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	<title>Josef Gerl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:10:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Gerl&amp;diff=666072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf „Kurt Bauer (Historiker)“ und Doron Rabinovici; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-04-10T18:02:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf „Kurt Bauer (Historiker)“ und Doron Rabinovici; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum gleichnamigen österreichischen Baumeister und Architekten siehe [[Josef Gerl (Architekt)]]}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef gerl.jpg|miniatur|hochkant|Foto von Josef Gerl, mit Kommentaren nach seinem Tod]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Julius Gerl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Februar]] [[1912]] in [[Wien]]; † [[24. Juli]] [[1934]] ebenda) war ein österreichischer [[Sozialismus|Sozialist]] und Mitglied der [[Sozialistische Jugend Österreich|Sozialistischen Arbeiter-Jugend]] (SAJ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Leben bis 1934 ===&lt;br /&gt;
Gerls Familie stammte aus [[Böhmen]] und kam noch während der [[Habsburgermonarchie|Donaumonarchie]] nach Wien. Josef Gerl machte eine Lehre als [[Goldschmied]]; nach Abschluss der Lehre und der gesetzlichen Behaltefrist wurde er jedoch entlassen. Die [[Weltwirtschaftskrise|Wirtschaftskrise]] entzog ihm jegliche Lebensgrundlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerl war seit 1929 Mitglied der SAJ (heutige SJÖ) und aktiv in der SAJ-Gruppe „Prater“ in Wien-[[Leopoldstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Februarkämpfe 1934 ===&lt;br /&gt;
1934 beteiligte sich Gerl an den [[Februarkämpfe 1934|Februarkämpfen]], floh danach in die [[Tschechoslowakei]] und kehrte bald darauf wieder nach Österreich zurück, um den Kampf gegen den [[Austrofaschismus]] aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprengstoffanschlag ===&lt;br /&gt;
Am Abend des 20. Juli 1934 verübte Gerl zusammen mit dem Hutmachergehilfen [[Rudolf Anzböck]] einen Sprengstoffanschlag auf eine Signalanlage der [[Donauuferbahn (Wien)|Donauuferbahn]], der nur geringen Schaden verursachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend wollten Gerl und Anzböck in die Tschechoslowakei fliehen, versäumten aber den letzten Zug um einige Minuten. So verbrachten beide die Nacht zum 21. Juli 1934 in einem nahe dem [[Wien Südbahnhof|Ostbahnhof]] gelegenen [[Café|Kaffeehaus]] und nach dessen Sperre im Freien. Gegen 4 Uhr früh wurde der patrouillierende Polizei-Oberwachmann Ferdinand Forstner in einer Parkanlage am Keplerplatz in Wien-Favoriten auf die beiden aufmerksam und kontrollierte ihre Ausweispapiere. Als Forstner schließlich noch eine Leibesvisitation vornehmen wollte, zog Gerl eine Pistole, feuerte zweimal auf den Wachmann und verletzte ihn lebensgefährlich (der 33-jährige Forstner erlag drei Wochen später den schweren Verletzungen, die Gerl ihm zugefügt hatte).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Bauer (Historiker)|Kurt Bauer]]: &amp;#039;&amp;#039;Hitlers zweiter Putsch. Dollfuß, die Nazis und der 25. Juli 1934&amp;#039;&amp;#039;. Residenz, St. Pölten 2014, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerl und Anzböck konnten nach einer dramatischen Verfolgungsjagd festgenommen werden. Im anschließenden Polizeiverhör gestanden sie das Sprengstoffattentat, das ihnen ansonsten kaum nachzuweisen gewesen wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anklage und Hinrichtung ====&lt;br /&gt;
Aufgrund ihres Geständnisses, ein Sprengstoffattentat geplant und durchgeführt zu haben, wurden Gerl und Anzböck an ein [[Standgericht]] verwiesen. Standrechtliche Verfahren waren am 10. November 1933 für bestimmte Vergehen eingeführt worden, am 12. Juli 1934 hatte die Regierung – wegen der damals zahlreichen Sprengstoffanschläge, die zumeist von illegalen [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] verübt wurden – den Standgerichten auch die Zuständigkeit für Vergehen im Zusammenhang mit Sprengstoffen (Sprengstoffattentate sowie illegaler Besitz von Sprengstoff) übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gerl jugement.jpg|miniatur|hochkant|Todesanzeige]]&lt;br /&gt;
