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	<title>Josef Kleutgen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: doppelten Link entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-29T19:40:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelten Link entfernt, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Wilhelm Carl Kleutgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gelegentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Kleutgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, alias &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Peters&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; * [[9. April]] [[1811]] in [[Dortmund]]; † [[13. Januar]] [[1883]] in [[St. Anton-Pfuß|St. Anton]] bei [[Kaltern]], [[Südtirol]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Theologe]] und [[Jesuit]]. Er gilt als „Vater der [[Neuscholastik]]“ und war als wichtiger theologischer Berater des Papstes [[Pius IX.]] (1846 – 1878) einer der Männer, die maßgeblich an der Formulierung des [[Unfehlbarkeitsdogma]]s beteiligt waren. Nach der Öffnung des [[Vatikanisches Apostolisches Archiv|Vatikanischen Geheimarchivs]] für die Forschung stellte sich heraus, dass Kleutgen als [[Häresie|Häretiker]] verurteilt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1829 schloss Kleutgen das Gymnasium erfolgreich mit dem Abitur ab und begann mit 19 Jahren, an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] [[Philosophie]] und [[Philologie]] zu studieren. Mit Beginn seines Studiums wurde Kleutgen 1830 Mitglied der liberalen [[Burschenschaft]] &amp;#039;&amp;#039;Germania München.&amp;#039;&amp;#039; In Folge der [[Julirevolution von 1830|Julirevolution]] kam es auch in München zu Studentenunruhen, deretwegen die Universität geschlossen und alle auswärtigen Studenten ausgewiesen wurden. Kleutgen wurde als Aufrührer verdächtigt und floh nach Jena, wo er 1831 sein Studium fortsetzen wollte und sich der [[Jenaische Burschenschaft|Jenaischen Burschenschaft]] anschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 3: &amp;#039;&amp;#039;I–L.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits zu Ostern 1832 wechselte er an die [[Universität Münster#Königliche Akademie zu Münster|Akademie]] in [[Münster]], um dort [[Katholische Theologie]], unter anderem bei [[Theodor Katerkamp]], zu studieren. Hier schlug er sich auf die Seite der konservativen Theologen, die die Verbindung von Glaube und moderner Philosophie bekämpften. Stattdessen orientierte er sich an den ewigen Werten des Katholizismus, der theologischen Tradition und des Papsttums. Im darauf folgenden Jahr beendete Kleutgen dieses Studium in [[Paderborn]] und trat ins dortige [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeit in der Schweiz ===&lt;br /&gt;
Am 28. April 1834 trat Kleutgen dem [[Jesuitenorden]] bei, der in Deutschland verboten war, und ging in die Schweiz, wo er am Sitz der für Deutschland zuständigen Ordensprovinz, dem [[Kollegium Spiritus Sanctus]] in [[Brig]] ([[Kanton Wallis]]), sein zweijähriges [[Noviziat]] begann. Die Verwendung des Pseudonyms Giuseppe Peters und die Annahme des Schweizer Bürgerrechts sollten ihn vor den preußischen Behörden schützen, die ihn wegen seiner Beteiligung an den Münchner Unruhen vernehmen wollten und auch ankündigten, ihn zum Militärdienst einzuziehen. 1836 wechselte er an das [[Kollegium St. Michael]] in [[Freiburg im Üechtland]], wo er Philosophie und Theologie studierte. 1837 empfing er die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Von 1841 bis 1843 lehrte er in Brig, bis die Schule verstaatlicht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umzug nach Rom ===&lt;br /&gt;
Ab 1843 ging Kleutgen im Auftrag seines Ordens nach [[Rom]], wo er mehrere Ämter seines Ordens bekleidete. Er wurde Mitarbeiter am [[Collegium Germanicum]] und in der Ordensleitung der Jesuiten. Im Rahmen der [[Revolutionen 1848/1849|Revolution von 1848]] floh der Papst aus Rom nach [[Gaeta]] und Kleutgen musste wie alle anderen Jesuiten untertauchen. Nach der Niederschlagung der [[Römische Republik (1849)|Römischen Republik von 1849]] und der Rückkehr des Papstes wurde Kleutgen Gutachter der [[Index Librorum Prohibitorum|Indexkongegration]]. Zwischen 1858 und 1862 wirkte Kleutgen unter dem [[Ordensgeneral]] [[Pierre Jean Beckx]] als Sekretär im Mutterhaus des Ordens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inquisitionsprozess und Verurteilung als Häretiker ===&lt;br /&gt;
