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	<title>Josef Blösche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha: /* Einzelnachweise */</title>
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		<updated>2026-01-26T16:49:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einzelnachweise&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Photograph of the Warsaw Ghetto Boy - Josef Blösche.jpg|mini|hochkant=0.5|Josef Blösche als [[SS-Rottenführer|SS-Rotten&amp;amp;shy;führer]] im [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SS-Sicherheits&amp;amp;shy;dienst]] mit [[MP28]] im Anschlag. Hier bei einer Razzia im [[Warschauer Ghetto]] (Mai 1943).]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Blösche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Februar]] [[1912]] in [[Frýdlant v Čechách|Friedland in Böhmen]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[29. Juli]] [[1969]] in [[Leipzig]]) war als [[SS-Rottenführer]] unter anderem an der Liquidierung der Menschen im [[Warschauer Ghetto]] und an der Bekämpfung des [[Warschauer Aufstand]]es beteiligt. Er wurde durch das [[Foto des Jungen aus dem Warschauer Ghetto]], auf dem zu sehen ist, wie er seine Maschinenpistole in Richtung eines Jungen mit Stoffmütze hält, als Synonym für die Grausamkeit der SS weltbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Blösches Eltern besaßen einen kleinen Ziegeleibetrieb sowie ein Gasthaus mit Biergarten. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] gehörte die Familie zur [[Sudetenland|sudetendeutschen]] Minderheit in der [[Tschechoslowakei]]. Ab 1926 absolvierte Blösche in [[Liberec|Reichenberg]] eine Ausbildung zum Kellner. 1935 trat er in die [[Sudetendeutsche Partei]] ein, bei der er als Ordner, Saalschutz und Austräger fungierte. Blösche wirkte auch beim „[[Freiwilliger deutscher Schutzdienst|Freiwilligen deutschen Schutzdienst]]“ der Sudetendeutschen Partei mit und machte sich einen Namen als Schläger. Im Jahre 1936 musste er wegen einer Schlägerei 48 Stunden in Arrest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grenzpolizeischule der SS und Einsatzkommandos ===&lt;br /&gt;
Blösche erhielt wie die meisten Sudetendeutschen die [[Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938]]. Am 13. Januar 1939 beantragte Blösche die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. November 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.547.348).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/3260404&amp;lt;/ref&amp;gt; Blösche wurde auch in den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst]] (SD) der SS übernommen (SS-Nummer 314.655) und dort ideologisch geschult. Ab Dezember 1939 besuchte er die Grenzpolizeischule der SS und der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in [[Pretzsch (Elbe)|Pretzsch]]. Hier wurden die im Ostfeldzug hinter der [[Wehrmacht]] nachrückenden Einsatztruppen ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1940 wurde Blösche ins besetzte [[Warschau]] versetzt und dort zunächst mit Möbeltransporten zu einer Außenstelle des [[SD-Hauptamt]]es beschäftigt. Im Sommer 1940 wurde er nach [[Platerów]], 120&amp;amp;nbsp;Kilometer östlich von Warschau in der Nähe der sowjetischen Grenze, versetzt. Sein Dienst dort bestand überwiegend aus Streifengängen zwischen Platerów und dem Grenzfluss [[Bug (Fluss)|Bug]]. Seine Versetzung zum Grenzpolizeikommissariat [[Siedlce]] folgte im Mai 1941. Nach dem [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Überfall auf die Sowjetunion]] am 22. Juni 1941 wurde er nach Warschau zurückberufen, da die bisherige Grenze nicht mehr existierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab August 1941 war Blösche Angehöriger eines [[Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD|Einsatzkommandos]], das hinter der Front Erschießungen in kleineren Orten des besetzten Teils der Sowjetunion durchführte. Im Oktober 1941 kehrte er nach Warschau zurück, wo er dem Kommandeur der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes für den Distrikt Warschau, [[Ludwig Hahn]], unterstellt und Mitarbeiter der Abteilung&amp;amp;nbsp;IV der Gestapo wurde. Blösches Aufgabe war, verdächtige Personen im Stadtgebiet festzunehmen und