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	<title>Josef Angermann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T14:45:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2025-06-10T13:56:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Josef Angermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Oktober]] [[1912]] in [[Innsbruck]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[8. Januar]] [[1944]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer Schriftsetzer und Kommunist. Er war ein [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]] und [[Austrofaschismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Angermann erlernte nach dem Abschluss seiner Schullaufbahn in Wien das Schriftsetzerhandwerk. Anfang der 1930er Jahre wurde er Mitglied der [[Kommunistische Partei Österreichs|KPÖ]] und 1933 wegen „illegaler“ Betätigung für die Partei für zwei Wochen in Haft genommen. Nach der Niederschlagung des bewaffneten Aufstandes Mitte Februar 1934 gegen den [[Austrofaschismus|austrofaschistischen]] [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]] unter [[Engelbert Dollfuß]] wurde Angermann als Angehöriger des [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbundes]] für zehn Monate inhaftiert. Aufgrund „illegaler“ Betätigung für die KPÖ folgten 1935 zwei weitere mehrwöchige Inhaftierungen. Ende 1935 [[Auswanderung|emigrierte]] er in die [[Tschechoslowakei]]. Ab 1936 studierte er an der [[Internationale Lenin-Schule|Internationalen Leninschule]] in [[Moskau]] und wurde danach von der Parteiführung der KPÖ nach [[Paris]] beordert, wo er für das in Österreich illegale Zentralorgan [[Die Rote Fahne (Österreich)|Rote Fahne]] journalistisch tätig wurde. Nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] hielt er sich unter den Decknamen „Leo Holzer“ und „Karl Wendl“ illegal als Instrukteur in Wien auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Angermann Mitte Dezember 1940 von Angehörigen der [[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]] in [[Paris]] verhaftet. Angermann, dessen kommunistische Betätigung der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] durch die von den österreichischen Behörden übernommenen Polizeiakten bekannt war, wurde ins [[KZ Dachau]] eingewiesen. Am 10. Juni 1941 wurde Angermann von dort nach Wien überstellt, wo er durch die Gestapo erkennungsdienstlich erfasst und bis zum 18. Oktober 1941 inhaftiert wurde. Anschließend wurde Angermann zur [[Wehrmacht]] eingezogen und im April 1942 an die [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Ostfront]] verlegt. Im September 1942 konnte er zur [[Rote Armee|Roten Armee]] überlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die nun in Moskau im Exil tätige Auslandsleitung der KPÖ wurde Angermann für einen verdeckten Einsatz in Österreich vorbereitet. Getarnt als Angehöriger der [[Wehrmacht]] wurde Angermann als Agent mit einer Funkstation hinter den deutschen Linien in Österreich als Fallschirmspringer abgesetzt. Angermann gelangte zu einem Parteigenossen nach Wien. Trotz Konspiration wurde der Gestapo das Vorhaben bekannt, dass feindliche Agenten hinter den deutschen Linien abgesetzt wurden und fahndete mit Hochdruck nach Angermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Am 11. 6. 1943 wurde nachrichtendienstlich bekannt, dass kommunistische Parteigänger Quartiere für Fallschirmagenten suchen, die in Wehrmachtsuniform aus sowjetischen Flugzeugen im Rücken der deutschen Linien abgesetzt worden waren und in Wien zum Einsatz gelangen sollten. Im Zuge der sofort durchgeführten umfangreichen Ermittlungen wurde festgestellt, dass es sich bei den Fallschirmagenten um den Schriftsetzer Josef Angermann [...] handelt. Auf Grund systematischer Überwachung des Verwandten- und Bekanntenkreises des Angermann gelang es, Angermann am 16. 6. 1943 festzunehmen. Er hat sich seiner Festnahme nach Kräften widersetzt und von seiner Pistole Gebrauch gemacht, doch hat die Waffe, anscheinend infolge eines Fehlers der Munition, versagt. Er ist geständig [...] im September 1942 an der Ostfront zu den Russen übergelaufen zu sein.|Aus dem Tagesrapport der Gestapo Wien Nr. 6, 18.-21. 6. 1943&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands: Erkennungsdienstliche Kartei der Gestapo Wien, Eintrag: [https://www.doew.at/result?id=620071&amp;amp;cat=1 Josef Angermann]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angermann wurde durch [[Johann Sanitzer]] verhört, der bei der Wiener Gestapo auch leitend für das Referat „Sabotage-, Funk- und Fallschirmbekämpfung“ zuständig war. Sanitzer versuchte schließlich auch unter Misshandlungen Angermann für ein [[Funkspiel]] mit der Moskauer Zentrale zu zwingen, um diese zu täuschen. Wahrscheinlich aufgrund der Misshandlungen und der Weigerung Angermanns zu kooperieren entriss er im Verhörraum der Gestapo am [[Morzinplatz]] einem Wachmann das [[Bajonett]] und fügte sich damit schwere Halsverletzungen zu. Diesen Verletzungen erlag er Anfang 1944.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Willi Weinert: &amp;#039;&amp;#039;„Er starb für Österreichs Freiheit“ – Zur 65. Wiederkehr des Todes von Josef Angermann&amp;#039;&amp;#039;. In: Alfred-Klahr-Gesellschaft – Mitteilungen, Ausgabe 1 vom März 2009, S. 5–6. [https://www.klahrgesellschaft.at/Mitteilungen/AKG_1_09.pdf (pdf; 606&amp;amp;nbsp;kB)]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Angermann, Josef&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur 1980, S. 15&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-01-06}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Angermann, Josef}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fallschirmagent (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Emigrant zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstand gegen den Austrofaschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Internationalen Leninschule]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Angermann, Josef&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Schriftsetzer, Widerstandskämpfer, kommunist und KZ-Häftling&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Oktober 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Innsbruck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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