<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Josef_Klehr</id>
	<title>Josef Klehr - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Josef_Klehr"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Klehr&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T02:07:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Klehr&amp;diff=283366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Balham Bongos: /* Weblinks */ Formatierung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Klehr&amp;diff=283366&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-25T01:43:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Klehr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Oktober]] [[1904]] in [[Langenau (Katscher)|Langenau]], [[Oberschlesien]], heute Teil von [[Kietrz]], [[Polen]]; † [[23. August]] [[1988]] in [[Braunschweig]]-[[Leiferde (Braunschweig)|Leiferde]])&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tenhumbergreinhard.de/taeter-und-mitlaeufer/staedte-1933-1945/langenau-kietrz.html Langenau (Kietrz).] tenhumbergreinhard.de&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher [[SS-Oberscharführer]], [[Sanitätswesen (KZ)#SS-Sanitätsdienstgrade|SS-Sanitätsdienstgrad]] (SDG) im [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|KZ Auschwitz&amp;amp;nbsp;I]] und Massenmörder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Klehr war Sohn eines Erziehers. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er das [[Tischler]]handwerk. Bis 1934 arbeitete er als Tischlergeselle. Ende 1934 (nach einem vergeblichen Versuch, als Erzieher in der gleichen Anstalt, in der sein Vater tätig war, unterzukommen) wurde er Pfleger in der Heil- und Pflegeanstalt in [[Lubiąż|Leubus]]. Ab 1938 übernahm er eine Stelle als Hilfswachtmeister im Zuchthaus [[Wołów|Wohlau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klehr war zum 1. Dezember 1931 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 817.508)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20560785&amp;lt;/ref&amp;gt; und im Herbst 1932 der [[Schutzstaffel|SS]] beigetreten ([[Liste von SS-Mitgliedsnummern|SS-Nummer]] 54.061). Im August 1939 wurde er zur [[Waffen-SS]] eingezogen. Er kam zur Wachmannschaft des [[KZ Buchenwald]]. 1940 wurde Klehr als SS-Sanitäter ins [[KZ Dachau]] versetzt, wo er sowohl im Häftlingskrankenbau als auch im SS-Revier tätig war. Im Oktober 1941 wurde er zum [[SS-Unterscharführer]] befördert und ins KZ Auschwitz abkommandiert. Dort wurde er zunächst im Häftlingskrankenbau des Stammlagers als Sanitätsdienstgrad (SDG) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klehr war berüchtigt für sein „Abspritzen“ ([[Mord]] durch [[Phenol]]injektion in den Herzmuskel) von Häftlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Klehr liebte es, nach der Untersuchung der kranken Häftlinge durch den Lagerarzt weitere Häftlinge in den Krankensälen des Häftlingskrankenbaus für die Tötung durch Phenol auszusuchen, sowie der Lagerarzt das Lager verlassen hatte. Dabei ging er durch die Krankenblocks und wählte willkürlich jüdische Häftlinge aus […] [Er] hatte eine Vorliebe für gerade Zahlen. Er wollte die Zahl der durch den Lagerarzt zur Tötung ausgewählten Häftlinge ‚nach oben aufrunden‘.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demant&amp;quot;&amp;gt;Ebbo Demant (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz – „Direkt von der Rampe weg …“. Kaduk, Erber, Klehr: Drei Täter geben zu Protokoll&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Hamburg 1979, ISBN 3-499-14438-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Leiter des Desinfektionskommandos ab Sommer 1943 war Klehr an den [[Massenmord]]en in den [[Gaskammern und Krematorien der Konzentrationslager Auschwitz|Gaskammern]] direkt beteiligt. In einer Reihe von Fällen hatte er in Birkenau das [[Zyklon B]] in die Gaskammern hineingeschüttet, nachdem „[[Juden|jüdische Menschen]], die mit einem [[Reichssicherheitshauptamt]]-Transport kamen, dort eingeschlossen waren.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demant&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. April 1943 wurde Klehr mit dem [[Kriegsverdienstkreuz (1939)|Kriegsverdienstkreuz]] 2.&amp;amp;nbsp;Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Ab Juli 1944 leitete er den Häftlingskrankenbau im [[Liste der Außenlager des KZ Auschwitz I (Stammlager)|Nebenlager]] [[Arbeitslager Gleiwitz I|Gleiwitz&amp;amp;nbsp;I]] und war für den sanitären Bereich der Nebenlager Gleiwitz I, [[Arbeitslager Gleiwitz II|Gleiwitz II]], [[Arbeitslager Gleiwitz III|Gleiwitz III]] und Gleiwitz IV verantwortlich. Bei der Evakuierung des KZ Auschwitz, zwischen dem 17. Januar und dem 23. Januar 1945, bewachte Klehr eine Häftlingskolonne und begleitete den [[Todesmärsche von KZ-Häftlingen|Todesmarsch]] bis zum [[KZ Groß-Rosen]]. Dort wurde er einem SS-Kampfverband angeschlossen und kam gegen [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] über die [[Tschechoslowakei]] nach [[Österreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
