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	<title>Josef Dobretsberger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Dobretsberger&amp;diff=889765&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bisam: Abkürzungen vereinheitlicht, Punkt nach Abkürzung ergänzt, fehlende Klammern</title>
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		<updated>2025-12-23T10:07:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abkürzungen vereinheitlicht, Punkt nach Abkürzung ergänzt, fehlende Klammern&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-26513-0008, Weimar, 7. CDU-Parteitag.jpg|mini|Josef Dobretsberger (links), Vorsitzender der Demokratischen Union Österreichs, als Gast beim 7. Parteitag der [[Ost-CDU]] in Weimar, 1954]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Dobretsberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Februar]] [[1903]] in [[Linz]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[23. Mai]] [[1970]]&amp;lt;!--abklären: in [[Graz]] oder [[Wien]]--&amp;gt;) war ein [[österreich]]ischer [[Jurist]], [[Ökonom|Nationalökonom]] und [[Politiker]].&amp;lt;!--Todesdatum und -ort nicht unumstritten, lange Zeit kursierte zumindest online der 13. Mai (siehe Anmerkung unten)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Dobretsberger war Schüler [[Hans Kelsen]]s, Mitglied des [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]] ([[KaV Norica Wien]] (von 1922 bis 1949) und [[KÖHV Carolina Graz]] (von 1934 bis 1949 sowie ab 1968))&amp;lt;ref&amp;gt;{{ÖCV|11400468}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  und [[Linkskatholizismus|Linkskatholik]]. 1929 und 1930 war er Generalsekretär des [[Österreichischer Bauernbund|Reichsbauernbundes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|rpt|18|10|1935|2|Die neuen Männer}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde schon im Alter von 30 Jahren, gefördert vom Unterrichtsminister [[Emmerich Czermak]], Universitätsprofessor in Graz. Als Sozialminister (ab 17. Oktober 1935) im autoritären [[Bundesstaat Österreich|Ständestaat]] trat der als liebenswürdige und heitere Persönlichkeit beschriebene Dobretsberger vergeblich für eine Verständigungspolitik mit den im [[Österreichischer Bürgerkrieg|Februaraufstand]] 1934 geschlagenen Sozialdemokraten ein, geriet allerdings auch durch den [[Phönix-Skandal]] wegen einer vom Versicherungschef [[Wilhelm Berliner]] finanzierten luxuriösen Wohnung ins Gerede und musste seinen Ministerposten räumen. 1937/38 war Dobretsberger [[Rektor]] der [[Karl-Franzens-Universität]] Graz. Im März trat 1938 er von diesem Amt zurück, erklärte aber in einem Brief an den akademischen Senat, dass er „&amp;#039;&amp;#039;diesen Entschluß als Beamter in vollster Loyalität gegenüber der neuen Regierung gefaßt habe.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Höflechner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Karl-Franzens-Universität Graz. Von den Anfängen bis in das Jahr 2005&amp;#039;&amp;#039;. Leykam, Graz 2006, ISBN 3-7011-0058-6, S. 184.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 [[Haymatloz|emigrierte]] Dobretsberger und war während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] unter anderem als Professor in Istanbul und in Kairo tätig. In Istanbul gehörte er zu einem Kreis von Österreichern um die [[Special Operations Executive]], die den Nationalsozialismus subversiv bekämpften.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Pirker (Historiker)|Peter Pirker]]: &amp;#039;&amp;#039;Militantes Exil. Antideutscher Widerstand in Jugoslawien 1939/40.&amp;#039;&amp;#039; In: Zwischenwelt. Zeitschrift der [[Theodor Kramer Gesellschaft]], Jg. 27, #4, Februar 2011, S. 43. In der Anm. dazu die Belege.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wirkte Dobretsberger wieder als Professor an der Universität Graz (Rektor 1946–47) und engagierte sich auch wieder politisch. Zunächst Angehöriger der [[Österreichische Volkspartei|ÖVP]], verließ er nach Bekanntwerden der [[Oberweiser Konferenz]] aus Protest die Partei und setzte seine Karriere nunmehr in engem Naheverhältnis zur [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]] fort. (Laut [[Margarete Schütte-Lihotzky]] nannten ihn deshalb politische Gegner „Sowjetsberger“).&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Hans Joachim Dahms in: Friedrich Stadler et al. (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Vertriebene Vernunft,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2. S. 1018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Obmann und bei den Nationalratswahlen im Jahr 1949 auch Spitzenkandidat der [[Demokratische Union (Österreich)|Demokratischen Union]], die sich bei der Nationalratswahl 1953 mit der KPÖ und den [[Sozialistische Arbeiterpartei (Österreich)|Linkssozialisten]] zum Wahlbündnis „Österreichische Volksopposition“ zusammenschloss. Die „Volksopposition“ erreichte vier Mandate, die jedoch alle an KPÖ-Kandidaten gingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Demokratischen Union kritisierte Dobretsberger die starke West-Orientierung Österreichs und forderte eine Verstärkung des Handels mit den sogenannten [[Ostblock]]staaten und China. Er versuchte das [[Bundesministerium für Handel und