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	<title>Josef Brisch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} mit S. ersetzt Vorlage {{&lt;a href=&quot;/index.php?title=Vorlage:Rp&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Vorlage:Rp (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;rp&lt;/a&gt;}} mit S. ersetzt/+ &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:%E2%B5%93/ARreplace&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:ⵓ/ARreplace (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;→&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Brisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Joseph Brisch&amp;#039;&amp;#039;, (* [[4. April]] [[1889]] in [[Wyzwolenia|Hüttendorf]]; † [[14. Februar]] [[1952]] in [[Dormagen]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Beamter, [[Gewerkschaft]]er und [[Politiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Josef Brisch machte nach der [[Volksschule]] eine Lehre als [[Maurer]]. Den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verbrachte er als Soldat bei der [[Kaiserliche Marine|Marine]]. Nach Kriegsende wurde er im Dezember 1918 Parteisekretär der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], ein Jahr später [[Redakteur]] in [[Kattowitz]]. Im Rahmen der [[Volksabstimmung in Oberschlesien]] war er Beauftragter der deutschen Kommission und Mitglied im Ausschuss für die Abstimmung. Ab August 1922 war er [[Hilfsarbeiter#Geschichte|Hilfsarbeiter]] bei der Regierung Oppeln, ab April 1925 beim [[Landratsamt]] [[Landkreis Delitzsch (Provinz Sachsen)|Delitzsch]]. Im April 1926 wurde er zum [[Regierungspräsidium]] [[Düsseldorf]] versetzt, mit zwischenzeitlicher Beurlaubung zum [[Reichsarbeitsministerium]]. Am 15. Oktober 1927 wurde er zum [[Schlichtung|Schlichter]] im Schlichterbezirk [[Westfalen]] ernannt und zum 1.&amp;amp;nbsp;September 1929 zum Direktor des [[Versicherungsamt|Oberversicherungsamtes]] [[Dortmund]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. Januar 1930 wurde in Solingen von der Linksmehrheit des Stadtrats der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD-Funktionär]] [[Hermann Weber (Parteifunktionär)|Hermann Weber]] mit den Stimmen von SPD, KPD und [[Kommunistische Partei-Opposition|KPO]] zum [[Oberbürgermeister]] der Stadt gewählt und damit zum ersten gewählten Stadtoberhaupt des seit dem Jahr 1929 bestehenden „Groß-Solingen“. Die Wahl Webers erhielt aber vom SPD-geführten [[Preußisches Staatsministerium|Preußischen Staatsministerium]] nicht die gesetzlich vorgeschriebene Bestätigung, da dieser sich weigerte, eine Loyalitätserklärung für die Staatsordnung zu unterschreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wünd&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;91&amp;quot;&amp;gt;Volker Wünderich: &amp;#039;&amp;#039;Arbeiterbewegung und Selbstverwaltung. KPD und Kommunalpolitik in der Weimarer Republik. Mit dem Beispiel Solingen&amp;#039;&amp;#039;. Wuppertal 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb wurde das Wahlergebnis aufgehoben und stattdessen Brisch als kommissarischer Verwaltungschef eingesetzt; darauf hatte die SPD-Fraktion im Stadtrat spekuliert, die nicht genügend Sitze hatte, um einen eigenen Kandidaten durchzubringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rogge&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;6&amp;quot;&amp;gt;Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: &amp;#039;&amp;#039;Solingen. Großstadtjahre 1929–2004&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom Stadtarchiv Solingen und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Solinger Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Wartberg-Verlag, 2004, ISBN 3-8313-1459-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Monate später versuchte das Staatsministerium, Brisch offiziell wählen zu lassen, aber Weber erhielt erneut die Mehrheit. Auch diese zweite Wahl wurde annulliert und Brisch als Oberbürgermeister eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Frank Knoche |url=http://home.wtal.de/tacheles-Solingen/archiv/ausg34/seite9.html |titel=Hermann Weber, der KPD-OB von Solingen |titelerg= |hrsg= |werk=home.wtal.de |datum= |abruf=2025-08-29 |sprache=de |format= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20121215004508/http://home.wtal.de/tacheles-Solingen/archiv/ausg34/seite9.html |archiv-datum=2012-12-15 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Ernennung wurde im Januar 1931 von der Preußischen Staatsregierung definitiv bestätigt und Brischs Amtszeit auf zwölf Jahre festgelegt. Als einziger Oberbürgermeister der [[Rheinprovinz]] in den Jahren 1900 bis 1945 war Brisch nicht akademisch vorgebildet, besaß aber die Befähigung zum höheren Verwaltungsamt.&amp;lt;ref&amp;gt;Romeyk, S. 53, 254.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei seiner Amtseinführung warfen die Kommunisten aus Protest mit faulen Eiern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.solinger-tageblatt.de/1931-J-Brisch-zum-OB-ernannt-e85042b2-db77-4b1e-bfa9-841e63e25294-ds |titel=1931: J. Brisch zum OB ernannt. |titelerg= |hrsg= |werk=www.solinger-tageblatt.de |datum=2009-06-05 |abruf=2024-06-14 |sprache= |format= |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Brisch war der einzige sozialdemokratische Oberbürgermeister der Rheinprovinz, verdankte das Amt allerdings keiner Wahl, sondern der Ernennung durch das Staatsministerium.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Romeyk: &amp;#039;&amp;#039;Verwaltungs- und Behördengeschichte der Rheinprovinz 1914–1945&amp;#039;&amp;#039; (= Publikationen der Gesellschaft für rheinische Geschichtskunde. LXIII). Droste Verlag, Düsseldorf 1985, ISBN 3-7700-7552-8, S. 325.