116–123.&lt;br /&gt;
* Johannes Schüller, Erik Latz: &amp;#039;&amp;#039;Der Anschlag: Josef Kneifel – Der Weg eines totalitären Helden&amp;#039;&amp;#039; (= BN-Anstoß; 3). Verein Journalismus und Jugendkultur, Chemnitz 2013, ISBN 978-3-944901-02-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1044670037}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Frank Harreck-Haase |url=http://www.historisches-chemnitz.de/altchemnitz/denkmaeler/panzerdenkmal/panzerdenkmal.html |titel=Das Panzerdenkmal |werk=Historisches-Chemnitz.de |datum=2003 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20200207014302/http://www.historisches-chemnitz.de/altchemnitz/denkmaeler/panzerdenkmal/panzerdenkmal.html |archiv-datum=2020-02-07 |abruf=2021-06-17 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1044670037|VIAF=305427391}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kneifel, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Chemnitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen die SED-Diktatur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied einer neonazistischen Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dissident (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2020]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kneifel, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher DDR-Oppositioneller und politischer Gefangener der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. November 1942&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wysokie (Rudna)|Weißig]], [[Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 2020&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Radebeul]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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