Wiederaufbau]] zur Teilnahme an der Weltwirtschaftskonferenz in Moskau im April 1952 zu bewegen. Das Ministerium lehnte jedoch ab, und so organisierte Dobretsberger selbständig einen Besuch der Konferenz gemeinsam mit interessierten Wirtschaftsvertretern. Unmittelbar nach der Konferenz im Mai 1952 gründete er den Verein &amp;#039;&amp;#039;Österreichisches Büro für den Ost-West-Handel&amp;#039;&amp;#039;, dessen Vorsitzender er auch wurde. Mitglieder waren Vertreter von Firmen, die ein Interesse am Osthandel hatten und es wurden mehrere periodisch erscheinende Publikationen dazu herausgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Büro war bis zu seinem Lebensende Hauptbetätigungsfeld für Dobretsberger. Er starb im Mai 1970&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm&amp;quot;&amp;gt;Das Todesdatum ist nicht unumstritten: Neben dem 23. Mai 1970 kursiert auch die Angabe 13. Mai 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde am 29. Mai 1970 auf dem [[Neustifter Friedhof]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gesetzmäßigkeit in der Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1927&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Sinn und Werden des Neuen Staates.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1934&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Geld im Wandel der Wirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bern 1946&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Katholische Sozialpolitik am Scheideweg.&amp;#039;&amp;#039; Graz 1947&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Autengruber]]: &amp;#039;&amp;#039;Univ.-Prof. Dr Josef Dobretsberger. Vom Bundesminister für soziale Verwaltung zum Obmann der Demokratischen Union&amp;#039;&amp;#039;. In: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Hrsg.): Jahrbuch 1996, Wien 1996, S. 172–203&lt;br /&gt;
* [[Viktor Matejka]]: &amp;#039;&amp;#039;Anregung ist alles – Das Buch Nr. 2&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1991, ISBN 3-85409-075-7.&lt;br /&gt;
* [[Harry Slapnicka]]: &amp;#039;&amp;#039;Oberösterreich. Die politische Führungsschicht 1918 bis 1938&amp;#039;&amp;#039;. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-163-X, S. 66–68&lt;br /&gt;
* Michael Egger: &amp;#039;&amp;#039;Der schwere Weg ins Land Atatürks. J. D.s Exil in Istanbul.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;quot;Zwischenwelt. Literatur, Widerstand, Exil&amp;quot;. Zs. der [[Theodor Kramer Gesellschaft]], 29. Jg., H. 3, Oktober 2012 {{ISSN|1606-4321}} S. 49–53&lt;br /&gt;
* Peter Rosner: &amp;#039;&amp;#039;Dobretsberger, Josef.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Harald Hagemann]], [[Claus-Dieter Krohn]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen wirtschaftswissenschaftlichen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Adler–Lehmann.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1999, ISBN 3-598-11284-X, S. 125–128.&lt;br /&gt;
* [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1980, S. 133.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Gertrude Enderle-Burcel]] |Titel=Josef Dobretsberger - ein politischer Grenzgänger im Ost-West-Handel |Hrsg=Gertrude Enderle-Burcel, [[Dieter Stiefel]], [[Alice Teichova]] |Sammelwerk=„Zarte Bande“ – Österreich und die europäischen planwirtschaftlichen Länder. Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs |Band=Sonderband 9 |Verlag=Studienverlag |Ort=Innsbruck |Datum=2006 |ISBN=978-3-7065-4336-1 |Seiten=131–151}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116151331}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Dobretsberger,_Josef}}&lt;br /&gt;
* [https://books.google.at/books?id=wZeBUCRRmWcC&amp;amp;pg=PA1018&amp;amp;dq=josef+dobretsberger&amp;amp;lr=&amp;amp;hl=de Auszug aus Friedrich Stadler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vertriebene Vernunft&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* {{Parlament-at|64298}}&lt;br /&gt;
* {{Munzinger|00000002712}}&lt;br /&gt;
* {{ÖCV|11400468|Josef Dobretsberger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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{{Normdaten|TYP=p|GND=116151331|LCCN=no/2007/16582|VIAF=59076759}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Dobretsberger, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialminister (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ökonom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Universität Graz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großkreuzes des österreichischen Verdienstordens (1934)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Austrofaschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ÖVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Special Operations Executive)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Dobretsberger, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Jurist, Nationalökonom und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Februar 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Linz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=13. Mai 1970 oder 23. Mai 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bisam</name></author>
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