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	<title>Josef Gerum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:07:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Gerum&amp;diff=1544537&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schreiben: HC: Entferne Kategorie:Nationalsozialismus (München); Ergänze Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch</title>
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		<updated>2025-03-22T12:02:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Nationalsozialismus_(M%C3%BCnchen)&quot; title=&quot;Kategorie:Nationalsozialismus (München)&quot;&gt;Kategorie:Nationalsozialismus (München)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Teilnehmer_am_Hitlerputsch&quot; title=&quot;Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch&quot;&gt;Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Gerum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. September]] [[1888]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uweson, S. 19&amp;quot;&amp;gt;Ulf Uweson (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Mit Adolf Hitler auf Festung Landsberg. Nach Aufzeichnungen des Mitgefangenen Oberleutnant a.&amp;amp;nbsp;D. Hans Kallenbach.&amp;#039;&amp;#039; München: Parcus &amp;amp; Co. 1933, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[München]]; † [[14. Juli]] [[1963]] in [[Hohenschäftlarn]] bei München) war frühes [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]-Mitglied, Teilnehmer des [[Hitlerputsch|Hitler-Putsches]] 1923 und leitender [[Polizeibeamter]] im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|NS-Staat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Der gelernte Metzger Gerum stammte aus [[München]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot;&amp;gt;Elke Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderung des Einzelnen.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1983, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1917 trat er als Kriminalpolizeianwärter in den [[Polizei Bayern#Frühes 19. Jahrhundert bis 1945|bayrischen Polizeidienst]] ein,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gellately, S. 59&amp;quot;&amp;gt;Robert Gellately: &amp;#039;&amp;#039;The Gestapo and German Society.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1991, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; erreichte dort den Rang eines Kriminalassistenten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Uweson, S. 19&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parteimitglied seit dem 1. Januar 1920,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt; wurde Gerum in den frühen 1920er-Jahren einer der ersten Mitarbeiter des Nationalsozialisten [[Wilhelm Frick]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt; dem damaligen Leiter des Sicherheitsdienstes der Kriminalpolizei München. Ab 1923 gehörte er zum [[Stoßtrupp Adolf Hitler]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 164 A103&amp;quot;&amp;gt;Anton Hoch: &amp;#039;&amp;#039;Das Attentat auf Hitler im Münchner Bürgerbräu 1939,&amp;#039;&amp;#039; S. 164 Anm. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt; und nahm mit dieser Truppe als eine Art „Leibwächter“ Hitlers am Putschversuch vom 8./9. November 1923 teil: „Gerum bahnte als Erster mit der Pistole in der Hand einen Weg für den nachfolgenden Hitler und blieb während der weiteren Vorgänge stets an der Seite Hitlers, um ihn gegen etwaige Angriffe zu schützen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ulf Uweson (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Mit Adolf Hitler auf Festung Landsberg.&amp;#039;&amp;#039; München 1933, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen seiner Putschbeteiligung wurde Gerum aus dem Polizeidienst entlassen und zu 15 Monaten [[Festungshaft]] verurteilt, von denen er 4 Monate zusammen mit Hitler, [[Rudolf Heß]], [[Hermann Kriebel]] und anderen in der [[Justizvollzugsanstalt Landsberg|Festung Landsberg]] verbüßte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 164 A103&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahren war er unter anderem in [[Martin Bormann]]s [[Hilfskasse der NSDAP]] und in der NSDAP-Propagandaabteilung unter [[Joseph Goebbels]] und [[Gregor Strasser]] angestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt; Erst zum 1. Oktober 1931 trat er der neu gegründeten NSDAP bei ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 659.283).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-VIII KARTEI/8990273&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 15. September 1932 schloss er sich der [[Schutzstaffel|SS]] an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gellately, S. 76&amp;quot;&amp;gt;Robert Gellately: &amp;#039;&amp;#039;The Gestapo and German Society.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1991, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im NS-Staat ===&lt;br /&gt;
