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	<title>Josef Hegen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T18:10:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Hegen&amp;diff=2845090&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Runologe: Typografische Anführungszeichen u. a. eingefügt.</title>
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		<updated>2025-08-29T13:36:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografische Anführungszeichen u. a. eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Hegen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. April]] [[1907]] in [[Hory|Hunschgrün]], [[Königreich Böhmen]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[28. Februar]] [[1969]] in [[Ost-Berlin]]) war ein kommunistischer Politiker zunächst in der [[Tschechoslowakei|ČSR]] und nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Zuletzt war er stellvertretender [[Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR|Außenminister]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hegen, Sohn eines Bergmanns, arbeitete nach dem Besuch der Volksschule in Ziegeleien und im Bergbau. Er schloss sich 1921 einem sozialistischen Jugendverband und 1924 der [[Komunistická strana Československa|KPČ]] an. Zwischen 1927 und 1929 leistete er Wehrdienst in der tschechoslowakischen Armee. Zwischen 1930 und 1935 war er für den kommunistischen Jugendverband als Instrukteur und Bezirkssekretär in [[Reichenberg]] und [[Mährisch-Schönberg]] tätig. Im Jahr 1933 wurde er Mitglied des Zentralkomitees. Weil er die Teilnahme an Wehrübungen verweigert hatte, wurde er 1934 zu zwei Wochen Militärgefängnis verurteilt. Von 1935 und 1938 besuchte er die [[Leninschule]] in [[Moskau]]. Nach seiner Rückkehr wurde er zu sechs Wochen strengem Arrest als internationaler [[Deserteur]] verurteilt. Zwischen 1938 und 1939 war er Instrukteur der KPČ in [[Südmähren]]. Er gehörte auch dem Flüchtlingskomitee der Region an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er [[Auswanderung|emigrierte]] 1939 in die [[UdSSR]]. Dort arbeitete er als Schlosser und Mechaniker. Im Jahr 1942 wurde er für den [[Partisan]]eneinsatz vorbereitet. Im März 1943 sprang er mit einem Fallschirm über [[Polen]] ab. Zu einem Einsatz als Partisan kam es nicht, da er nur wenige Tage später von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet wurde. Er wurde zunächst in [[Krakau]], in [[Mährisch-Ostrau]] und [[Brünn]] inhaftiert, ehe er im Oktober 1943 in das [[KZ Mauthausen]] eingeliefert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Befreiung vom Nationalsozialismus|Befreiung]] war Hegen 1945/46 erneut Instrukteur der KPČ in [[Karlovy Vary]]. Er leitete auch die [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|Vertreibung und Aussiedlung von Deutschen]] in die [[Sowjetische Besatzungszone]] in seinem Gebiet. Er selbst siedelte dorthin 1946 über und trat in die [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] ein. Zwischen 1946 und 1947 war er Instrukteur beziehungsweise Vorsitzender der Partei in Südwest[[sachsen]]. Danach war er kurzzeitig Sekretär der SED-Kreisleitung [[Landkreis Zwickau|Zwickau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Dezember 1948 bis März 1950 leitete er als [[Chefinspekteur der Deutschen Volkspolizei|Chefinspekteur]] und Nachfolger von [[Wilhelm Zaisser]] die [[Deutsche Volkspolizei]] (DVP) im Land [[Sachsen-Anhalt]]. Danach war er bis zur Auflösung des Landes Innenminister von Sachsen-Anhalt. Seine Ernennung war Folge einer politischen Säuberung, der auch Innenminister [[Robert Siewert]] zum Opfer fiel,&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Hirschinger: &amp;#039;&amp;#039;„Gestapoagenten, Trotzkisten, Verräter“. Kommunistische Parteisäuberungen in Sachsen-Anhalt 1918-1953&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen, 2005 S. 15&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Nachfolge er antrat. Gleichzeitig war er Mitglied des Landessekretariats der SED. Von August 1952 bis Juni 1953 war er Vorsitzender des Rates des [[Bezirk Magdeburg|Bezirkes Magdeburg]], Mitglied der SED-Bezirksleitung und seines Sekretariats. Während des [[Aufstand des 17. Juni|Volksaufstandes von 1953]] gehörte er dem Operativstab bei der SED-Bezirksleitung an und beanspruchte anfangs auch gegenüber der Bezirksbehörde der DVP die Führung. Ihm und anderen Beteiligten wurde später von [[Walter Ulbricht]] Kapitulantentum vorgeworfen, weil er sich gezwungen sah, mit Vertretern von Demonstranten zu verhandeln. Er wurde mit einer Parteistrafe belegt, die aber seine weitere Karriere nicht behinderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Lübeck: &amp;#039;&amp;#039;Der 17. Juni 1953 in Magdeburg. „Wenn die Freunde nicht dagewesen wären, wäre es zu einer Niederlage gekommen.“&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;... und das Wichtigste ist doch die Einheit&amp;quot;: der 17. Juni 1953 in den Bezirken Halle und Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;, Münster u.