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	<title>Josef Isensee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T11:07:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Isensee&amp;diff=307548&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-12-06T22:38:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Isensee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. Juni]] [[1937]] in [[Hildesheim]]) ist ein [[Deutschland|deutscher]] [[Staatsrecht (Deutschland)|Staatsrechtler]] und [[Politische Philosophie|Staatsphilosoph]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Isensee studierte [[Rechtswissenschaft]] und [[Philosophie]] in [[Freiburg im Breisgau]], [[Wien]] und [[München]]. Während seines Studiums wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen [[K.D.St.V. Hohenstaufen Freiburg im Breisgau|K.D.St.V. Hohenstaufen Freiburg]] ([[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]]) und [[KAV Danubia Wien-Korneuburg im ÖCV|KAV Danubia Wien]] ([[Cartellverband der Katholischen Österreichischen Studentenverbindungen|ÖCV]]). Den juristischen Vorbereitungsdienst absolvierte er, ebenso wie die beiden juristischen Staatsexamina, in München. Von 1962 bis 1970 war er am Lehrstuhl von [[Walter Leisner]] an der [[Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg]] tätig und wurde dort 1967 mit der Arbeit „Subsidiaritätsprinzip und Verfassungsrecht: eine Studie über das Regulativ des Verhältnisses von Staat und Gesellschaft“ (2. Aufl. 2001) zum &amp;#039;&amp;#039;Dr. iur.&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. 1970 [[Habilitation|habilitierte]] er sich, ihm wurde die [[Venia Legendi]] (Lehrberechtigung) für die Fächer „Staats- und Verwaltungsrecht“ sowie „Steuerrecht“ verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner ersten [[Berufung (Amt)|Berufung]] zum ordentlichen Professor am Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht&amp;amp;nbsp;III der [[Universität des Saarlandes]] im Jahre 1971 war er von 1975 bis zu seiner [[Emeritierung]] am 1. August 2002 Professor am Institut für Öffentliches Recht an der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]]. Im Wintersemester 2002/2003 war er [[Gastprofessor]] an der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]], im Wintersemester 2003/2004 Gastprofessor an der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität Berlin]] und im Sommersemester 2010 im Rahmen der „[[Otto von Freising]]-Gastprofessur“ Gastprofessor an der [[Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt|Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
Die Forschungsschwerpunkte von Isensee sind [[Staatsorganisationsrecht]], [[Grundrechte]], [[Allgemeine Staatslehre]] und [[Verfassungstheorie]]. Er hat zahlreiche maßgebende Werke zum Staatsrecht veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 referierte er auf der [[Mannheim]]er Jahrestagung der [[Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer]] über „Die staatsrechtliche Stellung der Ausländer in der Bundesrepublik Deutschland“. Der juristischen wie auch weiteren wissenschaftlichen Öffentlichkeit ist der Name Isensee mit dem von ihm seit 1987 gemeinsam mit seinem Heidelberger Kollegen [[Paul Kirchhof]] herausgegebenen 13-bändigen „Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland“ verbunden. Ebenso wirkmächtig war sein vor der Juristischen Gesellschaft Berlin gehaltener Vortrag über „Das Grundrecht auf Sicherheit. Zu den [[Grundrechte#Grundrechte als objektives Recht|Schutzpflichten]] des [[Freiheitliche demokratische Grundordnung|freiheitlichen Verfassungsstaates]]“, der maßgeblich die auch vom [[Bundesverfassungsgericht]] ({{BVerfGE|39|1}} – Schwangerschaftsabbruch&amp;amp;nbsp;I) aufgenommene Lehre von den grundrechtlichen Schutzpflichten beeinflusste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1986 ist Isensee ordentliches Mitglied der [[Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste|Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste zu Düsseldorf]]. Im gleichen Jahre erhielt er den Bayerischen Literaturpreis ([[Karl-Vossler-Preis]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.km.bayern.de/kunst-und-kultur/literatur/preise.html |wayback=20150627000430 |text=Träger des Karl-Vossler-Preises  }}, Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst&amp;lt;/ref&amp;gt; für wissenschaftliche Darstellungen von literarischem Rang. 1997 wurde ihm die [[Ehrendoktorwürde]] &amp;#039;&amp;#039;doctor honoris causa scientarium iuris&amp;#039;&amp;#039; der Fakultät für Kanonisches Recht der Akademie für Katholische Theologie Warschau (heute: [[Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität]]) verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isensee wandte sich 1999 gegen die Einführung der doppelten [[Staatsangehörigkeit]]. Er bewertete sie als „Staatsstreich des Parlaments“, da die „Staatsangehörigkeit in ihren wesentlichen Strukturen […] nur durch Verfassungsänderung aufgehoben und wesentlich umstrukturiert werden“ könne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt1999&amp;quot;&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article563971/Ein-Staatsstreich-des-Parlaments.html Ein Staatsstreich des Parlaments], [[Die Welt]], 6. Januar 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isensee gehört zu den Kritikern des [[Richtlinie 2000/78/EG (Gleichbehandlungsrahmenrichtlinie)|europarechtlich]] induzierten [[Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz|Antidiskriminierungsrechts]], da dies u.