Kleutgen war auch in Rom unter dem Pseudonym&amp;#039;&amp;#039; Giuseppe Peters&amp;#039;&amp;#039; tätig, nur offizielle Dokumente unterzeichnete er seit 1847 wieder mit seinem richtigen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 334.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als &amp;#039;&amp;#039;Peters&amp;#039;&amp;#039; war er [[Beichte|Beichtvater]] der in strenger [[Klausur (Kloster)|Klausur]] lebenden Franziskanerinnen des Klosters [[Sant’Ambrogio della Massima]]. Die Gründerin des Klosters, die [[Mystik]]erin [[Agnese Firrao]], wurde entgegen den kirchlichen Regeln im Kloster als [[Heiliger|Heilige]] verehrt. Im Kloster kam es zu weiteren schwerwiegenden Verletzungen der kirchlichen Disziplin, insbesondere, als die deutsche Fürstin [[Katharina von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst|Katharina von Hohenzollern-Sigmaringen]] als Novizin in das Kloster eingetreten war und die Praktiken hinterfragte. Gegen sie wurden Mordanschläge unternommen, woraufhin ihr Cousin [[Gustav Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst|Erzbischof Hohenlohe]] sie 1859, aufgrund eines Hilferufs, aus dem Kloster befreite. Im Rahmen der Untersuchungen durch die kirchliche [[Dikasterium für die Glaubenslehre|römische Inquisition]] von 1859 bis 1862 wurde die Rolle Kleutgens, als &amp;#039;&amp;#039;Giuseppe Peters&amp;#039;&amp;#039;, aufgedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 373–375.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kleutgen hatte bereits 1848 eine sexuelle Beziehung zu einer Frau unterhalten, mit der er als untergetauchter Jesuit zur Tarnung zusammenlebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 290–294.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Kloster Sant’Ambrogio hatten sowohl er wie einige der Nonnen, insbesondere die Novizenmeisterin des Konvents, Maria Luisa Ridolfi, systematisch die Klausur gebrochen. Mit Ridolfi hatte Kleutgen eine [[sex]]uelle Beziehung. Er hatte die unzulässige Verehrung von Agnese Firrao nicht nur geduldet, sondern selbst betrieben und gefördert. Auch an der Verehrung Ridolfis als Heilige hatte er mitgewirkt und ihre Betrügereien rund um angebliche Briefe der [[Maria (Mutter Jesu)|Heiligen Maria]] und die Unterschlagung großer Geldbeträge unterstützt. Er hatte das [[Beichtgeheimnis]] vielfach gebrochen und als Beichtvater den Nonnen des Klosters eine (nach Kirchenrecht) rechtswidrige Schweigepflicht über die unzulässigen Vorgänge auferlegt, und nach Auffassung des Gerichts eine &amp;#039;&amp;#039;Lehre und Moral&amp;#039;&amp;#039; vertreten, die „weder redlich noch gesund“&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 375.&amp;lt;/ref&amp;gt; gewesen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Vergehen wurde Kleutgen am 18.&amp;amp;nbsp;Februar 1862 als [[Häresie|Häretiker]] verurteilt, woraufhin er feierlich [[Abjuration|abschwor]].&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde für zwei Jahre aus Rom [[Verbannung|verbannt]] und ging in das &amp;#039;&amp;#039;Gästehaus Galloro&amp;#039;&amp;#039; der Jesuiten bei [[Ariccia]]. Die Zeit nutzte er, um an seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Theologie der Vorzeit&amp;#039;&amp;#039; weiterzuarbeiten. Bereits in der Verbannung arbeitete er eng mit Kardinal [[Karl August von Reisach]] zusammen. Im Oktober 1863 wurde er begnadigt, kehrte nach Rom zurück und nahm dort seine Lehrtätigkeit am Collegium wieder auf. 1868 verließ Kleutgen Rom wegen Depressionen und zog sich mit Erlaubnis seines Ordens nach [[Viterbo]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teilnahme am Ersten Vatikanischen Konzil ===&lt;br /&gt;
Kleutgen erhielt 1869 die Berufung zum Konziltheologen des Jesuiten [[Walter Steins]], Erzbischof von Kalkutta und Mitglied der deutschen Delegation auf dem [[Erstes Vatikanisches Konzil|ersten Vaticanum]]. Kleutgen war mit Steins und Bischof [[Konrad Martin]] nicht nur an den Vorbereitungen beteiligt, sondern auch maßgeblich an der Ausarbeitung von Martins Vorlage für die Konstitutionen &amp;#039;&amp;#039;De fide catholica&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;De ecclesia Christi.&amp;#039;&amp;#039; Auch das &amp;#039;&amp;#039;Unfehlbarkeitsdogma&amp;#039;&amp;#039; des Konzils soll maßgeblich durch ihn formuliert worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 431.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleutgen Grab.jpg|mini|200px|Grab von Josef Kleutgen in [[Kaltern]] ([[Südtirol]])]]&lt;br /&gt;