Die standrechtlichen Verfahren wurden von einem aus vier Richtern und einem Staatsanwalt bestehenden Senat geführt und dauerten pro Fall längstens drei Tage. Bei einstimmiger Bejahung der Schuldfrage endete das Verfahren mit einem Todesurteil, das nach spätestens drei Stunden am [[Würgegalgen]] zu vollstrecken war. Gegen das Urteil des Standgerichtes war kein Rechtsmittel zulässig, einzig eine Begnadigung durch den [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsidenten]] war möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der standrechtlichen Gerichtsverhandlung unter dem Vorsitz von Oberlandesgerichtsrat Dr. [[Alois Osio]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.doew.at/erinnern/fotos-und-dokumente/1938-1945/der-erste-dachau-transport-aus-wien-1-april-1938/osio-alois-dr Biographie] von Oberlandesgerichtsrat Dr. Alois Osio (Zugriff am 7. März 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; erklärte Gerl, dass er „nicht mehr so fest im Rahmen der Sozialdemokratie“ sei, sondern mit den Nationalsozialisten sympathisiere.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Kleine Blatt&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Juli 1934.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies war allerdings möglicherweise eine Schutzbehauptung, da der Anschlag – so Gerl im Verhör unmittelbar nach seiner Festnahme – zum Nutzen der Sozialdemokratie den Nationalsozialisten angelastet werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Doron Rabinovici]] |url=https://www.derstandard.at/1267132165200/kommentar-der-anderen-widerstand-aus-begeisterung-fuer-hitler-und-stalin |titel=Widerstand aus Begeisterung für Hitler und Stalin? |werk=derstandard.at |datum=2010-03-02 |abruf=2026-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Sprengstoffattentats wurden Gerl und Anzböck am 24. Juli 1934 vom Standgericht zum Tode verurteilt. Anzböck wurde vom [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsidenten]] begnadigt, Josef Gerl hingegen am selben Tag am [[Würgegalgen]] [[Hängen|gehängt]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zu Tathergang und Prozessverlauf die Berichte in verschiedenen Tageszeitungen vom 25. Juli 1934 ([http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?datum=19340725&amp;amp;zoom=33 anno.onb.ac.at]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerhalle Simmering - Urnenhain - Josef Gerl.jpg|miniatur|hochkant|Grabstätte von Josef Gerl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1200 Stromstraße 39-45 - Gerlhof - Josef Gerl-Gedenktafel IMG 8929.jpg|miniatur|hochkant|Gedenktafel am &amp;#039;&amp;#039;Josef-Gerl-Hof&amp;#039;&amp;#039; in Wien-Brigittenau]]&lt;br /&gt;
Das Grab Gerls befindet sich im Urnenhain der [[Feuerhalle Simmering]] (Abteilung 8, Ring 2, Gruppe 2, Nummer 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Spanischer Bürgerkrieg|Spanischen Bürgerkrieg]] erhielt eine aus Österreichern gebildete [[Kompanie (Militär)|Kompanie]] der [[Internationale Brigaden|Internationalen Brigaden]] den Namen „Josef Gerl“.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Spanienarchiv des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Einleitender Text von Hans Landauer, S. 22. ({{Webarchiv|text=PDF |url=http://www.doew.at/service/spanien/landauer_einl.pdf |wayback=20120217020412 }})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1949 wurde der 1931 in der Stromstraße 39–45 im 20. Wiener Gemeindebezirk ([[Brigittenau]]) errichtete [[Gemeindebau]] nach Josef Gerl umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der 1933 bis 1938 nach österreichischem Recht hingerichteten Personen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Denkmälern für den Februaraufstand 1934]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kurzbiographie Josef Gerl, in: Josef Fiala: &amp;#039;&amp;#039;Die Februarkämpfe 1934 in Wien Meidling und Liesing. Ein Bürgerkrieg, der keiner war&amp;#039;&amp;#039;. Dissertation, Universität Wien, 2012, S. 163–164 ([https://othes.univie.ac.at/22757/1/2012-09-27_0248176.pdf online]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Idee steht höher als das Leben&amp;#039;&amp;#039;. Ein Buch über Josef Gerl und seine Freunde. Herausgeber und Verlag: Sozialistischer Jugendverband für die deutschen Gebiete der Tschechoslowakischen Republik. Graphia, Karlsbad 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Rwien|gerl-josef.html}}&lt;br /&gt;
* [http://www.dokumentationsarchiv.at/SPOE/Braune_Flecken_SPOE.htm Dokumentation über „Braune Flecken der SPÖ“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gerl, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (Österreich in der Zwischenkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerl, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gerl, Josef Julius (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Sozialist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Februar 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Juli 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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