1933 wurde er von [[Heinrich Himmler]] wieder in den Polizeidienst aufgenommen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 164 A103&amp;quot; /&amp;gt; und war bei der [[Bayerische Politische Polizei|Bayerischen Politischen Polizei]] in München sowie im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst des Reichsführers-SS]] tätig (SS-Nummer 107.128). Laut einer Untersuchung des [[Institut für Zeitgeschichte|Instituts für Zeitgeschichte]] hatte Gerum in dieser Zeit Kontakte zu katholischen politischen Kreisen, denen er zur eigenen Absicherung heimlich zuarbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Josef Müller (Politiker, 1898)|Josef Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Bis zur letzten Konsequenz. Ein Leben für Frieden und Freiheit.&amp;#039;&amp;#039; München: Süddeutscher Verlag 1975, S. 57f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1934 übernahm der inzwischen zum [[SS-Sturmführer]] aufgestiegene Gerum im Rang eines [[Amtsbezeichnungen der deutschen Polizei#Sicherheitspolizei|Kriminalrats]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gellately, S. 76&amp;quot; /&amp;gt; die Leitung der Dienststelle der Bayerischen Politischen Polizei in [[Würzburg]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gellately, S. 59&amp;quot; /&amp;gt; die am 1.&amp;amp;nbsp;Oktober 1936 in „[[Geheime Staatspolizei]] – Staatspolizeistelle Würzburg“ umbenannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Jellonnek: &amp;#039;&amp;#039;Homosexuelle unter dem Hakenkreuz. Die Verfolgung von Homosexuellen im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn: Schöningh 1990, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hintergrund für die Versetzung scheint seine Beteiligung an einer Intrige gegen [[Reinhard Heydrich]] gewesen zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt; Nach Kriegsende beurteilte die [[Spruchkammerverfahren|Spruchkammer]] Gerum als einen „der gefürchtetsten, gewalttätigsten und rücksichtslosesten Gestapo-Chefs in Würzburg. Er war in der ganzen Stadt gefürchtet und gehaßt, auch von Parteigenossen“ und versuchte durch „energisches Handeln“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Elke Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderung des Einzelnen.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1983, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Münchner Verfehlungen wiedergutzumachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerums Energie richtete sich unter anderem gegen den [[Schweinheim (Aschaffenburg)|Schweinheimer]] Kaplan Franz Krug (*&amp;amp;nbsp;24.&amp;amp;nbsp;Dezember 1904 in [[Würzburg]]; †&amp;amp;nbsp;11.&amp;amp;nbsp;Dezember 1993 in [[Bad Kissingen]])&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Heimat- und Geschichtsverein Aschaffenburg-Schweinheim e.V.: [http://web.archive.org/web/20071211031408/http://www.schweinheim.info/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=94&amp;amp;Itemid=48 &amp;#039;&amp;#039;Kaplan Franz Krug unter Hitlers Terror&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie den promovierten Juristen und Schweizer Staatsbürger [[Leopold Obermayer]], der sich im Oktober 1934 bei ihm über die Kontrolle seiner Post beschwert hatte. Krug wurde am 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1938 in die „Provinz“ nach [[Dorfprozelten]] strafversetzt und entging so einer Deportation ins KZ. Der als „besonders [[Homophobie|homophob]]“&amp;lt;ref&amp;gt;so Burkhard Jellonnek: &amp;#039;&amp;#039;Homosexuelle unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1990, S. 223.&amp;lt;/ref&amp;gt; geltende Gerum ließ den offen [[Homosexualität|homosexuell]] lebenden Obermayer umgehend in „[[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]]“ nehmen. Bei seinen Vernehmungen wies Obermayer zu seiner Verteidigung auf Homosexuelle in der näheren Umgebung des mainfränkischen Gauleiters [[Otto Hellmuth]] hin, woraufhin Gerum ermittelte und am 5.&amp;amp;nbsp;Mai 1935 in einem zwölfseitigen Bericht an das bayerische Innenministerium „Vorgänge bei der Gauleitung Mainfranken“ meldete. Gauleiter Hellmuth forderte daraufhin die Ablösung Gerums, wobei er ihn als „zur Verwendung in der Politischen Polizei … absolut untauglich“ bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Jellonnek: &amp;#039;&amp;#039;Homosexuelle unter dem Hakenkreuz.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1990, S. 