=== Nach der Besetzung Roms ===&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung Roms durch italienische Truppen im Jahr 1870 floh Kleutgen wieder nach Viterbo, bevor er von 1870 bis 1878 als Prediger und Dozent für Rhetorik in [[Tirol]] lebte. Anschließend holte man ihn als Studienpräfekt wieder zurück nach Rom, an die [[Päpstliche Universität Gregoriana|Gregoriana]]. Für die [[Enzyklika]] &amp;#039;&amp;#039;[[Aeterni Patris (Leo XIII.)|Aeterni Patris]]&amp;#039;&amp;#039; von Papst [[Leo XIII.]] schuf Kleutgen die Basis; dies gilt als eine seiner letzten Arbeiten. 1879 erlitt Kleutgen einen [[Schlaganfall]]. Ein Genesungsurlaub in [[Chieri]] ([[Piemont]]) brachte keine Erleichterung, da ihn bereits nach kurzer Zeit ein weiterer Anfall heimsuchte. 1880 gab er alle Tätigkeiten in Rom auf und zog sich 1881 nach Tirol zurück, wo er noch einige Zeit in [[Innsbruck]] wirkte. Am 13.&amp;amp;nbsp;Januar 1883 starb er im Alter von 71 Jahren in St.&amp;amp;nbsp;Anton bei [[Kaltern]] ([[Südtirol]]); sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Kaltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung als Theologe ==&lt;br /&gt;
Für die Päpste [[Pius IX.]] und [[Leo XIII.]] war Kleutgen ein wesentlicher Theoretiker der konservativen Lehre der [[Neuscholastik]]. Anlässlich seines Todes bezeichnete Papst Leo XIII. Kleutgen als „Princeps philosophorum“ („Fürst unter den Philosophen“). Aus seiner Zeit als Professor sind [[Konstantin Gutberlet]], [[Franz Hettinger|Franz Seraph Hettinger]], [[Josef Hergenröther]] und [[Mathias Joseph Scheeben]] als seine wichtigsten Schüler zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Hauptwerk ist das vierbändige Werk &amp;#039;&amp;#039;Die Theologie der Vorzeit&amp;#039;&amp;#039;, in dem er von 1853 bis 1870 seine konservative Lehre darstellte. Aus seiner Praxis als Konsultator in der Indexkongregation entwickelte er die Lehre vom „ordentlichen Lehramt“ des Papstes und der Kurie, die dann kulminierte in der Lehre von der „Unfehlbarkeit des Papstes, wenn dieser ex cathedra ein Dogma verkündet“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als engagierter Vertreter der [[Neuscholastik]] konnte sich Kleutgen neben seine Ordenskollegen, wie [[Carlo Maria Curci]], [[Carlo Passaglia]] oder [[Giovanni Perrone]], einreihen. In Deutschland war Kleutgen ein großer Verteidiger der Neuscholastik, deren Basis er u.&amp;amp;nbsp;a. auch in der antiken Philosophie sah. Damit stand Kleutgen gegen die „[[Modernismus (Katholizismus)|Modernisten]]“, wie z.&amp;amp;nbsp;B. seinen ehemaligen Ordenskollegen [[Anton Günther (Philosoph)|Anton Günther]], aber auch Theologen wie [[Georg Hermes (Theologe)|Georg Hermes]] oder [[Johann Baptist von Hirscher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Wilhelm Baum (Historiker)|Wilhelm Baum]] spielte Kleutgen eine maßgebliche Rolle bei der „Festlegung der katholischen Theologie auf die Scholastik im nachtridentinischen Verständnis“ und in der Ablehnung etwa der [[Tübinger Schule]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|12|57|58|Kleutgen, Joseph|Wilhelm Baum|118563254}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hubert Wolf bezichtigt Kleutgen, auf unredliche Weise die Neuscholastik in der Weltkirche zu einflussreicher Position gebracht und u. a. Maria Luisa Ridolfi zu einem himmlischen Marienbrief inspiriert zu haben, um seinen theologischen Hauptopponenten&amp;lt;!---unklar, ob dies [[Carlo Passaglia]] war---&amp;gt; innerhalb der Gesellschaft Jesu als [[Homosexualität|Homosexuellen]] zu diskreditieren und auszuschalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hubert Wolf (Theologe)|Hubert Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64522-8, S. 432/33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Maßgeblich verantwortlich dafür macht Wolf die Persönlichkeit Kleutgens, die durch schwere persönliche Niederlagen geprägt worden sei. Seine Kindheit sei durch Krankheiten bestimmt gewesen, seine Familie habe ihn enttäuscht, als ein Halbbruder wegen sittlichen Fehlverhaltens aus dem Noviziat bei den Jesuiten entlassen wurde. Ein weiterer Bruder wurde Priester, [[Konversion (Religion)|konvertierte]] dann aber zum [[Protestantismus]] und wurde lutherischer Pfarrer in Kleutgens Heimatstadt Dortmund.