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	<title>Josef Hohlbaum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Grubenhagener am 26. November 2024 um 23:30 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Hohlbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. September]] [[1884]] in [[Lipová-lázně|Oberlindewiese]], [[Österreichisch-Schlesien]]; † [[30. Dezember]] [[1945]] in [[Markkleeberg]]) war ein deutscher [[Chirurg]] und [[Hochschullehrer]] in [[Leipzig]] und [[Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Als mittleres von drei Kindern eines Gutsbesitzers studierte Hohlbaum Medizin an der [[Universität Graz]]. 1904 wurde er in der &amp;#039;&amp;#039;Grazer akademischen [[Burschenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Stiria&amp;#039;&amp;#039; aktiv.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 208.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1909 zum [[Dr. med.]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]], ging er in Graz als Assistent zu Lorenz in der Medizinischen Universitätsklinik, an das Krankenhaus in [[Opava|Troppau]] und zu [[Ludwig Aschoff]] in der Freiburger Pathologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leipzig ===&lt;br /&gt;
Am 6. Januar 1912 wechselte er zu [[Erwin Payr]] an die Chirurgische Universitätsklinik Leipzig. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente Hohlbaum in der [[Gemeinsame Armee|Gemeinsamen Armee]] als Bataillonsarzt an der Ostfront (Lemberg, Odessa) und als Chef eines [[Lazarett]]s. Er wurde nach Kriegsende in Leipzig [[Oberarzt]] und [[Habilitation|habilitierte]] sich 1920.&amp;lt;ref&amp;gt;Habilitationsschrift: &amp;#039;&amp;#039;Ueber die Aetiologie der Patellar-Luxation. Ein Beitrag zur Entwicklung der unteren Extremität, ihrer Difformitäten und Gelenke&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1923 wurde er zum [[Extraordinarius|a.o. Professor]] ernannt. Seit 1932 leitete er als Oberarzt die Chirurgische Poliklinik des Krankenhauses St. Jakob, das zum [[Universitätsklinikum Leipzig]] gehörte. Sein Lehrer Erwin Payr stellte ihm 1933 ein glänzendes Zeugnis als Chirurg und [[Hochschullehrer]] aus. Er hielt Hohlbaum für einen der besten Nachwuchschirurgen. Zum 1. Mai 1933 trat Hohlbaum in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 2.984.769).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/12051450&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Payr 1937 [[Emeritierung|emeritiert]] und [[Wilhelm Rieder]] als Nachfolger berufen wurde, schied Hohlbaum aus der Klinik aus. Er ließ sich in freier Praxis nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prag ===&lt;br /&gt;
Den [[Berufung (Amt)|Ruf]] auf den Chirurgischen [[Lehrstuhl]] als Nachfolger von [[Kurt Strauß]]  in Prag nahm Hohlbaum 1941 an. Als [[Reinhard Heydrich]] nach dem [[Operation Anthropoid|Attentat am 27. Mai 1942]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.reinhardheydrich.org/Attentat%20und%20Tod/Attentat%20und%20Tod.doc Das Attentat auf Heydrich] ([[Microsoft Word|MS Word]]; 41&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; schwer verletzt in das Krankenhaus &amp;#039;&amp;#039;Na Bulovce&amp;#039;&amp;#039; gebracht wurde, kam Hohlbaum seinem Kollegen [[Walter Dick (Mediziner, 1899)|Walter Dick]] zu Hilfe. Nachdem Heydrich nach anfänglicher Besserung gestorben war, erhob die Berliner NS-Führung keine Vorwürfe gegen die beiden Chirurgen. Vielmehr bedankte sich [[Heinrich Himmler]] persönlich bei Hohlbaum für die chirurgische Behandlung Heydrichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Hohlbaum blieb die Arbeit in Prag sehr schwierig. 1882 war die [[Karl-Ferdinands-Universität]] von der k. u. k.  Administration in Wien in eine Deutsche und eine Tschechische Universität aufgeteilt worden. Seit Errichtung der [[Erste Tschechoslowakische Republik|Ersten Tschechoslowakischen Republik]] (1918), dem [[Karl-Ferdinands-Universität#Insignienstreit|Insignienstreit]] (1934) und der Schließung der [[Karls-Universität Prag]] im [[Protektorat Böhmen und Mähren]] gab es zunehmende Spannungen und Konflikte. Hohlbaum versuchte gutzumachen, was sein fanatischer NS-Vorgänger Strauß im Umgang mit Kollegen und Patienten angerichtet hatte. Im laufenden Krieg war Hohlbaums älterer Sohn Harald mit 29 Jahren an der [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] bei Smolensk gefallen.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Hohlbaum, ebenfalls Arzt, war Mitglied des [[Corps Suevia München]]. KCL 1960, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;114&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 1703.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hohlbaums Frau &amp;#039;&amp;#039;Adele geb. Blumenwitz&amp;#039;&amp;#039; starb 1943 mit 52 Jahren. Hohlbaum blieb die Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das von Flüchtlingen überfüllte Prag strömten nach der [[Schlacht um Stalingrad]] immer mehr verwundete und kranke Soldaten. In 18 Militärlazaretten lagen an die 50.000 deutsche [[Verwundung|Verwundete]]. Trotz allem funktionierte der Lehrbetrieb an der Medizinischen Fakultät noch. Die Mitglieder der [[Studentenkompanie]]n konnten ihr Studium hier wenigstens für einige Zeit fortsetzen. Als letzter Chirurg der Deutschen Universität Prag habilitierte sich 1944 [[Herbert Lang (Mediziner)|Herbert Lang]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hohlbaums  1939 abgesetzter Kollege [[Arnold Jirásek]] übernahm nach dem Ausbruch des [[Prager Aufstand]]s am 5. Mai 1945 die Deutsche Chirurgische Klinik, was Hohlbaum, im Dezember 1944 