&amp;amp;#8239;a., 2003 S. 112–121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Juli 1953 bis Februar 1957 amtierte er als Staatssekretär, zuständig für innere Angelegenheiten im [[Ministerium des Innern (DDR)|Ministerium des Innern der DDR]]. Er gehörte 1954 auch einer Arbeitsgruppe des ZK an, die eine neue Linie gegenüber den Kirchen erarbeiten sollte. Der Gruppe gehörten auch [[Paul Wandel]], [[Fred Oelßner]], [[Willi Barth]] und [[Erich Mielke]] an. Diese Zusammensetzung macht deutlich, dass die Kirchen primär als Problem der inneren Sicherheit gesehen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Georg Goerner: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Strukturen und Methoden der SED-Kirchenpolitik in den fünfziger Jahren. In: Geschichte und Transformation des SED-Staates&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, 1994 S. 121&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin Friedrichsfelde Zentralfriedhof, Pergolenweg - Hegen, Josef 03.jpg|mini|Grabstätte]]&lt;br /&gt;
Danach war er von März 1957 bis Februar 1961 Botschafter in [[Polen]] und bis 1964 Botschafter in der [[Volksrepublik China]].&amp;lt;ref&amp;gt;SED-Kader Die mittlere Ebene, Biographisches Lexikon, 2010, S. 224/225&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinsichtlich der [[Posener Aufstand (1956)|Unruhen in Polen 1956]] berichtete er im Gegensatz zu seinem Vorgänger [[Stefan Heymann]], der um Verständnis bemüht war, ganz auf der Linie der Interessen der DDR.&amp;lt;ref&amp;gt; Beate Ihme-Tuchel: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Manche haben vom Polyzentrismus geträumt.&amp;quot; Die Reaktion der SED auf die polnische Krise von 1956. In: Die DDR - Analysen eines aufgegebenen Staates&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2001, S. 575&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei erfolgte die Ernennung des als Hardliner geltenden Hegen auf Betreiben von Walter Ulbricht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Wentker: &amp;#039;&amp;#039;Bedroht von Ost und West. Die Entstalinisierungskrise von 1956 als Herausforderung für die DDR. In: Kommunismus in der Krise: Die Entstalinisierung 1956 und die Folgen&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen, 2008 S. 162&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 1964 wurde er stellvertretender Minister für Äußere Angelegenheiten und 1966 erster stellvertretender Minister und Staatssekretär.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1957 wurde ihm der [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländische Verdienstorden]] in Silber&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vaterländischer Verdienstorden für Josef Hegen&amp;#039;&amp;#039;, In: [[Neues Deutschland]], 24. April 1957, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1967 in Gold&amp;lt;ref&amp;gt;Neues Deutschland vom 28. April 1967&amp;lt;/ref&amp;gt; verliehen. Seine Urne wurde in der [[Gräberanlage Pergolenweg]] des Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde|Zentralfriedhofs Friedrichsfelde]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=josef-hegen|lemma=Hegen, Josef|autor=Elke Reuter|band=1|idNum=1277}}&lt;br /&gt;
* Jan Foitzik: &amp;#039;&amp;#039;Kadertransfer. Der organisierte Einsatz sudetendeutscher Kommunisten in der SBZ 1945/46.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]] 2/1983 v.&amp;amp;nbsp;a. S. 328 ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1983_2_5_foitzik.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000010771}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Innenminister von Sachsen-Anhalt&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Botschafter der DDR in Polen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Botschafter der DDR in der VR China&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|VIAF=2502150325524910090009|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2021-09-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hegen, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KSČ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Mauthausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SED-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizist (SBZ bzw. DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Sachsen-Anhalt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorsitzender eines Rates des Bezirkes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter der DDR in Polen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Botschafter der DDR in der Volksrepublik China]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hegen, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (KPČ, SED)&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. April 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hory|Hunschgrün]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Februar 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Runologe</name></author>
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