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubert Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2013, S. 335.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verurteilung als Häretiker habe Kleutgen dann nicht mehr verkraftet, wobei unter seinen Verfehlungen neben solchen, die seiner durchaus mystisch geprägten Theologie entsprachen, eben mit der Verletzung des Beichtgeheimnisses und den sexuellen Beziehungen schwere Verstöße waren, die gerade mit seiner Sittenstrenge nicht vereinbar waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ars dicendi. Priscorum potissimum praeceptis et exemplis illustrata.&amp;#039;&amp;#039; Marietti, Turin 1885. (Zuerst Salviucci, Rom 1847.)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Evangelium des heiligen Matthäus nebst einer Abhandlung über das Wunderbare. Nach seinem innern Zusammenhang in Kürze erklärt.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg 1882.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Ideale und ihre wahre Verwirklichung. Ein Wort zum Verständnis der deutschen Classiker.&amp;#039;&amp;#039; Hamacher, Frankfurt/M. 1868. ([http://digital.bib-bvb.de/view/bvb_single/single.jsp?dvs=1607365667655~663&amp;amp;locale=de&amp;amp;VIEWER_URL=/view/bvb_single/single.jsp?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=39&amp;amp;bfe=view/action/singleViewer.do?dvs=&amp;amp;frameId=1&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Institutiones theologicae in usum scholarum. T. 1: Praeter introductionem continens partem primam quae est de ipso Deo.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 1881.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kleinere Werke.&amp;#039;&amp;#039; (5 Bände) Theissing Verlag, Münster 1869–1880.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Leben frommer Diener und Dienerinnen Gottes.&amp;#039;&amp;#039; Theissing, Münster 1854. (Aus: Münstersches Sonntags-Blatt)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Briefe aus Rom.&amp;#039;&amp;#039; Theissing, Münster 1869.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Über die alten und neuen Schulen.&amp;#039;&amp;#039; Kirchheim, Schott &amp;amp; Thielmann, Mainz 1846.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Predigten 1.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 1873. (Kleinere Werke 4)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Predigten 2.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 1874. ([https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb11113337.html Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die oberste Lehrgewalt des römischen Bischofs.&amp;#039;&amp;#039; Groppe, Trier 1870. ([http://digital.bib-bvb.de/view/bvb_single/single.jsp?dvs=1607366602711~703&amp;amp;locale=de&amp;amp;VIEWER_URL=/view/bvb_single/single.jsp?&amp;amp;DELIVERY_RULE_ID=39&amp;amp;bfe=view/action/singleViewer.do?dvs=&amp;amp;frameId=1&amp;amp;usePid1=true&amp;amp;usePid2=true Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Philosophie der Vorzeit verteidigt.&amp;#039;&amp;#039; (2 Bände)  Theissing, Münster 1860. ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10398509_00005.html Digitalisat Band 1]), ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10398510_00005.html Band 2 1864]) Verlag Minerva, Frankfurt/M. 1974 (Repr. d. Ausg. Innsbruck 1878).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Theologie der Vorzeit verteidigt.&amp;#039;&amp;#039; Vier Bände (in fünf). Theissing Verlag, Münster 1860–1873. – Als &amp;#039;&amp;#039;Beilagen&amp;#039;&amp;#039; zur &amp;#039;&amp;#039;Theologie der Vorzeit&amp;#039;&amp;#039; erschienen:&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Über die Verurtheilung des Ontologismus durch den Hl. Stuhl.&amp;#039;&amp;#039; 1868.&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Zu meiner Rechtfertigung.&amp;#039;&amp;#039; Theissing, Münster 1868. ([https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10398512.html Digitalisat 2. Heft])&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Vom intellectus agens und den angebornen Ideen. Zur Lehre vom Glauben.&amp;#039;&amp;#039; 1875.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Einheit der Person Jesu Christi.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Katholik. Zeitschrift für katholische Wissenschaft und kirchliches Leben/2. Folge.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 49 (1869), S. 166–193, 286–312, 404–427, 525–541, 641–679.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Verfolgung der Kirche in unseren Tagen. 3 Reden.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg/B. 1866.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Wünsche, Befürchtungen und Hoffnungen im Betreff der bevorstehenden Kirchenversammlung.&amp;#039;&amp;#039; Theissing, Münster 1869.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Bartz: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem des Glaubens in Auseinandersetzung mit Josef Kleutgen.&amp;#039;&amp;#039; Paulinus-Verlag, Paderborn 1950.&lt;br /&gt;
