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	<title>Josef Beran - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Josef_Beran&amp;diff=283847&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2025-08-01T13:22:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Statue of Josef Beran.jpg|mini|hochkant|Denkmal für Josef Kardinal Beran vor der Katholischen Fakultät in Prag]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Coat of arms of Josef Beran.svg|mini|hochkant|Kardinalwappen von Josef Beran]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Kardinal Beran&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. Dezember]] [[1888]] in [[Pilsen]], [[Bezirk Pilsen]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[17. Mai]] [[1969]] in [[Rom]]) war [[Erzbischof]] von [[Erzbistum Prag|Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Professor der Theologie ===&lt;br /&gt;
Nach Erlangung der Hochschulreife studierte Josef Beran an der [[Päpstliche Universität Gregoriana|Päpstlichen Universität Gregoriana]] in Rom die Fächer [[Katholische Theologie]] und [[Philosophie]]. Am 10. Juni 1911 empfing er in Rom die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Nach seiner Rückkehr wirkte er als Kaplan im Erzbistum Prag. Seit 1917 unterrichtete er [[Religionspädagogik]] am Lehrinstitut der [[Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (Böhmen)|Schulschwestern]] zur hl. Anna in Prag. Ab 1929 lehrte er [[Pastoraltheologie]] am erzbischöflichen [[Katholisches Priesterseminar|Priesterseminar]] in Prag, dessen [[Regens]] er 1932 wurde. Die Theologische Fakultät der [[Karls-Universität]] berief ihn zum Professor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Häftling des NS-Regimes ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Beran (1) Dachau Arolsen Archives.jpg|mini|hochkant|Anmeldeformular von Josef Beran als Gefangener im nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Attentat auf Reinhard Heydrich]] wurde Josef Beran im Juni 1942 von den [[Nazi|Nazis]] als Geisel verhaftet, zunächst im Prager [[Gefängnis Pankrác]] und danach im [[Gestapo-Gefängnis Theresienstadt]] und dem [[KZ Dachau]] inhaftiert. Nach Kriegsende kehrte er an das Prager Priesterseminar zurück, wo er wiederum als Regens eingesetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[KZ Dachau]] traf Josef Beran auf den [[Pallottiner]]pater [[Richard Henkes]] SAC, der dort bei der Pflege typhuskranker Tschechen ums Leben kam. Die [[Tschechische Bischofskonferenz]] sprach sich im Jahr 2000 einstimmig für die Seligsprechung der beiden Naziopfer als Vorbilder deutsch-tschechischer Versöhnung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzbischof von Prag ===&lt;br /&gt;
Nachdem der Prager Erzbischofsstuhl seit 1941 vakant war, ernannte Papst [[Pius XII.]] Josef Beran am 4. November 1946 zum Erzbischof von Prag. Die [[Weihesakrament#Episkopat|Bischofsweihe]] spendete ihm am 8. Dezember 1946 der damalige [[Apostolischer Nuntius|Apostolische Nuntius]] der Tschechoslowakei, Erzbischof [[Saverio Ritter]]; Mitkonsekratoren waren [[Mořic Pícha]], Bischof von [[Bistum Hradec Králové|Hradec Králové]], und [[Anton Eltschkner]], [[Weihbischof]] in Prag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Februarumsturz]] 1948 und der Machtübernahme der [[Tschechoslowakei]] durch die [[Kommunisten]] steuerte das neue Regime einen repressiven Kurs gegen die katholische Kirche. Katholische Publikationen wurden verboten, katholische Verlage beschlagnahmt, katholische Schulen geschlossen. Der [[Heiliger Stuhl|Vatikan]] wurde zum Feind erklärt und der Nuntius aus Prag ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beran kritisierte die antikirchlichen Maßnahmen der neuen Regierung. Diese beabsichtigte, mit der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Katholischen Aktion&amp;#039;&amp;#039;, die katholische Kirche in eine nationale, von Rom abgetrennte Kirche überzuführen. Der Erzbischof gab einen [[Hirtenbrief]] heraus, in dem er sich weigerte, die Kirche dem kommunistischen Regime zu unterwerfen. Nachdem er am Vortag in der [[Kloster Strahov|Strahover]] Abteikirche die antikirchlichen Maßnahmen kritisiert hatte, wurde er am 19. Juni 1949 verhaftet und von seiner Umgebung isoliert. Im Oktober 1949 richtete das Regime ein staatliches Kirchenamt ein, mit dem das gesamte kirchliche Leben überwacht und gesteuert werden sollte. 