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1935 wurde Obermayer von Gerum persönlich in das [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] eingeliefert&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Gußmann, Wolf Stegemann|Titel=Würzburger Gestapochef Josef Gerum war der grausamste. |Verlag=Ev. Bildungswerk Rothenburg/Tbr. |Ort=Rothenburg ob der Tauber |Datum=2014 |Online=http://www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de/wuerzburger-gestapochef-josef-gerum-war-der-grausamste-er-bewachte-hitler-1935-in-rothenburg-und-versagte-1939-beim-erfolglosen-attentat-im-buergerbraeukeller-muenchen/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, im September 1935 wurde er dann in Untersuchungshaft überführt. Ein bei ihm gefundener handschriftlicher Bericht über seine KZ-Haft gelangte in die Hände Gerums, der daraufhin eine erneute Einweisung Obermayers ins Konzentrationslager forderte und auch erreichte: „Die Gefahr einer ungehemmten Aussprache bei Gericht in Sachen Dachau ist zu groß.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fernschreiben Gerum an SS-Standartenführer Stepp v. 12. Oktober 1935&amp;#039;&amp;#039;, zitiert nach Elke Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderung des Einzelnen.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1983, S. 90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als ein Jahr später, im Dezember 1936, wurde gegen Obermayer vor dem [[Landgericht Würzburg]] ein Prozess wegen Verstoßes gegen den [[§ 175]] eröffnet. Am 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 1936 wurde er zu zehn Jahren [[Zuchthaus]], [[Ehrverlust]] sowie anschließender [[Sicherungsverwahrung]] verurteilt. Obermayer starb am 22. Februar 1943 im [[KZ Mauthausen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Elke Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderung des Einzelnen.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1983, S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 wurde Gerum abgelöst und fand Verwendung bei der [[Geheime Staatspolizei|Stapo]]-Leitstelle München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 164 A103&amp;quot; /&amp;gt; 1939 meldete er sich freiwillig zur Armee und nahm in einer Einheit der [[Geheime Feldpolizei (Wehrmacht)|Geheimen Feldpolizei]] am [[Überfall auf Polen]] teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 33&amp;quot;&amp;gt;Anton Hoch: &amp;#039;&amp;#039;Das Attentat auf Hitler im Münchner Bürgerbräu 1939,&amp;#039;&amp;#039; S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen Erkrankung gerade auf Urlaub in München, übernahm er eher beiläufig am 8.&amp;amp;nbsp;November 1939 als Verantwortlicher die Absicherung des [[Bürgerbräukeller]]s während der Hitler-Rede, bei der das erfolglose Attentat [[Georg Elser]]s auf Hitler stattfand. In der anschließenden Untersuchung wurden Gerum erhebliche Mängel bei der Sicherung der Veranstaltung vorgeworfen, zeitweilig wurde er sogar wegen [[Verdunkelungsgefahr]] verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 33&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 nahm der zur Feldpolizeigruppe 627 zurückgekehrte Gerum am [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] teil. Seine [[Beutekunst (Zweiter Weltkrieg)|„Sondergruppe Gerum“]] hatte dort die Aufgabe, „Kunstschätze im Auftrag des Führers auszusuchen und zu sichern“, wobei von der Truppe Kunstsammlungen und Privatwohnungen nach meist vorgefertigten Listen geplündert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Roland Ray: &amp;#039;&amp;#039;Annäherung an Frankreich im Dienste Hitlers? Otto Abetz und die deutsche Frankreichpolitik 1930–1942. (Studien zur Zeitgeschichte, 59).&amp;#039;&amp;#039; München: Oldenbourg Verlag 2000, S. 345ff. ([http://books.google.de/books?id=rs181ubPjfoC&amp;amp;pg=PA345&amp;amp;sig=ACfU3U3EQ7GkVHJ5HNkcvi7PduNLSX8Z3A Google Books])&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folgezeit wurde Gerum in Frankreich verwundet. Es schlossen sich Lazarettaufenthalte an. Ab 1942 war er wieder bei der Stapo-Leitstelle München.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 164 A103&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerum hatte bei seinen Parteigenossen und polizeilichen Vorgesetzten einen ausgesprochen schlechten Ruf. Schon in den 1920er-Jahren galt er als eigenwillig und draufgängerisch und war durch wiederholte Eigenmächtigkeiten aufgefallen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fröhlich, S. 77&amp;quot; /&amp;gt; Heinrich Himmler notierte am 3. Oktober 1942, er sei der „Typ des unzufriedenen und ewig kritisierenden alten Kämpfers. Er übt in dieser Richtung in München einen fast unheilvollen Einfluß aus“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 33&amp;quot; /&amp;gt; Als Gerum, der es bis zum [[SS-Sturmbannführer]] brachte,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Klaus D. Patzwall]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Ehrenzeichen vom 9. November 1923 (Blutorden).