deren Transport vom Gefängnis zur Vernehmung durch die Gestapo zu regeln. Er wurde aber auch mit [[Dolmetscher]]aufgaben und Botengängen betraut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== SD-Mann im Warschauer Ghetto ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stroop Report - Warsaw Ghetto Uprising 03.jpg|mini|Blösche (rechts) im Gefolge von Jürgen Stroop, dem „Führer der Großaktion“ (2. v. l. mit Feldmütze) gegen den Aufstand im Warschauer Ghetto (1943)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stroop Report - Warsaw Ghetto Uprising 06b.jpg|mini|Blösche (rechts) mit MP im Anschlag bei einer Razzia im Warschauer Ghetto (1943)]]&lt;br /&gt;
Im Sommer 1942 wurde Blösche in die Außenstelle des SD im [[Warschauer Ghetto]] versetzt. Dort begannen zu jener Zeit die ersten großen [[Deportation]]en nach [[Vernichtungslager Treblinka|Treblinka]]. In der Außenstelle wurden Deportationsmaßnahmen überwacht und die Deportiertenzahlen erfasst. Zwischen dem 22.&amp;amp;nbsp;Juli und dem 30.&amp;amp;nbsp;September 1942 wurden mindestens 225.000 Menschen abtransportiert. Blösche und andere SD-Männer führten darüber hinaus wahllos Erschießungen durch und waren alsbald als Todesschützen gefürchtet. Zu ihren Aufgaben zählte auch das Durchsuchen bereits geräumter Gebäude nach versteckten oder zurückgelassenen Personen und deren Liquidierung. Blösche entwickelte sich hierbei zu einem Fachmann im Aufspüren von Verstecken, Hohlräumen und Geheimgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Warschauer Ghetto bekam Blösche von den Juden die Spitznamen „[[Frankenstein (Roman)|Frankenstein]]“ und „Fleischer“. Dies ist auf seinen [[Sadismus|sadistischen]] Drang zurückzuführen – Blösche war oft an [[Vergewaltigung]]en jüdischer Frauen beteiligt und dafür berüchtigt, dass er die Opfer nach der Vergewaltigung erschoss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vg1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vg3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der zweiten Deportationswelle im Januar 1943 war Blösche beteiligt. Er räumte mit aller Brutalität ganze Straßenzüge, durchkämmte die verlassenen Gebäude und führte willkürliche Hinrichtungen durch. Wegen des [[Aufstand im Warschauer Ghetto|Aufstands im Warschauer Ghetto]] wurden die Deportationen jedoch nach wenigen Tagen vorübergehend eingestellt. Als im April 1943 auf Befehl [[Jürgen Stroop]]s der [[Polnischer Widerstand|Widerstand]] gebrochen und das Ghetto aufgelöst werden sollte, griffen die frisch eingetroffenen SS- und Schutzpolizei-Einheiten auf die erfahrenen SD-Männer um Blösche zurück, die in den bereits geräumten Gebäuden noch versteckte Menschen aufspürten und meist sofort erschossen. Blösche nahm auch an [[Massenmord|Massenhinrichtungen]] teil. Von den etwa 600 Opfern des [[Massaker]]s im Ghetto vom 19.&amp;amp;nbsp;April 1943 soll er nach eigenen Angaben 75 selbst erschossen haben. Weitere Massenhinrichtungen in den folgenden Tagen schlossen sich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1943 wurde ein Bildbericht, der [[Stroop-Bericht]], über die Fortschritte der Liquidierung des Ghettos für Heinrich Himmler erstellt. Zum bekanntesten Foto des Berichts sollte ein Foto werden, das sich ergebende Frauen und Kinder zeigt, die von Blösche&amp;amp;nbsp;– in [[SD-Uniform]] und mit einer [[Maschinenpistole]] im Anschlag&amp;amp;nbsp;– zum [[Umschlagplatz am Warschauer Ghetto|Umschlagplatz des Ghettos]] getrieben wurden. Der Bericht wurde später Beweismittel in den [[Nürnberger Prozesse]]n und avancierte zum Synonym für die Grausamkeit der SS.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Mai 1943 war das Ghetto vollständig „liquidiert“ und Blösche wurde zurück zur Hauptdienststelle beordert, für die er abermals Botengänge verrichtete und Personenschutz für Gestapo-Offiziere leistete. Im September 1943 wurde er vor der Warschauer Hauptpost von einem Polen angeschossen, woraufhin er Heimaturlaub in Friedland bekam. Nach seiner Rückkehr nach Warschau wurde Blösche in die [[Registratur (Akten)|Registratur]] der Gestapo versetzt, in der er gemeinsam mit Susanne Held arbeitete, mit der er bereits einige Zeit verlobt war. Sie mussten in der Registratur Personenakten der vom Warschauer [[Pawiak]]-Gefängnis nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] oder [[Vernichtungslager Treblinka|Treblinka]] deportierten Gefangenen verwalten. An den Wochenenden beteiligte sich Blösche jedoch auch weiterhin an Verhaftungsaufgaben der Gestapo im Stadtgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stroop Report - Warsaw Ghetto Uprising 04.jpg|mini|[[Heinrich Klaustermeyer]] verhört Bewohner des Ghettos. Blösche (vorne rechts) mit geschultertem Gewehr (1943)]]&lt;br /&gt;
