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	<title>Jonval-Turbine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T18:10:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Jonval-Turbine&amp;diff=1757613&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-13T05:25:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Turbine-dtmuseum2.JPG|mini|hochkant=1.2|Henschel-Jonval-Turbine von 1840 im Deutschen Museum, München]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schiffbau jonval2.jpg|mini|Läuferrad einer Jonval-Turbine Baujahr 1885 vor dem [[Schauspielhaus Zürich|Schiffbau]] in [[Zürich]]. Die Turbine war 100 Jahre lang in der [[Usine des Forces Motrices]] im Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Erklärungstafel an der Jonval-Turbine beim Schiffbau im [[Escher Wyss (Stadt Zürich)|Escher Wyss]] Quartier, Giessereistrasse&amp;amp;nbsp;5, 8005 [[Zürich]], [[Schweiz]]&amp;lt;/ref&amp;gt;]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jonval-Turbine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Henschel-Jonval-Turbine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine im Jahr 1837 von dem deutschen Ingenieur [[Carl Anton Henschel]] entwickelte und 1843 in [[Frankreich]] vom [[Ingenieur]] Nicolas J. Jonval patentierte [[Wasserturbine]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsprinzip ==&lt;br /&gt;
Die Jonval-Turbine ist eine [[Überdruckturbine]]. Das Wasser durchströmt die Turbine von oben nach unten, wobei die fest über dem Laufrad angeordneten gekrümmten Leitschaufeln das Wasser seitlich umlenken, so dass es auf die gegenläufig gekrümmten Schaufeln des Laufrades trifft. Die wichtigste Neuerung war das unterhalb der Turbine angeordnete Saugrohr, das als [[Diffusor (Strömungsmechanik)|Diffusor]] wirkt. Durch diese Anordnung ließ sich erstmals die gesamte Fallhöhe nutzen, auch wenn die Turbine über dem Unterwasserspiegel angeordnet war. Die Regelung der Turbine erfolgt über das Abdecken der Leitschaufeln, so dass das Laufrad nur teilweise beaufschlagt wird.[[Datei:Henschel-Jonval Turbine Schnittmodell.jpg|mini|Schnittmodell einer Henschel-Jonval Turbine. Deutlich zu erkennen sind die feststehenden Leitschaufeln und das darunter befindliche Laufrad.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die beschriebene Turbine wurde 1837 von Henschel erfunden, wobei ihm in [[Hessen]] ein Patent auf die Konstruktion verweigert wurde. Trotzdem begann der Bau des neuen &amp;#039;&amp;#039;Wassermotors&amp;#039;&amp;#039;, der im Jahr 1840 in der Hessischen Steinschleiferei in [[Holzminden]] zum Einsatz gelangte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;erfindungen&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Reich der Erfindungen&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Heinrich Samter. Neue bis Ende des 19. Jahrhunderts vermehrte Ausgabe. Verlag von W. Herlet, Berlin und Leipzig 1901, S.&amp;amp;nbsp;69–72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Gschwandtner: &amp;#039;&amp;#039;Gold aus den Gewässern: Viktor Kaplans Weg zur schnellsten Wasserturbine.&amp;#039;&amp;#039; GRIN Verlag, Norderstedt 2007, ISBN 978-3638715744.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere gleiche Turbine baute Henschel 1841 für einen Steinbearbeitungsbetrieb in Braunschweig. Die dort installierte Anlage wurde vom Franzosen Nicolas J.&amp;amp;nbsp;Jonval nachgebaut und in Frankreich patentiert. Die Turbine wird deshalb meist nach dem Franzosen als &amp;#039;&amp;#039;Jonval-Turbine&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet; in Deutschland ist aber auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Henschel-Jonval-Turbine&amp;#039;&amp;#039; verbreitet, welche den tatsächlichen Erfinder der Bauart nennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Horizontalrad-Wassermühle]] ist ein technischer Vorläufer der Turbine. Ihr Wirkungsprinzip gleicht dem der Henschel-Jonval-Turbine; sie ist sehr alt und wird (bei Restaurierungen) aus Holz gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jonval-Turbinen spielten eine wichtige Rolle in der [[Industrialisierung]] an Orten, an denen sich die Wasserkraft nutzen ließ. Sie stellten gegenüber Wasserrädern eine deutlich größere Leistung zur Verfügung, wobei die mechanische Energie mit [[Transmission (Maschinenbau)|Transmissionen]] und ähnlichem zum direkten Antrieb der Maschinen genutzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Beispiele von Anwendungen der Jonval-Turbine:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Usine des Forces Motrices, Genf ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Usine des Forces Motrices}}&lt;br /&gt;
Die 1886 in [[Genf]] fertiggestellte Anlage produzierte keinen Strom, sondern speiste Wasser in ein Leitungssystem mit 13,7&amp;amp;nbsp;bar Betriebsdruck. Dieses Druckwassernetz lieferte mechanische Energie an die Industrie- und Handwerksbetriebe, die mittels Wassermotoren und Faesch-Piccard-Turbinen die Energie dem Druckwassernetz wieder entnehmen konnten und sie zum Antrieb von Transmissionen und Generatoren nutzten. Jede der 18 installierten Jonval-Turbinen trieb zwei Kolbenpumpen an. Die Anlage mit 6000&amp;amp;nbsp;PS installierter Leistung war damals eine der größten in Europa. Die im System nicht benötigte Energie wurde über den [[Jet d’eau]] abgelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Serge Paquier (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;eau à Genève et dans la région Rhône-Alpes: XIXe–XXe siècles.&amp;#039;&amp;#039; L&amp;#039;Harmattan, Paris 2007, ISBN 9782296044821, S.&amp;amp;nbsp;92 ([http://books.google.ch/books?id=97X7nTiGpWYC&amp;amp;lpg=PA60&amp;amp;dq=Usine%20des%20Forces%20Motrices%20de%20la%20Coulouvreni%C3%A8re&amp;amp;as_brr=3&amp;amp;pg=PA92#v=onepage&amp;amp;q=Coulouvreni%C3%A8re&amp;amp;f=false Google Books]) &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fairmount Water Works, Philadelphia  === &lt;br /&gt;
