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	<title>Josef Heinrich Grebing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T22:53:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Heinrich_Grebing&amp;diff=378518&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Onkelkoeln: PD-fix</title>
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		<updated>2024-09-17T19:41:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Heinrich Grebing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. März]] [[1879]] in [[Magdeburg]]; † [[24. Oktober]] [[1940]] in der [[Tötungsanstalt Grafeneck]]) war ein deutscher [[Kaufmann]] und Vertreter der &amp;#039;&amp;#039;[[Art brut]]&amp;#039;&amp;#039;. Er kam 1906 wegen unterschiedlicher psychischer Erkrankungen in psychiatrische Behandlung und wurde 1940 im Rahmen des NS-[[Aktion T4|Euthanasieprogramms]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Grebing entstammte einer Kaufmannsfamilie. Nachdem er als selbständiger Unternehmer in [[Mannheim]] gescheitert war, war er als Rechtskonsulent tätig. 1904 wurde er wegen Unterschlagung vom [[Landgericht Mannheim]] zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er zuvor bereits drei Monate in Untersuchungshaft gesessen war. Das Urteil stellte für ihn nicht nur einen Bruch mit seiner sozialen Umwelt dar, sondern brachte ihn auch psychisch ins Schwanken. 1906 versuchte er sich vergeblich mit seiner in [[Wien]] veröffentlichten Schrift „Justizverbrechen? Meine Rechtfertigung just tempore“ zu rehabilitieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme139&amp;quot;&amp;gt;Ingrid von Beyme, Sabine Hohnholz: &amp;#039;&amp;#039;Vergissmeinnicht – Psychiatriepatienten und Anstaltsleben um 1900: aus Werken der Sammlung Prinzhorn.&amp;#039;&amp;#039; S. 139.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er im Juni 1906 seine Tätigkeit als Handlungsreisender in [[Österreich-Ungarn]] hatte aufgeben müssen, versuchte er sich das Leben zu nehmen und sprang in die [[Donau]]. Daraufhin wurde er wegen Suizidversuchs in die [[Niederösterreichische Landesirrenanstalt am Brünnlfeld|Psychiatrische Universitätsklinik]] in Wien eingewiesen. Nach zehn Monaten wurde er 1907 von Anstaltsleiter [[Julius Wagner-Jauregg]] in die [[Sächsisches Krankenhaus Altscherbitz|Anstalt Rittergut Altscherbitz]] nach Magdeburg verlegt. 1908 folgte seine Verlegung von Magdeburg in die [[Psychiatrische Universitätsklinik Heidelberg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme139&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grebing 608 verso.jpg|mini|hochkant=1.3|Josef Heinrich Grebing, &amp;#039;&amp;#039;Neu zu bauende Luft-Arche&amp;#039;&amp;#039;, vor 1921, Sammlung Prinzhorn]]&lt;br /&gt;
Laut seiner Heidelberger Krankenakte wurden bei ihm verschiedene psychischen Erkrankungen aus dem [[Schizophrenie|schizophrenen Formenkreis]] diagnostiziert, wie [[Dementia praecox]], [[Manie]], [[Paranoia|paranoide]] Schizophrenie und vorzeitige Verblödung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme138&amp;quot;&amp;gt;Ingrid von Beyme, Sabine Hohnholz: &amp;#039;&amp;#039;Vergissmeinnicht – Psychiatriepatienten und Anstaltsleben um 1900: aus Werken der Sammlung Prinzhorn.&amp;#039;&amp;#039; S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Im Oktober 1908 wurde Grebing von Heidelberg in die [[Psychiatrisches Zentrum Nordbaden|Heilanstalt Wiesloch]] überführt. Da er sich gegen die Überführung heftig wehrte, gegen die er auch später immer wieder protestierte, wurde er mit Medikamenten ruhig gestellt. In Wiesloch war Grebing wegen seiner ausgezeichneten Handschrift als Formularschreiber beschäftigt. Durch seine Tätigkeit in der Schreibstube der Anstalt bekam er Zugriff auf Papier, das er für seine eigenen Arbeiten nutzte. Jahrelang füllte er in Wiesloch unzählige Seiten mit Tabellen, Symbolen, unzähligen Zahlenkolonnen und komplexen geometrischen Figuren. Er erstellte Kalender mit Mondphasen und Planetenläufen, aber auch kuriose Kalender wie beispielsweise für die „Zeitrechnung für katholische Jünglinge und Jungfrauen“  oder solche, die er als „Scharfrichter- und Raubmörderkalender“ bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.arttourist.com/outsider-art.html |titel=Outsider Art – Urlaub in der anderen Realität |werk=arttourist.com |abruf=2021-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verfasste Schriften, die sich auf eigensinnige Weise mit der Qualität und dem Handel von „Closettpapier“ auseinandersetzten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://prinzhorn.ukl-hd.de/ausstellungen/aktuell/digitales-angebot-zur-dauerausstellung/?L=0 |titel=Einblicke in die Dauerausstellung – „Das Closettpapier“ von Josef Heinrich Grebing |werk=prinzhorn.ukl-hd.de |abruf=2021-11-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben beschäftigte er sich mit einem von ihm in der Anstalt gegründeten imaginären weltweiten Handelsimperium.