<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Josef_Felder</id>
	<title>Josef Felder - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Josef_Felder"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Felder&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T15:24:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Felder&amp;diff=211114&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Leben und Beruf */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Felder&amp;diff=211114&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-01T07:15:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Beruf&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FelderJosef.jpg|mini|Josef Felder (um 1933)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:München-Untermenzing Friedhof Josef Felder 345.jpg|mini|hochkant|Grab der Familie Felder auf dem Friedhof in Untermenzing]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Felder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. August]] [[1900]] in [[Augsburg]]; † [[28. Oktober]] [[2000]] in [[München]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Widerstandskämpfer]], [[Journalist]], [[Verleger]] und [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Josef Felder war das älteste von elf Kindern einer Augsburger [[Kaufmann]]sfamilie. Seine Eltern waren Josef und Therese Felder. Seine Mutter starb, als er sieben Jahre alt war. In den ersten Lebensjahren zog die Familie des Öfteren in [[Süddeutschland]] um. Nach dem Besuch von [[Volksschule|Volks-]] und [[Realschule]] – auf der Volksschule gehörte [[Julius Streicher]] zu seinen Lehrern – absolvierte er eine Ausbildung im grafischen Gewerbe. Anschließend arbeitete er zunächst in der Textilfabrik seines Vaters und von 1924 bis 1933 als [[Redakteur]] für die &amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039;. 1933 floh Felder zunächst nach [[Österreich]] und von dort nach der [[Dollfuß-Putsch|Dollfuß-Revolte]] weiter in die [[Tschechoslowakei]]. 1934 kehrte er illegal nach Deutschland zurück und wurde verhaftet. Bis 1936 war Felder im [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]] inhaftiert. Dort lernte er den späteren SPD-Vorsitzenden [[Kurt Schumacher]] kennen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Felder und das Nein in der Kroll-Oper, Frankfurter Rundschau vom 23. März 1993, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; Er arbeitete dann bis 1946 in der Textil- und Sportartikelfirma von [[Willy Bogner senior]] in [[München]] und [[Oberaudorf]] als Buchhalter. Bogner, der mit Felders Bruder gut bekannt war, hatte ihn „angefordert“, um ihn aus dem KZ herauszubekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 wurde Felder Verleger und [[Chefredakteur]] des &amp;#039;&amp;#039;Südostkuriers&amp;#039;&amp;#039; in [[Bad Reichenhall]]. Von 1955 bis 1957 war er Chefredakteur der SPD-Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Oktober 2000 starb Josef Felder 100-jährig in München. Er war katholisch, verheiratet mit Maria Felder, geborener Klein, und hatte zwei Kinder, darunter der 1923 in Mindelheim geborene [[Horst Günther Felder]], der Verlagsdirektor der [[Darmstädter Echo|Darmstädter Echo Verlag und Druckerei GmbH]]&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Habel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?]] Das deutsche Who’s who.&amp;#039;&amp;#039; 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Im Juli 1919 war Felder Gründungsmitglied der Ortsgruppe der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] in [[Mindelheim]]. Als der Ortsverein sich jedoch 1920 für einen Anschluss an die [[Kommunistische Internationale]] entschied, wechselte er zur SPD. 1985 wurde er zum Ehrenvorsitzenden der [[Bayerische SPD|bayerischen SPD]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Ab 1930 war Felder [[Stadtrat]] in Augsburg, ab 1932 [[Liste der Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik (7. Wahlperiode)|Abgeordneter]] im [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]]. Felder war eines der 94 sozialdemokratischen Mitglieder des [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstags]], die 1933 gegen das [[Ermächtigungsgesetz]] der [[Nationalsozialisten]] stimmten. „Eine zynische Frechheit, uns überhaupt noch einzuladen“, meinte er und absolvierte die Fahrt nach Berlin, um dort über das Ermächtigungsgesetz abzustimmen. Er und seine SPD-Genossen waren da schon längst vogelfrei. Später im KZ Dachau erzählte ihm ein in Ungnade gefallener SA-Mann, dass es wohl „verbummelt“ worden sei, ihn bereits in Augsburg zu fassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Felder und das Nein in der Kroll-Oper, Frankfurter Rundschau vom 23. März 1993, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Josef Felder war der letzte lebende Reichstagsabgeordnete aus der Zeit der [[Weimarer Republik]]. Am 4. Oktober 1990 wohnte er der ersten Sitzung des gesamtdeutschen Bundestages im [[Reichstagsgebäude]] in Berlin als Ehrengast bei.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dserver.bundestag.de/btp/11/11228.pdf Deutscher Bundestag, Stenographischer Bericht, 228. Sitzung, Berlin, Donnerstag, den 4. Oktober 1990], S. 18015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Felder war vom 15. Oktober 1957 bis 19. Oktober 1969 Abgeordneter der SPD im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Benennungen ==&lt;br /&gt;