[[Datei:Fairmount Water Works Jonval Turbine Cutaway.jpg|mini|Schnitt durch die Fairmount Water Works mit den Pumpenanlagen]] &lt;br /&gt;
Das [[Wasserwerk]] in [[Philadelphia]] nutzte drei Jonval-Turbinen zum Antrieb der sechs Kolbenpumpen, welche das Reservoir einer der ältesten städtischen Wasserversorgungen Nordamerikas mit Wasser aus dem [[Schuylkill River]] füllten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kraftwerk Höngg, Zürich ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kraftwerk Höngg}}&lt;br /&gt;
Eine über hundertjährige Jonval-Turbine befindet sich im [[Zürich|Zürcher]] Flusskraftwerk Höngg. Sie diente dem ehemaligen Kraftwerk Waser von 1898 bis 1978 mit einer Leistung von 200&amp;amp;nbsp;kW. Das Kraftwerk wird teilweise als [[Museum]] genutzt, in dem die historischen Turbinen (auch eine [[Francis-Turbine]]) zu Demonstrationszwecken in Betrieb gesetzt werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Publikation der Stadt Zürich|url=http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/ewz/Deutsch/Ueber%20ewz/Publikationen%20und%20Broschueren/kraftwerke_an_der_limmat_2012_komprimiert.pdf|titel=Ökostrom aus Wasserkraft. ewz-Kraftwerke an der Limmat|zugriff=14. Oktober 2012|format=PDF; 2,6&amp;amp;nbsp;MB|archiv-bot=2018-04-17 18:53:50 InternetArchiveBot|offline=ja}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Bild:HoenggEWZ.jpg|miniatur|Das Laufrad einer ausgebauten Jonval-Turbine vor dem Flusskraftwerk Höngg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kraftwerk Mühlenplatz, Luzern ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kraftwerk Mühlenplatz}}&lt;br /&gt;
1889 wurden drei von der [[Bell Maschinenfabrik]] in [[Kriens]] hergestellte Jonval-Turbinen in [[Luzern]] in Betrieb genommen, welche die Transmissionen eines Gewerbehauses am Mühlenplatz antrieben. 1926 wurden die Transmissionen stillgelegt und die Turbinen für den Antrieb eines Generators genutzt. Die Anlage stand bis 1977 in Betrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Markus Jud|url=http://home.datacomm.ch/jud.zwahlen/lu/muehl/muehlpla.htm |titel=Luzern: Mühlenplatz |zugriff=14. September 2009}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasserwerk am Hochablass, Augsburg ===&lt;br /&gt;
Von 1878 bis 1910 wurden drei Jonval-Turbinen zum Antrieb von drei Kolbenpumpen zur Trinkwasserversorgung im [[Augsburg]]er Stadtgebiet verwendet. Erbaut wurde die Anlage am [[Wasserwerk am Hochablaß|Hochablass]]; ab 1910 wurde sie mit [[Francis-Turbine|Francis-]] und [[Kaplan-Turbine]]n modernisiert. Nach weiteren Modernisierungen war sie bis 2007 als [[Wasserwerk]] in Betrieb und dient seitdem als [[Wasserkraftwerk]]. Jonval-Turbinen waren auch mit dem Beginn der Industrialisierung in vielen Augsburger Industrie- und Handwerksbetrieben wie der [[Pfladermühle (Augsburg)|Pfladermühle]] im Einsatz. Später wurden auch dort die Jonval-Turbinen durch andere Turbinen ersetzt und verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elektricitäts-Werke Reichenhall ===&lt;br /&gt;
Ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Mai 1890 betrieb der [[Reichenhall]]er Holzstoff-Fabrikant Konrad Fischer die mit [[Wasserkraft]] betriebenen [[Elektricitäts-Werke Reichenhall]]. Das Wasser aus dem Kirchberger Mühlbach trieb eine Jonval-Turbine mit einem Durchmesser von drei Metern an; die Turbinenanlage wurde durch die Maschinenbau e.&amp;amp;nbsp;G. Landes München installiert. Über ein [[Vorgelege]] mit zwei [[konisch]]en Rädern und einem [[Riemenantrieb]] übertrug die Turbine die Wasserkraft mit 600&amp;amp;nbsp;min&amp;lt;sup&amp;gt;−1&amp;lt;/sup&amp;gt; auf einen Wechselstromgenerator der [[Maschinenfabrik Oerlikon]] in [[Zürich]], der 2000 Volt Spannung und maximal dreißig Ampere entwickelte. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme war das Werk in der Lage, 1200 Glühlampen in Reichenhall, [[Karlstein (Bad Reichenhall)|Karlstein]] und [[Kirchberg (Bad Reichenhall)|Kirchberg]] zu versorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Reich der Erfindungen&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Heinrich Samter. Neue bis Ende des 19. Jahrhunderts vermehrte Ausgabe. Verlag von W. Herlet, Berlin und Leipzig 1901, S.&amp;amp;nbsp;69–72 (ausführliche Funktionsbeschreibung der Henschel-Turbine samt einer historischen Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Jonval turbines}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsches-museum.de/sammlungen/maschinen/kraftmaschinen/wasserturbinen/henschel-turbine-1840/ Henschel-Jonval-Turbine im Deutschen Museum, München]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserturbine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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