&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Militair-Verlag Patzwall, Norderstedt 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1942 erneut auffällig wurde, indem er einem Versetzungsbefehl nicht nachkam, wurde er zwangspensioniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hoch, S. 164 A103&amp;quot; /&amp;gt; Danach war er Wirtschaftsleiter bei [[BMW]].&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Hoser: [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Schutzstaffel_%28SS%29,_1925-1945 Schutzstaffel (SS), 1925-1945]. In: [[Historisches Lexikon Bayerns]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach drei Jahren [[Automatischer Arrest|automatischen Arrests]] in einem amerikanischen Internierungslager wurde Gerum 1948 [[Entnazifizierung|entnazifiziert]]. Für seine Tätigkeit als Gestapochef in Würzburg erhielt er ein Jahr Gefängnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Elke Fröhlich: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderung des Einzelnen.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1983, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis 1957 wurden in Würzburg und München eine Reihe weiterer Verfahren gegen Gerum eingeleitet, ohne dass es zu einer Verurteilung kam.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Gellately: &amp;#039;&amp;#039;The Gestapo and German Society. Oxford 1991,&amp;#039;&amp;#039; S. 263.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Gußmann, Wolf Stegemann|Titel=Josef Gerum – Freispruch und Einstellungen seiner Verfahren|Verlag=Ev. Bildungswerk Rothenburg/Tbr. |Ort=Rothenburg ob der Tauber |Datum=2014 |Online=http://www.rothenburg-unterm-hakenkreuz.de/verfahren-gegen-wuerzburger-gestapo-beamte-wegen-mord-freiheitsberaubung-oder-massenerschiessungen-wurden-meist-eingestellt-oder-mit-freispruechen-beendet/}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er starb am 14. Juli 1963 in Hohenschäftlarn bei München und wurde dort beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Elke Fröhlich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herausforderung des Einzelnen. Geschichten über Widerstand und Verfolgung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Broszat]], Elke Fröhlich (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bayern in der NS-Zeit.&amp;#039;&amp;#039; 6. Oldenbourg, München, Wien 1983, ISBN 3-486-42411-4, S. 76–114. ([http://books.google.de/books?id=7tMWuVA_8JUC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_summary_r&amp;amp;cad=0 eingeschränkte Vorschau bei Google Books]).&lt;br /&gt;
* [[Robert Gellately]]: &amp;#039;&amp;#039;The Gestapo and German Society. Enforcing Racial Policy 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 1991, ISBN 0-19-820297-0 ([http://books.google.de/books?id=j2tIrA9Gwg8C&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;source=gbs_summary_r&amp;amp;cad=0 eingeschränkte Vorschau bei Google Books])&lt;br /&gt;
* [[Anton Hoch (Historiker)|Anton Hoch]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Attentat auf Hitler im Münchner Bürgerbräu 1939.&amp;#039;&amp;#039; In: Anton Hoch, Lothar Gruchmann: &amp;#039;&amp;#039;Georg Elser: Der Attentäter aus dem Volke. Der Anschlag auf Hitler im Münchner Bürgerbräu 1939.&amp;#039;&amp;#039; Fischer, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-596-23485-9, S. 7–37. Zuerst in: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; 17, 4, 1969, S. 383–413 ([http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1969_4.pdf PDF-Datei], 6 MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1140793772|VIAF=669150748990616420006}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerum, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer am Hitlerputsch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Frankreichs 1940–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstraub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der GFP (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerum, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Teilnehmer des Hitler-Putsches und leitender Polizeibeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. September 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juli 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hohenschäftlarn]] bei München&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schreiben</name></author>
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