Beim Ausbruch des [[Warschauer Aufstand]]s am 1.&amp;amp;nbsp;August 1944 wurde Blösche mit anderen Mitarbeitern in der Registratur angegriffen und eingeschlossen. Die [[Wehrmacht]] konnte nach tagelangen Kämpfen die Eingeschlossenen befreien. Blösche wurde an den westlichen Stadtrand von Warschau versetzt, wo keine Kampfhandlungen stattfanden und wo er mit Streifengängen beauftragt wurde. Im September 1944 wurde er nach [[Skierniewice]] versetzt und von dort aus zur Bekämpfung des [[Slowakischer Nationalaufstand|Slowakischen Nationalaufstands]] abkommandiert, der jedoch bei der Ankunft der Einsatzgruppe bereits niedergeschlagen worden war. Er bezog Winterquartier in [[Levoča]]. Von dort aus fand [[Partisan]]en&amp;amp;shy;bekämpfung in den umliegenden Wäldern und Bergen statt. Im April 1945 wurde er nach [[Žilina]] nahe der polnischen Grenze verlegt. Von dort aus floh Blösche vor der herannahenden [[Rote Armee|Roten Armee]], zunächst in Uniform, später in Zivilkleidung, wurde aber Anfang Mai 1945 bei [[Ostrava|Mährisch-Ostrau]] gefangen genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Als [[Kriegsgefangener]] führte Blösches Weg zunächst zu Fuß nach [[Wien]], im Juni 1945 mit der Eisenbahn ins sowjetische Durchgangslager [[Máramarossziget]] in Ungarn, dann weiter nach [[Moskau]], von dort aus nach [[Dnipro|Dnepropetrowsk]] und zuletzt nach [[Kirowabad]] in [[Aserbaidschan]], wo die Gefangenen im Straßen- und Bergbau eingesetzt wurden. Im Frühjahr 1946 wurde Blösche nach [[Pilsen]] verbracht, wo er zu Aufräumarbeiten in den [[Škoda (Maschinenbau)|Škoda]]-Werken herangezogen wurde. Ab Juli 1946 war er [[Fördermann]] in einem Steinkohlenbergwerk in [[Vítkovice (Ostrava)|Vítkovice]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. August 1946 wurde sein Gesicht an Nase, Mund und Kinn bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt, als ein [[Förderkorb]] ihn am Kopf erfasste. Bis Juni 1947 blieb er arbeitsunfähig und wurde anschließend formlos aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Er blieb noch einige Wochen als Zivilbeschäftigter in der [[Bergwerk|Grube]] des inzwischen aufgelösten Kriegsgefangenenlagers beschäftigt, machte sich jedoch im Herbst 1947 auf den Weg nach [[Urbach (Unstruttal)|Urbach]] in [[Thüringen]], von wo ihn Kunde von seiner Familie erreicht hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 20. Januar 1948 war Blösche im VEB Kaliwerk [[Volkenroda]] in der [[Aufbereitungsanlage|Aufbereitung]] beschäftigt und wurde dort schnell Vorarbeiter. 1957 absolvierte er im Kaliwerk „Karl Liebknecht“ in [[Bleicherode]] einen Meisterlehrgang im Bergmaschinenwesen. Aufgrund von Manipulationen einer Wiegeeinrichtung im Frühjahr 1961 wurde Blösche für ein halbes Jahr zum Hilfsschlosser degradiert. Ab Herbst 1961 erhielt er wieder eine verantwortungsvollere Aufgabe in der Grube, jedoch nicht mehr den Meistertitel. Seine Frau Hanna, die er 1947 kennengelernt und mit der er zwei Kinder hatte, betrieb von 1961 bis 1965 die örtliche [[Konsum (Handelskette)|Konsum]]-Gaststätte in Urbach. Blösche half neben seiner Arbeit in der Gaststätte aus und war auch noch als Erntehelfer beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern und zwei Schwestern Josef Blösches wohnten ebenfalls in und um Urbach; die Gaststätte war der zentrale Treffpunkt der Einwohner. Blösche war vollständig sozial integriert, von seinem Vorleben wussten die wenigsten. Bei der [[Hamburg]]er [[Staatsanwaltschaft]] und beim [[Ministerium für Staatssicherheit]] der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] hatten jedoch Mitte der 1960er-Jahre bereits Ermittlungen gegen Blösche begonnen. Vorausgegangen war 1960 eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Ludwig Hahn. Während der nachfolgenden Ermittlungen wurde Blösche 1961 von seinem früheren SS-Kameraden [[Heinrich Klaustermeyer]] schwer belastet und im Februar 1962 beim [[Landgericht Hamburg]] eindeutig identifiziert. Im Mai 1965 stellte das [[Amtsgericht Hamburg]] [[Haftbefehl]] gegen Blösche. Im Dezember 1965 wandte sich Heinz Schenk&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/heinz-schenk |titel=Schenk, Heinz {{!}} Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur |sprache=de |abruf=2025-01-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Ost-Berlins, nach Bitten von [[Heinz Galinski]], dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde West-Berlins, mit den Hinweisen gegen Blösche an den DDR-Staatssekretär für Kirchenfragen, woraufhin dieser das Ministerium für Staatssicherheit informierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dieter Skiba, Reiner Stenzel |Titel=Im Namen des Volkes. Ermittlungs- und Gerichtsverfahren in der DDR gegen Nazi- und Kriegsverbrecher |Verlag=edition ost, Das Neue Berlin |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-360-01850-2 |Seiten=38 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst im April 1966, vier Jahre nach Blösches Identifikation, wurde der Vorgang der Generalstaatsanwaltschaft der DDR offiziell übergeben, die das [[Rechtshilfeersuchen]] aus Hamburg an die für die Aufklärung von [[Kriegsverbrechen]] zuständige [[Hauptabteilung IX/11]] der Staatssicherheit weitergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung und Prozess ===&lt;br /&gt;
Am 11. Januar 1967 wurde Blösche verhaftet und in der [[Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen|zentralen Untersuchungshaftanstalt des MfS in Berlin-Hohenschönhausen]] inhaftiert. Während der zweijährigen Untersuchungshaft gestand Blösche zahlreiche Kriegsverbrechen, von einzelnen Erschießungen über Massenhinrichtungen bis hin zur Beteiligung an allen großen Deportationsaktionen aus dem Warschauer Ghetto. Er bezeugte auch seine Identität auf dem bereits erwähnten Foto vom Mai 1943. Ab März 1969 verhandelte das [[Landgericht Erfurt|Bezirksgericht Erfurt]] gegen ihn und verurteilte ihn am 30. April 1969 wegen der Beteiligung an der Deportation von mindestens 300.000 Menschen [[Todesstrafe|zum Tode]] (Lfd. Nr. 1049 in DJuNSV Bd.II).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christiaan Frederick Rüter &amp;amp; Dick W. de Mildt |Titel=DDR-Justiz und NS-Verbrechen. Bd.II: Verfahren Nr. 1031 - 1063 (1965 - 1974) |Hrsg=C. F. Rüter |Sammelwerk=DDR-Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung ostdeutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen 1945 - 1990 |Band=Bd. II |Verlag=Amsterdam University Press |Ort=Amsterdam |Datum=2000 |Seiten=395 |Online=https://junsv.nl/ostdeutsche-gerichtsentscheidungen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Urteil wurde in der [[Zentrale Hinrichtungsstätte#Deutsche Demokratische Republik|Zentralen Hinrichtungsstätte der DDR]] im [[Justizvollzugsanstalt Leipzig|Leipziger Gefängnis]] in der [[Alfred-Kästner-Straße (Leipzig)|Alfred-Kästner-Straße]] per [[Erschießung#Deutsche Demokratische Republik (DDR)|Genickschuss]] vollstreckt. Die Leiche wurde unter Geheimhaltung zum nahe gelegenen [[Südfriedhof (Leipzig)|Südfriedhof]] gebracht und anonym verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 2000 recherchierte [[Heribert Schwan]] gemeinsam mit Helgard Heindrichs die Geschichte des SS-Mannes auf dem bekannten Foto und produzierte eine umfassende Reportage, die der [[Westdeutscher Rundfunk Köln|WDR]] im Jahr 2003 ausstrahlte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
|autor=[[Heribert Schwan]]&lt;br /&gt;
|url=http://www.heribert-schwan.de/werke/der-ss-mann-josef-bloesche-leben-und-sterben-eines-moerders/&lt;br /&gt;
|titel=Der SS-Mann&lt;br /&gt;
|titelerg=Josef Blösche – Leben und Sterben eines Mörders&lt;br /&gt;
|werk=&lt;br /&gt;
|hrsg=&lt;br /&gt;
|datum=&lt;br /&gt;
|seiten=&lt;br /&gt;
|archiv-url=https://web.archive.org/web/20150309191221/http://www.heribert-schwan.de/werke/der-ss-mann-josef-bloesche-leben-und-sterben-eines-moerders/&lt;br /&gt;
|archiv-datum=2015-03-09&lt;br /&gt;