1950 wurden alle Ordensleute in Konzentrationsklöster oder Umerziehungslager [[Aktion K|eingewiesen]], wobei sie der Spionage und der Tätigkeit für den Vatikan beschuldigt wurden. Beran stand zunächst im Erzbischöflichen Palais unter Hausarrest. Von 1950 bis 1963 lebte er unter Hausarrest an immer wechselnden, geheim gehaltenen Orten. Er selbst wusste nie, wo er sich befand und durfte nicht einmal kommunistische Presse lesen. Auch nach der offiziellen Freilassung 1963 durfte er nicht nach Prag zurückkehren. Weiterhin stand er unter Beobachtung der staatlichen Sicherheitsbehörden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exil ===&lt;br /&gt;
Nachdem Josef Beran 1965 von Papst [[Paul VI.]] zum [[Kardinalpriester]] mit der [[Titelkirche]] &amp;#039;&amp;#039;[[Santa Croce in via Flaminia]]&amp;#039;&amp;#039; in das [[Kardinalskollegium]] berufen wurde, gelang es der vatikanischen Diplomatie, Berans Ausreise nach Rom zu erreichen. Anschließend wurde er durch die tschechoslowakische Regierung unter [[Antonín Novotný]] des Landes verwiesen. Eine Rückkehr war nicht mehr möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Exil ermöglichte es Josef Beran, an der letzten Sitzungsperiode des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] teilzunehmen. Dort hielt er am  20. September 1965 in der Konzilsaula eine Rede über die Gewissens- und Religionsfreiheit aller Bekenntnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Acta Synodalia sacrosancti concilii oecumenici Vaticani II&amp;#039;&amp;#039;, Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Periodus Quarta&amp;#039;&amp;#039;, Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Sessio Publica VI. Congregationes Generales CXXVIII-CXXXII&amp;#039;&amp;#039;. Typis Polyglottis Vaticanis, Città del Vaticano 1976, S. 393–394.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei deutete er in einem Hinweis auf die Schuld seiner eigenen Kirche die seinerzeitige Verfolgung der Christen in seinem Heimatland als eine Sühne für die Verbrechen, die die katholische Kirche an [[Jan Hus]] und an anderen Andersdenkenden im Laufe der Jahrhunderte verübt hatte: {{&amp;quot; |Text=quidem in spiritu quoque paenitentiae pro peccatis hac in re saeculis antecedentibus commissis |Sprache=la |Übersetzung=in der Tat im Geiste auch der Reue für die in dieser Angelegenheit in vergangenen Jahrhunderten begangenen Sünden}}.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Acta Synodalia sacrosancti concilii oecumenici Vaticani II&amp;#039;&amp;#039;, Band 4: &amp;#039;&amp;#039;Periodus Quarta&amp;#039;&amp;#039;, Teilband 1: &amp;#039;&amp;#039;Sessio Publica VI. Congregationes Generales CXXVIII-CXXXII&amp;#039;&amp;#039;. Typis Polyglottis Vaticanis, Città del Vaticano 1976, S. 394.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Rom gründete Kardinal Beran das „Tschechische Religiöse Zentrum [[Velehrad]]“. Aus Sorge um die ihm anvertrauten Gläubigen hatte er dem Papst mehrfach seinen Rücktritt angeboten, den dieser jedoch stets ablehnte. 1965 ernannte der Papst den 1949 geheim zum Bischof geweihten [[František Tomášek]] zum [[Administrator (Katholische Kirche)|Administrator]] des Erzbistums Prag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Zeit des [[Prager Frühling]]s erfüllte sich Berans Hoffnung auf eine Rückkehr nach Prag nicht. Nach der Selbstverbrennung [[Jan Palach]]s im Januar 1969 strahlte [[Radio Vatikan]] eine Rede Berans aus, in der er sich an sein Heimatland wandte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Josef Cardinal Beran transfer to Prague 2018-04-21 4.jpg|mini|Überführung des Sarges nach Prag (2018)]]&lt;br /&gt;