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme138&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1909 begann er aus eigenem Antrieb die Haus- und Dienstordnung der Anstalt zu überarbeiten. In seiner Arbeit setzte er sich für eine empathische Behandlung ein und appellierte mehr oder weniger offen für die gewaltlose Betreuung der Patienten sowie für die freie Entscheidung des Entlassungstages. Die Ärzte sollten zudem neben ihrer Tätigkeit als Mediziner halb Berater und halb Freund sein. Seine Vorschläge, die er noch im gleichen Jahr einreichte, wurden zwar von der Anstaltsleitung wahrgenommen, aber nicht umgesetzt. Als Reaktion verfasste Grebing darauf eine zynische Anstaltsordnung, die aber keine Beachtung fand. Daraufhin fertigte er in seinen Notizbüchern seine eigene Tagesordnung an, in der er seinen verborgenen Wünschen nach einem ausgeglichenen Leben Ausdruck verlieh.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingrid von Beyme, Sabine Hohnholz: &amp;#039;&amp;#039;Vergissmeinnicht – Psychiatriepatienten und Anstaltsleben um 1900: aus Werken der Sammlung Prinzhorn.&amp;#039;&amp;#039; S. 139–140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 kam er nach 17 Jahren Aufenthalt in Wiesloch in die [[Zentrum für Psychiatrie Emmendingen|Anstalt Emmendingen]]. In [[Emmendingen]] zog er ein verbittertes Resümee über Wiesloch und beschrieb seine Zeit dort als Hölle. Die durch die Hausordnung festgelegte Krankenpflege sei nichts weiter als Freiheitsberaubung gewesen. Seine in der Psychiatrie in Wiesloch gefertigten Bilder und Schriften hatte er bereits zu Ostern 1919 in der Heidelberger Klinik vorgestellt. Vermutlich ließ er sie dort aus Angst zurück, weil er befürchtete, dass sie bei seiner Rückkehr von den Wärtern in Wiesloch zerstört werden würden. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um die zur [[Hans Prinzhorn|Sammlung Prinzhorn]] gehörenden Arbeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme140&amp;quot;&amp;gt;Ingrid von Beyme, Sabine Hohnholz: &amp;#039;&amp;#039;Vergissmeinnicht – Psychiatriepatienten und Anstaltsleben um 1900: aus Werken der Sammlung Prinzhorn.&amp;#039;&amp;#039; S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 kehrte er nach Wiesloch zurück, bevor er zwei Jahre später in die [[Zentrum für Psychiatrie Reichenau|Anstalt Reichenau-Konstanz]] überwiesen wurde. Dort verblieb er bis 1939.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme138&amp;quot; /&amp;gt; Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Wiesloch kam er 1940 in die [[Tötungsanstalt Grafeneck|NS-Tötungsanstalt Grafeneck]] und wurde dort am 24. Oktober 1940 im Alter von 61 Jahren in den [[Gaskammer (Massenmord)|Gaskammern]] ermordet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Beyme140&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ingrid von Beyme, Sabine Hohnholz: &amp;#039;&amp;#039;Vergissmeinnicht – Psychiatriepatienten und Anstaltsleben um 1900: aus Werken der Sammlung Prinzhorn.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-662-55531-6, S. 138–140.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.psychiatrie-erfahren.de/eigensinn/museumneu/grebingbilder.htm Bilder von Josef Heinrich Grebing] auf psychiatrie-erfahren.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012716104|VIAF=171800250}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grebing, Josef Heinrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Art brut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Tötungsanstalt Grafeneck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1879]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grebing, Josef Heinrich&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann, Art brut-Künstler und NS-Opfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. März 1879&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Magdeburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Oktober 1940&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tötungsanstalt Grafeneck]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Onkelkoeln</name></author>
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