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	<title>Josef Gronover - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:58:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Gronover&amp;diff=2343897&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Leben */</title>
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		<updated>2024-08-11T08:09:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Joseph Wilhelm August Gronover&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Mai]] [[1890]] in [[Greven]]; † [[3. Dezember]] [[1963]] ebenda)&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister des Standesamtes Greven Nr. 92/1890 ({{Webarchiv|url=https://www.greven.net/medien/bindata/stadtinfo/PSR_Greven_Geburten_1874-1904_2016-01-08.pdf |wayback=20160420120112 |text=Online-Index }}). Abgerufen am 4. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein deutscher Jurist und Politiker ([[Deutsche Zentrumspartei|Zentrum]], [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) und von 1933 bis 1945 [[Liste der Bürgermeister Dorstens|Bürgermeister von Dorsten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gronover besuchte das [[Gymnasium Dionysianum (Rheine)|Gymnasium in Rheine]]. Sein Studium der [[Rechtswissenschaft]] an der [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universität Tübingen]] schloss er mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] zum [[Dr. jur.]] ab. Während des Studiums wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[AV Guestfalia Tübingen]]. Am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] nahm er als [[Offizier]] der [[Ulanen]] teil und wurde dafür mit dem [[Eisernes Kreuz|Eisernen Kreuz]] und dem [[Ehrenkreuz des Weltkrieges|Frontkämpferkreuz]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 kam Gronover erstmals nach [[Dorsten]]. Dort war er [[Verbindungsoffizier]] des [[Wehrkreis]]kommandos in [[Münster]] zum [[Freikorps Loewenfeld]], das während des [[Ruhraufstand]]es im Raum [[Bottrop]] brutal gegen die linksgerichteten Arbeiter vorging. Später arbeitete er als [[Syndikus]] beim [[Westfälischer Bauernverein|Westfälischen Bauernverein]], bevor er im Januar 1932 als deutschnationaler Zentrumspolitiker Bürgermeister der Gemeinde [[Sankt Mauritz (Gemeinde)|St. Mauritz]] bei Münster wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 trat Gronover der [[Sturmabteilung|Reiter-SA]] bei. Am 18. August desselben Jahres kam er nach Dorsten und wurde drei Tage später von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] zum Bürgermeister der Stadt ernannt, nachdem der gewählte Amtsinhaber [[Franz Lürken]] aus dem Amt gedrängt worden war. 1935 wurde Tochter Ursula geboren, die der bekennende [[Römisch-katholische Kirche|Katholik]] nach dem örtlichen [[Ursulinen]]&amp;amp;shy;orden benannte, für dessen Erhalt er sich 1941 einsetzte (siehe auch [[Gymnasium St. Ursula Dorsten]]). Am 31. Mai 1937 beantragte er die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 4.442.251).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/12061623&amp;lt;/ref&amp;gt; 1944 erkrankte Gronover. Kurz vor der [[Luftangriffe auf das Ruhrgebiet|Bombardierung]] und dem Einmarsch der [[Alliierte]]n zog er mit seiner Familie nach [[Wolbeck]] bei [[Münster]]. Dort besaßen Verwandte seiner Frau Hedwig, die der vermögenden Unternehmerfamilie Bischoff entstammte, das Gut Fronhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Nachkriegsdeutschland]] wurde Gronovers Antrag auf Wiederverwendung als Berufsbeamter bei der Stadt Dorsten abschlägig beschieden, stattdessen wurde er 1946 pensioniert. Seinem Schwager, dem NSDAP-Mitglied und späteren Dorstener Bürgermeister [[Paul Schürholz]], stellte er einen sogenannten [[Persilschein]] aus, jedoch ohne Erfolg.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolf Stegemann: „Noch 1946 für die Demokratie untragbar, wurde er zwei Jahre später Bürgermeister. Paul Schürholz blieb es, geehrt und geachtet, 16 Jahre lang“, in: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorsten nach der Stunde Null. Die Jahre danach, 1945–1950&amp;#039;&amp;#039; (Dorsten unterm Hakenkreuz, Bd.