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	<title>Josef Gerö - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:20:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Ger%C3%B6&amp;diff=609695&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-37694-03 am 1. Dezember 2025 um 15:32 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-01T15:32:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Gerö&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{huS|József Gerő}} (* [[23. September]] [[1896]] in [[Subotica|Maria Theresiopel]], [[Königreich Ungarn|Ungarn]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[28. Dezember]] [[1954]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer [[Jurist]] und parteiloser Politiker. Gerö amtierte außerdem als Präsident des [[Österreichischer Fußball-Bund|ÖFB]] und Vizepräsident der [[UEFA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Josef Gerö stammte aus einer ungarischstämmigen Familie, zog allerdings bereits früh nach Wien, wo er Volksschule und Gymnasium absolvierte und an der [[Universität Wien]] [[Rechtswissenschaft]]en studierte. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] war er Artillerieoffizier. Nach seiner Promotion 1921 trat er in den Gerichtsdienst ein und wurde 1926 zum Richter beim Bezirksgericht [[Baden bei Wien]] ernannt. Noch im selben Jahr wurde Josef Gerö Staatsanwalt in [[Wiener Neustadt]]. 1934 wurde er nach Wien ins Justizministerium ins „Straf- und Gnadenreferat politischer Natur“ berufen, wo er für Personalangelegenheiten sowie die Verfolgung politischer Delikte zuständig war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadler2007&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Stadler: &amp;#039;&amp;#039;„… juristisch bin ich nicht zu fassen“: die Verfahren des Volksgerichts Wien gegen Richter und Staatsanwälte 1945–1955&amp;#039;&amp;#039;. LIT Verlag, Münster 2007, ISBN 3-7000-0512-1, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Referat war vermutlich eine nachgeordnete Dienststelle der Abteilung 4 (Straf- und Gnadensachen), deren Leiter Gerö 1937 bis 1938 war. Parallel dazu arbeitete er ab 1936 als Erster Staatsanwalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;strassennamen&amp;quot;&amp;gt;[https://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/pdf/strassennamenbericht.pdf Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“] (PDF; 4,2&amp;amp;nbsp;MB), S. 244 f., Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Gerö Dachau Arolsen Archives.jpg|mini|Registrierungskarte von Josef Gerö als Gefangener im nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau]]&lt;br /&gt;
Obwohl [[parteilos]], wurde er nach der [[Anschluss (Österreich)|Annexion Österreichs]] durch das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] am 12. März 1938 wegen seiner beruflichen Tätigkeit sowie seiner Eigenschaft als „[[Halbjude]]“ im Sinne der [[Nürnberger Gesetze]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadler2007&amp;quot; /&amp;gt; von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] festgenommen und am 1. April 1938 (mit dem sogenannten [[Prominententransport]]) in das [[Konzentrationslager Dachau]] deportiert, später ins [[Konzentrationslager Buchenwald]] verlegt. Nach 16-monatiger Haft&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadler2007&amp;quot; /&amp;gt; wurde Gerö wieder freigelassen und ließ sich in [[Zagreb]]&amp;lt;ref&amp;gt;Maderthaner, Pfoser, Horak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Eleganz des runden Leders.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2008, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Königreich Jugoslawien|Jugoslawien]] nieder und wurde Prokurist in einer Textilfirma. Im Jahre 1941 wurde er wieder von der Gestapo verhaftet, später aber schuldlos entlassen und im Jahre 1944 nach Wien zurückgebracht, wo er Exportleiter bei einer Seidenfabrik wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000004954|Josef Gerö||Internationales Biographisches Archiv 10/1955 vom 28. Februar 1955}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende war er auf Vorschlag der [[SPÖ]] bis 1949 und 1952–1954 österreichischer [[Justizminister]] (siehe [[Bundesregierung Figl I]] bis Figl III und [[Bundesregierung Raab I|Raab I]]). In der Zwischenzeit war Gerö Präsident des Oberlandesgerichts Wien. Da er Opfer des NS-Regimes gewesen war, sah man in der SPÖ darüber hinweg, dass er 1934 bis 1938 als Staatsanwalt an der Verfolgung von revolutionären Sozialisten und Februarkämpfern mitgewirkt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadler2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerö war bereits als Schüler in Wien begeisterter [[Fußball]]spieler und rief gemeinsam mit seinen Freunden den [[FC Libertas Wien]] ins Leben, der es in seiner Geschichte bis in die höchste österreichische Spielklasse schaffte. Schon bald übernahm der rechte Verteidiger in seinem Klub das Amt des Schriftführers, später das des Präsidenten. 