* Am 7. Dezember 1964 wurde Josef Felder der [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerische Verdienstorden]] verliehen.&lt;br /&gt;
* 1983 wurde ihm der [[Gustav-Heinemann-Bürgerpreis]] überreicht.&lt;br /&gt;
* 1989 bekam Felder die Würde eines Akademischen Ehrenbürgers der [[Universität Augsburg]].&lt;br /&gt;
* 1990 verlieh ihm die Landeshauptstadt München die [[Goldene Bürgermedaille der Landeshauptstadt München|Goldene Bürgermedaille]].&lt;br /&gt;
* Am 31. Juli 1990 erhielt Felder das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband]] der Bundesrepublik Deutschland.&lt;br /&gt;
* 1992 wurde er mit dem „Lindauer Sozialistenhut“ des SPD-Kreisverbandes Lindau in [[Lindenberg im Allgäu|Lindenberg]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
* 1995 stiftete der [[SPD Bayern|SPD-Landesverband Bayern]] den „[[Josef-Felder-Preis]] für Gemeinwohl und Zivilcourage“.&lt;br /&gt;
* Mit Felder starb der letzte demokratische Abgeordnete des Reichstages. Aus diesem Grund ehrte die Bundesrepublik Deutschland ihn am 7. November 2000 mit einem [[Staatsakt (Veranstaltung)|Staatsakt]].&lt;br /&gt;
* 2002 gab die [[Deutsche Post AG|Deutsche Post]] im Rahmen der Serie [[Aufrechte Demokraten]] eine Sonderbriefmarke mit dem Porträt Felders zum Nennwert von 56 Eurocent heraus.&lt;br /&gt;
* Am 1. Oktober 2009 beschloss die Landeshauptstadt München die Benennung der [[Nordumgehung Pasing]] (NUP) nach Felder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen und Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutscher Bundestag (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Aufzeichnungen und Erinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Boldt, Boppard am Rhein 1982, Seiten 9 bis 78, ISBN 3-7646-1819-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Warum ich nein sagte. Erinnerungen an ein langes Leben für die Politik.&amp;#039;&amp;#039; Autobiographie, Pendo Verlag, München/Zürich 2000, ISBN 3-85842-392-0.&lt;br /&gt;
* [[Klaus G. Saur]]: &amp;#039;&amp;#039;Felder, Josef.&amp;#039;&amp;#039; In: Karin Peter, Gabriele Bartelt-Kircher, Anita Schröder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitungen und andere Drucksachen. Die Bestände des Dortmunder Instituts für Zeitungsforschung als Quelle und Gegenstand der Forschung.&amp;#039;&amp;#039; Klartext-Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1015-7, S. 456f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3770051831}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Felder, Josef&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 169.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118532375}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118532375}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20151208015932/http://www.ifz-muenchen.de/archiv/ed_0312.pdf Nachlass Josef Felders (ED 312) im Archiv des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin] (PDF-Datei; 79 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.josef-felder.de/ Josef Felder und die deutsche Sozialdemokratie] – Ausführliche Online-Biografie über den Augsburger SPD-Politiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118532375|LCCN=no/2001/43722|VIAF=54939739}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Träger des Gustav-Heinemann-Bürgerpreises}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Felder, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Bayerischen Verfassungsmedaille in Gold]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Schulterband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Ehrenrings der Stadt Erlangen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger der Universität Augsburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chefredakteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Augsburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2000]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hundertjähriger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Felder, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Journalist und Politiker (SPD), MdR, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. August 1900&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Augsburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=28. Oktober 2000&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>