* Konrad Deufel: &amp;#039;&amp;#039;Kirche und Tradition. Ein Beitrag zur Geschichte der theologischen Wende im 19. Jahrhundert am Beispiel des kirchlich-theologischen Kampfprogramms P. Josef Kleutgen, S.J.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh Verlag, Paderborn 1976.&lt;br /&gt;
* Leonhard Gilen: &amp;#039;&amp;#039;Kleutgen und die Theorie der Erkenntnisbilds.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hain, Meisenheim am Glan 1956.&lt;br /&gt;
* Theresa Hüther: &amp;#039;&amp;#039;„Die Vergiftungs-Geschichte der Prinzessin von Hohenzollern, bei welcher der Jesuit P. Kleutgen betheiligt war.“ Ein Skandal in Rom und seine publizistischen Nachwehen während des Kulturkampfes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Alt-Katholische und Ökumenische Theologie&amp;#039;&amp;#039; 3 (2018) (= &amp;#039;&amp;#039;Jahresheft des Alt-Katholischen Seminars der Universität Bonn&amp;#039;&amp;#039;), S. 25–44 ([http://www.ak-seminar.de/wp-content/uploads/2020/01/Hu%CC%88ther-AO%CC%88Th2018.pdf online]).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629034705/http://www.bautz.de/bbkl/k/Kleutgen.shtml |band=4|autor=Michael Kappes|spalten=54-56}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|51|216|218|Kleutgen, Joseph|[[Friedrich Lauchert]]|ADB:Kleutgen, Joseph}}&lt;br /&gt;
* Ludwig Lercher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;P. Josef Kleutgen, S.J. Sein Leben und seine literarische Wirksamkeit. Zum Säkulargedächtnis seiner Geburt.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 1910.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Marschler]]: &amp;#039;&amp;#039;Scheeben und Kleutgen – ihr Verhältnis im Spiegel zweier unveröffentlichter Briefdokumente.&amp;#039;&amp;#039; In: Nicolaus U. Buhlmann &amp;amp; Peter Styra (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Signum in bonum. Festschrift für [[Wilhelm Imkamp]] zum 60. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7917-2362-4, S. 459–484.&lt;br /&gt;
* Detlef Peitz: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der Neuscholastik in Deutschland und Italien (1818–1870).&amp;#039;&amp;#039; nova&amp;amp;vetera, Bonn 2006, ISBN 3-936741-38-7, S. 146–198.&lt;br /&gt;
* {{LThK|[[Peter Walter (Theologe)|Peter Walter]]|Kleutgen, Joseph|3|6|135}}&lt;br /&gt;
* [[Hubert Wolf (Theologe)|Hubert Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Nonnen von Sant’Ambrogio. Eine wahre Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64522-8. ([http://www.sueddeutsche.de/kultur/skandaloeses-kirchenbuch-tiefe-einblick-in-die-welt-der-scheinheiligen-1.1601830 Rezension Süddeutsche Zeitung]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118563254|NAME=Joseph Kleutgen}}&lt;br /&gt;
* {{Deutsche Biographie |GND=118563254 |Name=Kleutgen, Joseph}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118563254|LCCN=n/85/42929|VIAF=5083970}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kleutgen, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Dortmund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesuit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1811]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1883]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kleutgen, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kleutgen, Josef Wilhelm Carl (vollständiger Name); Kleutgen, Joseph; Peters, Giuseppe&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe und Jesuit&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. April 1811&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dortmund]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Januar 1883&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[St. Anton-Pfuß|St. Anton]] bei [[Kaltern]], [[Südtirol]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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