&amp;amp;nbsp;a. eine aus seiner Sicht unbotmäßige Einschränkung der [[Privatautonomie]] herbeiführe. Der Gesetzgeber strebe danach, „auf die Gesinnung der Rechtsgenossen einzuwirken, jedermann eine Moralität der Gleichheit zu implantieren und eine ,Kultur der Antidiskriminierung‘ heraufzuführen“, durch deren „zwangspädagogischen Impetus“ das „Klassenmodell des [[Marxismus]]“ durchschimmere. Es bahne sich „eine Wende an, vergleichbar jener der [[Französische Revolution|französischen Revolution]] von der Frühphase, die dem offenen, negativen Freiheitsideal folgte, zur [[Jakobiner]]phase: dem Terror der Tugend im Namen der Gleichheit.“&amp;lt;ref&amp;gt;Isensee, Nachwort – Privatautonomie: Freiheit zur Diskriminierung? – Verfassungsrechtliche Vorgaben, in: Isensee (Hrsg.), Vertragsfreiheit und Diskriminierung, Berlin 2010, S. 244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 2012: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz 1. Klasse]] der Bundesrepublik Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAnz|AT 22.11.2012 B1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2013: [[Ehrenring der Görres-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
* 2015: [[Ernst-Robert-Curtius-Preis|Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Recht als Grenze-Grenze des Rechts&amp;#039;&amp;#039;, Bouvier Verlag, Bonn 2009, ISBN 978-3-416-03148-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Subsidiaritätsprinzip und Verfassungsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1968, 2. Aufl. 2001.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die staatsrechtliche Stellung der Ausländer in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, in: Veröffentlichungen der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer, Bd. 34 (1974), S. 49 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das legalisierte Widerstandsrecht&amp;#039;&amp;#039;, Bad Homburg [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die typisierende Verwaltung&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1976, teilw. zugl.: Erlangen-Nürnberg, Univ., Habil.-Schr., 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wer definiert die Freiheitsrechte?&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1980.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Grundrecht auf Sicherheit&amp;#039;&amp;#039;, Berlin [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1983; in italienischer Übersetzung 2017 erschienen im Verlag Editoriale Scientifica, ISBN 978-88-9391-246-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch des Staatsrechts der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Josef Isensee und [[Paul Kirchhof]], Heidelberg, 3. Aufl. (kurz &amp;#039;&amp;#039;HStR&amp;#039;&amp;#039;; seit 2003, 1./2. Auflage 1987–2001, 10 Bde.), darin besonders: J. Isensee, &amp;#039;&amp;#039;Staat und Verfassung&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;II, §&amp;amp;nbsp;15; ders., &amp;#039;&amp;#039;Das Grundrecht als Abwehrrecht und staatliche Schutzpflicht&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;V, §&amp;amp;nbsp;115.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hermeneutik. Studien über den Umgang der Jurisprudenz mit Normtexten im Vergleich zur biblischen Theologie und zur Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Klostermann, Frankfurt 2023, ISBN 978-3-465-04607-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Matthias Jestaedt]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Isensee zum 75. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv des öffentlichen Rechts]]&amp;#039;&amp;#039; 137 (2012), S. 489–493.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120326264}}&lt;br /&gt;
* [http://www.awk.nrw.de/akademie/klassen/geisteswissenschaften/ordentliche-mitglieder/isensee-josef.html Josef Isensee bei der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste]&lt;br /&gt;
* [https://www.rewi.hu-berlin.de/de/lf/oe/hfr/deutsch/2004-03.pdf Josef Isensee: &amp;#039;&amp;#039;Familienwahlrecht und Grundgesetz&amp;#039;&amp;#039;] in [[Humboldt Forum Recht]]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/politik/deutschland/article124392510/Die-Koalition-plant-blinde-Masseneinbuergerung.html &amp;#039;&amp;#039;„Die Koalition plant blinde Masseneinbürgerung“&amp;#039;&amp;#039;], Artikel von [[Günther Lachmann]] über Isensees Haltung zur doppelten Staatsbürgerschaft, Die Welt, 1. Feb. 2014&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/9d0afb8e-42eb-4222-8990-fbbba2f64da7/ Nachlass Bundesarchiv N 1617]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120326264|LCCN=n/80/128881|VIAF=84772388|NDL=00947814}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Isensee, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsphilosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität des Saarlandes, Saarbrücken)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Campus Eichstätt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenringträger der Görres-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität Warschau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Isensee, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Staatsrechtler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. Juni 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hildesheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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