zum Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Akademie der Wissenschaften und Künste in Prag&amp;#039;&amp;#039; ernannt, ohne Protest akzeptierte. Wie in allen anderen nun den Tschechen gehörenden Kliniken und Instituten übergab man die deutschen Ärzte den tschechischen Organen. Der letzte Rektor der Deutschen Universität Prag, der Neuropsychiater  und [[SS-Untersturmführer]] [[Kurt Albrecht (Mediziner)|Kurt Albrecht]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=wvDznCxyaosC&amp;amp;pg=PA139&amp;amp;lpg=PA139&amp;amp;dq=kurt+albrecht+prag&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=fgHqZPloBe&amp;amp;sig=UglmRQtbiAOC046TnrFtgqc2OA4&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=we3aStz4E4T-mQOlwMjfDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CAgQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=kurt%20albrecht%20prag&amp;amp;f=false Kurt Albrecht]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde in seiner Klinik niedergeschlagen und erhängt. Hohlbaum wurde in das [[Gefängnis Pankrác]] und dann zu Feldarbeiten in das Internierungslager [[Klecany]] nördlich von Prag verbracht. Dort warf ihm ein Wachposten eine Sprengkapsel vor die Füße. Die  Explosion verletzte den linken Unterschenkel schwer. Auf einem Ackerwagen wurde Hohlbaum  in die Chirurgie des Allgemeinen Krankenhauses in Prag gebracht. Nach neuesten Erkenntnissen war die Behandlung korrekt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Kilian u. a. hatten  eine Behandlungsverweigerung aus politischen Gründen angenommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach sechs Wochen im Prager Krankenhaus &amp;#039;&amp;#039;Královské Vinohrady&amp;#039;&amp;#039; ließ Hohlbaum sich in das noch bestehende Abwicklungslazarett verlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heimkehr nach Sachsen ===&lt;br /&gt;
Am 16. Oktober 1945 kam er mit einem Lazarettzug nach Deutschland, in die Chirurgie des Krankenhauses in [[Bad Liebenstein]]. Dort erfolgte die überfällige [[Amputation]] im Oberschenkel. Über die Chirurgie des Krankenhauses [[Waltershausen]]  gelangte Hohlbaum schließlich am 21. Dezember 1945 in das Stadtkrankenhaus [[Markkleeberg]] bei [[Leipzig]]. Hier sah er seine Schwiegertochter Ruth und seinen Enkelsohn Klaus noch einmal. Mit 61 Jahren starb Hohlbaum neun Tage später an einer [[Sepsis]]. Die [[Universität Leipzig]], seine chirurgische Heimstatt, erwies ihm die letzte Ehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* mit [[Erwin Payr]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschwülste des Magens als Gegenstand chirurgischer Behandlung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Speziellen Pathologie und Therapie&amp;#039;&amp;#039;, 1921.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Über die chirurgische Behandlung des Duodenalgeschwürs&amp;#039;&amp;#039;, 1923.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Die Chirurgie des Darmes&amp;#039;&amp;#039; (mit O. Kleinschmidt), 1927.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peritoneum&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Diagnostische und therapeutische Irrtümer der Chirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Leipzig 1926.&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Magen, Duodenum&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Diagnostische und therapeutische Irrtümer der Chirurgie&amp;#039;&amp;#039;, 1929.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Äußere Hernien&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Diagnostische und therapeutische Irrtümer der Chirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Leipzig 1926, S. 181–244.&lt;br /&gt;
* mit [[Ernst Heller (Mediziner)|Ernst Heller]] und [[Otto Kleinschmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwerchfell, Innere Hernien, Darmkanal&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;ausgenommen Duodenum, Appendizitis, u. Darmverschluss&amp;gt;, in: &amp;#039;&amp;#039;Diagnostische und therapeutische Irrtümer der Chirurgie&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, Leipzig 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender]] 1931, Sp. 1222.&lt;br /&gt;
* [[Volker Klimpel]]: &amp;#039;&amp;#039;Josef Hohlbaum – Chirurg im Strudel der Zeit&amp;#039;&amp;#039;. [[Chirurgische Allgemeine]], 10. Jahrgang, Heft 9 (2009), S. 477–482.&lt;br /&gt;
* Joseph Stingl, Ingrid Kästner, A. Mísková, V. Musil: [Biographie von Josef Hohlbaum]. Rozhledy v chirurgii: měsíčník Československé chirurgické společnosti 3/88 (2009), S. 151–157. (tschech.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.researchgate.net/publication/26292541_Surgeon_Josef_Hohlbaum--life_story engl. Kurzbiographie]&lt;br /&gt;
* {{CPL|Hohlbaum_224}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=103440508X|LCCN=n/2013/40716|VIAF=121321065}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hohlbaum, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Reichsuniversität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sanitätsoffizier (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hohlbaum, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg und Hochschullehrer in Leipzig und Prag&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. September 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lipová-lázně|Oberlindewiese]], [[Österreichisch-Schlesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Dezember 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Markkleeberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Grubenhagener</name></author>
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