In [[Besetztes Nachkriegsösterreich|Österreich]] geriet Klehr im Mai 1945 in amerikanische Gefangenschaft. Er wurde ins [[Kriegsgefangenenlager]] nach [[Böblingen]] verbracht und von einem Lagergericht wegen Zugehörigkeit zur SS zu drei Jahren [[Arbeitslager]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1948 wurde er aus dem Arbeitslager nach [[Braunschweig]] entlassen. Dort arbeitete er bis zu seiner erneuten Verhaftung im September 1960 als Tischler. Zu diesem Zeitpunkt war er verheiratet und hatte zwei Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Auschwitzprozesse|1. Auschwitzprozess]], der am 20. Dezember 1963 vor dem [[Schwurgericht]] in [[Frankfurt am Main]] aufgenommen wurde, wurde er im August 1965 zu lebenslangem [[Zuchthaus]] und weiteren 15 Jahren Zuchthaus wegen Mordes in &amp;#039;&amp;#039;„allermindestens 475 Fällen“&amp;#039;&amp;#039; und Beihilfe zum Mord in mehreren Tausend Fällen verurteilt. Zudem verlor er die [[Bürgerliche Ehrenrechte|bürgerlichen Ehrenrechte]] auf Lebenszeit. Am 25. Januar 1988 wurde die Strafvollstreckung wegen Vollzugsuntauglichkeit ausgesetzt, am 10. Juni 1988 wurde dann der Strafrest zur Bewährung ausgesetzt. Klehr starb wenige Monate später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der filmischen Reportage „[[Drei deutsche Mörder. Aufzeichnungen über die Banalität des Bösen]]“ (1978/99) von [[Ebbo Demant]] wurden vierzehn Jahre nach dem Auschwitzprozess und während ihrer Haftzeit Klehr, [[Oswald Kaduk]] und [[Josef Erber (SS-Mitglied)|Josef Erber]] zu Auschwitz und ihrem Selbstverständnis als ehemalige Angehörige des SS-Lagerpersonals interviewt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Demant&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ebbo Demant]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz – „Direkt von der Rampe weg...“ Kaduk, Erber, Klehr: Drei Täter geben zu Protokoll.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Hamburg 1979, ISBN 3-499-14438-7.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.&lt;br /&gt;
* [[Wiesław Kielar]]: &amp;#039;&amp;#039;Anus Mundi. Fünf Jahre Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1979, ISBN 3-596-23469-7.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Langbein]]: &amp;#039;&amp;#039;Menschen in Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin / Wien 1980, ISBN 3-548-33014-2.&lt;br /&gt;
* [[Staatliches Museum Auschwitz-Birkenau]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auschwitz in den Augen der SS.&amp;#039;&amp;#039; Oswiecim 1998, ISBN 83-85047-35-2.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=40350869 |Titel=„Da hat doch kein Häftling geweint“ |Jahr=1979 |Nr=5 |Seiten= |Kommentar=Interview mit Josef Klehr}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://auschwitz-prozess-frankfurt.de/index.php/der-auschwitz-prozess/prozessbeteiligte/angeklagte?view=article&amp;amp;id=103:josef-klehr&amp;amp;catid=10:angeklagte |titel=Der Auschwitz-Prozess: Josef Klehr |werk=auschwitz-prozess-frankfurt.de |abruf=2026-01-25 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deathcamps.org/occupation/auschwitzmen_de.html Kurzbiografie und Foto von Josef Klehr.] deathcamps.org&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/interview-mit-karl-lill-ueber-die-kriegsverbrechen-von-josef-klehr/ard/YnJpZDovL2RyYS5kZS9tZWRpYXRoZWsvcHVibGljYXRpb24vMzQ2NDI Aktuelle Kamera: Interview mit Karl Lill über die Kriegsverbrechen von Josef Klehr]. [[Deutscher Fernsehfunk]], 21. September 1964 (Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot in der [[ARD Mediathek]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119367165|LCCN=n80047266|VIAF=30834071}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Klehr, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1904]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Klehr, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Oberscharführer; Sanitätsdienstgrad im KZ-Auschwitz; Massenmörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Oktober 1904&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Langenau (Oberschlesien)|Langenau]], [[Oberschlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. August 1988&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leiferde]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Balham Bongos</name></author>
	</entry>
</feed>