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der neue Oberbürgermeister konnte die Stadt wegen einer desolaten Haushaltslage, steigender Arbeitslosenzahlen und fehlendem Rückhalt durch die Stadtverordnetensammlung nur mit Hilfe von Notverordnungen und rigorosen Sparmaßnahmen verwalten, wodurch die kommunale Selbstverwaltung weitgehend ausgehöhlt wurde. So sah er sich im Jahr 1932 gezwungen, das Schulgebäude der [[August-Dicke-Schule]] an den [[Freistaat Preußen|preußischen Staat]] zu verkaufen. Dadurch kam es zum Bruch zwischen Brisch und seiner Partei, weil der OB diese Entscheidung über die Köpfe der Stadtverordneten hinweg getroffen hatte und das Gebäude statt einer Volksschule, darunter eine weltliche, fortan ein [[Mädchenschule|Mädchengymnasium]] beherbergen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: &amp;#039;&amp;#039;Solingen. Großstadtjahre 1929–2004&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom [[Stadtarchiv Solingen]] und dem &amp;#039;&amp;#039;[[Solinger Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. Wartberg-Verlag, 2004, ISBN 3-8313-1459-4, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen dieser und weiterer autoritären Maßnahmen strengte die SPD ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn an, das aber bis zur [[Machtergreifung]] durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] nicht abgeschlossen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rogge&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;8&amp;quot; /&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialisten]] wurde Brisch kurzzeitig verhaftet und am 10. März 1933 als Oberbürgermeister „beurlaubt“. Seine Entlassung folgte am 20. August 1933 aufgrund § 4 des [[Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums|Berufsbeamtengesetzes]]. Der diskriminierende Paragraph sprach den Entlassenen die Eignung als Beamter ab, da ihre Treue zum Staat auf Grund ihrer politischen Betätigung nachhaltig in Zweifel gezogen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Romeyk, S. 275.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren schloss er sich als gläubiger Katholik der katholischen Organisation [[Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft]] (MIVA) an, bei der zahlreiche arbeitslose ehemalige [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspolitiker]] Unterschlupf gefunden hatten, und hatte dadurch Kontakte zum [[Kölner Kreis]]. Brisch gehörte derselben Pfarrgemeinde wie [[Bernhard Letterhaus]] und [[Nikolaus Groß]] an und vermittelte Kontakte zu Sozialdemokraten wie [[Wilhelm Leuschner]] und [[Carl Severing]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vera Bücker: [https://www.kas.de/upload/ACDP/HPM/HPM_02_95/HPM_02_95_3.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der Kölner Kreis und sein Konzept für ein Deutschland nach Hitler.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;kas.de&amp;#039;&amp;#039;, S. 54. (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhold Zilch]], [[Bärbel Holtz]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums 1817–1934/38.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12/II. In: [[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Borussica]]. Neue Folge.&amp;#039;&amp;#039; Olms-Weidmann, Hildesheim 2003, S.&amp;amp;nbsp;536. ([https://preussenprotokolle.bbaw.de/bilder/Band%2012-2.pdf Online]; [[PDF]] 2,2 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1945 wurde Josef Brisch von den Alliierten zunächst in Köln als Personaldezernent eingesetzt, zog sich jedoch nach kurzer Zeit zurück, weil er als einer der wenigen Sozialdemokraten in der Verwaltung den „Kampf gegen die [[Konrad Adenauer|Adenauer-Clique]] aufgegeben“ habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Bönisch: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13513534.html &amp;#039;&amp;#039;1945: Absturz ins Bodenlose.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;www.spiegel.de&amp;#039;&amp;#039;, 22. April 1985.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nochmals erfolgte seine Einsetzung als Oberbürgermeister von Solingen, bis zur Ernennung des Kommunisten [[Albert Müller (Politiker, 1891)|Albert Müller]] im Jahr 1946. Später wurde Brisch Vorstandsmitglied des [[Deutscher Gewerkschaftsbund|Deutschen Gewerkschaftsbunds]], wo er sich als Befürworter der Rückkehr zur uneingeschränkten [[Tarifautonomie]] profilierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jürgen Nautz]]: [http://library.fes.de/jportal/servlets/MCRFileNodeServlet/jportal_derivate_00020991/afs-1991-179.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Wiederherstellung der Tarifautonomie in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Sozialgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 31, 1991, S. 188. (PDF; 5,2&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.handelsblatt.com/archiv/60-jahre-deutsche-wirtschaftsgeschichte-das-gesetz-der-gesetze/2642212.html &amp;#039;&amp;#039;Das Gesetz der Gesetze.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;www.handelsblatt.com&amp;#039;&amp;#039;, 17. April 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Februar 1952 kam er bei einem Verkehrsunfall ums Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Romeyk: &amp;#039;&amp;#039;Die leitenden staatlichen und kommunalen Verwaltungsbeamten der Rheinprovinz 1816–1945&amp;#039;&amp;#039;. (= Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde. LXIX). Droste Verlag, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-7585-4, S. 380f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Bürgermeister der Stadt Solingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brisch, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Regierungsbezirk Merseburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Solingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brisch, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Brisch, Joseph&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Beamter, Gewerkschafter und Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. April 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wyzwolenia|Hüttendorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Februar 1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dormagen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ⵓ</name></author>
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