1927 wurde Gerö schließlich Präsident des Wiener Fußballverbandes und hatte diese Position bis zu seiner Verhaftung durch die Nationalsozialisten inne. 1945 wurde Gerö erster Präsident des wieder belebten ÖFB und übte dieses Amt bis zu seinem Tode aus. Zudem wurde er am 22. Juni 1954 zum ersten Vizepräsidenten der UEFA bestellt. Außerdem war er 1946 bis 1954 Präsident des [[Österreichisches Olympisches Comité|ÖOC]]. Er wurde am [[Döblinger Friedhof]] bestattet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;verstorbenensuche&amp;quot;&amp;gt;{{Verstorbenensuche Wien |Name=Josef Gerö |Friedhof=Döbling |Jahr=1954}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerö war Vater von [[Heinz Gerö]], der ebenfalls Präsident des ÖFB wurde. Er war Großvater von [[Thomas Blimlinger]], dem ersten Bezirksvorsteher der Grünen im [[Neubau (Wien)|7. Wiener Gemeindebezirk]], von [[Eva Blimlinger]], Rektorin der Akademie der bildenden Künste in Wien, und Marianne Afifi, Bibliothekarin in Los Angeles.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://library.csun.edu/mafifi |text=Marianne Afifi |wayback=20150905223651 |archiv-bot=2019-04-20 23:59:53 InternetArchiveBot}} auf der Website der Oviatt Library; abgerufen am 9. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Gerö war Ehrenpräsident des Wiener Fußballverbandes. Seine größte Ehrung war jedoch die Trophäe, die im Rahmen des [[Europapokal der Fußball-Nationalmannschaften|Europapokals der Fußballnationalmannschaften]] vergeben wird und 1954 &amp;#039;&amp;#039;Dr.-Gerö-Gedächtnispokal&amp;#039;&amp;#039; benannt wurde. Im Jahr 1973 wurde in Wien-[[Liesing (Wien)|Liesing]] (23. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Gerögasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* == Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gerö, Josef&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 219&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Gerö,_Josef}}&lt;br /&gt;
* {{Arbeiterzeitung|Titel=Justizminister Dr. Gerö gestorben|Datum=1954-12-29|Seite=}}&lt;br /&gt;
* [https://www.derstandard.at/consent/tcf/2000009759181/grossvater-josef-und-der-onkel-heinz Wolfgang Weisgram: &amp;#039;&amp;#039;Großvater Josef und der Onkel Heinz&amp;#039;&amp;#039;], in: Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Standard]]&amp;#039;&amp;#039;, Wien, 24./25./26. Dezember 2014, S. 12, und Website der Zeitung&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|64300}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Renner IV&lt;br /&gt;
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|Navigationsleiste Präsidenten des Österreichischen Fußball-Bundes&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1230561900|VIAF=288779450}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gero, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Justizminister (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsanwalt (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (FC Libertas Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballfunktionär (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Österreichischer Fußball-Bund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Buchenwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gerö, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gerő, József&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ungarisch-österreichischer Jurist, Politiker und Fußballfunktionär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. September 1896&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Subotica|Maria Theresiopel]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Dezember 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-37694-03</name></author>
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