&amp;amp;nbsp;4). Dorsten 1986, S.&amp;amp;nbsp;114–117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zahlreiche Personen aus dem öffentlichen Leben der Stadt Dorsten bescheinigten auch Gronover selbst, lediglich oberflächlich als Nationalsozialist aufgetreten zu sein. Jedoch hatte er in seiner zwölfjährigen Amtszeit als NSDAP-Bürgermeister die Werte des Nationalsozialismus in zahlreichen Reden öffentlich gepriesen. Der [[Entnazifizierung]]s-Ausschuss des [[Amt Hervest-Dorsten|Amtes Hervest-Dorsten]] kam daher zu einer anderen Einschätzung und stufte ihn 1947 als „Mitläufer“ ein, vor allem auch wegen seiner Mitwirkung an der Niederringung der [[Demokratie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gronover legte erfolgreich Revision ein und nahm für sich eine „getarnte Oppositionstätigkeit“ in Anspruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. Wolf Stegemann: &amp;#039;&amp;#039;NS-Bürgermeister ließ Hitlers „Mein Kampf“ in der Schublade. War Dr. Gronover ein schwarzer Spion im braunen Hemd?&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorsten nach der Stunde Null. Die Jahre danach, 1945–1950.&amp;#039;&amp;#039; Dorsten 1986, S.&amp;amp;nbsp;148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Berufungsausschuss in [[Telgte]] gab seinem Einspruch statt und lobte besonders Gronovers Einsatz für den Erhalt der Dorstener Klöster. Seine öffentlichen Äußerungen und seine SA-Mitgliedschaft wurden als nicht schwerwiegend eingestuft und seine Mithilfe bei der Abschaffung der Demokratie angezweifelt. Somit galt er offiziell als entlastet. Bis zu seinem Tode im Jahr 1963 bezog Josef Gronover eine staatliche Pension als früherer Wahlbeamter und verfasste Gedichte über seine [[Westfalen|westfälische]] Heimat und die Stadt Dorsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolf Stegemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Mit dem Segen Gottes für eine gedeihliche Zusammenarbeit. Bürgermeister Dr. Gronover als neuer Führer im Rathaus&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der gleichgeschaltete Alltag&amp;#039;&amp;#039; (Dorsten unterm Hakenkreuz, Bd.&amp;amp;nbsp;3). Dorsten 1985, S.&amp;amp;nbsp;50–53.&lt;br /&gt;
* Wolf Stegemann: &amp;#039;&amp;#039;NS-Bürgermeister ließ Hitlers „Mein Kampf“ in der Schublade. War Dr. Gronover ein schwarzer Spion im braunen Hemd?&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorsten nach der Stunde Null. Die Jahre danach, 1945–1950&amp;#039;&amp;#039; (Dorsten unterm Hakenkreuz, Bd.&amp;amp;nbsp;4). Dorsten 1986, S.&amp;amp;nbsp;146–148.&lt;br /&gt;
* Wolf Stegemann: &amp;#039;&amp;#039;Noch 1946 für die Demokratie untragbar, wurde er zwei Jahre später Bürgermeister. Paul Schürholz blieb es, geehrt und geachtet, 16 Jahre lang.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorsten nach der Stunde Null. Die Jahre danach, 1945–1950&amp;#039;&amp;#039; (Dorsten unterm Hakenkreuz, Bd.&amp;amp;nbsp;4). Dorsten 1986, S.&amp;amp;nbsp;114–117.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gronover, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Dorsten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Kommunalverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Ruhraufstand)]]&lt;br /&gt;
{{Personenleiste | AMT =[[Liste der Bürgermeister der Stadt Dorsten|Bürgermeister der Stadt Dorsten]] | ZEIT =1933–1945 | VORGÄNGER =[[Fritz Köster (Politiker)|Fritz Köster]]| NACHFOLGER =[[Theodor Artmann]] | VORGÄNGER_GESCHLECHT = | NACHFOLGER_GESCHLECHT = }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gronover, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gronover, Joseph Wilhelm August (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (Zentrum, NSDAP), Bürgermeister von Dorsten&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Mai 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Greven]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Dezember 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Greven]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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