|zugriff=2019-08-04&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von in der DDR hingerichteten Personen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joe J. Heydecker]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Warschauer Ghetto – Foto-Dokumente eines deutschen Soldaten aus dem Jahr 1941.&amp;#039;&amp;#039; dtv, ISBN 3-423-30724-2.&lt;br /&gt;
* Richard Raskin: &amp;#039;&amp;#039;A Child at Gunpoint.&amp;#039;&amp;#039; Aarhus University Press, 2004. (Das Buch nennt vier mögliche Identitäten für den kleinen Jungen, aber nur die von J. B. für den SS-Mann)&lt;br /&gt;
* [[Heribert Schwan]], Helgard Heindrichs: &amp;#039;&amp;#039;Der SS-Mann. Josef Blösche – Leben und Sterben eines Mörders.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 2003, ISBN 3-426-27310-1.&lt;br /&gt;
* [[Josef Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Dritte Reich und seine Vollstrecker.&amp;#039;&amp;#039; München 1978, ISBN 3-598-04603-0.&lt;br /&gt;
* [[Joachim Jahns]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Warschauer Ghettokönig.&amp;#039;&amp;#039; Dingsda-Verlag Leipzig 2009, ISBN 978-3-928498-99-9.&lt;br /&gt;
* Andreas Mix: &amp;#039;&amp;#039;Das Ghetto vor Gericht. Zwei Strafprozesse gegen Exzeßtäter aus dem Warschauer Ghetto vor bundesdeutschen und DDR-Gerichten im Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; In: Stephan Alexander Glienke, Volker Paulmann und Joachim Perels (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erfolgsgeschichte Bundesrepublik? Die Nachkriegsgesellschaft im langen Schatten des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag Göttingen 2008, ISBN 978-3-8353-0249-5, S. 319–345.&lt;br /&gt;
* Sascha Münzel: &amp;#039;&amp;#039;Strafsache Josef Blösche. Der „Henker des Warschauer Ghettos“ vor dem Bezirksgericht Erfurt 1969.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 70 = N.F. 17, 2009, S. 23–30.&lt;br /&gt;
* [[Christiaan F. Rüter]] / Dick W. de Mildt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;DDR-Justiz und NS-Verbrechen. Sammlung (ost-)deutscher Strafurteile wegen nationalsozialistischer Tötungsverbrechen, Band 2, Die Verfahren Nr. 1031–1063 der Jahre 1965–1974&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam : Amsterdam Univ. Press, 2002, ISBN 978-3-598-24612-8, S. 397–411&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124726151}}&lt;br /&gt;
* [http://www.deathcamps.org/occupation/gunpoint_de.html Fotoanalyse bei www.deathcamps.org]&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/LLR2JS5LCQ246ZWVIVSYI7EMOPVEGCXA Deutsche Digitale Bibliothek] Prozeß gegen Josef Blösche / Bd. 2.: Enthält u.&amp;amp;nbsp;a.: Anklageschrift und Todesurteil des Bezirksgerichts Erfurt vom 30. April 1969&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vg1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Cezary Gmyz&lt;br /&gt;
 |url=https://www.wprost.pl/tygodnik/105285/Seksualne-niewolnice-III-Rzeszy.html&lt;br /&gt;
 |titel=Seksualne niewolnice III Rzeszy&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=Wprost Magazin, Ausgabe Nr. 17, 2007 &lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vg3&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=&lt;br /&gt;
 |url=http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/biography/Blosche.html&lt;br /&gt;
 |titel=Josef Blösche (1912–1969)&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124726151|LCCN=no/2007/92915|VIAF=50168492}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Blosche, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SdP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Warschauer Ghetto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Warschauer Aufstand (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirksgericht Erfurt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Blösche, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Unterscharführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Februar 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frýdlant v Čechách|Friedland]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Juli 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Leipzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
	</entry>
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