=== Tod und Beisetzung ===&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1969 starb Josef Beran in Rom. Die kommunistische Regierung der Tschechoslowakei gestattete die Überführung seines Leichnams in die Heimat nicht. Papst Paul VI. erwies ihm eine außergewöhnliche Ehre, die sonst nur Päpsten zukommt: Josef Beran wurde in einer [[Krypta]] des [[Petersdom]]s bestattet. Josef Beran selbst hatte in seinem Testament bekundet, in seiner Geburtsstadt Pilsen oder in Prag bestattet werden zu wollen. Im April 2018 wurden seine sterblichen Überreste von Rom nach Prag überführt und am 23. April 2018 im [[Veitsdom]] beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Jörg Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Heimkehr für Kardinal Beran&amp;#039;&amp;#039;. [[Katholische Nachrichtenagentur]], Informationsdienst, 20. Dezember 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tschechen und Deutsche ==&lt;br /&gt;
Beran litt unter zwei totalitären Regimen. Über lange Zeit hielt sich eine Abneigung unter den [[Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei|aus der Tschechoslowakei vertriebenen Deutschen]]. Bei einem Kolloquium in Prag, an dem auch Vertreter der [[Ackermann-Gemeinde]] teilnahmen, wurden 2018 nach neuesten Forschungen die Nähe des Erzbischofs zu den Vertriebenen offenbar gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ackermann-gemeinde.de/aktuelle-meldungen/einzelansicht/neuer-blick-auf-kardinal-beran-1 &amp;#039;&amp;#039;Neuer Blick auf Kardinal Beran&amp;#039;&amp;#039;, Homepage der Ackermann-Gemeinde], abgerufen am 27. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Täglich soll er auch für seine „tschechischen und deutschen Landsleute“ gebetet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seligsprechungsprozess ==&lt;br /&gt;
Wegen seiner Frömmigkeit, seiner Vaterlandsliebe und seinem Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit wurde am 2. April 1999 ein [[Seligsprechung]]sprozess für Josef Beran eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ackermann-Gemeinde]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kardinal Josef Beran. Sein Lebensweg, sein Glaubenszeugnis in schweren Zeiten und sein Verhältnis zu den Deutschen&amp;#039;&amp;#039;. München 2021, ISBN 978-3-924019-17-4.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Knauft]]: &amp;#039;&amp;#039;Vor 50 Jahren wurde der Prager Erzbischof Josef Beran verhaftet.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Katholische Kirchenzeitung für das Erzbistum Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 23, 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jk01011718}}&lt;br /&gt;
* {{Catholic-hierarchy|Typ=Bischof|ID=bberan|Artikel=Josef Beran|Abruf=2016-12-22}}&lt;br /&gt;
* {{GCatholic|Typ=Person|ID=387}}&lt;br /&gt;
* {{Miranda|ID=bios1965.htm#Beran|Artikel=Beran, Josef|Abruf=2016-12-22}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/001495}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Karel Kašpar|Karel Kardinal Kašpar]]|AMT=[[Liste der Erzbischöfe von Prag|Erzbischof von Prag]]|ZEIT=1946–1969|NACHFOLGER=[[František Tomášek|František Kardinal Tomášek]]}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste der Erzbischöfe von Prag (seit 1561)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118658301|LCCN=n2004109984|VIAF=28930543}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Beran, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kardinal (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzbischof von Prag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konzilsvater (Zweites Vatikanisches Konzil)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karls-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Stalinismus (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eröffneter Seligsprechungsprozess]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Tomáš-Garrigue-Masaryk-Ordens (1. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1888]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1969]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Beran, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Beran, Josef Kardinal (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechoslowakischer Geistlicher, Erzbischof von Prag und Kardinal&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. Dezember 1888&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pilsen]], [[Bezirk Pilsen]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Mai 1969&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rom]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
	</entry>
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